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  1. Dieses Jahr erscheint die Next-Gen-Version von The Witcher 3: Wild Hunt für PlayStation 5 mit zusätzlichen kostenlosen DLCs, inspiriert von der Serie auf Netflix. Weitere Informationen sollen bald veröffentlicht werden. https://thewitcher.com/de/news/38861/the-witcher-3-wild-hunt-next-gen-cover
  2. Publisher Warner Bros. Interactive Entertainment und Developer Rocksteady Studios haben in der Nacht zum Sonntag Suicide Squad: Kill The Justice League offiziell mit einem ersten Trailer angekündigt. Die Handlung orientiert sich an den Comics, in der man in die Rollen der berühmten Antihelden Harley Quinn, Deadshot, Captain Boomerang und King Shark schlüpfen wird, um an einer geheimen Mission teilzunehmen. Die Gegner sind in diesem Fall die Justice League, die offenbar in Schurken verwandelt wurden und jetzt ausgelöscht werden müssen. Spielerisch setzt man auf das gewohnte Third-Person-Gameplay, das man bereits aus der Batman-Arkham-Serie kennt. Dieses Mal stehen allerdings mehr die Waffen und die einzigartigen Fähigkeiten der Charaktere im Fokus, einschließlich ihrer Anpassungen. Suicide Squad kann, wie auch das kürzlich angekündigte Gotham Knights, als Solo-Kampagne sowie auch als Online-Coop-Erfahrung für bis zu vier Spieler gespielt werden. Suicide Squad: Kill The Justice League soll 2022 für PlayStation 5, Xbox Series X und PC erscheinen.
  3. Details Plattform: PS5 | Developer: We Create Stuff | Publisher: Modus Games Genre: Indie / FPS Horror / Adventure Ich hatte Kapazitäten frei und habe Spiele gesucht, die einfach zu wenig Beachtung finden und deswegen vielleicht einfach mal einen Test verdient haben. Wen interessiert schon der fünfhundertste Test zu AAA-Titel XYZ? Das war tatsächlich genau die Situation, in der ich über In Sound Mind stolperte. Das Spiel erschien in der letzten Woche klammheimlich für die PS5 und das Cover sowie die Beschreibung “Psycho-Horror” sprachen mich einfach an. Wer mich kennt, der weiß, ich bin jetzt gar nicht so horror-resistent. Aber ich breche noch heute gerne die Lanze für Silent Hill 4 und seine subtile Ausarbeitung, die auf Jumpscares verzichtet und dafür irgendwie unter die Haut kriecht. Genau sowas habe ich gesucht, und ich weiß natürlich, dass die Chancen schlecht stehen, sowas heutzutage “mal eben so” zu finden. Zu Beginn meiner Reise in In Sound Mind war ich auch noch nicht sicher, ob meine Entscheidung die richtige gewesen war: In First-Person-Perspektive, die ich nicht unbedingt bevorzuge, streife ich durch den Keller eines Hauses, irgendwo ist leuchtend rosa-violette Matsche ausgelaufen, die ich scheinbar meiden soll, und ich komme sicher eine halbe Stunde aus diesem Keller nicht raus. Nicht “nur” weil ich ein Schisser bin (auch…) sondern weil ich mich erst wieder darauf einstellen muss, was dieses Genre von mir will. Aber angefixt werde ich doch, als ich mich umdrehte und plötzlich einen Stuhl und eine Nachricht hinter mir fand, während aus dem Augenwinkel noch etwas davon schleicht. Kein Jumpscare - Viel besser. Es schiebt sich so subtil in mein Unterbewusstsein, dass es mir deutlich Gänsehaut macht. Vielleicht kann das Spiel also doch, was ich mir erhofft habe. Wenn ich jetzt sage, dass ich am selben Tag noch das Spiel sicher 8 Stunden nicht aus der Hand legen konnte, dann ist das schon eine Ansage. Nach und nach erschließt sich mir, dass ich einen Psychologen spiele. Ich hatte einige Patienten und sie sind alle verstorben - schlimmer eigentlich: Es war auch noch in allen Fällen Suizid. Ist das etwa meine Schuld? Das finden wir jetzt besser heraus! Ein mysteriöser Stalker - der gleiche Typ, der mir die Nachricht hinterließ, geschrieben mit der bunt leuchtenden Matsche - ruft mich hin und wieder an, um mir ein bisschen Angst zu machen und hetzt mir auch gleich den ein oder anderen Gegner auf den Hals. Denn aus den Matschlachen entstehen hin und wieder seltsam unförmige “Monster”, die zu fast schon unangemessener poppiger Musik auf mich losgehen. Klingt verrückt? Ist es. Und obwohl es nicht danach klingen mag: Rosa-violett leuchtende Tintenklecks-Monster zu poppiger Musik haben echtes Grusel-Potential! Was war ich froh, dass man mal ganz und gar nicht auf die üblichen, billigen Jumpscare und Ekel-Monster-Effekte gesetzt hat. Die restliche Atmosphäre des Spiels ist, wie ich noch lernen sollte, so On-Point und gut abgestimmt, dass man gar nicht am Horror-Faktor zweifeln muss. Ich für meinen Teil war begeistert. Auf meiner Tour durch das Haus, bei der ich immer mal wieder im Augenwinkel “Dinge” sah, die ich oft nicht so einordnen konnte - z.B. kurz aufblitzende Gesichter von einem Typ mit Hut, zweimal hingeschaut und er ist weg - finde ich Tonbandaufnahmen von mir und den Sessions mit meinen Patienten. Die Patienten-Tapes stellen die Level dar und mit einem Abspielgerät tauche ich so in ihre Gedanken ein. Die Tonbandwelt, wie ich sie mal nennen werde, ist selbstredend düster und spielt jedes mal an einem Ort, der für den Patienten - oder in diesem ersten Fall die Patientin - von finaler Bedeutung war. Victoria begegne ich nämlich in einem Supermarkt, wo sie herumspukt und ich mich der Aufgabe gestellt sehe, sie zu beruhigen, indem ich sie in Spiegel fliegen lasse. Diese mag sie nämlich gar nicht. Fast meine gesamte Spielzeit verbringe ich hier, immer auf der Hut vor Victoria, während ich nach und nach ihre Geschichte von hinten aufrolle und mir den Weg von einer Abteilung zur nächsten Bahne, durch das Lösen kleinerer Rätsel. Mein Stalker ist auch nie weit und nicht nur einmal erschrecke ich mich dabei, wie ich ihn noch um eine Ecke verschwinden sehe. Was mich aber wirklich kalt erwischte, das waren die Schaufensterpuppen. Als ich mich ruckartig umdrehte, weil ich etwas vergessen hatte zu untersuchen, steht plötzlich eine Puppe hinter mir und ich kann ein panisches Fiepsen nicht unterdrücken. So beginne ich zu beobachten, dass sie gern ihre Position ändert, sobald ich ihr den Rücken zudrehe. Ein Detail, welches In Sound Mind auf so fantastische Art eingebunden hat, dass ich das ganze Level über immer mal wieder begeistert “beobachtet” habe wie die rastlosen Puppen hin und her wandern, auf die Spitze getrieben von seltenen Gelegenheiten, in denen sie mir sogar halfen, ihre zudringliche Hilfe mich aber irgendwo zwischen hysterischem Kichern und erschrecktem Zittern zurückgelassen hat. Besonders angenehm empfand ich im Spiel die Tatsache, dass ich mir zwar den Weg durch ein Labyrinth aus Supermarktregalen bahnen muss, doch durch das Voranschreiten in meinen Untersuchungen alle neuen Bereiche frei begehbar werden. Auch wenn ich zwischendurch mal für ein Rätsel eingesperrt bin . Als ich Virginias Level beendete, konte ich final nochmal alles untersuchen und war ganz frei darin, noch vergessene Sammelgegenstände und übersehene kleine Rätsel abzuarbeiten, bevor ich das Tape verließ. Und Virginia? Spoilern möchte ich nicht, aber ihre Geschichte ist nachvollziehbar. Nicht sonderlich spannend vielleicht, keine besonderen Twists oder schockierende Enthüllungen. Doch für die Atmosphäre und das, was das Spiel sein und erreichen möchte, funktioniert es äußerst gut. Ihr Geist streift nur am Rande das ein oder andere Klischee klassischer Japan-Horror-Elemente und die Mechaniken, sie abzuwehren und ihr am Ende zu helfen, boten solides und spaßiges Gameplay. Zusammen mit den rosa-violetten Tintenklecksmonstern, die ich immerhin klassisch mit einer Pistole abwehren konnte, was aber wirklich selten nötig war, war ich vom Gameplay durchaus gefesselt. Die Aufklärung zu Virginias Ableben wirft sodann Fragen auf, wie, warum ich als ihr Psychologe so gescheitert bin, und deutet schon an: Wegen meiner eigenen Probleme habe ich sie möglicherweise falsch therapiert und in eine Richtung gedrängt, für die sie gar nicht bereit gewesen war. Und natürlich gibt es damit einen roten Faden, eine übergeordnete Handlung, die die Geschichte von Virginia, Allen, Max und auch mir als Protagonisten verbindet und eine Erklärung für die leuchtende Neon-Matsche bietet, so viel sei verraten. Die Grafik ist nicht unbedingt das, was man von einer PS5 erwarten könnte, doch bedenkt bitte - dieses Game ist nun mal keine große Triple-A Produktion, dafür hat es aus dem was es kann wirklich viel rausgeholt, besonders bezüglich Umgebungsgeräuschen, Atmosphäre und ebenso wichtig: Ladezeiten. Die sind nämlich nicht vorhanden. Zudem passen in der gewählten Darstellung die Tintenklecksgegner sehr gut ins Geschehen. Die sparsam eingesetzte Musik rückt den schaurig schönen Soundtrack etwas mehr in den Mittelpunkt, der für ein Horrorspiel mit ungewöhnlich ruhigen, mit fantastischen Vocals unterlegten Songs daherkommt. Trophäen-Check In Sound Mind benötigt in etwa eine Spielzeit von knappen 12 Stunden für den Platinpott. Wir blicken auf vier Patienten und ein Abschlusslevel über den Protagonisten zu je etwa 2 Stunden. Vielleicht 3 Stunden, wenn man ganz geduldig alles ohne Guide absucht. Jedes Level hat eine Anzahl von Collectibles in Form von Pillen, die nicht weiter versteckt sind. Man muss natürlich alle Bereiche ablaufen und sollte sie nicht mit Munition oder Heilung verwechseln, dann benötigt man eigentlich keinen Guide. Obendrauf ist alles auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad erlaubt und man muss sich so auch nicht um Schaden oder Munition sorgen. Eine Kapitelauswahl in Form der beliebig einlegbaren Tapes ist von Anfang an im Spiel und es ist gar kein Problem, ein Level zu betreten, die fehlenden Pillen zu sammeln oder eine der anderen Trophäen