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IGNORIERT

Glupi's in 170 Tagen um die PS+ Extra Welt AND BEYOND - R.e.k.i.n.d.l.e.d.


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Geschrieben

Hach ja, der Spieleblues, kennen wir den nicht alle :D Schön, dass dich der Jedi doch zumindest ein bisschen da rausziehen konnte, und RE ihm dann quasi den Rest gegeben hat xD Auf die Teile hätte ich ja eigentlich auch mal Bock. Aber erstmal muss ich meine aktuell offenen Games ein wenig aufräumen.

 

Seit gestern kam da noch Lost Records dazu, weil die "Last Chance" Ankündigung nicht nur mir, sondern auch meinem Mann FOMO beschert hat. Hoffentlich bleibt es wirklich beim 21.4., dann hätten wir noch locker Zeit dazu xD

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Geschrieben
Am 20.3.2026 um 07:33 schrieb glupi74:

Auch wenn es diesmal etwas wirr ist:

Sony gibt nicht nur, Sony nimmt auch.

 

Folgende Spiele werden voraussichtlich im April (der erwartete Termin wäre 21.04.2026) entfernt:

  • Lost Records: Bloom and Rage
  • EA Sports PGA Tour

 

Verdächtig kurz die Liste. Es heißt wohl abwarten.

 

Jetzt haben sie doch noch nachgelegt:

  • Dave The Diver
  • Spitlings
  • Tower Fall Ascension
  • Disaster Report 4: Summer Memories
  • hilfreich 1
  • gefällt mir 1
Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb Pittoresque:

Jetzt haben sie doch noch nachgelegt:

  • Dave The Diver

 

Und hier der Geheimtipp, der wahrscheinlich das offenste Geheimnis überhaupt ist, denn Dave The Diver ist sooo gut! :x hat mir z.B. 1.000x besser gefallen als Lost Records :monkey-no-eyes:, sodass ich definitiv schaue, dass ich die PS4-Version auch noch spielen und genießen werde, bevor's aus'm Katalog fliegt :emot-dance:

und Disaster Report 4 Summer Memories könnte noch was sein (erinnert mich ein wenig an I Am Alive auf der PS3, was ich sehr mochte), aber dafür wird die Zeit wohl zu knapp und das Spiel lässt sich notfalls auch sehr gut über einen Sale schnappen :yesnod:

 

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Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb stiller:

 

Und hier der Geheimtipp, der wahrscheinlich das offenste Geheimnis überhaupt ist, denn Dave The Diver ist sooo gut! :x hat mir z.B. 1.000x besser gefallen als Lost Records :monkey-no-eyes:, sodass ich definitiv schaue, dass ich die PS4-Version auch noch spielen und genießen werde, bevor's aus'm Katalog fliegt :emot-dance:

und Disaster Report 4 Summer Memories könnte noch was sein (erinnert mich ein wenig an I Am Alive auf der PS3, was ich sehr mochte), aber dafür wird die Zeit wohl zu knapp und das Spiel lässt sich notfalls auch sehr gut über einen Sale schnappen :yesnod:

 

 

Die beiden hatte ich auch auf der Liste, aber das wird einfach zeitlich nicht mehr hinhauen, also muss ich auch auf Sales lauern :D 

Geschrieben

Dave the Diver erhält im Juni einen großen, kostenpflichtigen DLC, wahrscheinlich mit neuen Trophäen. Wer 100% will, muss dann eh in die Tasche greifen.

Geschrieben (bearbeitet)

+++Außer Konkurrenz: Rückkehr nach Raccoon City+++

 

Schneller als in letzter Zeit üblich bin ich wieder da. Schuld ist Resident Evil Requiem, das vor kurzem veröffentlicht wurde. Wie in meinem letzten Update erwähnt, hat der aktuellste Teil von Capcoms Horror-Franchise mir ein bisschen durch eine kleine Videospielkrise geholfen, als es selbst Star Wars Jedi Survivor nicht schaffte, mich zum Zocken zu motivieren. Was ist an RE Requiem jetzt so toll? JA!

 

Wie diejenigen unter euch, die schon etwas länger hier mitlesen, wahrscheinlich wissen, hat mich das Franchise nie sonderlich interessiert. Das änderte sich dann schlagartig, als ich mich vor zwei Jahren überreden habe lassen, doch mal Resi 2 Remake zu probieren. Die Mischung aus Horror, Action und Umgebungsrätseln die mit einem hervorragenden Missionsdesign aufwartet, hat mich begeistert. Ich habe dann auch gleich darauf Resi 3 Remake gespielt. Auch der Teil hat mir gut gefallen, auch wenn er nicht ganz an den 2.Teil herankommt. Letztes Jahr habe ich mir dann auch Resi 4 Remake in einem Sale gegönnt, es aber noch nicht gespielt. Die weiteren (Haupt-)Teile haben mich dann aber nicht so sehr interessiert, auch weil da keiner der Charaktere aus 2 und 3 vorkam (lassen wir 6 da mal außen vor).

 

Bei der Ankündigung von Resi 9 war ich zu Beginn auch nicht sonderlich interessiert. Es gab mit Grace wieder eine neue Protagonistin, aber wieder kein Wiedersehen mit meinen Lieblingen aus Teil 2 oder Jill Valentine. Doch ein paar Monate vor dem Releasetermin gab Capcom bekannt, dass Leon Kennedy zurückkehren wird. Ich muss zugeben, das hat mich dann schon ein bisschen gefreut.

 

Happy So Excited GIF by The Fuzzlets

 

Oder anders ausgedrückt:

Hamster Want GIF by Grind

 

Ich bin dann am Releasetermin extra nach der Arbeit noch zum Müller gefahren und habe es mir geholt. Ich will ja nicht groß spoilern, aber es hat sich gelohnt.

 

Aber der Reihe nach. Das Spiel erlaubt bis auf eine Stelle leider keine Screenshots (ein Fotomodus soll nachgereicht werden), daher gibt es hier nur öffentlich zugängliche Gifs.

EDIT: Seit dem Patch Ende März gibt es einen Fotomodus. Da meine Disc aber außer Haus ist und gerade in Bayern Angst und Schrecken verbreitet, kann ich aktuell keine Bilder nachreichen.

Wer das Spiel noch nicht kennt und sich nicht spoilern lassen will, sollte jetzt mit dem Lesen aufhören, denn ich verschweige (fast) nichts!

 

A harsh reality

 

Das Spiel spielt ein paar Monate in der Zukunft, im Oktober 2026, 28 Jahre nach dem Ausbruch des T-Virus aus einem Labor der Umbrella Corp. in Raccoon City, der zu den Ereignissen von Resident Evil 2 und 3 geführt hat und schlussendlich zur Auslöschung von Raccoon City durch einen Nuklearschlag.

 

Wir starten in einem FBI-Büro. Seit einiger Zeit treten mysteriöse Todesfälle auf, die alles eines gemeinsam haben: Die Betroffenen waren allesamt Überlebende des Desasters von Raccoon City. Die Bilder der Toten lassen Schlimmes befürchten. Starke Verfärbungen der Haut, Veränderungen der Iris, das war wohl kein Schnupfen. Später stellt sich heraus, dass die Symptome durch den T-Virus ausgelöst wurden, der seit dem damaligen Outbreak in den Überlebenden mutiert ist und nach all den Jahren einen Weg gefunden hat, das Immunsystem des Wirtes zu überlisten und diesen langsam in einen Zombie zu verwandeln. Keine guten Aussichten. Treffend wird das Krankheitsbild RCS (Raccoon City Syndrome) genannt.

