glupi74 Geschrieben 15. September Autor Geschrieben 15. September Sony gibt nicht nur, Sony nimmt auch. Folgende Spiele werden am 20.10.2026 aus den Spielekatalogen entfernt. Silent Hill 2 Yakuza: Like a Dragon Gloomhaven – Mercenaries Edition Jurassic World Evolution 2 Rogue Lords Lake Death Squared Lake kann ich jedem empfehlen, der es noch nicht gespielt hat. Ansonsten ist nichts dabei, dass ich noch spielen wollte. 1 1 Zitieren
Letsplayandy1990 Geschrieben 15. September Geschrieben 15. September Also das einzige Spiel was ich durchgespielt habe ist Yakuza: Like a Dragon. 1 Zitieren
stiller Geschrieben 15. September Geschrieben 15. September vor 2 Stunden schrieb glupi74: Sony gibt nicht nur, Sony nimmt auch. Folgende Spiele werden am 20.10.2026 aus den Spielekatalogen entfernt. Silent Hill 2 Yakuza: Like a Dragon Gloomhaven – Mercenaries Edition Jurassic World Evolution 2 Rogue Lords Lake Death Squared Lake kann ich jedem empfehlen, der es noch nicht gespielt hat. Ansonsten ist nichts dabei, dass ich noch spielen wollte. Also für Lake geht definitiv auch von mir eine Empfehlung raus: Ein schönes, kleines, entschleunigendes Spiel, das man ruhig (auch doppelt) mitnehmen kann Gloomhaven hätte ich mega gern gespielt, aber vielleicht findet sich dann nach einem Sale auch mal eine entspannte 4er Gruppe (*hint@da_emtyhint* ) und Silent Hill 2 gönn ich mir dann mal auf Disc und spiel das irgendwann in Ruhe durch Aber waren Yakuza: Like a Dragon und Jurassic World Evolution 2 auch mal im regulären Plus? Irgendwie steht da, dass ich die in der Bibliothek hätte? Fazit: Relativ starke Abgänge und es kann gut sein, dass ich in der Restzeit noch Death Squared als coolen Puzzler zwischendurch mit einschiebe 1 Zitieren
tadini Geschrieben 15. September Geschrieben 15. September Ich hatte schon völlig vergessen, dass Gloomhaven im Extra war/ist. 😅 Meine Spielzeit für die 100% sagt 184 Stunden für das Spiel, definitiv also kein Snack für zwischendurch. Die ersten 100 Stunden hat es auch viel Spaß gemacht, danach zog es sich doch ziemlich. 😮💨 Ist von der Schwierigkeit her auch nicht immer ganz einfach, wenn man aber strategisches Denken und Brettspiel Umsetzungen mag, sicherlich einen Blick wert. Lake ist natürlich ein herrlich entspanntes Spiel. Da geh ich voll mit den Empfehlungen mit. Yakuza und Jurassic World müssten bei mir auch als Disk vorhanden sein. 😅 Diesen Abgängen kann ich also ganz gechillt entgegen sehen. 😊 1 Zitieren
glupi74 Geschrieben vor 7 Stunden Autor Geschrieben vor 7 Stunden (bearbeitet) +++Update 33: Persona - Austrian Alps Edition+++ Nach einer für meine Verhältnisse sehr kurzen Pause melde ich mich mit einem weiteren Bericht zu einem Spiel aus dem Spielekatalog, und wie bei Vampire Survivors handelt es sich um einen Neuzugang, diesmal aus dem September-Update. Ich spreche von der kleinen Indie-Perle Dungeons of Hinterberg vom österreichischen Entwicklerstudio Microbird. Zuvor aber noch ein kurzer Blick auf andere Spiele, die ich seit dem letzten Update gespielt habe. Die Liste ist diesmal deutlich kürzer, weil ich neben ein bisschen Borderlands 4 nur das rundenbasierte Taktikspiel (TBTG) Showgunners gespielt und abgeschlossen habe. Das Spiel wurde von Artificer, einem Studio das von ehemaligen Mitarbeitern von CreativeForge gegründet wurde, entwickelt. Das ist insofern von Relevanz, weil CreativeForge für das sehr interessante Phantom Doctrine, ebenfalls ein TBTG, verantwortlich waren. Nach Phoenix Point, das ich leider noch immer nicht abgeschlossen habe, ist das