nachzuholen, und dann einfach über das Menü in das Büro des Psychologen, welches als Hub dient, zurückzukehren. Für die ein oder andere Trophäe muss man auch etwas herumprobieren, doch die Trophäen-Beschreibungen sind eine eindeutige Hilfestellung. Fazit In Sound Mind bietet ein klassisches Gruselerlebnis, mit modernen “Farbtupfern” aufgepeppt und einer spannenden Geschichte. Zudem waren meine Spielerlebnisse bug- und stolperfrei und auf das, was das Spiel bieten möchte, einwandfrei optimiert. Obwohl ich normalerweise die First-Person-Perspektive meide, überzeugte mich sogar diese Designentscheidung. Die wenigen Minuspunkte, die ich sehe, sind eigentlich kaum der Rede wert. So sagen die Geister, mit denen ich mich je Level beschäftige, immer dieselben vier bis fünf Sätze auf, hier hätte man ihnen vielleicht noch etwas mehr Persönlichkeit geben können, den Gruselspaß mindert das aber nicht. Die Grafik sehe ich auch nicht als ausschlaggebenden Faktor, dafür aber die Weltengestaltung. Die Level spielen alle in der nächtlichen Welt eines Meeres, Hafens oder Strandes, in die man dann jeweils das Gebäude bzw. die Umgebung gesetzt hat, die für das aktuelle Level relevant ist. So wirkt die Gestaltung bisweilen etwas eintönig, aber sobald man ins Geschehen eintaucht und damit beschäftigt ist, um sein Überleben zu kämpfen oder zu rennen, rückt das alles in den Hintergrund. Zudem sind die Gruseleffekte in meinen Augen sehr gut gewählt und fantastisch umgesetzt, unter anderem da sie eben nicht dem Klischee entsprechen wie Herzschläge oder Jumpscares, allerdings lassen sie dadurch auch etwas in ihrer Wirkung nach, wenn man beginnt dem Hut-Stalker oder den Puppen und Kameras eher mit faszinierter Neugier zu folgen. Insgesamt halte ich In Sound Mind für einen echten Geheimtipp für Zwischendurch, der mich unerwartet stark abgeholt hat. Für den Preis von 39,99 € und das, was das Spiel sein möchte, kann man hier nicht meckern und das verantwortliche Studio ein wenig unterstützen. Hattet ihr das Spiel schon auf dem Radar? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! 9 von 10 Euer Trophies.de-Team In Sound Mind bei Amazon kaufen
  4. Final Fantasy XVI angekündigt Im Rahmen eines neuen »PlayStation 5 Showcase«-Livestreams kündigte Square Enix überraschend Final Fantasy XVI für die PlayStation 5 an. Bei dem Spiel wird es sich um ein Einzelspieler-Actionspiel handeln. Ankündigungstrailer
  5. Marvel’s Spider-Man 2 angekündigt Im Rahmen einer neuen »PlayStation Showcase«-Ausgabe kündigten Sony Interactive Entertainment und Insomniac Games Marvel’s Spider-Man 2. Das Spiel soll erst 2023 exklusiv für die PlayStation 5 erscheinen. In Marvel’s Spider-Man 2 werden Peter Parker und Miles Morales gemeinsam auftreten und unteranderem auf den Symbionten Venom treffen.
  6. Details Plattform: PS4 & PS5 | Entwickler & Herausgeber: Bandai Namco Entertainment Genre: JRPG "Rena beherrscht Dahna nun schon seit 300 Jahren, beutet den Planeten aus und nimmt den Menschen ihre Freiheit und ihre Würde. Unsere Geschichte beginnt mit Alphen und Shionne, zwei Personen aus unterschiedlichen Welten, vereint durch ihr Streben, ihr Schicksal zu verändern und eine neue Zukunft zu schaffen. Euch erwarten die unterschiedlichsten Charaktere, ein intuitives Kampfsystem und eine fesselnde Geschichte in einer wunderschönen Welt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Tales of Arise bietet eine JRPG-Erfahrung der Extraklasse." - Offizieller Text von Bandai Namco zum Spiel Tales of Arise ist ein typisches JRPG und Teil der "Tales of"-Reihe. Es ist in Europa der 13. Teil der Original-Titel dieser Reihe und ist das erste Tales of, das man (unter anderem) auf der PS5 spielen kann. Im Internet wurde es als bisher bestes Tales-Spiel bewertet mit 87 Punkten auf Metacritic (gefolgt von Tales of Berseria mit 79 Punkten) und viele Leute bezeichnen es als "Wendepunkt der Tales of-Reihe". Doch nun muss ich mich outen: Ich stimme dem absolut nicht zu. Für mich gehört Tales of Arise nicht einmal in die Top 5 der besten Tales of-Spiele, im Gegenteil, ich war absolut enttäuscht davon - und das sage ich als langjähriger Tales of-Fan. Ich habe mich mit meiner besten Freundin und jemand anderem von meinem Tales of-Wiki intensiv über dieses Spiel unterhalten und letztlich waren wie alle der Meinung, dass es zu den schlechtesten Titeln der Reihe gehört. Jeder von uns dreien hat (fast) alle europäischen Teile gespielt und wir haben uns mit den meisten Teilen sehr intensiv beschäftigt, daher kann man schon behaupten, dass wir viel Ahnung von diesen Spielen haben. Doch wie kommt es, dass ich diese schlechte Meinung zu dem Spiel habe, während die meisten im Internet das Spiel feiern? Nun, das erfahrt ihr in diesem Test! Und keine Angst: Spoiler habe ich auch in Spoiler gepackt, damit niemand überrumpelt wird . Ich kann allerdings nicht versprechen, dass nicht doch kleine Dinge enthalten sind, die vielleicht etwas spoilern könnten (gebe aber mein bestes, dass das nicht passiert). Am Ende des Tests gibt es noch eine Pro-Contra-Auflistung, die den Test einigermaßen zusammenfasst Gerne können mir Leute, die dieses Spiel (sehr) gut finden, auch darlegen, wieso es für sie so ist. Ich würde nämlich gerne nachvollziehen, was andere in diesem Spiel sehen Der Lichtblick & die Qual zugleich: Die Charaktere Fangen wir mal mit dem Positiven an, den Figuren des Spiels. Es gab selten ein Spiel, bei dem ich wirklich alle Hauptcharaktere mochte, doch Tales of Arise hat es tatsächlich geschafft, dass ich jeden aus der Heldengruppe mehr oder weniger mag. Anders als in anderen Tales of-Teilen wird hier allen Figuren Aufmerksamkeit geschenkt, auch wenn natürlich trotzdem klar ersichtlich ist, dass Alphen und Shionne die Hauptfiguren sind. Ich mag das Zwischenmenschliche, dass vor allem die Frauen der Gruppe haben und auch das Verhältnis zwischen Law und Rinwell finde ich ganz süß. Allerdings hat diese Gruppe auch einen großen Punkt, der mich immer wieder gestört hat. Viel zu oft reagieren die Figuren über, was vor allem dann sauer aufstößt, wenn sie es eigentlich schon besser wissen sollten oder es einfach in kurzer Zeit vermehrt vorkommt. Zudem tendiert das Spiel dazu, die Figuren immer und immer wieder dieselben Dinge feststellen oder zusammenfassen zu lassen, was schnell nervig wird. Wieso müssen sie in einer Plauderei schon wieder sagen, was sie in den letzten beiden Gesprächen bereits festgestellt haben? Wenn daraus neue Erkenntnisse gewonnen werden würde, wäre das etwas anderes, doch das ist selten der Fall. Leider hat man außerdem bei Dohalim einiges an Potenzial verschenkt, da er zwar recht lange dabei ist, aber gerade am Anfang viel zu oft von den anderen nicht ernst genommen oder unterbrochen wird, wenn er etwas sagen möchte (wobei ich die spätere Beziehung zwischen Dohalim und Rinwell sehr mag). Und ist irgendwem aufgefallen, dass Dohalim der einzige dunkelhäutige Charakter im gesamten Spiel ist? Eine ganz andere Sache sind die Nebencharaktere. Dieses Spiel hat zwar einige Nebencharaktere, doch ganz ehrlich: Fast keiner von denen ist wichtig. Sie sind für eine kurze Zeit semiwichtig und werden dann links liegen gelassen, weil man in ein anderes Gebiet reist. Keiner von denen hat eine eigene Story, entsprechend erfährt man über niemanden von ihnen etwas. Zwar tauchen einige von ihnen in Nebenaufgaben auf, aber selbst dann geht es nur im triviale Dinge und nichts Zwischenmenschliches. Man konnte als Spieler keine Verbindung zu den Nebencharakteren aufbauen, weil man einfach nichts über sie wusste. Es gibt ein, zwei Ausnahmen, aber alle anderen Nebenfiguren hätten nicht einmal Namen benötigt. Namen sind auch gleich der nächste Knackpunkt: Noch nie habe ich in einem Tales of so viele Namen erlebt, die man sich einfach nicht gut merken kann. Die Antagonisten Antagonisten und die Story gehen Hand in Hand und ich muss ehrlich sagen, dass mir keiner der beiden Punkte gefällt. Ich fange zunächst einmal mit den Antagonisten an, denn bei ihnen wird ein großer Schwachpunkt des Spiels das erste Mal für Tales of-Veteranen sehr offensichtlich: Tales of Arise kupfert teilweise sehr extrem von früheren Tales of-Teilen ab. Das muss nichts schlimmes sein, denn man kann das Rad nicht neu erfinden, doch in diesem Spiel ist das wirklich extrem. Man kämpft gegen die Fünf Lords. Wer mal Tales of Symphonia gespielt hat, dürfte eine markante Sache bemerkt haben. Die Fünf Lords sind die Fünf Großfürsten aus Tales of Symphonia. Sie haben zum Großteil dieselben Charakterzüge und sogar sehr sehr ähnliche Kampfstile - das geht sogar so weit, dass die elementare Affinität in Kombination mit der Persönlichkeit und stellenweise sogar der Vergangenheit/dem Geschehen exakt ihrem Gegenstück aus Symphonia entspricht. Das nenne ich mal faules Character Writing! Sie haben Antagonisten aus einem früheren Spiel genommen, sie etwas anders aussehen lassen und einfach in Arise geschmissen. Denn mit dem Wort "geschmissen" kommen wir gleich zum nächsten Punkt: Die Antagonisten sind absolut grottig eingebaut und haben keinen Hintergrund! Das sorgt auch dafür, dass sie keine richtige Motivation für ihre Taten haben und das ist für Antagonisten wirklich wirklich schlecht, denn ein nachvollziehbarer Antagonist sollte immer seine eigenen Beweggründe haben. Mir war jeder einzelne Antagonist ehrlich gesagt vollkommen egal, weil ich nichts zu ihnen wusste. Ein großes Problem ist außerdem der Endgegner. Er wird nicht wirklich aufgebaut, wirkt entsprechend kaum bedrohlich und man hat auch kein Mitgefühl für ihn. Dazu etwas mehr im Spoiler, lesen