 

Meiner Rechnung nach gibt es zumindest 7 weitere namentlich bekannte Personen, die damals überlebt haben und demnach auch davon betroffen sein könnten. 3 davon werden wir im Laufe des Spiels auch treffen. :ihih:

 

Zu Beginn wird aber Grace Ashcroft, die neue Protagonistin, eingeführt. Sie ist eine junge, etwas nerdige FBI-Agentin, die an ihrem mit Büchern und sonstigen Unterlagen überfüllten Schreibtisch gerade einen Bericht zu einem der mysteriösen RCS-Todesfälle durchschaut, als sie ihr Boss in sein Büro bestellt. So ganz nimmt man ihr die FBI-Agentin nicht ab, sie wirkt unsicher und stottert, wenn sie in Verlegenheit kommt. Alles kein Problem, aber für Feldeinsätze scheint sie mir nicht gut geeignet. Daher steigt ihr Puls gleich noch einmal stark an, als ihr Boss Grace von einem weiteren Fall von RCS erzählt. Die Leiche eines Mannes wurde in dem nach einem Brand vor acht Jahren geschlossenen Wrenwood Hotel gefunden und sie soll sich der Sache annehmen. Grace schluckt, denn der Grund für den Brand war ein erfolgreicher Mordanschlag auf ihre Mutter, Alyssa Ashcroft (einigen von euch vielleicht aus Resident Evil Outbreak bekannt), einer Investigativjournalistin, die durch ihr Interview mit Oswell E Spencer, dem Gründer von Umbrella, bekannt wurde. 

Ihr Boss weiß natürlich von dem Vorfall mit ihrer Mutter, bittet sie aber dennoch, dorthin zu gehen. Also macht sie sich auf, das verfallene Hotel an einem verregneten Nachmittag aufzusuchen. Sie betritt das Hotel über einen Hintereingang, ein Polizist klärt sie kurz über die Sachlage auf.

 

Man hat die Wahl, ob man mit Grace und/oder Leon lieber in der First- oder Third-Person-Perspektive spielen will. Empfohlen wird für Grace die Ego-Perspektive, während für Leon der Blick über seine Schulter empfohlen wird. Ich habe die Voreinstellungen so belassen und mich fortan aus Graces Ego-Perspektive erschrecken lassen. So schlimm war es aber eigentlich gar nicht.


Aber natürlich ist dieser erste Abschnitt schon ein bisschen auf Horror getrimmt. Dunkle Räume, plötzlich zufallende Türen, herunterfallende Jagdtrophäen, als hätte das ganze Hotel die 8 Jahre seit seiner Schließung nur darauf gewartet, der jungen FBI-Agentin einen Schrecken einzujagen. Tatsächlich sind es aber andere Dinge, die ihr Angst machen, wie ein Foto von ihr, das an einer Säule angepinnt und mit einem Zimmerschlüssel auf der Hinterseite versehen ist. Hmmm...

 

:thinkingmeme:

 

Ach was, was soll da schon passieren, ich bin in einem verlassenen Hotel, in dem meine Mutter vor 8 Jahren ermordet wurde, draußen tobt plötzlich ein Sturm mit Blitz und Donner und jemand will mich in ein Zimmer locken? Nichts wie hin!

 

Auf dem Weg kommen das erste Mal so richtige Resident Evil Vibes auf, eine mit einem Draht verschlossene Tür muss mit der passenden Schneidzange, die Grace gottseidank gleich findet, geöffnet werden. Nach Gebrauch verschwindet die Schneidzange auch gleich wieder aus dem Inventar, weil wir im weiteren Spiel keine Verwendung dafür haben, eine angenehme Quality-of-Life-Funktion, die es schon seit Resi 2 Remake gibt. Generell sind das Inventar- und Speichersystem mit Resi 2 Remake (und den darauffolgenden Remakes) identisch. Grace startet mit ganzen 8 Inventarplätzen, kann diese durch Finden von Hüfttaschen aber im Laufe des Spiels verdoppeln. Zusätzlich gibt es an verschiedenen Stellen der Maps die Resi-üblichen großen Kisten, in denen man Gegenstände zwischenlagern kann. Auf alle darin eingelagerten Items hat Grace von jeder Kiste im Spiel Zugriff. Auch das Speichern von Spielständen passiert ganz klassisch über Schreibmaschinen. Auf den zwei höchsten Schwierigkeitsgraden benötigt man für das Speichern Farbbänder, die man finden muss, d.h. die Anzahl an Speicherständen ist begrenzt. Bei meinem ersten Run auf dem zweitniedrigsten Schwierigkeitsgrad spielt das aber noch keine Rolle.

Im besagten Zimmer angekommen, staunt Grace dann nicht schlecht, als sie Dutzende Fotos von ihr auf dem Bett findet, von jener Nacht, als ihre Mutter ermordet wurde. Das erfährt man aber erst im nachfolgenden Flaschback, der ihr die Ereignisse dieser Nacht nochmals in schmerzliche Erinnerung ruft. In dieser Erinnerung fällt ihr auch ein, dass ihre Mutter kurz vor ihrem Tod noch etwas hinter einem Gemälde im Salon des Hotels versteckt hat. Nachdem das Hotel nach dem Brand, der vom Mörder ihrer Mutter ausgelöst wurde, nicht mehr weiterbetrieben wurde, ist dieses etwas vielleicht noch hier.

Tatsächlich, sie findet ein Notizbuch ihrer Mutter und eine Datendisk. Blöderweise findet es der Polizist von vorhin gar nicht so toll, aber nicht weil er etwas gegen wiedergefundene Datendisks hätte, sondern weil er ein bisschen blass um die Nase geworden ist. Eine Schnelldiagnose deutet auf den T-Virus hin, aber Grace hat gerade andere Sorgen. Sie muss ihre Hand losreißen, während der ehemalige Freund und Helfer mit der Pumpgun auf sie zielt. Irgendwie schafft sie es tatsächlich, auch mit der Hilfe eines spitzen Stocks (John Cleese hatte doch unrecht), den aufdringlichen Kollegen abzuschütteln. Sie greift sich noch schnell den Schlüssel, denn der Ex-Cop verloren hat und sperrt den Notausgang auf. Aber auch Notausgänge sind nicht mehr das, was sie einmal waren, denn am Ende dessen wartet ein etwas älterer Herr mit etwas vermoderter Haut auf Grace. Gestatten, Dr. Victor Gideon, ehemaliger Wissenschafter der Umbrella Corp. inzwischen Unternehmer, Leiter einer Heilanstalt usw.. Nach einem kurzen Monolog betäubt er Grace und bringt sie über die Schulter tragend aus dem ehemaligen Hotel. Irgendetwas scheint an Grace besonders zu sein, denn er meldet an einen Unbekannten, dass Grace endlich in seinen Händen sei.

 

Bring out the big guns

 

Da uns kurzfristig der spielbare Charakter abhanden gekommen ist, wechseln wir zu Leon Kennedy, seines Zeichens Experte für Zombies und Biowaffen, seit er vor 28 Jahren als junger Cop in das Schlamassel namens Resident Evil 2 geworfen wurde. Er wird von einer Kollegin über sein Headset unterstützt und reist standesgemäß im SUV eines deutschen Sportwagenherstellers, der neuerdings auch Raumschiffe im Portfolio hat, an. Es sei ihm verziehen. Er sieht Victor mit Grace auf der Schulter aus einer Nebengasse kommen und will gerade eingreifen, als Victor ein paar Passanten mit Spritzen beschießt. Nach wenigen Sekunden ist klar, es sind Spritzen mit dem T-Virus, denn es wimmelt bald von Zombies auf der Straße. Zeit für Leon, seine Kampfskills zur Schau zu stellen. 