mein erstes TBTG seit fast zwei Jahren. Das Spiel ist in einer dystopischen Cyberpunk-Zukunft angesiedelt. Ein mächtiger Techkonzern veranstaltet seit Jahren eine Fernsehshow, Homicidal All-Stars, in der Freiwillige sich gegen sogenannte Verteidiger in eine Schlacht um Leben und Tod werfen, mit dem Zeil, bis ans Ende der Show zu gelangen und dort den Endboss für Ruhm und Reichtum zu besiegen. Das Besondere dabei: die Verteidiger sind allesamt Verbrecher, die durch Teilnahme an der Show der Todesstrafe entgehen können. Wir spielen Scarlett, eine Kopfgeldjägerin, die sich freiwillig für die Show gemeldet hat. Recht bald erfahren wir aber, dass ihr Geld und Ruhm egal sind, ihr geht es um Rache. Der Endboss der Show, Ulysses Derrick, hat nämlich ihre Familie, Ehemann und zwei Kinder, ermordet und wurde kurz nach seiner Verhaftung vom Spielleiter, Orion Ford, für Homicidal All-Stars rekrutiert, wo er seither als Star gefeiert wird. Scarlett will daher beide, Ulysses und Orion tot sehen und ist fest entschlossen, sich bis zum Ende der Show, die über 10 Tage (= 10 verschiedene Maps) läuft, durchzukämpfen, um zuerst Ulysses und dann bei der Preisübergabe auch Orion zu erledigen. Auf den einzelnen Maps kann sich Scarlett in der Top-down-Ansicht frei bewegen, bis sie entweder in einen Hinterhalt gerät oder eine Arena betritt. Beim freien Erkunden muss Scarlett Umgebungsrätsel lösen oder kann mit Fans agieren, die Autogramme von ihr wollen. Je nach Antwort, die man wählt, wird Scarlett unterschiedlich wahrgenommen und bekommt dann auch unterschiedliche Sponsorangebote, die unterschiedliche Boni freischalten. Die Kombination von Erkunden und rundenbasierten Kämpfen hat schon bei Mutant: Year Zero oder Miasma Chronicles gut funktioniert. Das Wichtigste sind aber die rundenbasierten Kämpfe. Seit XCOM macht es fast jeder gleich und auch bei Showgunners sind es die üblichen Mechaniken. Jede Spielfigur hat 2 Züge, die man für verschiedene Aktionen verwenden kann. Bewegen, Nachladen, Schießen, Nahkampf oder Spezialfähigkeiten, den Zug immer in Deckung beenden. Auch wenn es so klingt, als wäre es nur more of the same, hat es wieder sehr viel Spaß gemacht. Es sind vor allem die Spezialfähigkeiten, die zum Experimentieren einladen. Richtig kombiniert, können sie aus Scarlett und ihren Mitstreitern, die sich ihr im Laufe des Spiels anschließen, unaufhaltsame Killer machen. So kann man zunächst zwei, später dann drei und gegen Ende 6 Spieler auf das Schlachtfeld werfen. Cool war auch die Einbindung des DLCs, der vor dem großen Showdown freigeschaltet wurde. Da konnte man sich in drei Labors jeweils eine einzigartige Waffe holen, vorausgesetzt, man kam an den Verteidigern vorbei. So war dann der letzte Kampf gegen Herrn Ford relativ leicht. Generell war das Spiel auch auf hard nicht wirklich schwer, weil man für Platin keinen Run im Ironmanmodus absolvieren musste. So konnte man im Notfall immer einen älteren Save laden. Nach 28h war alles erledigt und ich glücklich, endlich wieder ein tolles TBTG gespielt zu haben. Grias eich, Slayers! So, jetzt reisen wir aber nach Hinterberg. Das 2024 zunächst auf Steam veröffentlichte Action-RPG (auf die PS5 kam es ein Jahr später) kam bei Spielern und Kritikern sehr gut an. Die Auswahl an Videospielen von österreichischen Entwicklern ist nicht besonders groß, und Spiele, die in Österreich spielen, sind noch seltener. Daher wurde ich bei der Ankündigung neugierig und das Spiel kam auf meine Wunschliste. Dort schlummerte der Titel aber so vor sich hin, bis er im