auf eigene Gefahr, denn es kommen Spoiler zum Finale des Spiels. Die Story Puhh, viele Leute sagen ja, dass es eine geniale Story wäre und blah blah. Ich sage: Das ist eine echt schlechte Story, die gleich mehrere Plotholes enthält. Sie hatte Potenzial, das dann aber voll gegen die Wand gefahren wurde. Gerade die Story war ein Punkt, über den ich mit meiner besten Freundin sehr intensiv geredet habe. Ein Problem ist, dass man die meiste Zeit des Spiels im Dunkeln tappt, bis man in den letzten paar Stunden plötzlich alles vor den Latz geknallt bekommt und dann sofort zum Endkampf aufbrechen soll. Das ist ganz schlechtes Storywriting! Ich weiß nicht, wie die Leute, die die Story als so gut betiteln, das sehen, aber ich fühlte mich nach den ersten zehn Stunden (oder wie viele auch immer es waren) sehr verarscht. Es fühlte sich an, als wäre alles, was man bis dahin erreicht hat, einfach für nichts und nur ein ewig langer Prolog gewesen. Allerdings war dieser ewig lange Prolog nicht einmal spannend, denn es erinnerte mich sehr an die frühestens Assassin's Creed-Teile, in denen man einfach immer wieder zu einem anderen Ort gereist ist und dort fünf Mal dasselbe gemacht hat. Es war nicht spannend, denn man hat selten Infos zu irgendwas erhalten und der jeweilige Lord wurde kaum als großer Gegner aufgebaut. Und jeder, der mal JRPGs gespielt hat, dürfte von den Geschehnissen kaum überrascht werden, weil es einfach immer super vorhersehbar ist. Und die Story danach ... joar ... da fingen die Plotholes an. Zunächst einmal wurde das Spiel komplett ausgebremst, denn plötzlich ist man Babysitter. Dann nimmt es langsam wieder Fahrt auf, mit einem großen Problem: Man tappt die ganze Zeit im Dunkeln und stolpert von einem Ort zum anderen, wobei einfach immer wieder neue Fragen aufgeworfen werden, die erst sehr spät beantwortet werden. Und das ist wirklich ein Problem, denn irgendwann wird man plötzlich mit haufenweise Infos überschüttet, die man dann alle erstmal einordnen muss, aber im gleichen Moment soll man dann sofort zum Endgegner. Die genauen Kritikpunkte der Story packe ich mal in Spoiler, da es Teile der Story verrät: Die Nebenaufgaben Hier gibt es nicht so viel zu sagen. Die Nebenaufgaben in diesem Spiel sind grottig und reine Zeitvertreibung. Man erfährt nichts zum Hintergrund der Welt oder zu Figuren. Nein, man soll immer wieder Gegner X töten oder Ressource Y besorgen. Ich fühlte mich extrem an ein MMORPG erinnert. Was sollen solche Nebenaufgaben? Und eine Sache, die ich persönlich sehr schade fand: Sie haben die Elementargeister, die ich in den anderen Tales of-Spielen sehr mochte, einfach nur lächerlich eingebaut. Es gibt keinen Hintergrund zu ihnen, obwohl sie anfangs als etwas extrem wichtiges dargestellt wurden. Sie wurden einfach besiegt und fertig. Ohne Infos zu ihnen, ohne die Frage, wieso sie da waren, sie waren einfach weg. Und der Cameo-Dungeon! Ja, es gab Cameo-Figuren darin, aber dieser Dungeon war trotzdem eine Enttäuschung! Warum? Nun, es gibt Gebiete aus anderen Spielen, aber anstatt in jedem davon eine Figur des jeweiligen Spiels auftreten zu lassen, haben sie teilweise einfach random Bosse reingehauen. Wofür haben sie dann überhaupt Gegenden aus anderen Spielen verwendet?! Die Welt, die Monster, das Gameplay & das Audio Die Welt ist an sich schön anzusehen, allerdings ist es sehr schade, dass auf den ganzen Zwischenwegen einfach nichts passiert. Sie sind nur da, um einen Ort mit dem anderen zu verbinden. Alles Wichtige passiert in Städten oder Dungeons. Leider sind die meisten Dungeons und Städte sehr linear, aber das ist okay. Etwas, das mir bereits im dritten Gebiet aufgefallen ist: Noch nie habe ich in einem Spiel eine solch kleine Varietät an Gegnern gesehen. In jedem Gebiet gibt es, passend zum jeweiligen Element des Spiels, dieselben Monster: EInen Wolf, einen Elementar, einen Golem, etc. In keinem einzigen Gebiet gab es einzigartige kleine Gegner! In KEINEM! Selbst ein Boss doppelte sich! Das ist einfach nur faule Arbeit und mehr nicht. Hinzu kommt, dass die Kämpfe zum Ende des Spiels hin einfach abartig lange dauern. Wären die Kämpfe fordernd, wäre das ja noch auszuhalten, aber die Kämpfe werden einfach irgendwann langweilig (vor allem da es halt nur dieselben Gegnertypen sind) und ich bin irgendwann dazu übergegangen, den Gegnern auszuweichen, weil sie mich einfach nur noch genervt haben. Ein anderes großes Problem kommt mit der Einführung eines neuen Systems einher: Die Heilungspunkte. Ich mag das neue System, dagegen sage ich gar nichts. Aber wieso zum Teufel muss ich 3.000 Gald für ein einziges Orangengel ausgeben?! Das wäre gar nicht mal das große Problem, wenn die Monster nicht so unglaublich wenig Gald abwerfen würden. Neue Waffen zu schmieden, ist irgendwann super teuer und wenn man dann auch noch immer wieder Items kaufen muss, mit denen die HP geheilt werden können, hat man irgendwann ein Problem. Da bleibt irgendwann nur noch, immer wieder gegen langweilige Gegner zu kämpfen, um deren Materialien zu verhökern. Die Boost-Angriffe sind eine nette Neuerung, allerdings gefällt es mir persönlich nicht, dass man Bossgegner nur besiegen kann, wenn die selbst gesteuerte Figur einen Treffer landet, während der Gegner nur noch 1 KP hat, und dann ein Boost-Angriff gemacht werden muss. Die Musik im Spiel gefällt mir an sich ganz gut, aber ein Manko daran ist, dass die Musik meistens zu laut ist. Ich habe sie in den Optionen runtergestellt, doch eigentlich sollte in einem Spiel die Musik von vornherein nicht so laut sein, dass man die Figuren kaum sprechen hört. Aber gut, das kann man mit den Einstellungen regulieren. Allerdings, auch wenn das nun komisch klingen mag, war die Musik an manch einer Stelle sehr unpassend. An einer Stelle zu episch und an einer anderen zu sanft/verspielt. Die Musikstücke an sich sind alle gut, aber manchmal eben nicht passend zur Szene. ------------------------------------------- Das Fazit Man konnte es der Einleitung bereits entnehmen: Ich halte Tales of Arise für kein gutes Spiel. Es hat einfach so viele Knackpunkte, dass ich wirklich nicht verstehen kann, wieso es überall so gut bewertet und als bestes Tales-Spiel bezeichnet wird. Ich glaube, dass viele Leute das Spiel bewerten, wenn sie die Story entweder noch nicht durch oder nicht hinterfragt haben. Denn wenn man über die Story nachdenkt, fällt einem eigentlich auf, dass es Plotholes gibt. Und jeder, der schon JRPGs gespielt hat, wird auch einiges vorhersehen können, sodass Plot Twists auch nur so meh sind. Viele Aspekte von Tales of Arise stammen aus anderen Tales of-Spielen, was an sich nicht schlimm wäre, wenn sie in den anderen Spielen nicht bedeutend besser aufgearbeitet worden wären als in diesem Spiel. Neben den Hauptfiguren, die mein persönliches Highlight des Spiels sind, gefallen mir eigentlich nur das Audio und einigermaßen das Kampfsystem. Bewertung: Story: 1/5 Punkte Hauptcharaktere: 4/5 Punkte Nebencharaktere: 1/5 Punkte Antagonisten: 0/5 Punkte Kampsystem: 3/5 Punkte Audio: 4/5 Punkte Gesamt: 13/30 Punkten Pro + Schöne Welt + Character Design + Plaudereien vom Design (nicht Inhalt) her + Kombination von Titeln und Fertigkeiten + Kampfsystem hält lange bei Laune (Boost-Angriffe, Heilungspunkte) Neutral o Einige Plaudereien sind wirklich süß, andere hingegen eher nervig, weil sie Dinge immer wieder wiederholen o Mystische Artes töten kleine Gegner nicht, sind dafür aber einfach hervorzurufen o Gegnerische mystische Artes sind szenisch zwar gut gemacht, aber man kann ihnen einfach ausweichen und bilden daher keine Gefahr o Die meisten Namen sind sehr gewöhnungsbedürftig o Glossar (man bekommt Infos, aber teilweise wirkte es random und unvollständig) o Rangladen für das Neue Spiel+ in Kombination mit Artefakten o Durch vorherige Werbung war von vornherein klar, dass "Eisenmaske" Alphen ist und Dohalim sich der Gruppe anschließen wird (gerade bei Dohalim fehlte also die Überraschung) o Die Art, wie DLCs im Spiel beworben werden, ist relativ aufdringlich, man kann aber darüber hinweg sehen o Es gibt einen Bonusdungeon mit Cameo-Auftritten, aber der Bonusdungeon hat für eine herbe Enttäuschung bei mir gesorgt, da ich aufgrund der Aufmachung mit mehr Cameo-Auftritten gerechnet habe und dann negativ überrascht war, dass es nicht so war Contra - Story, die zum Großteil auf Zufällen basiert und Plotholes aufweist - Die ersten zig Spielstunden fühlen sich storybedingt unnütz an - Man tappt die ganze Zeit im Dunkeln, bis man kurz vor Ende mit einer Informationsflut konfrontiert wird, dann aber sofort zum Endgegner aufbrechen soll - Zu viel von anderen Tales of-Teilen abgekupfert (teilweise sehr extrem, es wirkt wie ein Flickenteppich verschiedener Tales of-Spiele - nur dass die anderen Spiele alle Aspekte besser gemacht haben) - Antagonisten ohne Hintergrund - Der Endgegner ist lächerlich aufbereitet (da ich nicht spoilern möchte, findet man im eigentlich Test bei "Die Story" mehr dazu) - Unwichtige Nebenfiguren, die ebenfalls keinerlei Hintergrund haben - Fast ausschließlich Nebenaufgaben, die mehr an MMORPGs als an JRPGs erinnern (töte Monster X, sammle Ressource Y) - Kosten der HP-heilenden Objekte - Keine Monstervarietät (jedes Gebiet hat nur einen Wolf, einen Golem, ein Elementar, etc. und sogar ein Storyboss doppelt sich) - Figuren wiederholen/stellen sehr oft Dinge fest, die schon Stunden zuvor festgestellt wurden - Am Ende des Spiels zu lange und (durch mangelnde Monstervarietät) langweilige Kämpfe, die man teilweise nicht umgehen kann, weil die Gegner den Weg versperren
  7. HellKaiser