Gegenüber Resi 2 hat sich Leons Kampftechnik deutlich verbessert, einen Großteil der Skills konnte er aber, so weit ich das mitbekommen habe, auch schon in Resi 4. Nach wenigen Kills ist jedenfalls klar: Leon kann sich gegen die Infizierten bestens wehren und es macht irrsinnig Spaß. Neben Schusswaffen verfügt er über eine Hacke, mit der er blocken oder in den Infight gehen kann. Bringt er die Gegner zum Taumeln, indem er ihre Schwachstellen trifft, kann er sie mit einem Kick zurückstoßen oder mit der Hacke erledigen. Alles sehr blutig. Das Kampfsystem ist intuitiv und geht nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut von der Hand.

Wenn das alles nichts mehr hilft, hat er immer noch seine Requiem, eine Art modifizierter Magnum, mit der er mehrere Infizierte gleichzeitig erledigen kann, wenn sie dicht hintereinander daherkommen. Ganz so einfach ist es aber nicht, denn vor allem die Munition für die Requiem ist sehr begrenzt. Davon abgesehen muss Leon nach mehreren Nutzungen auch seine Hacke schärfen.

So oder so kann sich Leon aber nicht schnell genug durch die Gegner metzeln und Victor entkommt. Am Ende der Szene wird deutlich, dass Leon ein Problem hat. Als er etwas frustriert seinen Handschuh auszieht, kommen scharze Flecken auf der Haut zum Vorschein. RCS lässt grüßen. :|

Was nun? Laut Leons Stimme im Ohr betreibt Victor in der Nähe eine Heilanstalt, das Rhodes Hill Chronic Care Center. Eine Spur!

 

Untouchable

 

Wir wechseln wieder zu Grace, die schon in besagter Heilanstalt eingetroffen ist. Nicht ganz freiwillig allerdings. Als sie von Victors Betäubung aufwacht, braucht sie ein paar Sekunden, bis ihr bewusst wird, dass sie kopfüber an ein vertikal aufgestelltes Krankenbett gefesselt ist und ihr Blut abgenommen wird.

 

200.gif

 

Hier zeigt sich erstmals, dass Grace keineswegs auf der Nudelsuppn dahergeschwommen ist oder auf Neudeutsch keine typische Damsel in Distress ist. Sie befreit sich nämlich auf ziemlich kreative Weise und versucht, aus dem Gebäude zu entkommen.

Aber irgendwie hat sie kein Glück. Schon wieder ist es recht finster, die Hälfte der Lichtschalter funktioniert nicht. Hat Capcom das Ansteigen der Energiepreise durch Trumps sinnlosen Irakkrieg vorhergesagt? Oder wollen sie uns einfach wieder ein bisschen Schrecken einjagen?

Für zweiteres würde ein halbtoter Untoter sprechen, der uns beim Öffnen einer Türe praktisch in Graces Hände fällt. WTF! Gerade als sich Grace wieder erfangen hat, kommt ein mutiertes, etwa 3 m großes Etwas hinterher. Sie schaut zwar auch nicht gesund aus, ist dafür aber quicklebendig und offensichtlich sehr hungrig. Der zu groß geratene Zombie wird vom Spiel übrigens liebevoll "The Girl" genannt, süß (in ersten Interviews mit Entwicklern, bei denen sie als Gegner im Spiel vorgestellt wurde, wurde sie übrigens noch "Big Mama" genannt; es scheint, als hätten sie zu diesem Zeitpunkt noch eine andere Herkunftsgeschichte für die Kreatur im Kopf gehabt). Wir haben also wieder unser für Resi-Spiele übliches, unkillbares Monster, das uns verfolgt. Immerhin findet Grace recht schnell heraus, dass das Mädel kein Licht mag, was fein wäre, wenn das Licht überall funktionieren würde. Tut es aber nicht und so bleibt Grace manchmal nichts anderes übrig, als sich vor the Girl zu verstecken. Wenigstens sieht das Ding im Finsteren genauso schlecht wie Grace, trotz zweimal so großer Augen.

 

Nach ein paar Runden durch den abgesperrten Trakt, dem Öffnen diverser Türen und Schränke und dem Beschaffen von Werkzeug, um an diese verdammte Sicherung für das Gitterrolltor zu kommen, das ihr den Weg versperrt, schafft es Grace dann endlich, dieses auch zu öffnen. Aber leider fällt wieder einmal im ungünstigsten Moment das Licht aus und so kann sie das "Mädchen" an den Füßen packen und in den dunklen Gang zurückziehen. Es gibt so Tage, die wollen nicht so richtig.

 

Ein paar Minuten davor fährt Leon mit seinem Product Placement beim Sanatorium vor und schaut sich einmal um. Zu seiner Überraschung wird er von einer Krankenschwester oder Ärztin empfangen, die ihn zu einem Termin mit Victor Gideon bringen soll. Leons Hinweis, dass er gar keinen Termin bei Dr. Gideon hat, ignoriert die Dame einfach mal und führt Leon unbeirrt durch das Sanatorium, bis sie Leon auffordert, in einem der Räume auf den Doktor zu warten. Statt dem Doktor kommt allerdings ein Infizierter mit Kettensäge, was sich auf den Gesundheitszustand der Dame von vorhin negativ auswirkt, eindeutig zu viel Eisen im Körper. Woher in einer Heilanstalt ein Arzt-turned-Zombie auf einmal eine Kettensäge her hat, wird wohl Capcoms Geheimnis bleiben, aber vielleicht war der gute Herr gerade beim Essen, als sein Messer unter seinen Fingern mutiert ist? Wie auch immer, wenn man schon einmal eine Kettensäge zur Hand hat und sowieso gerade etwas frustiert ist weil frisch mit dem T-Virus infiziert und so, warum dann nicht einfach ein bisschen die Sau rauslassen?

 

Resident Evil Zombies GIF

 

Es geht also wieder los mit dem Zombie schnetzeln, auch wenn zu Beginn genau das eigentlich die Zombies mit Leon vorhaben. Aber ein paar gezielte Kopfschüsse und einem Finisher mit der Axt später, gehört die Kettensäge Leon und er ist wieder an der Spitze der Nahrungskette. Leon ist im Vergleich zu Resi 2 aber auch abseits der Kämpfe deutlich abgebrühter und spart nicht mit markigen Ausdrücken. Einen Oscar für best Screenplay werden die Macher von RE: Requiem dafür zwar nicht bekommen, aber tiefgründige Dialoge sind schon seit jeher nicht Sache von Resi, würde ich sagen, und das passt für mich auch so. 

Leon kämpft sich durch weiteres ehemaliges Personal und diverse Insassen, bis er genau zu dem Zeitpunkt zum Gitterrolltor kommt, als The Girl gerade Grace wegschleppen wollte. Endlich mal ein kleiner Lichtblick für Grace und tatsächlich, Leons Requiem sorgt dafür, dass die etwas zu groß geratene Dame von ihr ablässt und Grace sich endlich befreien kann. Leon wirft daraufhin seine durchschlagskräftigste Waffe Richtung Grace, die zunächst nicht ganz weiß, was sie mit Requiem anfangen soll.