September für den Spielekatalog angekündigt wurde. Das war vor etwas mehr als einer Woche, inzwischen bin ich auch schon wieder zurück aus meinem Urlaub im idyllischen Hinterberg, das von Hallstatt, zumindest was seine Lage am See betrifft, inspiriert wurde. Eine zweite Gemeinsamkeit haben das reale Hallstatt und das fiktive Hinterberg, beide Orte werden von Touristen überrannt. Auch wenn Hinterberg schon zur Kaiserzeit ein beliebtes Ausflugsziel war, kam der große Boom erst mit dem Auftauchen der magischen Dungeons, die vor drei Jahren praktisch aus dem Nichts auftauchten und seither Abenteurer und Touristen wie ein Magnet anziehen. Dieser Aspekt hat mich etwas überrascht, da ich auf Basis der Info, die ich vom Spiel hatte, annahm, dass die Dungeons erst durch meinen Chara entdeckt wurden. Tatsächlich ist inzwischen der ganze Tourismus in Hinterberg auf das Besiegen von Monstern und das Abschließen von Dungeons ausgelegt. Es gibt ein eigenes Geschäft für Ausrüstung und sogar eine Schmiedin, die Verzauberungen anbietet. Jaja, tüchtige Geschäftsleute waren's scho immer, die Salzburger (ich tippe auf das Bundesland Salzburg, weil Wien angeblich nur 3h mit dem Zug von Hinterberg entfernt ist). Alles für die Gäste! Jeder Neuankömmling in Hinterberg bekommt sogar ein Stempelbuch, in dem er die abgeschlossenen Dungeons abstempeln kann. Im Laufe des Spiels erfahre ich, das Hinterberg nicht der einzige Ort mit Dungeons ist, sondern sich die Ehre mit anderen Orten wie z.B. Venedig und einem Ort in England (die Hastings Five gelten als eine der schwersten Dungeons weltweit) teilt. Wir spielen Luisa Dorfer, eine junge angehende Anwältin aus Wien, die sich von ihrem Urlaub in Hinterberg eine willkommene Abwechslung zu ihrem trüben Arbeitsalltag in der Kanzlei erhofft, und dabei auch ein paar Dungeons abschließen will. Sie hat in Wien extra einen Schwertkampfkurs besucht, um für die Herausforderungen in den Dungeons gerüstet zu sein. Bei ihrer Anreise weckt Luisa Kindheitserinnerungen in mir, als sie sich mit Freude an ihre Kindheit und die Familienschiurlaube zurückerinnerte. Das waren noch Zeiten, Flachau, Schladming oder Val di Fiemme! Sie selbst war offensichtlich mit ihren Eltern in ihren jungen Jahren in Hinterberg auf Schiurlaub. In Hinterberg angekommen, wird Luisa von einem ehemaligen Bergsteiger und Fernsehstar, der durch eine Sendung über die Berge bekannt geworden ist und einen extrem tollen Vornamen hat, begrüßt. Das ist mal ein toller Empfang! Der ehemalige Promibergsteiger ist jetzt Leiter des hiesigen Tourismusbüros und dafür zuständig, mit den Rookies den Übungsdungeon zu machen. Die Gespräche sind übrigens nicht vertont, wir unterhalten uns in Sprechblasen. Luisa begibt sich also mit Klaus auf den Kaiserin-Sissi-Steg und bekämpft die ersten Monster. Was mir gleich auffällt, die Monster erinnern stark an diverse Perchtenmasken, die an Fabelwesen aus den Alpen erinnern. Tatsächlich haben sich die Entwickler von lokalen Sagen und Mythen inspirieren lassen (Irrlichter, Kornmandln, Pitzln, Perchten, Buschweibchen usw.), die teilweise auch noch heute ihren Platz in der Gesellschaft haben, wie z.B. der Krampus. Mi reißt's imma no Luisa meistert die ersten Kobolde mit Bravour und so darf sie den Übungs-Dungeon betreten. Klaus lässt ihr den Vortritt und nach kurzem Zögern tritt Luisa durch das Portal. Der Dungeon ist eine verzerrte Version der Umgebung, durch die Luisa vorher gewandert ist. Nach kurzer Zeit stößt auch Klaus hinzu, allerdings ist er auf einer steilen Anhöhe und