    Project EVE

    Project EVE - Neues Action-RPG aus Südkorea angekündigt Der südkoreanische Entwickler Shift Up kündigt Project EVE an, ein Action-Rollenspiel, das auf der Unreal Engine 4 basiert. Erscheinen soll das Spiel weltweit für PlayStation 4, Xbox One und auf Steam. Zu dieser Nachricht wurde ein erster Trailer veröffentlicht, der bereits einen ersten Eindruck vom Spiel vermitteln soll, das in einer post-apokalyptischen Welt angesiedelt ist. Die Geschichte handelt davon, dass die Menschheit durch eine Invasion von der Erde vertrieben wurde und sie sich diese nun zurückholen wollen. Weitere Informationen zum Action-Rollenspiel sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Shift Up ist für das erfolgreiche Mobile-Spiel Destiny Child bekannt. Gegründet wurde das Unternehmen vom Künstler Hyung-tae Kim, der sich für das Charakter-Design von unter anderem dem MMORPG Blade & Soul verantwortlich zeichnet. Neben Hyung-tae Kim als Direktor arbeiten noch weitere Teammitglieder an Project EVE, die an Blade & Soul mitwirkten. Der Komponist ESTi (Ragnarok Online, TalesWeaver, The Idolmaster Cinderella Girls) steuert den Soundtrack bei. *EIn paar Screenshots gibt es in der News auf der Hauptseite zu sehen.
  8. Remake zu Star Wars: Knights of the Old Republic angekündigt Im Rahmen einer neuen »PlayStation Showcase«-Auasgabe kündigten Sony Interactive Entertainment, Aspyr Media und Lucasfilm Game ein Remake von Star Wars: Knights of the Old Republic für die PlayStation 5 an. Ein Erscheinungstermin wurde nicht genannt. Das Action-Rollenspiel erschien ursprünglich 2003 für den PC.
  9. Ich spar mir das Wort "Gerücht" im Titel, weil das Netz im Moment überschäumt vor Beiträgen zum Thema und man also schon davon ausgehen kann, dass an der Sache was dran ist. Anscheinend arbeiten nämlich die Motive Studios, bekannt für Star Wars Squadrons, an einem Remake des ersten Dead Space. Ich persönlich freue mich irre über diese Nachricht, die Reihe ist in meinen Augen eine der besten des Planeten. Hoffe, dass wir spätestens zur EA Play Live am 22. Juli mehr über ein evtl. Comeback der Serie erfahren. Quelle (z.B.): Dead Space: Hinweise auf Comeback der Reihe verdichten sich.
  10. Details Platform: PS5 + PS4 | Developer: Deck Nine Games | Publisher: Square Enix Genre: 3D Adventuere / “Playable Movie” Life is Strange, das Spiel, dass Dir als Spieler in den Bauch trat, weil Du Schuld warst, am Tod von Kate, falls es so kam. Niemand außer Dir, weil du keine Lust hattest dich mit ihrer Nebenhandlung zu befassen. Das Spiel, das selbst beim Schreiben dieser Zeilen nochmal emotional macht, weil es wie kein Zweites verstand, Chloes Wut und Verzweiflung zum Ausdruck zu bringen, als sie minutenlang auf das Auto einprügelt, in Before the Storm… Life is Strange 2 konnte dem Image nicht mehr gerecht werden. Ob True Colors es kann? Ich verrate es euch hier: Wenn man schon beim Titelsong heult, ist wohl ein neuer Rekord gebrochen, oder? Schließlich warben Reviews zu Teil 2 der Serie damals mit Worten wie "Wer nach 30 Minuten kein Tränchen drückt, hat keine Gefühle". Doch während Emotionalität kein Wettbewerb sein sollte, stellt sich trotzdem eine gewisse Befriedigung bei mir ein, als ich merke wie der Stoff wieder zündet, und ich schon nach wenigen Minuten spüre, dass der Life is Strange Hype Train endlich wieder fährt. Der Fluch von Teil 2 ist gebrochen. True Color, das ist die Geschichte von Alex Chen, die schon seit ihrer Teenagerzeit die Gefühle anderer Menschen spüren kann, als wären sie ihre eigenen, mit allen Vor- und besonders Nachteilen, die ein Emotions-Schwamm so mit sich bringt. Eine wenig neue Idee, die zuletzt beispielsweise in der Netflix-Serie "Sens8" begeistern konnte, und deren Stoff zum Glück noch nicht verpulvert ist. Somit setzt das Franchise erneut auf die Einführung einer neuen “Superkraft” in das LiS Universum, auf deren Basis wir wieder in einer “geschützten” Umgebung austesten können, wie wir auf die skurrilsten oder schlimmsten Ereignisse im Leben reagieren würden. “Geschützt” in Anführungszeichen, denn wer die Reihe kennt, der weiß, dass nichts unsere Gefühle als Spieler*Innen schützen kann, wenn das Studio Deck Nine Games zu Höchstform aufläuft. Das Entwicklerteam, welches sich bereits für "LiS - Before the Storm" verantwortlich zeichnete und dort bewies, dass sie ein besonderes Gespür für dieses Franchise und seine Fans besitzen, hat erneut zum Schlag ausgeholt und auch ziemlich versenkt. Schon in den ersten fünf Minuten kann ich Alex' Tagebuch öffnen und finde auf Seite 1 den Eintrag zu ihrer verstorbenen Freundin Isabelle - Alex fand das Mädchen nach ihrem Suizid, und das Spiel schafft es, das Phänomen der "ansteckenden Depression" in drei Sätzen besser zu beschreiben als Fachlektüre. LiS True Colors zeigt also direkt wie der Hase läuft - Alex’ Emotions-Radar ist auch gefährlich für sie selbst, und im Verlauf der Geschichte erleben wir, wie Alex diese Tagebuchseiten recht therapeutisch weiter und weiter befüllt, beeindruckend getextet, mit den Emotionen die sie durchleben “muss” um den Menschen in ihrer Umgebung zu helfen. Die Balance wird jedoch gehalten, nicht nur mit fröhlich bunten Farben und liebenswerten Charakteren. Auch mit witzigen und liebevollen Ausflügen in andere Spielgenres. Ein bisschen so, als liefe man durch einen hellen Korridor und von rechts und links zerren einen Hände immer wieder ein bisschen auf die dunkle Gangseite, aber nur ein Stück. Als Alex nämlich in ihre neue Wahlheimat zieht, in der sie ihren Bruder wieder trifft, nachdem die beiden durch das Pflege-System auseinandergerissen worden waren, da hat sie sich eigentlich gut im Griff, kennt ihre Kräfte gut, aber fürchtet sie. Das hier ist keine Origin-Story - bis auf ein paar Ausrutscher, in denen Ihre Kräfte sie übermannen, kann Alex eine solide und absolut liebenswerte Heldin für uns sein. Obwohl sie erst im Verlauf lernt, dass sie auch ganz neue Tabus brechen kann, wie den Menschen mit zu heftigen Emotionen die Gefühle wegzunehmen, vermeintlich um ihnen zu helfen. Eine mögliche Spiel-Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen! Im Verlauf versuchen wir einen Mordfall und eine lokale Verschwörung aufzudecken, die das kleine Städtchen auf ganz unterschiedliche Weise erschüttern, während Alex allen Bewohnern mit ihren persönlichen Problemen auszuhelfen versucht. Ob nun die langsam dement werdende Floristin oder der eifersuchtskranke Problemnachbar - Die kleinen Einblicke in ganz normale Menschen mit großen Emotionen - Alex muss lernen sich ihnen auszusetzen ohne die Kontrolle zu verlieren, und bekommt die Chance, auch die positiven Aspekte ihrer Kraft kennen zu lernen - mit allen Aufs und Abs die dazu gehören, und uns mittendrin. Die Franchise typischen Merkmale fehlen natürlich nicht: Ich kann wie immer entscheiden, eine Romanze mit einem Mann oder einer Frau zu beginnen, hier der charmante Ryan oder die nerdige Musikliebhaberin Steph, oder das ganz bleiben zu lassen. Aber auch andere Entscheidungen haben so deutliche Konsequenzen, dass ein erneutes Spielen sich mehr als lohnt, um herauszufinden, was alternativ hätte passieren können. Technisch scheint das Spiel zum ersten mal nicht ganz auf der Höhe zu sein, die PS5 Version lädt im Vergleich so langsam wie ein PS4 Spiel und hat - abgesehen von der fantastischen Optik - mit Next-Gen wenig zu tun. Auch Standbilder, Artefakte/”Pixelfehler” beim Laden sind nicht selten, sie stören jedoch kein bisschen, schaden weder dem technischen Spielfluss noch der Immersion wirklich, dafür gehen sie zu schnell vorbei. Leider zeigen diese technischen Schwächen jedoch deutlich das Problem auf, welches alle Entwickler haben, die noch für PS4 UND PS5 veröffentlichen wollen - eine der beiden Konsolen muss Abstriche machen, und True Color scheint der PS4 mehr zu schmeicheln als der PS5. Keine guten Aussichten, wenn man bedenkt, wie lange seinerzeit noch PS4 Spiele für die PS3 mit veröffentlicht worden sind. Die deutsche Synchro ist wechselhaft, so treffen wir auf einen Gronkh, der seiner Rolle möglicherweise nicht komplett gewachsen war, dem Spiel mit seiner Stimme aber trotzdem gut tut, oder eine Lisa Vicari, bekannt aus der deutschen Netflix-Serie “Dark”, die in ihrer Rolle als Riley den Protagonisten fast die Show stiehlt - insgesamt können Alex und ihre neue Familie sich definitiv hören lassen! Leider nur das, denn die asynchrone Vertonung, dank der die Lippen sich in manchen Dialogen eine gefühlte Ewigkeit weiterbewegen, auch wenn der Satz schon lange beendet ist, wirkt so unangemessen altmodisch, dass ich während der betroffenen Dialoge immer wieder krampfhaft versuchte auf etwas anderes zu achten - ärgerlich, aber zum Glück nicht der Regelfall. Doch die großen und kleinen Stärken von Deck Nine Games, die lassen einen diese kleinen Schwächen schnell vergessen. Groß, wie wenn Alex bekannte Songs wie “Creep” zum Klang ihrer Gitarre anstimmt, oder kleine Details, wie Chat-Verläufe, oder dass sie schon im Blumenladen zu Beginn durchgehend und unbemerkt die Fäuste ballt und damit "pumpt" wie Menschen, die gerade etwas wirklich Schwieriges ertragen müssen. Es fällt kaum auf, man hätte sich diese Details quasi sparen können, so unauffällig, es sei denn man kennt diese Situationen, diese kleinen Tricks selber zu gut, dann fühlt man sich plötzlich verstanden. Das ist Life is Strange True Colors - Sich verstanden fühlen. Als Nachbar in Haven, als Spieler*In, als Mensch. Trophäen-Check Die Trophäen von True Colors sind mit denen der Vorgänger vergleichbar: Story-Abschlüsse und “Sammel-Gegenstände”, in Form von Erinnerungen, die Alex aus emotional geladenen Gegenständen herausziehen kann, und welche über eine nochmal deutlich verbesserte Kapitelauswahl in wenigen Minuten nachgeholt werden können, sind alles, worauf man sich einstellen muss. Somit kann man die Platin in einem Spieldurchgang und ohne Umwege erspielen - Vor allem aber - man kann die Geschichte genießen, ohne auf Trophäen achten zu müssen. So landet man mit knapp zwei Stunden pro Kapitel bei etwa zehn Stunden Spielgenuss. Fazit: True Colors schlägt zwar mit Twists und Tabu-Themen nicht so hart um sich wie Teil 1 der Serie es getan hat, beweist aber dafür, dass es nicht immer nötig ist, die Spieler*Innen so hart anzupacken um die gleichen Effekte zu erzielen. Die Charaktere, welche man schnell ins Herz schließt, und die Herangehensweise der Erzählung sind zwar anders, machen dem Fanliebling jedoch mehr als alle Ehre und heben das Franchise auf ein neues Level, welches unter dem Ruf von Teil 2 zuletzt eher zu leiden hatte. Technisch hätte man zwar noch die genannten Kanten polieren können, vermutlich wird der ein oder andere Patch diese Unreinheiten jedoch bald unbemerkt verschwinden lassen, und das Endprodukt leidet darunter nicht. Das Spiel konzentriert sich diesmal auf weniger Themen, welche dafür weit mehr in die Tiefe erkunden werden und dabei nicht langweilig werden. Eine gute Entscheidung und uneingeschränkte Empfehlung - Legt euch Taschentücher bereit, ihr werdet sie brauchen. 9,5 von 10 (Für eine zweite Meinung zum Spiel, könnt ihr hier den Spieletest von @Marloges lesen.)
  11. GTA 5: Enhanced-Version kommt auf die PS5 Das erste Highlight auf dem PS5-Event war ein altbekanntes: GTA 5 erscheint in einer Enhanced-Version für die PlayStation 5. https://www.gamepro.de/artikel/gta-5-gratis-ps5,3358736.html Also ich für meinen Teil finde es unbegreiflich. Warum macht man es nochmals nur um Geld zu bekommen? Anstatt sich auf den Nächsten Teil besser zu Konzentrieren. Und GTA 6 dauert so noch länger denke ich. Was haltet ihr davon?
  12. Marvel’s Wolverine angekündigt Neben Marvel’s Spider-Man 2 kündigten Sony Interactive Entertainment und Insomniac Games während der neuen »PlayStation Showcase«-Ausgabe überraschend auch Marvel’s Wolverine für die PlayStation 5 an. Ein Erscheinungstermin wurde nicht genannt. »Marvel‘s Wolverine ist ein eigenständiges Spiel, das von Brian Horton (Creative Director) und Cameron Christian (Game Director) produziert wird, die bereits die kreative Leitung bei Marvel‘s Spider-Man: Miles Morales innehatten – ein Spiel, auf das wir bei Insomniac sehr stolz sind,« heißt es in einem Eintrag im PlayStation Blog. »Wie bei unseren Spider-Man-Spielen geht es uns nicht nur darum, die DNA, die den Charakter so beliebt macht, zu respektieren, sondern wir versuchen auch, frischen Wind reinzubringen und die Seele von Insomniac widerzuspiegeln. Obwohl Marvel‘s Wolverine sich noch in einer sehr frühen Phase der Entwicklung befindet, reichen meine Einblicke in die emotionale Geschichte und das schnittige Gameplay (na, verstanden?), um euch zu sagen, dass das Team da an etwas wirklich Besonderem dran ist.«
  13. HellKaiser

    Forspoken

    Square Enix kündigt Project Athia an Während des »The Future of Gaming«-Livestreams von Sony kündigte Square Enix und ihr Tochterunternehmen Luminous Productions Project Athia an, das für die PlayStation 5 und für PC entwickelt wird. Bei dem Namen handelt es sich derzeit noch um einen Arbeitstitel. Unten findet ihr den Ankündigungstrailer. Auf dem PlayStation-Blog heißt es: Ankündigungstrailer
  14. Ormagöden

    Abandoned

    Abandoned - Realistischer Survival-Shooter für die PS5 angekündigt Die niederländischen Entwickler von Blue Box Game Studios haben mit Abandoned einen neuen fotorealistischen Survival-Shooter angekündigt, welches im vierten Quartal diesen Jahres exklusiv für die PlayStation 5 erscheinen soll. Das Spiel wird eine sehr detaillierte offene Welt bieten, die in 4K und mit 60 FPS wiedergegeben werden soll. Hasan Kahraman, Game Director des Studios, gab ein paar Details zur Story bekannt. "Die Geschichte dreht sich um Jason Longfield, der in einem seltsamen Wald erwacht. Verlassen und ohne jede Erinnerung wie er dort hin kam, findet Jason bald heraus, dass er entführt wurde und zu einem dunklen Zweck dort hin gebracht wurde. Sein Ziel ist es, zu überleben und zu entkommen." Die Entwickler möchten jedem Spieler ein einzigartig persönliches Spielerlebnis bieten. Daher hat das Studio in eine Vielzahl ansprechender Systeme investiert. "Jedes Ereignis hat Einfluss auf deinen Charakter. Wenn Jason nach dem Sprinten außer Atem ist oder er Angst hat, dann leidet seine Schussgenauigkeit darunter. Im Gegensatz zu Action-Shooter-Titeln ist das Abfeuern von Waffen in Abandoned realistisch langsam. Du musst also taktisch vorgehen um zu überleben." Abandoned erfordert nicht nur, dass man jeden Schuss genau plant, bevor man den Abzug betätigt, die Entwickler möchten auch, dass der Spieler bei jeder feindlichen Begegnung nervös wird und sich darüber bewusst ist, dass jeder falsche Zug der entscheidende Faktor zwischen Leben und Tod sein kann. Im Rahmen der Ankündigung, wurde auch ein Teaser-Video veröffentlicht. Einen genauen Einblick in das Gameplay bietet dieser zwar nicht, aber am Ende des Videos wird darauf hingewiesen, dass man schon bald Gameplay-Material zeigen möchte. In einem aktuellen Interview mit Gamer.nl gab Kahraman zu verstehen, dass man im Rahmen der digitalen Electronic Entertainment Expo weitere Details bekannt geben wird. Darüber hinaus, wurde Kahraman darauf angesprochen, dass man in dem Teaser schon einige Gemeinsamkeiten mit der Resident Evil-Reihe oder dem Blair Witch Project spürt. Auch wenn Abandoned Horrorinhalte bietet, antwortete Kahraman darauf: "Viele Leute Verbinden Abandoned mit Resident Evil. Das ist eine echte Schande, denn Abandoned ist ein völlig anderes Spiel. Abandoned hat Horrorelemente, zum Beispiel, dass sie ständig von einer religiösen Sekte gejagt werden, aber wir möchten uns mehr auf das realistische Gameplay konzentrieren."
  15. HIM18