 

Video Game Horror GIF by CAPCOM

 

Glaub mir Grace, ohne das Ding wirst du nicht weit kommen. Aber jetzt passiert schon wieder etwas. Diesmal ist es Victor Gideon, der dazwischenfunkt. Allerdings ist Leon sein Opfer und Grace wird auf der anderen Seite des herunterratternden Gitterrolltors zurückgelassen, in einer hermetisch abgeschlossenen Heilanstalt wohlgemerkt. Damit beginnt für Grace der Mansion-Teil, seit den Anfängen der Serie das Herzstück der Spiele. Die Heilanstalt ersetzt dabei das grandiose RCPD aus dem 2. Teil (und RE3). Die Entwickler geben sich nicht sonderlich viel Mühe, das große Vorbild zu verschleiern, aber das macht das Erkunden und schrittweise Freischalten von einzelnen Bereichen der Heilanstalt nicht weniger interessant und belohnend. Es bockt einfach, ich kann es nicht ändern. Es gab aufgrund der hohen Anzahl an verkauften Spielen schon sehr schnell nach Erscheinen Guides, aber alle Rätsel sind so gestaltet, dass sie nicht zu schwer, aber auch nicht langweilig sind. Somit musste ich nicht auf Hilfe zurückgreifen.

Der Plot ist allerdings etwas löchrig. Wenn Grace so wichtig für Victor ist, warum lässt er sie dann in der Heilanstalt, in der praktisch jeder Insasse und das Personal entweder tot oder infiziert sind, zurück und setzt sie so erheblichen Gefahren aus?

 

Alan Rickman Shrug GIF

 

Aber egal, wir haben den Mansion-Abschnitt, denn wir alle wollten und versuchen mit Grace, das Beste daraus zu machen und aus der Heilanstalt heil rauszukommen. Es ist alles da, versteckte Schlüssel, Minirätsel oder antike Münzen, um an wichtige Items heranzukommen oder verschlossene Türen aufzusperren. Safes und natürlich ein Safe-Room mit Schreibmaschine und Lagerkiste.

Man benötigt sogar drei kristallartige Würfel, um die Hintertür, Graces Exit-Strategie, der Heilanstalt zu öffnen. Das Statuen-Rätsel im RCPD aus RE: 2 lässt grüßen.

Grace findet auch unzählige Dokumente, die teilweise wiederum wichtige Infos enthalten, zum Teil aber auch einfach ein bisschen über den Alltag in der Heilanstalt erzählen. Anscheinend wurde mit den Insassen experimentiert und einzelne, inzwischen infizierte Insassen lassen sich anhand der Beschreibungen auch sehr gut identifizieren. Das trägt zu einer tollen Immersion bei.

 

Wir fangen mal im Safe-Room an, ein Speicherstand schadet nie. Hinter dem Saferoom befindet sich ein Raum mit zwei mit Glaswänden versehenen Zellen. In beiden befindet sich nur ein schlichtes Bett. In einer sitzt ein kleines Mädchen, vielleicht um die 7 - 8 Jahre, blind, ein Buch in Braille-Schrift lesend. Die zweite Zelle ist leer, hat dafür aber ein Loch in der Wand, war da "The Girl" eingesperrt? Basierend auf der Größe des Lochs muss sie danach aber noch anständig gewachsen sein.

 

Grace klopft an die Tür der Zelle mit Inhalt und erfährt, dass das blinde Mädchen Emily heisst. Viel mehr kann sie aber aktuell für Emily nicht tun, weil die Zellentür mit einem Level-3-Security-Schloss verriegelt ist. Aktuell hat Grace gerade mal die Sicherheitskarte für den Westtrakt - es ist noch viel zu tun. Grace ist trotz Requiem immer noch praktisch wehrlos, da Leon ihr nur einen Schuss Munition gelassen hat. Zunächst heißt es also schleichen, oder davonlaufen, wenn ersteres nicht geklappt hat. Aber immerhin findet sie bald eine Pistole, vorerst aber noch ohne Munition. Dazwischen speichern nicht vergessen!

Wie beim RCPD erzählt auch hier das Gebäude wieder seine eigene Geschichte. Von drei Chirurgen, die sich der Erschaffung künstlicher Organe verschrieben haben, einem Gelage bei einem Bankett, an dem sich jetzt die Zombies gegenseitig das Fleisch vom Körper fressen, einer exklusiven Lounge, in der man dem Glückspiel frönen konnte (und seine Ausrüstung verbessern kann, wenn man genug von den Spielmünzen findet), einem Salon und Patienten, die wohl mehr als Versuchskaninchen missbraucht wurden, als dass man wirklich ihre Genesung im Blick gehabt hätte. Grace muss den Chrirugen allerdings ein bisschen nacheifern und selbst bei einem leergeräumten Organspender ein künstliches Herz und eine künstliche Lunge einsetzen, um an sein Chip-Armband zu kommen, das ihr wiederum weitere Türen öffnet. Grace findet auch immer mehr Gegenstände, um sich zu wehren, neben einer klassischen Pistole und den obligaten Messern kann sich Grace recht bald eine Hämolysespritze aus dem Blut der Infizierten und ein bisschen Metallschrott zusammenbasteln (das für das Sammeln des Blutes benötigte Blutentnahmegerät findet Grace ebenfalls im Laufe der Zeit). Rammt man einem nicht alarmierten Zombie die Spritze in den Rücken, lösen sich die Blutkörperchen auf und der Zombie zerplatzt innerhalb von wenigen Sekunden.

 

Mahlzeit!

 

Wirkt natürlich nicht bei The Girl, wo kämen wir denn dahin, wenn es etwas gäbe, mit dem man das Ding besiegen könnte. Die Liebe überlässt das Stalken aktuell aber lieber einem Riesenbaby mit geringem Selbstwertgefühl, das sich durch die Gänge des Westflügels zwängt und Selbstgespräche wie "Dont laugh at meee!" oder "It's all yooouur fault!" führt. Der Dude lässt sich übrigens auch nicht mit einem Requiem-Schuss erledigen. Was mir gleich mal einen Ladebildschirm eingebracht hat, weil Grace beim ersten Schuss vom enormen Rückstoss der Waffe so überrascht ist, dass es eine Zeit dauert, bis sie sich wieder erfängt. Zeit, die das Riesenbaby genutzt hat, um Grace anzuknabbern. >:(

 

Beim zweiten Mal sind wir vorsichtiger und halten mehr Abstand. Grace arbeitet sich weiter durch die Geheimnisse der Heilanstalt und kommt den drei  Schlüsselkristallen auf die Spur (Funfact: die erste Kombination zum Freischalten eines der drei benötigten Schlüsselkristalle habe ich ohne Hinweis First-Try erraten, bei einer Chance von 1:81). Beim letzten gibt es aber ein Problem: die Symbole, die man in richtiger Reihenfolge drücken muss, sind verwittert. Keine Chance, das Spiel lässt einen auch gar nicht probieren (also keine Chance auf einen erneuten 1:81-Glückstreffer), denn Grace hat eine Idee. Auf den Tasten sind kleine ertastbare Symbole, Braille-Schrift! Da könnte Emily vielleicht helfen, ein Glück, dass der Kollege, in dessen Büro der dritte Schlüsselkristall aufbewahrt wird, auch das Level-3-Armband bei sich trägt. Also zurück zu den Glaszellen. Grace kann Emily befreien und sie überreden, für sie die richtige Kombination zu ertasten. Allerdings ist Grace mit einem blinden Mädchen am Arm nicht gerade Zombie-Kampf-tauglich, daher heißt es aufpassen. Ich entschließe mich, Emily auf der Couch im Saferoom zu parken und vorher mit Grace die Zombieherde etwas auszudünnen, bevor Grace Emily dann bis zum Kasten mit dem Schlüsselkristall tragen kann. Dort warten natürlich wieder ein paar Zombies, aber schließlich geht alles gut und Emily präsentiert stolz den Kristall. Sie und Grace scheinen aber nicht die einzigen Mädchen zu sein, die funkelnde Steine mögen, unsere Lieblingsmutantin schaut auch wieder vorbei, reißt ein gewaltiges Loch in den Boden und nimmt Emily und den Kristall einfach mit in den Untergrund. WTF! Wieder einmal. 