kann nicht zu Luisa. Er gibt ihr aber Anweisungen, wie sie sich mit ihrem Schwert durch den Dungeon kämpfen muss. Das Kampfsystem soll and Zelda Breath of the Wild angelehnt sein, jedenfalls gibt es einen normalen und einen schweren Angriff, die man auch zu einer kleinen Kombo kombinieren kann. Dazu kann man ausweichen, was aber Ausdauer kostet. Ohne Upgrades reicht die Leiste gerade für zweimal Ausweichen. Durch diverse Upgrades kann das aber gesteigert werden. Nachdem Luisa die Mechaniken der Dungeons gelernt hat, kommt sie kurze Zeit später zum ersten Boss, einem niederen Krampus. Der ist nicht der Rede wert, aber danach fängt die Erde zu beben an, etwas, das auch Klaus, der am Ausgang wartet, so nicht erwartet hat. Im letzten Abdruck schafft es Luisa gerade noch zum Stempel (ohne Stempel im Buch kommt man nicht aus dem Dungeon raus) und flüchtet mit Klaus durch das Portal, das hinter ihnen zusammenbricht. Na bumm! Am nächsten Morgen wird Luisa von Theresa, ihrer Zimmervermieterin geweckt. Luisa hat keine Ahnung, wie sie zurück in ihr Zimmer gekommen ist und zittert immer noch am ganzen Körper. Geschockt von den Ereignissen im Übungsdungeon will sie ihre Koffer packen und Hinterberg so schnell wie möglich verlassen. Wie sich herausstellt, war das Erdbeben auch in ganz Hinterberg und den umliegenden Regionen zu spüren. Am Frühstückstisch trifft Luisa Iris, die schon länger in Hinterberg auf Urlaub ist. Die zwei kommen ins Gespräch und Iris erzählt ihr über die Möglichkeiten, die es in Hinterberg gibt. Neben den Dungeons kann man tagsüber auch einfach die Landschaft in den Gebieten genießen und so seine Stats steigern. Stats steigern ist ein gutes Stichwort, denn egal was Luisa den ganzen Tag so treibt, kann sie damit ihre Stats verbessern. Das gilt auch für die Aktivitäten, denen Luisa abends und später dann auch nachts nachgehen kann. Da kann sie sich mit Leuten treffen (Iris schreibt ihr netterweise die wichtigsten davon auf) und so die Beziehung zu ihnen verbessern oder auch einfach etwas allein unternehmen und ins Kino oder Spa gehen oder eine Bootsfahrt auf dem See machen. Tagsüber (durch das Abschließen von Dungeons und Entspannen auf Aussichtsplätzen) werden hauptsächlich Stats wie Treffer- oder Manapunkte und Angriffs- und Verteidigungsstärke, am Abend (durch Treffen mit Leuten oder Aktivitäten alleine) 'Social-Stats' wie Ansehen, Vertrautheit, Entspannung und Unterhaltung verbessert. Die Kampfstats sind selbsterklärend, die Social-Stats werden benötigt, um mit gewissen Leuten überhaupt reden zu können und können später auch zur Verbesserung von Kampfstats eingesetzt werden. Auch wenn das jetzt so klingt, dass man sich für gewisse Leute entscheiden muss, hat man keinen Stress, weil das Spiel kein Zeitlimit hat und man theoretisch auch 100 Tage spielen kann, bevor man den letzten Dungeon macht und das Spiel zu einem Ende bringt. Luisa lässt sich von Iris überreden, fürs Erste weiterzumachen und reist auf den Doberkogel, das einzige Gebiet, das nach dem Erdbeben aktuell zugänglich ist. Ein recht charmanter Weg, Gebiete erst nach und nach freizuschalten. Auf da Olm, do gibt's ka Sünd Der Doberkogel bietet eine herrliche Almlandschaft ... und ein Kiddie-Land mit Pappmonstern. Betreut wird es von der spanischen Studentin Marina, die jedes Jahr im Sommer irgendwo in Europa Ferienjobs macht und am Abend in Hinterberg auch noch Eis verkauft. Sie ist eine der 16 Charaktere, mit der Luisa für eine Trophäe sprechen muss. Wobei "muss" das falsche Wort ist. Die 16 Personen