    Skate 4

    Skate 4 - Neuer Ableger auf der EA Play Live angekündigt Am Ende des Livestreams kündigte Entwickler EA Black Box einen neuen Ableger der beliebten Skate-Reihe an. Damit geht ein langer Traum der Fans endlich in Erfüllung. Wann das Spiel erscheint wissen wir leider noch nicht. Nach Angaben der Entwickler befindet sich der künftige Teil noch in einem frühen Stadium der Entwicklung. Leider gab es während des Events keine weiteren Infos zum Spiel.
  16. Erstes Gameplay zu Ghostwire: Tokyo und Erscheinungszeitraum enthüllt Wenn Shinji Mikami ein Spiel entwickelt, dann kann man schon mal hellhörig werden. Schließlich ist Mikami der Begründer einer kleinen Reihe namens Resident Evil. Dass Mikami Horror noch kann, stellte er mit The Evil Within und The Evil Within 2 unter Beweis. Nun möchte er aber wieder etwas Neues probieren und während das neue Projekt Ghostwire: Tokyo schon letztes Jahr angekündigt wurde, enthüllte Mikami bei der gestrigen "The Future of Gaming"-Show erstes Gameplay und auch einen Erscheinungszeitraum. So sieht man im Gameplay-Trailer, wie man es schon vom letztjährigen Enthüllungstrailer vermuten durfte, dass die japanische Mythologie ein zentraler Aspekt des Spieles sein wird. Dabei muss man gegen verschiedene Kreaturen aus der Mythologie kämpfen, um herauszufinden, was mit all den verschwundenen Menschen passiert ist. Neben einer beeindruckenden Grafik darf man sich laut dem Trailer auch auf actionreiches Gameplay freuen. Ob Mikami ähnlichen Erfolg mit Ghostwire: Tokyo haben wird, wie mit der "The Evil Within"-Reihe, wird sich nächstes Jahr zeigen. Erscheinen soll Ghostwire: Tokyo im nächsten Jahr für die PlayStation 5 und den PC. Nachfolgend noch der Gameplay-Trailer.
  17. Final Fantasy VII Remake Intergade im Test Details Plattform: PS5 | Developer: Square Enix First Division | Publisher: Square Enix Genre: Action JRPG | Fantasy Dystopy Zu Final Fantasy VII Remake und Integrade ist vermutlich alles gesagt, und das mehrfach, oder etwa nicht? Ich habe mir zu Release die Zeit genommen, das Spiel noch einmal komplett durch zu spielen, bevor ich mein Urteil fälle - Hier ist das Ergebnis. Dies ist natürlich nicht der erste Trophies.de Test zum Dieselpunk- (Makopunk??) Abenteuer Final Fantasy VII Remake, glücklicherweise sind dennoch ein paar Themen offen, auf die ich mich konzentrieren darf und Integrade hat mir neues Futter gegeben. Als die PS5 Fassung des Spiels angekündigt wurde, war die Spielerschaft mal wieder - schon wieder - gespalten. Diesmal wegen des DLCs mit dem Namen Intermission, der nur für die PS5 erscheinen würde und recht teuer sein sollte. Das Hauptspiel war für alle, die die PS4-Version bereits besitzen, als kostenloses Upgrade zu haben, und ein Kauf der PS5 Version inklusive Intermission hatte den selben Preis, wie das Hauptspiel allein damals auf der PS4. Ich maße mir nicht an hier für euch zu werten, aber ICH finde, dass das echt okay ist, für ein Spiel das seiner Zeit ein Stück voraus war. Ich möchte an dieser Stelle vorwegnehmen: Für den DLC werde ich einen weiteren Test verfassen und mich heute hier rein auf das Hauptspiel konzentrieren, und wie es auf der PS5 in neuem, zusätzlichen, übertrieben pompösen Glanz erstrahlt. Wie diese amerikanischen Cupcakes. Immer ein bisschen zu viel Frosting. Ich bin nicht sicher ob andere Tests von Final Fantasy das Thema mal abgedeckt haben, aber ich muss einmal ganz dekadent über die 60 FPS sprechen. Sicher gibt es Spiele, die ganz andere Probleme haben, aber das sollte wirklich der neue Standard sein. Bisher ist er das bei weitem nicht. Als ich das Spiel gestartet habe und die ersten Filmsequenzen hinter mir gelassen hatte, kam das wunderschön flüssige Bild im Gameplay so richtig zum tragen. Die fantastische 4K Auflösung mit 60 Bilderchen in der Sekunde, machen in der Tat einen Unterschied, den ich sogar auf meinem alten 65” HD TV bemerkt habe, der weit von 4K entfernt ist. Auf dem 4K Gerät war es Genuss in vollem Umfang. Und Ja, ich musste meine Augen erst kurz daran gewöhnen, die fanden das in den ersten 10 Minuten etwas anstrengend. Ein weiterer Beweis dafür, dass sie den Unterschied sehr wohl wahrnehmen, auch wenn oft etwas anderes behauptet wird. Die 60 FPS lassen das Spiel unfassbar flüssig aussehen, nicht die Filmsequenzen, sondern edlich auch das, worum es geht: das Rennen, Kämpfen, meinetwegen Kniebeugen-machen FFVIIR ist schon auf der PS4 echtes PS5-Material gewesen, welches einen den Geschmack der zukünftigen Konsole hat kosten lassen. Das Gefühl hatte ich damals schon und jetzt wurde mir das nur allzu deutlich zurück ins Gedächtnis gerufen. Besonders die hübsche Slowmotion, wenn man mitten im Kampf das Aktions-Menü öffnet, könnte ich mir teilweise Stundenlang anschauen, da sie je nach Situation einfach schön oder sehr witzig ausfallen. Nebenbei sind auch kleine Kinderkrankheiten beseitigt, die das Spiel zu Beginn noch vermehrt aufwies, wie das minutenlange Nachladen von bestimmten Texturen. Ihr erinnert euch sicher ALLE an die Tür bei Tifas und Clouds Apartment-Zimmern, die wie ein großer einzelner Pixelklotz wirkte - jetzt hat sie ebenso schöne Details wie alles andere. Die “fotoartigen” Backgrounds, die hier und da bemängelt wurden, die wirken jetzt schärfer, doch weg sind sie nicht, und werden wohl ein winziger “Schandfleck” bleiben, aber ich persönlich störe mich an ihnen kein bisschen. Dass FFVIIR noch für die PS4 entwickelt worden ist, würde man kaum ahnen, wenn da nicht die kleinen Downer wären, wie die versteckten Nachladesequenzen, in denen die Party durch einen engen Gang kriechen muss während die PS4 im Hintergrund Gebiete nachgeladen hat. Diese Sequenzen sind jetzt natürlich nicht einfach weg, da sie sich ins Gameplay einfügen, obwohl die PS5 sie nicht mehr bräuchte. Ich meine - ich bin in unglaublichen 10 Sekunden im Spiel! Wenn ich die Konsole neu starte, dann sind es 18 Sekunden -Träumchen. Hier liegt einfach der kleine Nachteil, wenn ein Spiel auf beiden Konsolen funktionieren muss, die PS5 Version muss dafür Abstriche machen. Aber ich glaube, für dieses Ergebnis, können wir mit sowas doch leben - Und im Hinblick auf einen Teil 2 können wir so bereits erahnen, auf welche Verbesserungen wir uns jetzt freuen dürfen. Gibt es andere Veränderungen? Tatsächlich eher nicht. Intermission, der DLC, bringt noch einen Bonuskampf und ein Zusätzliches Item ins Hauptspiel, beides jedoch nur zu erreichen, wenn man das Hauptspiel bereits einmal durchgespielt und die Kapitelauswahl erreicht hat, SOWIE Intermission ebenfalls beendet hat. Inhaltlich ist nichts anders, auch wenn der eine oder andere das gehofft haben mag - die neuen Storyinhalte sind vollständig über Intermission zu sehen, so dass das Hauptspiel nicht nochmal abgeschlossen werden müsste. Eigentlich eine gute Sache, denn so muss niemand das Gefühl haben etwas zu verpassen, der das Spiel noch nicht direkt erneut spielen möchte. Für mich persönlich war der erneute Spieldurchlauf jedoch ebenso eine gute Idee. Zwar habe ich als Platininhaberin bereits zwei Runden in der Nachbarschaft gedreht, doch erschloss sich mir erneut ein Fortschritt in meinen Fähigkeiten und im Lernprozess des komplexen Kampfsystems. Hier gibt es nebenbei einen kleinen Bonus: Der Schwierigkeitsgrad “Normal Klassisch” wurde hinzugefügt, so dass man nun das “klassische” Kämpfen, nahe am 97er Original, welches bisher nur auf “Leicht” zu entdecken war, mit etwas mehr Herausforderung genießen kann. Denn seien wir mal ehrlich - auf “Leicht” war das einfach nix. Und noch etwas wurde mir deutlich: Das Spiel ist Nichts für “Zwischendurch”. Man muss ihm die Chance geben einen abzuholen, einzusaugen und stundenlang den Controller nicht mehr weglegen zu lassen - Und ja, das schaffte es auch beim dritten mal hervorragend. Es hat einen Mehrfachspielwert, den man ihm, nostalgiegetragen und storylastig, wie es eben ist, kaum zugetraut hätte. Wie praktisch, dass die PS5 Version gleich mit vier Platintöpfen daherkommt, wenn man es drauf anlegen möchte. Etwas mehr als ein Jahr nach Release der PS4-Version hatte ich die Gelegenheit, jetzt nochmal zu reflektieren, ob meine ohnehin zwiegespaltene Meinung und diverse Theorien, die man seitdem konsumiert und gewälzt hat, noch Bestand haben. In einer Zeit, in der das erneute Spielen nur zum Vergnügen für Trophäen-Jäger kein Thema mehr ist, kann ich wirklich nur dazu raten, oder zumindest die Gelegenheit der Doppelplatin dafür nutzen. Denn ja, der Abstand tut dem Spiel, und mir als Spieler, wirklich gut. So habe ich es nocheinmal genossen die vielen aufregenden Flashbacks zu analysieren und zu hinterfragen, sowie die Entscheidungen der Entwickler gewisse Szenen zu zeigen, die in einem normalen Remake nichts zu suchen gehabt hätten, ihr wisst doch ganz genau, was ich meine Welche Fantheorie hat vielleicht Recht? Paralleluniversum, Alternative Erzählung, Zeitschleife? Hätten wir ein besseres Remake von Final Fantasy bekommen können? Ich finde: Nein! Trotz Kapitel 18. Und natürlich ist Sephiroth etwas overused, denn er gehört hier nicht hin. Nicht alle umgesetzten Ideen sind perfekt. Aber bekommen haben wir einen unerwarteten Tiefgang auch im Bezug auf Charaktere, von denen man es nicht erwartet hat. Wir haben bereits jetzt eine weit vernetzte Verknüpfung zu anderen Ablegern der ursprünglichen Compilation, sei es die Novelle, Advent Children oder Dirge of Cerberus. Wir haben ein moderneres, westlicher angelehntes Charakterdesign, welches alle anderen Designs, auch das von Advent Children, in den Schatten stellt. Wir haben eine wunderbar “selbstverständliche” LGBTQ+ Message. Wir haben endlich geschlossene Logiklöcher, die nicht nur die Compilation aufgemacht hat sondern auch das erste Spiel in sich (Wer versucht bitte einen Löwen mit einem Menschen durch reines “zusammen einsperren” zu kreuzen? Oh Mann - Danke fürs korrigieren!). Und wir haben sehr viel Liebe für das Ursprungsmaterial im Detail versteckt, sei es nun im PHS Telefon, DER EINEN Feuertreppe, Easter Egg Bossen wie Hellhouse und Morbol oder allen voran dem Soundtrack, der einem schon mal die Tränchen in die Augen treibt, bei der fantastischen Neuinterpretation. Und Zack Ich selbst war nach meinem ersten Spieldurchgang vor einem Jahr SEHR vor den Kopf gestoßen, war mir Kapitel 18 doch zu viel Kingdom Hearts und zu wenig brauchbar für meine Erwartungen und Hoffnungen. Doch schon Spieldurchgang Nummer zwei hatte das geändert. Jetzt, nach meiner dritten Runde, bin ich SO gespannt und voller Vorfreude auf die Möglichkeiten, dass ich nur jedem ans Herz legen kann das nochmal zu versuchen. Und wer noch nie in das Spiel hineingeschaut hat? Nun: Fazit: Final Fantasy VII Remake (Integrade) ist ein absolut gelungenes Remake, welches meine Erwartungen technisch, grafisch und Storybedingt aber ganz besonders musikalisch weit übertroffen hat. Das Ende steht weiterhin für viele zur Diskussion, aber auch die angeregten Fan-Theorie Diskussionen sind Teil dieser einzigartigen Erfahrung - wieder Teil einer Entwicklung zu sein, eines Spiels, deren lange Episoden sich nach und nach im laufenden Jahrzehnt entfalten und es prägen werden und deren Inhalt wir ganz sicher durch unser Feedback mitbestimmen werden. Die PS5 Fassung lässt dem Remake endlich die ursprünglich fehlenden, technischen Fortschritte zukommen, die für die Kirsche auf dem Sahnehäubchen noch gefehlt haben, und rundet die Erfahrung ab. Dabei lässt sich gar nicht sagen ob reine PS5 Einsteiger oder PS4 Wiederkehrer mehr von diesem Upgrade profitieren, beides wird seine Vorzüge haben. Für den Neueinsteiger ist die PS5-Variante direkt eine Wucht ohne Kinderkrankheiten, sofern man über den ein oder anderen Abstrich aus der PS4 Entwicklung hinwegsehen kann. Wiederkehrer aus dem 97er Original müssen keine Angst haben ihr Lieblingswerk zerfetzt vorzufinden, auch wenn ich selbst erlebt habe, dass es eventuell auch etwas Zeit brauchen kann, die neuen Erzählungen zu schätzen. Und Wiederkehrern aus der PS4 Version kann ich sagen, dass wir es hier mit dekadentem Luxus zu tun haben, den vielleicht nicht jeder braucht. Aber für euch ist das Uprade ja kostenlos, also was hält euch auf? Das Totschlag-Argument ist hier dann natürlich Intermission, doch dazu gibt es im nächsten Test mehr Hier noch ein paar Trophäen-Infos: Die Liste der PS4 und 5 Versionen sind identisch, bis auf den DLC. Die PS5 Version hat vier Listen, so dass wir insgesamt auf eine stolze 5-fach Platin blicken. Für Platin muss man im Spiel wirklich alles erlebt haben: Alles Wichtige gesammelt, alle Sidequests und Minispiele, alle Waffen gefunden und benutzt haben, diverse Szenen ausgelöst haben und zudem auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durch das Spiel gekommen sein. Diesen schaltet man auch erst nach einem ersten Spieldurchgang frei, so dass Platin etwas zeitintensiver ist. Mit 50 bis 70 Stunden ist man durchschnittlich dabei. Dafür wird man das Kampfsystem dann so gut verinnerlicht haben, wie es nötig ist, um “schwer” auch zu schaffen, die Bewertungen im Forum liegen nämlich bei 6,5 von 10. Eine leicht zu bedienende und sehr übersichtliche Kapitelauswahl unterstützt bei der Orientierung und man kann den höchsten Schwierigkeitsgrad in beliebiger Kapitelreihenfolge spielen sowie beliebig switchen. Die schwierigsten Trophäen hängen trotzdem wohl mit dem ein oder anderen knackigen Boss zusammen, sei es nun Bahamut im Kampfsimulator auf “schwer” (bzw. der 5er Kampf gegen alle Bestia auf “schwer”) oder aber das Hellhouse, jeder Spieler wird da sicher seinen persönlichen “Lieblings”-Boss haben. Dafür kann man am Ende auch auf die Leistung stolz sein. Zu guter letzt: Besitzer der PS4 Platin können sich die PS5 Platin durch das Übertragen der Speicherdatei ganz “legal” freischalten, dies gilt jedoch nur für die Regionale Version, nicht für doppelte Platins - und auch das ist kein “Muss”, scheut auch nicht, euch der Herausforderung erneut zu stellen und lasst den Speicherstand doch einfach mal bleiben wo er ist - Ich finde, das lohnt sich.
  18. melvin