 

Wir wechseln wieder zu Leon, der gerade von Victor Gideon in alter James Bond Manier "befragt" wird. Einsamer Sessel mit Gefangenem im Raum, Scheinwerfer drauf. Dazu das vertrauenserweckende Gesicht von Victor.

 

Resident Evil Hunk GIF 

 

Aber Leon ist ja nicht irgendein Cop und Victor offensichtlich ein unvorsichtiger Idiot, denn Leon kann sich relativ leicht befreien und Dr. Gideon in die Flucht schlagen. Vermutlich haben sie den Sprecher von Leon, Nick Apostolides, nur für eine gewisse Menge an Wörtern engagiert und mussten Text bei der Verhörung sparen. Leon befindet sich im Dachboden der Heilanstalt und muss sich irgendwie zum Büro von Dr. Gideon kämpfen, von dem er sich mehr Infos über seine Intentionen und dieses immer wieder erwähnte Elpis, mit dem auch Grace in Zusammenhang stehen dürfte, zu finden. Auch hier gibt es wieder RCPD-Vibes aus Resi 2 Remake, weil Leon durch seine Hacke zu ein paar anderen Bereichen Zugriff hat als Grace, ganz ähnlich wie damals mit Claire Redfield. So mag ich das. Es ist auch irgendwie lustig. In letzter Zeit habe ich eine recht große Aversion gegen das wiederholte Abklappern von Maps entwickelt, die mir bei Jedi Survidor auch das Backtracken zum Sammeln der Shards und anderer Items ein bisschen vermiest hat. Aber hier bei Resident Evil freue ich mich, wenn ich mit Leon teilweise die gleichen Korridore durchschreiten kann, die auch schon Grace davor erkundet hat. Es macht halt viel aus, wenn man ein Ziel verfolgt, das Spaß macht und nicht irgendwelche Items suchen muss, für die man dann bestenfalls nutzlose kosmetische Anpassungen kaufen kann.

Trotzdem muss ich jetzt mit der Erzählung ein bisschen straffer werden, ich labere schon viel zu lange herum.  Es sind schon fast 3500 Wörte bis hier und wir sind ja nicht einmal bei der Hälfte der Story. :xd: (Spoiler: hat nicht so gut geklappt :biggrin5:)

 

Leon findet tatsächlich das Büro von Dr. Gideon und auch wenig erfreuliche Infos zu RCS. Demnach verläuft die Krankheit in mehreren Phasen, Leon scheint gerade in der zweiten zu sein, in der sich erste Symptome, wie schwarze Flecken auf der Haut, bemerkbar machen. Die weiteren Phasen führen dann früher oder später unweigerlich zum Tod. Über eine Heilung findet er leider nichts. Er teilt die Infos mit seiner Kollegin, die ihn bisher über Funk begleitet hat. Ich staune nicht schlecht und habe sofort ein Lächeln auf den Lippen, als die Kamera das erste Mal auf ihren Kopf schwenkt.

 

Resident Evil GIF

 

Ist das nicht... ? Ja! Sherry Birkin, die Tochter der beiden Wissenschafter aus Resi 2, die von Claire gerettet wurde. Was für eine positive Überraschung! Ich als Resi-Noob, der nur Resi 2 und Resi 3 Remake kennt, habe nicht gewusst, dass Sherry nach Resi 2 auch in Resi 6 vorgekommen ist (jetzt, dank Wikipedia und Co, weiß ich das). Daher habe ich sie nicht in Resi Requiem erwartet. Da sie damals beim Ausbruch in Raccoon City dabei war, leidet sie ebenfalls an RCS. Leon und Sherry haben daher auch eine persönliche Motivation, dass die Operation erfolgreich abgeschlossen werden kann. Grace scheint dafür ein Schlüssel zu sein. Zumindest für Elpis. Was das genau ist, wissen wir aber immer noch nicht.

 

Apropos, Grace versucht in der Zwischenzeit, im Keller der Heilanstalt Emily zu finden und zu retten, deckt dabei eine gigantische Menschenkörperverwertungsmaschinerie auf, geht ein paarmal auf beinahe-Tuchfühlung mit The Girl und entkommt schließlich in letzter Sekunde mit Emily, wobei sie The Girl eine ihrer Pranken abhackt. Lustigerweise ist die abgetrennte Hand das einzige, das ich auf einem Screenshot verewigen durfte, daher will ich euch das nicht vorenthalten.

 

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Die abgetrennte Hand spielt übrigens bei einem spielstandübergreifenden Rätsel eine Rolle, das der Community in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung von RE Requiem einiges an Kopfzerbrechen bereitet hat.

 

Grace kann mit Emily und dem letzten Schlüsselkristall endlich aus der Heilanstalt flüchten, der T-Virus hat sich aber auch bereits im Umfeld der Heilanstalt verbreitet. Die geplante Flucht mit einem Helikopter funktioniert ungefähr so gut wie die Abholung von John Seed in Far Cry 5. Emily wird beim Absturz schwer verletzt und Leon muss den beiden mittels Scharfschützengewehr die Zombies vom Leib halten. Danach kommt es zum Showdown Grace vs. The Girl. Nachdem es selbst mit Requiem oder Hämolysespritze nicht funktioniert, erweist sich Tageslicht als das passende Gegenmittel, um das Problem endgültig (auf)zulösen. War es nicht in den Szenen zuvor im Freien noch dunkel? Egal!

 

Aber wir sind in einem Horrospiel und nicht auf einem Kindergeburtstag und so folgt auf das Erfolgserlebnis gleich der nächste Downer. Emily verwandelt sich, wohl aufgrund ihrer Verletzung, in einen überdimensionalen Fleischhaufen. Grace fleht Leon, der sie inzwischen eingeholt hat, an, Emily nichts zu tun, aber Fleischhaufen-Emily macht auf aggressiv und so bleibt Leon nichts anderes übrig, als Emily auszuschalten. Dennoch ist Grace untröstlich und will in erster Emotion nichts mehr von Leon hören und verschwindet. Als hätte er es gewusst, tritt ein adretter Herr namens Zeno auf den Plan...

 

Resident Evil GIF

 

... und nimmt Grace mit. Da gehe ich auch wieder nicht ganz mit Graces Verhalten konform. Ja, Leon hat gerade ihre aufkeimenden Mutterinstinkte durch das Erledigen von Emily erstickt, aber deswegen gleich einem Unbekannten mit schwarzen Flecken auf der Haut, der Dr. Gideon im Schlepptau hat, sein Leben anvertrauen? Ich mein, seriously? Aber egal, im Verlauf der Geschichte macht es zumindest aus der Sicht von Zeno und Dr. Gideon Sinn, Grace mitzunehmen, aber Grace, warum? Gerade hast du uns allen gezeigt, dass du trotz deiner Unerfahrenheit an der Aufgabe wachsen kannst, und jetzt machst du einfach auf beleidigte Leberwurst, die sich dem nächstbesten Bösewicht an die Brust wirft? Come on! Aber immerhin, Zeno und Dr. Gideon haben einen Hubschrauber, der nicht abstürzt, da muss man wohl nehmen, was man bekommt. 