    Steelrising

    Die Entwickler von Greedfall haben gestern im Laufe des Nacon-Connect-Events ihr neustes Spiel angekündigt. Es wird zu einem noch unbekannten Zeitpunkt für die PS5, PC und Xbox Series X erscheinen. Das Spiel wird deutlich actionlastiger, als ihre vorherigen Spiele. Man wird in eine alternative Version der Französischen Revolution eintauchen, in der König Ludwig XVI. eine Roboterarmee nutzt, um sein Volk zu terrorisieren und zu unterjochen. Mit Aegis wird man sich gegen die Terrorherrschaft wehren und versuchen, den Lauf der Geschichte zu verändern. Es gibt auch schon ein paar Screenshots zu sehen, die später etwas weiter unten einfügt werden. Hier der erste Trailer zum Spiel, welcher nur CGI zeigt, also leider kein Gameplay-Trailer. Eure Meinungen dazu? Ich fand Greedfall sehr gut. Es macht genau das, was Mass Effect früher ausgezeichnet hat.
  19. Ubisoft kündigt Avatar: Frontiers of Pandora an Im Rahmen ihres »Ubisoft Forward«-Livestreams kündigte Ubisoft ein Videospiel zum erfolgreichen Kinofilm Avatar an. Das Spiel nennt sich Avatar: Frontiers of Pandora und soll im nächsten Jahr für die PlayStation 5, Xbox Series, PC, Google Stadia und Luna. Entwickelt wird das Spiel von Massive Entertainment mithilfe der Snowdrop-Engine. Avatar: Frontiers of Pandora bietet eine neue, eigenständige Geschichte in der ihr in die Rolel von Na’vi schlüpft und euch auf eine Reise an die Westgrenze begebt, ein bislang unberührter Bereich von Pandora. Man verspricht eine »lebendige und reaktionsfreudige Welt, die von einzigartigen Kreaturen und neuen Charakteren bevölkert wird«. Doch dieser Idyllische Ort wird von der respekteinflößenden Streitkräfte der RDA bedroht, die es gilt zurückzuschlagen. Ankündigungstrailer
  20. Angezockt: Stranger of Paradise - Final Fantasy Origins-Demo unter die Lupe genommen Dass Square Enix ein weiteres Final Fantasy-Eisen im Feuer haben sollte, neben Final Fantasy XVI und Final Fantasy VII Remake Teil 2, das wurde nun schon einige Zeit gemunkelt. Was das aber genau sein sollte, das war noch unklar. Im Zuge der E3 wurde dieses Wochenende jedoch der Vorhang gelüftet, und wird mit Sicherheit den ein oder anderen überrascht haben: Stranger of Paradise ist, wie der Name schon zeigt, nicht mal im Ansatz mit der Hauptreihe verknüpft, denn wie es aussieht, haben wir hier ein Spin-off von einem Spin-Off. Oder... Handelt es sich vielleicht doch um eine Art geheimes Remake? Nun. Schauen wir doch mal rein: Böse Zungen könnten jetzt behaupten, da wollte man eine neue Idee ausprobieren, das Souls-like-Genre zu erobern, aber damit der Titel nicht floppt, musste das Wort “Final Fantasy” irgendwie im Spieltitel auftauchen. Diese bösen Zungen können sich aber mal im Zaum halten, denn nichts ist klüger, und vorteilhafter für uns Spieler, als ein Risiko-armer Testlauf, aus dem etwas entsteht was uns bestenfalls gefällt oder schlechtestenfalls dem Unternehmen nicht gleich schadet. Und ob das nun wahr ist oder nicht, sagt zum Glück am Ende nichts über die Qualität des Spiels aus, denn: Nach allem was wir nun wissen, handelt es sich um eine Zusammenarbeit mit dem Publisher Koei Tecmo und deren Team Ninja, welches sich auch für Dissidia Final Fantasy verantwortlich zeichnet aber besonders geschätzt wird für seine Nioh-Reihe, Dead or Alive und natürlich Ninja Gaiden. Und: Das Spiel soll zwar 2022 für alle gängigen Konsolen und PC erscheinen, jedoch haben PS5-Besitzer mit PS Plus Abo bereits seit Sonntag die Gelegenheit, die Demo herunterzuladen, um dann noch bis Ende des Monats freiwillig an einer Umfrage teilzunehmen. Leider hat die Demo direkt mit beschädigten Daten und somit gar nicht geglänzt, denn die Software konnte nicht gestartet werden - Kein guter Start. Dieses Problem ist allerdings sehr zeitnah gelöst worden, und somit habe auch ich diese Chance genutzt, frühzeitig ein ganz neues Final Fantasy-Erlebnis auszutesten. Die Demo startet mit einem Basis-Tutorial, welches sich grafisch jetzt nicht mit Ruhm bekleckert und dem man anmerkt, dass es die Entwickler es gerade sehr viel wichtiger finden ausführliches Feedback zu dem komplexen Kampfsystem zu erhalten. Wählen kann ich schon hier aus drei Schwierigkeitsgraden. Als Neuling im Souls-like und Nioh-Universum, dafür Final Fantasy Veteran, vertrete ich mit meinem Test jetzt wohl den absoluten Stranger of Paradise-Durchschnittsspieler, denn gerade Final Fantasy Fans werden hier zuschlagen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen ihres geliebten Franchise reinschnuppern und nicht wegen des Genres, an welches wir mit diesem Titel dann herangeführt werden. Souls-like Kenner rümpfen seit der E3 bereits die Nase, aber vielleicht werden sie ja noch überzeugt. Die fünf Tutorial Aufgaben halten sich sich wirklich sehr knapp, trotzdem ist es für einen Neuling viel Input auf einmal. Zwei Angriffe, drei verschiedene Block-Methoden mit je nochmal zwei verschiedenen Effekten bzw. Folgeaktionen, die sie nach sich ziehen können soll ich jetzt bereits spontan verinnerlichen, das fordert. Ich lerne Attacken zu absorbieren und daraus Munition zu gewinnen die ich zurückschleudern kann, wie die von Goblins geworfenen Steine, später darf ich damit auch Feuerbälle sammeln, was sich im Verlauf der Demo als fantastische Funktion erweist: Feuerbälle von einem Bomber klauen und auf Goblins werfen macht mir schnell Spaß! Alles andere klappt zwar im Tutorial, kostet mich aber weit mehr Konzentration und ich merke, wenn ich dann aus all diesen Methoden selbst wählen und reagieren muss, versuche ich immer bei den zwei Moves zu bleiben, die für mich funktionieren, statt von der breiten Variation gebrauch zu machen. Ich bin noch etwas eingeschüchtert… Nach dem Tutorial, das ich solange wiederholen kann, bis ich mich wohlfühle, finde ich die Option “Bereich verlassen”, was nichts anderes heisst, als dass ich nun die eigentliche Demo starten kann. Es gibt sogar kurze Sequenzen, die ich leider eher negativ wahrnehme. Viel Geschichte erfahre ich nicht, was mir aber vielleicht geholfen hätte neugieriger zu werden. Lediglich als Final Fantasy Kenner weiß ich, wer die Krieger des Lichts aus dem ersten Teil sind (die damals auch keine Namen hatten, was nun vermutlich schuld daran ist, dass der Protagonist jetzt ganz langweilig "Jack" heissen darf) oder der Gegenspieler Garland. Stattdessen bekomme ich generische Charaktere mit Onelinern, die mich wenig überzeugen. Und was soll dieser männliche Lightning in der Gruppe? Während das Design der anderen mir zwar Baukastenhaft aber trotzdem erwachsen und sympathisch erscheint, ist der Rosaschopf ein regelrechter Fremdkörper, und das sage ich als bekennende Lightning-Liebhaberin, die mit dem Design an sich in anderen Final Fantasy Spielen kein Problem hat. Doch hier in diesem wirklich düsteren Setting, wirkt er so deplatziert. Ein Storyfetzen zu Beginn hätte hier vielleicht schon etwas bewirkt. Aber gut, Demo ist Demo. Stattdessen besinne ich mich auf mein Wissen aus Final Fantasy I und erinnere mich spontan an Garland, den Chaostempel und eine Zeitschleife... Ob ich davon wohl etwas sehe? Im Chaostempel, den ich nun in der Tat durchsuchen darf, erfahre ich sofort, was ich schon geahnt habe - Dass die Praxisanwendung der komplexen Mechaniken sich weit schwieriger gestaltet, als es sich im Tutorial anfühlt. Meine insgesamt 4-Stündige Tour bis zum Boss ist geprägt von vielen, vielen Neustarts an Speicherpunkten. Welche übrigens nicht inflationär aufgesucht werden können: Benutze ich einen Speicherpunkt, werden alle Gegner wieder zum Leben erweckt, so dass es sich nicht lohnt, zu einem früheren Punkt zurückzukehren, es sei denn man will die Schlachten alle wiederholen. Dabei bemerke ich auch eine Animation, die an das Zurückspulen eines Videobandes erinnert… Hier haben wir also die Zeitschleife - Ob wir davon im Spiel dann mehr sehen, oder ist das nur ein Easter-Egg? Wie auch immer - Das erneute Kämpfen kann sich natürlich trotzdem als sinnvoll erweisen, denn Gegner droppen Ausrüstung. Und zwar zufällig, und gar nicht so wenig davon, ich kann mich vor Rüstung schnell kaum retten. Auf meinem Weg zum Boss fand ich insgesamt drei Waffentypen, die je eine neue Jobklasse freischalteten. Wie ich später aus Berichten von Bekannten erfahren musste, was das aber nicht tutorialhaft geplant, wo ich wann welche Waffe finde, denn andere Spieler haben scheinbar andere Jobklassen gefunden als ich. Ich fand unter anderem Breitschwerter, einen Magierstab und eine Hellebarde, so dass ich auch den Magier und den Pikenier testen konnte. In der Umfrage, die ich danach natürlich ausgefüllt habe, standen noch fünf oder sechs weitere Klassen, die ich hätte finden können, und auch wenn ich es selber nicht geschafft habe - durch herumspielen mit dem Job-System haben andere Spieler wohl ebenfalls Klassen "weiterentwickelt". Das hat mich für eine Demo schon beeindruckt. Zudem durfte ich auch noch feststellen, dass ich einige Spezialtechniken freischaltete, die ich mir selber auf die Tastenkombinationen mappen kann. Ich entscheide also selbst, ob ich die Technik “Kaskade” auslöse, in dem ich R1 → R2 drücke, oder R1 → R2 → R1 und noch vieles mehr. Glücklicherweise ist die Demo in einer Weise angelegt, dass ich einige dieser Informationen erst viel später erhalte und ich mich am Anfang erstmal nur um die Grundtechniken kümmern muss. Aber am Ende meiner vier Stunden rauchte mir der Schädel vor lauter verschiedenen Werten und unterschiedlichen Job-Sets, die ich getrennt voneinander verwalten konnte, sowie fliegend im Kampfgeschehen wechseln. Atmosphärisch verbreitet das Spiel eine andauernde Anspannung, da auch kleine Gegner mir gefährlich erschienen und gerade in größerer Menge griffen die zuvor gelernten Blockmechaniken oder Munitions-klau Fertigkeiten eher nicht, da die Konzentration auf einen Gegner schnell dazu führte, dass man dann die anderen fünf Monster im Rücken hatte. Oder ist das die Regel in diesem Genre? Für mich als Anfänger erschien es mir frustrierend. Nicht zu frustrierend, aber dafür über weite Strecken, in denen ich regelmäßig pausieren wollte, statt weiter die Welt zu erkunden. Anders sah es beim Boss aus, der mir zwar knackig erschien, und der vergleichsweise unfassbar schnell war, jedoch auch weit fairer, da ich mich auf ihn konzentrieren konnte, seine Muster lernen, und das System der verschiedenen Blocks, Ausweichrollen und Kombos endlich mal richtig anwenden konnte wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte. Das Gesamtdesign "erinnerte" mich nicht nur an Final Fantasy, es wirkte, als habe man im LittleBigPlanet-Style IN Final Fantasy XV ein weiteres Spiel eingebaut. Wie Comrades, aber detailreicher. Bedient hat man sich zum Beispiel beim Job-Ability System, welches SEHR aussah wie die Abilities in FF15, nur mit anderen Werten und Effekten. Die Menüs wurden gerade genug verändert, dass man den Finger nicht mehr sofort darauf legen kann, zudem ist Stranger of Paradise mit mehr als der doppelten Menge Informationen schon fast überfrachtet. Das ist für eine Demo ja erstmal vollkommen in Ordnung, im finalen Spiel muss man aber wirklich aufpassen, dass es nicht wie ein liebloser Recycling-Titel wirkt. Wollte man nun die fertige Engine und Spielumgebung weiter verwerten, und hat sich deswegen ein Spiel ausgedacht, oder wollte man jetzt unbedingt dieses Spiel machen, und hat sich erst danach für die Reste auf dem Teller der letzten Entwicklung entschieden? Beides muss nicht schlecht sein. So dürfen aus den teilweise teuer entwickelten Engines für die Gallionsfiguren-Titel nun Nebenprodukte entstehen, die dadurch geringere Entwicklungskosten haben und nebenbei kann man mit neuen Genres spielen und der FF Lore mehr Inhalte geben. Im idealfall. Ich weiß das klingt nicht so aber: Ich finde das erstmal gut - wenn das Ergebnis am Ende stimmt, und bisher hat es das für mich immer. Also. Wie schätze ich das Spiel nun ein? Was darf so bleiben und woran sollte man bis zum Release noch arbeiten? Was gefällt: Gefallen hat mir der Final Fantasy Bezug größtenteils schon. Ich freue mich immer einen Kaktor oder einen Bomber zu sehen, die Optik der Welt war sehr düster und dementsprechend wirkten auch die Gegner eher, als seien sie für eine ältere Zielgruppe bestimmt. Das wird auch durch das deutlich sichtbare, dunkelrote Blut deutlich, das in Final Fantasy so nicht üblich ist. Insgesamt - Daumen hoch! Ich werde das Gefühl nicht los, dass Stranger of Paradise auch eine Art “Remake” der Geschichte von Final Fantasy I sein könnte, und das würde mir gefallen. Dafür spricht, dass wir schon in der Demo auf Garland als Boss treffen und viele Details zur Geschichte von Final Fantasy I sehen, zu viele Details, dafür dass es nur eine Demo ist. Ob das wirklich nur Easter-Eggs sind? Ein komplexes Kampfsystem finde ich an sich sehr gut, hier würde ich mir jedoch wünschen, dass es noch etwas besser ausbalanciert wird, da eine gute Reaktion und Skill nichts bringen, wenn die Masse der Gegner den Einsatz verhindern, so dass man am Ende doch stupide prügeln muss um zu überleben. Das Blut. Nicht dass ich ein blutrünstiger Typ wäre, doch ein bisschen “Realismus” oder Feedback, was man gerade getan hat, in Form von Blut fehlte mir immer in Final Fantasy, wo Gegner meistens auf magische Weise verschwinden. Die mit dem Blut verbundene Andeutung einer älteren Zielgruppe finde ich erfrischend. Weniger gefällt: Rosaschopf! So sehr ähnliche Charakterdesigns wie dieser Bishi-K-Pop-Klon irgendwo zu Final Fantasy gehören, er wirkt hier unpassend. Entweder man passt die Spieloptik an oder diesen Charakter, und dann doch lieber den Charakter! Die Grafik und das düstere Setting beissen sich ein bisschen. Zwar gefällt es mir vom Design, aber es strengt die Augen an, besonders die seltsamen Glanzeffekte der Türen… Die Kamera macht gerne komplett was sie will, was dazu führt, dass man stirbt weil man den Gegner nicht mehr sehen konnte oder nicht mehr weiß, wo man sich eigentlich gerade befindet. Wenn dieser Fall eintritt, funktioniert auch das Anvisieren nicht mehr. Hier muss dringend nachgebessert werden, wenn das Spiel keinen reinen Technikfrust hervorrufen soll. Fazit Stranger of Paradise entpuppt sich vielleicht noch als eine Art Remake, aber selbst wenn nicht, ich glaube es kann als eigenständiges Spiel gut funktionieren. Für Final Fantasy Fans könnte es eine echte Herausforderung werden, obwohl wir von einigen Spielen des Franchise bereits harte Trophäen-Aufgaben gewohnt sind. Die Trophäen werden deswegen darüber entscheiden, wie hart es uns dann wirklich trifft. Das Spiel ist extrem flott, fordernd und kann dementsprechend zu einer sehr befriedigenden Erfahrung werden, wenn sie das jetzt richtig angehen und die genannten Problemstellungen noch anpassen. Die reifere Atmosphäre ist erfrischend und gibt dem ganzen Franchise einen anderen Anstrich, der es in eine interessante Perspektive rücken könnte, wie es zuletzt bereits das Final Fantasy VII Remake schon getan hat. Leider bin ich auch überzeugt, dass nicht jeder Final Fantasy Fan hier richtig sein wird, ob nun wegen der Atmosphäre oder dem diesem neu-erschlossenen Genre vorbehaltenem hohen Schwierigkeitsgrad. Jetzt bin ich persönlich schon sehr gespannt, wo uns das Spiel hinführt, denn wo der Trailer hier kaum etwas erahnen lies, hat mir die Demo ein beachtliches Potential aufgezeigt. Habt ihr die Demo ausprobiert? Wenn nicht schaut doch mal rein!
  21. Ein neues A Plague Spiel wurde soeben vorgestellt, erscheinen soll es 2022
  22. HellKaiser

    Soulstice

    Fantasy-Action-Rollenspiel Soulstice angekündigt Der Publisher Modus Games und der Entwickler Reply Game Studios kündigten gemeinsam das Fantasy-Action-Rollenspiel Soulstice an. Erscheinen soll das Spiel im kommenden Jahr für die PlayStation 5, Xbox Series und für den PC via Steam. Zur Handlung heißt es: Spielern folgen der Geschichte von Briar und Lute, zwei Schwestern die als Chimera wiedergeboren wurden. Diese Verwandlung bescherte Briar zwar übermenschliche Kräfte und Wiederstandfähigkeit, jedoch zum Preis des Lebens ihrer Schwester Lute, die geopfert wurde, um ihre Seele mit der ihrer Schwester zu verbinden. Sie nahm die Form eines Geistes an, der über mystische Kräfte verfügt. Beie Schwestern werden auf eine Mission geschickt, um eine von den Wraiths verwüstete Stadt zurückzuerobern. Im Laufe des Spiels werden Briar und Lute die Wahrheit über sich selbst und ihre Kräfte entdecken. Dabei müssen sie jedoch zusammenarbeiten, um ihrem unlösbaren Band treu zu bleiben Euch erwartet in diesem Spiele eine düstere Welt voller Geheimnisse und ein abwechslungsreiches Kampfsystem. In den Kämpfen können Spieler auf die Fähigkeit beider Schwestern zurückgreifen. Briar beherrscht Nahkampfangriffe und Kombos, während Lute das Schlachtfeld mit ihren jenseitigen Fähigkeiten kontrolliert. Ihre Stärken können auch kombiniert werden. Während einer Kombo ist es zudem Möglich, die Waffe zu wechseln, um den Gegnern mehr Schaden zuzufügen. Ankündigungstrailer
  23. BLUBb007

    Blacktail

    Entwickler und Publisher The Parasight hat Blacktail offiziell vorgestellt, ein First-Person-Action-Abenteuer. Man spielt als Yaga, ein 16-jähriges Mädchen, die aus ihrer Siedlung im slawischen Mittelalter verbannt wird, da man ihr Hexerei vorwirft. In der düsteren Geschichte bringt man mit dem Bogen böse Geister zur Strecke, stellt Materialien her und entdeckt versteckte Schätze. Dabei folgt man einer mysteriösen Stimme und entdeckt die eigene Vergangenheit. Angekündigt wurde das Spiel unter anderem für die PS5, es gibt jedoch noch kein Erscheinungsdatum.
  24. carosch_