 

Back to where it all began

 

Aber ich sag's wie es ist. Ich bin nicht wegen der Story hier, sondern der Spielerfahrung, und die ist weiterhin top. Sherry versucht vergeblich, etwas zu Zeno herauszufinden, aber zumindest deutet einiges darauf hin, dass er mit Grace Richtung RC unterwegs ist. Endlich!

 

Aroused The Colbert Report GIF

 

Jetzt gibt es aus Resi 2 und 3 ja einige ikonische Gebäude, die in Requiem einen Auftritt verdient hätten und Capcom liefert uns auch eine ganz gute Auswahl. Zuerst passiert Leon in einer Cutscene die Tankstelle, an der er in Resi 2 Remake das erste Mal Claire Redfield trifft und in der ich Stunden mit dem Ghost Survivour und 100 Zombies verbracht habe. Später kommen noch Kendo's Gunshop (wobei sich Leon so wie ich an die herzzerreissende Szene mit Kendo und seiner kleinen Zombietochter errinnert), das Waisenhaus und natürlich das RCPD hinzu. Auch die Tiefgarage des RCPD und der eingezäunte Basketballplatz können erkundet werden.

Zuerst schlägt sich Leon aber durch einen Vorort des zerstörten Raccoon City, um durch die Absperrung, die nach dem Nuklearschlag vor 28 Jahren rund um RC errichtet wurde, zu gelangen. Zu Leons Überraschung gibt es hier weiterhin Zombies. Haben sie die Explosion überlebt? Die Antwort ist etwas komplizierter und wird erst gegen Ende des Spiels gegeben. Fakt ist jedenfalls, dass der adrette Herr von vorhin auch irgendwie darin verwickelt ist.

Leon klappert in gewohnter RE-Manier die Gegend ab, um die Teile für die Sprengstoffladung, die er für das Aufbrechen der Absperrung braucht, zu finden. Dabei findet er auch Ausrüstungskisten, die eine Spezialeinheit zurückgelassen hat. Damit hat Leon jetzt ganz neue Möglichkeiten. Durch ein Armband, das Kills registriert, bekommt er Credits gutgeschrieben, die er dann an den Kisten gegen neue Ausrüstung wie Waffen, Rüstung oder Heilitems eintauschen kann. Er kann auch seine Waffen aufwerten. Für mich ist das ein neues System, vermutlich wurde das aber schon in irgendeinem Teil seit RE3 eingeführt. Mir gefällt's jedenfalls.

Nach einem cool inszenierten Aufstieg auf einen halbkollabierten Wolkenkratzer und einen etwas beengten Abstieg über eine Plattform, die üblicherweise von Fensterputzern genutzt wird, hat Leon alles, was er braucht und sprengt das Tor einfach weg. Da es bis zum Stadtzentrum von Raccoon City doch einige km sind, nimmt Leon ein Motorrad, das er in einem der Camps der Spezialeinheit gefunden hat und rast Richtung RC. Auch wenn die Animationen der Motorradfahrt nicht ganz überzeugen können, reichen sie dennoch für einige Badass-Moves von Leon:

 

Im Out Resident Evil GIF

 

Oh, tschuldigung, ich meinte diese Version:

 

Resident Evil Motorcycle GIF

 

Auf seiner Reise trifft Leon auch wieder auf Victor Gideon, der diesmal einige mutierte Wölfe auf Leon hetzt. Aber Leon ist ja nicht irgendwer und schüttelt die mutierten Pelzträger ab, bis es zum Showdown mit Dr. Gideon kommt. Ein gezielter Schuss auf den Tank von Victor's Motorad und die Sache ist erledigt. Zeit für eine Sightseeing Tour in good old Raccoon City.

 

Viel passiert storytechnisch in RC nicht, aber Leon bekommt es mit zwei Bossen zu tun, einer Riesenspinne und vermutlich auf innigen Wunsch von @BloodyAngelCherr hin auch mit einer etwas aufgepimpten Version von Mr. X. Wobei ich ehrlich gesagt sagen muss, dass der Kampf mit der Spinne deutlich besser inszeniert ist als jener mit dem Super-Tyrant, der ein bisschen lustlos wirkt.

Im RCPD ist noch alles wie damals, abgesehen von ein paar Wänden weniger. Das S.T.A.R.S. Büro ist noch halbwegs intakt und in diesem Bereich findet man eine Ecke mit einem verstaubten Sega Saturn und Original Videospielen der 90er Jahre, darunter ein Spiel namens Biohazard. :D 

Leon kann im RCPD ein Gespräch zwischen Zeno und Grace belauschen, das etwas mehr Licht in die Geschichte mit Elpis und Grace bringt. 

Zeno erzählt Grace, dass er aufgrund von Victors Interpretation von Spencers unvollständigen Forschungsergebnissen davon ausgeht, dass Elpis Spencers ultimative Waffe ist – ein hochansteckender Virus zur Gedankenkontrolle. Zeno enthüllt außerdem, dass der Raketenangriff der Regierung, mit dem Raccoon City am Ende von RE3 zerstört wurde, von den „Connections“ (einer Untergrund-Organisation, die in späteren Resi-Ablegern eingeführt wurde und das Erbe von Umbrella quasi weiter verwaltet) initiiert wurde, um die Existenz von Elpis zu verbergen. Die Auslöschung des T-Virus war also gar nicht der Grund. Er bringt Grace zur ARK, einer ehemaligen Umbrella-Anlage, die unter der zerstörten Stadt verborgen liegt, um mit ihrer Hilfe das Rätsel um Elpis zu knacken.

 

Ich wusste es! Wie immer bewahrheitet sich auch diesmal meine alte Resi-Weisheit:

 

Am 12.5.2024 um 14:11 schrieb glupi74:

Was lehrt uns das?

Nein, nicht alle Pharmafirmen sind böse. :nono:

Nein, Krankenhäuser arbeiten auch nicht immer auf Kosten ihrer Patienten mit skrupellosen Pharmafirmen zusammen :nono:

Ja, jedes Resident Evil, das in Raccoon City spielt, endet offensichtlich in einem Geheimlabor! :thumbsup:

 

Umbrella's Legacy

 

Leon muss also auch ins ARK, praktisch, dass die Erde in Raccoon City an jeder zweiten Hausecke teilweise Dutzende Meter tief aufgerissen ist und er sich einfach in den Abgrund abseilen kann. Dort gibt es ausnahmsweise mal keine Zombies, dafür Pflanze 43, die etwas aus dem Rahmen bzw. Blumentopf gefallen ist. Später erfahren wir, dass das Gewächs bei einem Zwischenfall beim Transport im Eingangsbereich des ARKs in die Umgebung gelangt ist und seither dort sein Unwesen getrieben hat, bis Herr Kennedy dem ganzen ein Ende setzt.

 

Im ARK gibt es dann wieder Zombies, darunter ein paar von den bereits aus Resi 2 Remake bekannten Lickern. Wie sich herausstellt, wurde das tief unter der Erde liegende Labor seit dem Nuklearschlag weiter betrieben und es wurden von hier aus Biowaffen in alle Welt verkauft. 

Nachdem Zeno doch etwas zu aufdringlich wurde und Grace mit seinen Weltherrschaft-durch-Gedankenkontrolle-Fantasien nicht so richtig warm wurde, kann sie Leon wieder auf seine Seite ziehen.

Zeno findet das nicht so toll und interveniert. Dabei lässt er sich auch von Leons Fähigkeiten als Schütze nicht beeindrucken.

 

Resident Evil GIF

 

Gö, do schaust, Leon. Der feine Herr lässt sich nicht einmal von einer mittels Leons Hacke abgetrennten Hand aus der Ruhe bringen, die wächst einfach wieder nach. Bei solchen Benefits lässt sich auch mit ein paar schwarzen Flecken auf der Haut leben. Zeno dürfte sich irgendeinen mutierten oder abgewandelten T-Virus gespritzt haben. Leon merkt sehr schnell, dass er Zeno nicht besiegen kann und improvisiert. Eine einstürzende Plattform später hat er Zeno vorerst abgeschüttelt und Grace und Leon befinden sich in der Müllentsorgungsanlage, in der zur Abwechslung tatsächlich Müll und keine Leichen von missglückten Experimenten entsorgt wird. Leon hat aber immer mehr mit den Symptomen von RCS zu kämpfen, daher trennen sich wieder die Wege und Grace versucht, für Leon einen Weg aus der Müllentsorgungsanlage frei zu machen, bei dem man nicht klettern muss. Auch dieser Abschnitt ist wieder Grace-typisch auf Schleichen und behutsames Handeln ausgelegt. Als weiteres Hilfsmittel findet sie dann Säure, was die hautlosen Licker nicht so besonders mögen. Echt ätzend! Die Resi-Formel mit Hilfsmittel suchen, Schlüssel(karten) finden und so weitere Abschnitte freischalten funktioniert auch hier wieder perfekt und so kann Grace einen Weg für Leon freimachen, während sie selbst einige interessante Infos über ihre Verwandschaftsverhältnisse erfährt. Offensichtlich muss sie ihren Stammbaum etwas modifizieren.

 

Leon reisst sich nochmals zusammen und kämpft sich Richtung Aufbewahrungsort von Elpis, um den Allmachtfantasien von Zeno ein Ende zu setzen. Dabei trifft er auf einen alten Bekannten aus Resi 2...

 

Resident Evil Hunk GIF

 

Hunk, the 4th Survivor aus Resi 2! Ich liebe es. Cool auch seine Ansprache, als er den Raum betrifft. Seine Kampfgruppe signalisiert ihm, dass sie in Kürze als Verstärkung nachkommt. Hunks Kommentar: "Not necessary, I neutralize the target myself." Während das Kampfes lässt auch Leon einige coole 80er-Jahre Action-Film-Lines fallen. Herrlich! Auch wenn Hunk auf der falschen Seite der Geschichte kämpft, fand ich es ein bisschen schade, dass nur einer der beiden lebend aus dem Kampf hervorgehen kann. Fun Fact: auf Hardcore kommt nach Ende des Kampfes dann doch die Verstärkung, ein netter Twist, wenn man bis dahin schon zumindest zwei Durchgänge auf niedrigeren Schwierigkeitsgraden gespielt hat und nach dem Kampf einfach ohne Gegenwehr weitergehen kann.

 

Hope and Requiem

 

Wir nähern uns dem Finale, Leon, gezeichnet vom Kampf mit Hunk und von der wohl letzten und schlußendlich mit dem Tod endenden Phase von RCS, lehnt kraftlos and der Eingangstür zum Elpis-Aufbewahrungsraum, als Grace ihn findet. Sie hilft ihm auf und stützt ihn, als sie auch wieder auf unseren stets perfekt gegelten Bösewicht treffen. Jetzt wird auch klar, warum Zeno Grace unbedingt für die Freisetzung von Elpis benötigt. Er weiß das Passwort für die Freisetzung nicht und es gibt offensichtlich nur einen Versuch. Wie peinlich! Da peppt man seinen Körper mit diversen semi-legalen Mittelchen auf und scheitert an einem Passwort? Das Lustige an der ganzen Geschichte: Grace weiß es auch nicht. Aber das erzählt sie bis auf weiteres nicht dem bereits etwas ungeduldigen Zeno. Auf Zeit spielen heißt die Devise. Sie versichert sich vorher, dass Zeno Leon gehen lässt, wenn sie Elpis freisetzt. Dieser willigt ein (je nach dem gewählten Ende werden wir sehen, was davon zu halten ist). Also stellt sich Grace vor das Keyboard. Entweder richtiges Passwort oder Elpis wird für immer zerstört.

 

Nun, was mach ma jetzt?

 

Grace weiß das Passwort tatsächlich nicht, kann es sich aber aufgrund der Info, die sie in Bezug auf ihre Abstammung gefunden hat, dann doch zusammenreimen. Lassen wir Elpis raus? Da in der Trophäenbeschreibung für das Abschließen des Spiels "Complete the main story by releasing Elpis." steht, sage ich ja und lasse Grace das Passwort mit 4 Buchstaben, ohne Sonderzeichen (Zeno, Junge, du willst die Weltherrschaft, aber kannst kein Passwort aus der Steinzeit der EDV knacken?) eintippen. Was soll ich sagen? Zeno und Dr. Gideon hatten einen kleinen Denkfehler, der dann auch zum recht raschen Ableben von ersterem führt.

 

Spoiler

Elpis ist nämlich nichts anderes als ein universelles Gegenmittel gegen den T-Virus, das Oswell Spencer in einem Anfall von Selbstzweifel (war es vielleicht doch keine so gute Idee, das T-Virus entwickeln zu lassen?) entwickelt hat. Gut für Leon, der damit geheilt werden kann, schlecht für Zeno, der dadurch seine Superkräfte verliert und wieder zu einem normalen, verletzlichen Menschen wird.

 

Nachdem das geklärt ist, tritt Dr. Gideon in etwas modifizierter Version auf den Plan und will Leon erklären, warum das mit den Mutationen eine total super Idee ist und zu guter Letzt schaut auch ein guter Bekannter aus Resi3 (oder Victor hat sich an etwas ähnliches verwandelt) noch einmal vorbei, beide Bosskämpfe sind aber eher schwach inszeniert bzw. relativ straight forward. 

Ende Gelände, alles super, Leon gerettet, Sherri bekommt auch etwas von Elpis ab, Grace lebt und Captain Redfields Truppe sichert die ARK-Anlage. Yay!

 

Wenn Gace ein falsches Passwort eingibt, schaut das Ende übrigens so aus:

 

Spoiler

Resident Evil Hunk GIF :|

 

Damit hätten wir den ersten Durchgang erledigt. Alles in allem hat er etwa 13 h gedauert, dezent länger als die geforderten 4 Stunden für den Speedrun. Holy Moly!

 

Nach dem ersten erfolgreichen Abschluss des Spiels schaltet man übrigens einen Bericht von Grace frei, der die Geschehnisse seit dem ersten Zombieausbruch in Raccoon City in 1998 bis zum heutigen Zeitpunkt zusammenfasst. So bekommt man einen guten Überblick und kann die Geschehnisse in den ganzen Resi-Spielen seit RE 2 besser einordnen. Vielleicht sollten die Entwickler von RE mal bei Tetsuyo Nomura anrufen und ihm einen Tipp geben? :P

 

This is not the End, this is just the Beginning - Resident Evil Requiem Style

 

Wir sind bei den zusätzlichen Durchgängen, ein klassisches Element von Resident Evil Spielen. Storytechnisch ändert sich im Gegensatz zu RE 2, wo wir die Geschichte einmal aus Claire Redfields und einmal aus Leons Perspektive spielen dürfen, allerdings nichts, nur die Herausforderungen, die natürlich mit Trophäen verknüpft sind. Bei RE Requiem wären das folgende:

  • Schließe das Spiel in weniger als 4 h ab
  • Schließe das Spiel ab, ohne Heilitems zu benutzen
  • Schließe das Spiel ab, ohne das Blutaufnahmegerät von Grace zu nutzen (damit gibt es auch keine Hämolyse-Spritzen)
  • Schließe das Spiel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ab

 

Einen S-Rang gibt es hier nicht.