    Lies of P

    Lies of P Ein dunkles Märchen neu erzählt Lies of P ist ein Souls-like Action-RPG, welches das zeitlose Märchen von Pinocchio mit düsterer und eindrucksvoller Grafik neu interpretiert und wartet auf mit einer fesselnden Geschichte, einem tiefgründigem Kampfsystem und einer eleganten Welt voller Spannung. Es spielt in der gefallenen Stadt Krat, welche von der Belle Époque in Europa (spätes 19. bis frühes 20. Jahrhundert) inspiriert wurde und ist der Inbegriff einer verfallenen Stadt, die ihres Wohlstandes beraubt wurde. Die gesamte Menschheit ist in dieser einst schönen Stadt verloren - Krat ist zu einer lebenden Hölle voller unaussprechlicher Schrecken geworden. Ein Mensch werden - erlebt eine unerbittliche Reise Aufgewacht in einem verlassenen Bahnhof in Krat, einer Stadt, die von Wahnsinn und Blutrausch überwältigt wurde, sieht man vor sich einen einzelnen Zettel, auf dem Folgendes steht: "Finde Mr. Geppetto. Er ist hier in der Stadt." Man spielt als Pinocchio, ein Puppen-Mechanoid, und kämpft sich durch alles, was sich einem in den Weg stellt, um die geheimnisvolle Person zu finden und man kämpft darum ein Mensch zu werden. Man sollte sich allerdings keine Hilfe erwarten und nicht den Fehler machen jemanden zu vertrauen. Lügen haben ... Auswirkungen Die Quests in dem Spiel werden prozedural generiert, die sich an dem Geschehen und den getroffenen Entscheidungen, ob man lügt oder doch die Wahrheit preis gibt, orientieren. Man beeinflusst somit mit den Entscheidungen wie die Geschichte endet (mehrere Enden sind möglich). Wenn man darauf hofft, ein Mensch zu werden, so muss man andere immer anlügen. Waffen-Bau- und Spezialfähigkeiten-System Man kann im Spiel Waffen auf vielfältige Weise kombinieren, um dadurch etwas völlig Neues zu erschaffen. Um die besten Kombinationen zu finden und etwas wirklich Besonderes zu schaffen, muss man forschen. Da es sich bei Pinocchio um eine Puppe handelt, kann man Teile seines Körpers verändern. Dies ermöglicht das Erlangen von neuen Fähigkeiten und auch (hoffentlich) dem Gewinn von Vorteilen im Kampf. Jedoch sind nicht alle Verbesserungen für den Kampf gedacht - sie können auch einige andere einzigartige und nützliche Funktionen bieten. Lies of P wird für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erscheinen. Ein Release-Termin ist noch nicht bekannt; das Spiel wird vermutlich frühestens 2022 veröffentlicht werden (Entwickler: Round8 Studio und Publisher: NeoWiz).
  25. Spieletest - Returnal Details Platform: PS5 | Developer: Housemarque | Publisher: Sony Interactive Entertainment Genre: Roguelike X-Crawler / Third-Person Shooter / Bullet-Hell / Scyfy Hätte ich es nicht selbst gespielt, könnte ich es nicht glauben: Ein Roguelike-Dungeon-Crawler im High-Quality AAA-Gewand, aufwändig produziert und packend erzählt. Kann das eigentlich gehen, wo das Genre selbst einen regelrechten Gegensatz zu diesen Aspekten darstellt? Diese Frage habe ich mir gestellt. Indie-Genre erobert Triple-A Gefilde Wer jetzt gar nicht weiß, was ein Roguelike oder ein Crawler ist, der steht damit vermutlich gar nicht so alleine, denn lange Zeit wurde diese Art von Videospiel in diverse Nischen verbannt. Pokemon Mystery Dungeon ist sicher im Westen noch der bekannteste Vertreter der Spiele, in denen man eine Höhle oder einen Turm untersucht, deren Stockwerke sich bei jedem Betreten zufällig neu generieren, während man fleißig einfach nur sammelt was das Zeug hält, immer die Gefahr im Hinterkopf, bei einer Niederlage alles zu verlieren was man bisher geschafft hat. Das erscheint ungeeignet für den Massenmarkt, oder nicht? Nischen-Titel, Indies und besonders oft japanische Games, die teilweise nicht mal im Westen lokalisiert werden, hier findet man des öfteren einen Roguelike Irgendwas-Crawler. Und ich liebe jedes Einzelne (das ich spielen durfte). Doch ihre größte Stärke ist gleichzeitig auch ihre größte Schwäche - Schwierigkeit und Storytelling sind hier empfindliche Themen, wie kann das also für den Triple-A Markt funktionieren? Das hat Returnal mir schon in den ersten 30 Minuten gezeigt. Die Antwort ist: Es funktioniert fantastisch! Worum geht’s? In Returnal schlüpfen wir in die Rolle der Selene, eine Astronautin, deren Ein-Personen-Schiff Helios auf dem Planeten Atropos bruch-landet. Die einleitende Sequenz ist kurz, knackig und wirft einen unmittelbar ins Geschehen. Für mich war die Spannung sofort da, und riss auch von diesem Punkt an für Stunden nicht ab. Ein Crawler, in diesem Fall scheinbar ein “Planet-Crawler”?, wird selten durch Storysequenzen erzählt, das gibt das Genre meistens nicht her. Returnal löst diesen Umstand durch die Audioaufzeichnungen und Raumanzugscans, welche sich Nahtlos in das Gameplay einfügen. Und was hören wir? Selenes Stimme, denn die Aufzeichnungen sind ihre eigenen. Bereits in den ersten drei Spielminuten finden wir unsere eigene Leiche und erkennen, dass hier etwas Ähnliches wie ein Zeitschleife-Problem vorliegen muss. Kurz darauf sterben wir dann im Rahmen des Tutorials, um zu erkennen - wir kommen stets wieder zurück zum Helios - und der Planet vor uns hat sich bereits komplett verändert. Soweit zu den Rahmenbedingungen. Returnal lockt dabei mit regelrecht Sucht-erzeugenden Methoden - Die ersten paar Audiologs sind noch gescripted, ab da beginnt das Suchen und Erfreuen bei jedem Fund, aber auch der Nervenkitzel: Mehrfach kam es vor, dass der Fund eines Raumanzugs, einer Selene vor mir, mit der Begegnung eines Monsters einherging, meine Chance hier einen unbekannten Mitstreiter (die PSN-ID der Person wird angezeigt) zu rächen. Auch schon in den ersten Räumen nach dem Start kann das tödliche Folgen haben. Denn da der Aufbau des Planeten sich stets ändert, ist es Zufall wann man welche Waffen findet, oder andere Hilfsmittel für den Weg, Heilung oder Boosts. Jede Glyphe die man findet, jeder Schlüssel, jeder Fetzen Geschichte, Waffen, die man auch permanent leveln kann, alles ist zuerst eine richtige Belohnung. Jeder Raum, den man bewältigt, macht glücklich und Lust auf den nächsten. Selbst wenn man stirbt, und quasi bei “null” wieder anfangen muss, reisst das noch sehr lange nicht ab. Denn hier liegt ein für viele Spieler kritischer Faktor: Es gibt eine kleine Reihe von permanenten Erfolgen, wie gesammelten Übersetzungen und Siege über die Bosse. Doch alles andere, Fortschritt beim Aufdecken der Map, der Weg generell, die Waffen - Gehen wir Game Over, ist das alles weg. Erneut zum Boss laufen, nach einer Niederlage? Nicht möglich, Der Weg dorthin muss neu erkundet werden, allerdings findet man nicht nur seine Routinen, nach den Siegen über Bosse kann man selbstverständlich ihre Bereiche außer Acht lassen, und zu dem Gebiet laufen, dass man gerade untersuchen möchte, denn der Planet Atropos ist in insgesamt sechs Biome unterteilt, die hier zum Glück auch Abwechslung im Zeitschleifen-Alltag bieten. Dazu trägt natürlich auch die atemberaubende Grafik und der fantastische Sound bei und zu einem guten Teil auch das haptische Feedback des Controllers. Der Controller wird nicht so ausgeklügelt genutzt wie man es in Astro’s Playroom kennengelernt hat, doch das Feedback fügt sich angenehm ein und man fühlt sich damit direkt wie zuhause. Beim Erlernen des Gunplay, denn Returnal ist auch ein Third-Person-Shooter mit Bullet-Hell-Charakter, ist die Vibration des Controllers eine fantastische neue Stütze, die den Fokus von optischen Hilfen beim Nachladen oder Zielen auf die gefühlte Wahrnehmung verlagert und einem so die Chance gibt, die Augen auf etwas anderes zu konzentrieren und noch besser einzutauchen. Der Sound ist für 3D-fähige Geräte geeignet, so dass man ihn unbedingt mit passendem Headset genießen sollte, und trägt das Eintauchen noch weit deutlicher: Feinde sind gut zu hören und die atmosphärische, manchmal “gruselige” Musik feedbackt auch ein bisschen die Gefahren, das Kampfende und ähnliches, bleibt dabei aber unaufdringlich. Für mich ist Returnal hier ein klasse Gesamtpaket, das abliefert, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Stolpersteine auf dem richtigen Weg Das klingt alles zu fantastisch um wahr zu sein, oder? Stimmt auch, denn möglicherweise haben sich die Entwickler ein bisschen zu entschlossen ihrer Prämisse verschrieben, eine echte Herausforderung zu bieten. Denn in Returnal gibt es keine richtige Speicherfunktion. Leider kann ich nicht während meines besten Returnal-Runs speichern, um fürs Abendessen einzukaufen. Neende ich das Spiel, lande ich in einem neuen Zyklus, mit neuem Planeten-Aufbau, beim Helios-Schiff. Dabei sind alt-bekannte Methoden wie “Bookmarks” in anderen Genre-Vertreten nicht unüblich. Nun kann man natürlich, wie zu Spielstart im Menü vorgeschlagen, die Ruhemodusfunktion für diese Zwecke missbrauchen, jedoch wurden bereits so einige Spieler böse überrascht, die aus dem Ruhemodus starteten, nur um festzustellen, dass ein Patch oder Software-Update von Konsole oder Returnal selbst, das Spiel beendet hat. Abgesehen davon, dass die Konsole in der Zwischenzeit nicht für ein anderes Spiel oder einen anderen Nutzer zur Verfügung steht. Ob es das wert ist, nur um ein “knackiges, herausforderndes” Spiel zu liefern? Da sag ich ganz klar nein. Trophäen-Check Die Trophäen von Returnal sind umfassend und decken alles ab, was man von einem Spiel gesehen haben möchte (und möglicherweise auch nicht möchte). Dabei werden die Story-Basics wie Akte und Bosse je mit einer Trophäe belohnt, genauso wie das Aufwerten einer Waffe oder das vollständige Erkunden der Lore, indem man alle Collectibles findet und entziffert. Während das alles sehr gerade aus klingt, macht das Roguelike-Genre den Erfolg hier jedoch knackiger, als man es von dem durchschnittlichen Triple-A Spiel heutzutage gewohnt ist. Jederzeit kann einem ein Teil des Fortschritts verloren gehen. Zwar kann man ganze Gebiete skippen, sofern man den Boss besiegt hat, jedoch muss man sich erneut den Weg zu den Gebieten freikämpfen, die man erkunden möchte. Viele Wiederholungen und manchmal frustriert beendete Sessions sind für diejenigen vorprogrammiert, denen das Genre noch neu ist, oder Erfolge für ihre Motivation zwingend brauchen. Durchhaltevermögen ist das Schlüsselwort, genauso wie Zeit, denn Returnal ist nicht mal eben für ‘ne halbe Stunden spielbar. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels selbst spiegelt sich somit stärker in den Trophäen wieder, als wir es sonst kennen, und steigt von Akt zu Akt und von Boss zu Boss merkbar an. Einen weiteren Faktor bergen die Bugs, von denen das Spiel nicht ganz frei ist: Trophäen sind nur erspielbar, solange eine Internetverbindung besteht. Doch durchhalten lohnt sich, diese Platin wird sich nicht jeder in die virtuelle Vitrine stellen. Fazit Returnal hat seine Fehler, aber die haben auch meine liebsten Spiele. Allein der Mut, dieses Genre zu wählen, muss eigentlich schon wertgeschätzt werden, doch Returnal hat Almosen gar nicht nötig. Das eingängige Gunplay macht ab der ersten Sekunde einfach Spaß und die spannende Erzählung ist für eine gute Strecke eine treibende Kraft, genauso wie der Drang neue faszinierende Ecken zu entdecken. Allein deswegen, finde ich es nicht weiter schlimm, meine Spiel-Sessions einfach mal dem Spiel gebührend lang zu planen, damit ich den Ruhemodus möglichst vermeiden kann. Zwar muss man sich für Returnal mehr als nur eine halbe Stunde am Abend Zeit nehmen, aber das zahlt sich nicht nur aus. Vielleicht ist es auch etwas Gutes, nicht immer auf den schnellen Kick und den leichten Erfolg zu setzen, und uns Spielern mal wieder etwas zu geben, das Durchhaltevermögen nicht nur fordert sondern fördert. (Aber vielleicht denken die Entwickler ja dennoch nochmal über eine Alternative zum Ruhemodus nach, just saying...) Die Stolpersteine sind leider nicht zu ignorieren, jedoch betreffen sie für mich nicht das Spiel selbst, sondern eher die Organisation meiner Sessions, deswegen machen Returnals Vorzüge das quasi wieder gut. Deswegen: Für mich ist Returnal eine unerwartete Überraschung, die mich so schnell nicht loslassen wird, und hoffentlich dem ein oder anderen auch das Genre generell etwas näher bringen kann. 8 / 10
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