 

Also auf in den nächsten Run. Mein Plan war, den Speedrun auf niedrigstem Schwierigkeitsgrad mit den no healing und no blood Durchgängen zu kombinieren. Hat semi-gut funktioniert. Da ich im ersten Durchgang noch nicht alle Sammelitems gefunden hatte, hatte ich nicht genug Credits, um mir die kleinen Helferlein im Ingame-Shop, wie unendlich Munition für Pistolen und Gewehre oder den Raktenwerfer und unendlich Munition zu kaufen. Daher habe ich dann an einigen Stellen, vor allem bei den Bossfights und Phasen mit sehr vielen Gegnern zu lange gebraucht und war erst nach 5 h fertig. 

 

:kiddingme:

 

So richtig enttäuscht war ich tatsächlich gar nicht, denn es machte ja weiterhin Spaß. Also noch einmal. Durch das Schaffen der No-Blood-Herausforderung (das mit dem ohne Heilitems hat aber nicht geklappt) und einiger anderer Dinge wie genügend Gegner killen oder genügend Credits mit Leons Armband sammeln hatte ich jetzt genügend Credits für unendlich Munition und den Raketenwerfer. Ja, die most overpowered weapon ever macht immer noch Spaß, und nachdem ich damit alle Bosse one-hitten konnte, gestaltete sich der Speedrun dann um einiges einfacher und die Zeit konnte leicht unterboten werden. 

 

Fehlt noch der Run auf Albtraum. Ich konnte dafür noch weitere Boni wie eine Maschinenpistole für Grace oder unendlich Farbbänder freischalten, wodurch der Durchgang dann keine wirkliche Herausforderung mehr war. Oder sagen wir so, wenn ich ein bisschen methodischer vorgegangen wäre, hätte ich mir ein bisschen Frust gespart. Schuld war hauptsächlich the Girl, das im Keller der Heilanstalt immer vor Grace aus einem Loch kam, egal, was ich versuchte. Immer, wenn ich einen Schalter drückte. Bis zum nächsten sicheren Bereich waren es nur wenige Meter, aber sie sprang immer zwischen mir und dem Loch in der Wand, das meine Sicherheit bedeutet hätte, aus der Decke. Nach ein paar weiteren Versuchen hat es dann endlich geplappt. Ich habe nämlich bemerkt, dass unmittelbar, nachdem das große Mädchen aus der Decke sprang, dieses für einen kurzen Moment nicht wirklich wusste, wo ich war und in diesem Bruchteil einer Sekunde konnte ich dann auch den rettenden Lüftungsschacht erreichen. Etwas frustiger und im Nachhinein auch peinlich wurde es dann kurz vor dem Showdown mit The Girl. Ich musste mit Grace drei Generator-Schalter betätigen, bevor ich das Dach öffnen konnte. Im normalen Schwierigkeitsgrad reichte ein Schuss mit der Requiem aus, um sie zu stunnen und sich so genügend Zeit zu verschaffen. Nicht so bei Albtraum. Aber statt einfach ein zweites Mal draufzuhalten, habe ich Dummy geglaubt, es geht gar nicht und mich furchtbar darüber aufgeregt, wie unfair das Spiel nicht ist. Tja, ein zweites Mal mit der Requiem hätte gereicht, bei unendlich Munition jetzt nicht so das Problem, oder? :facepalm: Alles andere ging aber dann wirklich relativ gut von der Hand, von ein paar Problemen mit Grace mit ein paar Lickern abgesehen.

 

Am Schluss mit den restlichen Credits noch alle Modelle und Concept Arts freischalten und die Platin war im Sack. Danke für alles, gerne wieder, (knapp) 5 Sterne!

 

Was können die Trophäen?

 

Das wird diesmal kurz. Die Trophäenliste ist RE-typisch, es gibt keine wirklichen Überraschungen. Gerade mal eine Trophäe hat eine relativ coole Bezeichnung, "Cat got your Tongue?" für das Abhacken der Zunge eines Lickers mit Leons Hacke. Ansonsten ist alles straight forward, es gibt 75 Dokumente, die man alle finden muss, sowie 25 Raccoon-Figuren, 300 Kills, 5000 ml Blut mit dem Blutkollektor sammeln usw.. Für die Sammelitems habe ich dann einen Guide benutzt und die dann auf Albtraum fertig gemacht.

 

Fazit

 

Es war wieder ein tolles Erlebnis, sich durch diverse Gebäude zu kämpfen oder zu rätseln. Die Story ist teilweise etwas weit hergeholt oder etwas unlogisch, aber dafür bockt das Gameplay umso mehr. Die düsteren, mehr auf Schleichen und Ausweichen ausgelegten Passagen mit Grace ergänzen sich wunderbar mit den actionreichen Szenen mit Leon. Leon merkt man die Erfahrung aus 28 Jahren Zombiebekämpfung an, er weiß genau, was er tut und macht auf abgebrühten 80er Jahre Actionheld. Seine englische Originalstimme hat mir schon seit RE2 Remake super gefallen, zum Glück ist er auch bei Requiem wieder am Start. Das gilt übrigens auch für Hulk, auch wenn er in Requiem nicht viel Text hat. Ich finde es immer toll, wenn es bei Charakteren diese Kontinuität gibt, das sorgt dann für eine richtig gute Immersion. Die Möglichkeit, sowohl für Grace als auch Leon die Perspektive frei wählen zu können, finde ich eine tolle Sache, die in Spielen öfters angeboten werden sollte, insbesondere um es jenen unter euch mit Motionsickness zu ermöglichen, die Spiele so zu spielen wie es für sie erträglich bzw. möglich ist.

Ich vergebe eine 9/10 und sehe Requiem auf dem gleichen Level wie RE2 Remake. Hätten sie die Bosskämpfe besser hinbekommen, würde ich es sogar noch etwas über RE2 stellen.

 

Der Zeitaufwand war bei mir im Bereich 25 bis 30 Stunden. Die PS5 zeigt 22 h an, aber das kann nicht stimmen, da ich diese Zeit schon mit den ersten drei Durchgängen erreicht hatte (13 h, dann 5 und dann unter 4h). Der Hardcore-Durchgang war wieder im Bereich von 5 bis 6 h, also werden es etwa 27 bis 28h gewesen sein. Bei Howlongtobeat liegt der Durchschnitt für die PS5 bei knapp 30 h, hier im Forum bei 27,5 h. Ich bin also diesmal sehr gut im Durchschnitt.

 

Wie geht es hier weiter? Aktuell spiele ich mit Test Drive Unlimited Solar Crown zwar ein Spiel aus dem Spielekatalog, aber dieses verbuggte always-online-Desaster verdient keine weitere Erwähnung. The Long Dark hat endlich die fünfte und letzte Story-Episode als gratis DLC bekommen, da müssen natürlich wieder die 100% her. Mit Lost Soul Aside habe ich aber einen Kandidaten für einen Bericht, auch wenn es nicht im Spielekatalog ist. Also wird es vermutlich nicht allzu lange (für meine Verhältnisse) hier ruhig bleiben.

 

Stay sharp!

Bearbeitet von glupi74
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