haben jeweils ihren ganz eigenen Zugang zu Hinterberg und den Dungeons sowie der damit verbundenen Magie. Jedes Gespräch lohnt sich (auch wenn dabei Zeit vergeht und man somit immer nur mit einer Person pro Tag abhängen kann), auch weil damit die Beziehungsstufe erhöht und Vorteile für Luisa freigeschaltet werden können. Darüber hinaus werden aktuelle Themen wie Overtourism, Freunderlwirtschaft (Nepotismus), Bürokratismus, Umweltverschmutzung durch Tourismus, Influencer oder Ausbeutung von Saisonarbeitern thematisiert. Marina schickt Luisa zum Fähigkeitenschrein, den es in jedem Gebiet gibt. Dort erhält Luisa ihre ersten Magiefähigkeiten, eine Art Bombe, die sie herbeibeschwören kann und einen magischen Haken, mit dem Luisa Gegenstände zu sich ziehen kann. Diese muss sie dann auch gleich einsetzen, um zum ersten richtigen Dungeon zu kommen. Dort erwartet Luisa eine Mischung aus Erkunden, Kämpfen und Umgebungsrätseln, für die man immer wieder mal Luisas neue Magiefähigkeiten einsetzen muss. So kann man mit der Bombe natürlich Wände wegsprengen, aber auch Schwerkraftschalter betätigen. Mit dem Haken kann man schwer erreichbare Truhen erreichen oder Rampen ausziehen. Luisa kann ihre Magiefähigkeiten auch im Kampf einsetzen, das verbraucht aber Mana. Ein Glück, dass es Mana-Schnitten gibt, um ihr Mana wieder aufzufüllen, herrlich! Die Magiefähigkeiten funktionieren aber nur in dem Gebiet, in dem sie Luisa erhalten hat. Das heißt neues Gebiet, neue Fähigkeiten - und neue Arten von Rätseln. Schnölla, weita, bessa Dabei nimmt die Schwierigkeit der Kämpfe und der Rätsel von Dungeon zu Dungeon zu. Praktischerweise wird bei jedem Dungeon die Schwierigkeit angezeigt, die man mit Luisas Angriffs- und Verteidigungsstärke vergleichen kann. Man kann sich somit immer gut orientieren, was man machen kann und wo man noch etwas leveln muss. Wobei sich Luisa jetzt nicht im klassischen Sinne mit Levelaufstieg und so weiterentwickelt, sondern einfach wie bereits erwähnt abhängig von ihren Aktivitäten einzelne Stats verbessert. Luisa wird aber nicht nur selbst immer mächtiger, sondern bekommt nach und nach die Möglichkeit, ihre Ausrüstung zu verbessern und durch weitere Magische Artefakte an Stärke zu gewinnen. Einerseits gibt es sogenannte Angriffsleiter, die im Prinzip Spezialangriffe mit Abklingzeit darstellen. Andererseits kann sie Amulette ausrüsten, die einzelne Stats verbessern oder Perks verleihen. Das ist an sich nichts Neues. Amulette brauchen Platz zum Ausrüsten, auch das kennt man. Der Clou an der Sache ist aber, dass Luisa die Amulette auch schrumpfen lassen kann. So brauchen Amulette von ursprünglich 3 bis 5 Ausrüstungsplätzen am Ende der Schrumpfung nur mehr einen, wodurch die Amulettkapazität massiv gesteigert werden kann. Das ganze ist aber nicht kostenlos, sondern benötigt diverse magische Kräuter, die Luisa während ihrer Erkundungstouren in den Gebieten oder in den Dungeons finden kann. Irgendwos hot's do Luisa kämpft sich also tagsüber durch diverse Dungeons in einem der nach und nach freigeschalteten Gebiete Doberkogel (Almenland), Hinterwald (hmm...), Kolmstein (Hochgebirge, Gletschergebiet) und Brünnelsumpf (hmm...), knüpft Abends Kontakte oder entspannt sich alleine und lernt so Hinterberg und die Menschen hier immer besser kennen. Trotz der simplen Cellshading-Grafik schauen Hinterberg und die umliegenden Gebiete toll aus und werden insbesondere während Luisas Aufenthalten bei Aussichtspunkten toll in Scene gesetzt. Spoiler Es stellt sich heraus, dass nicht alle über die rasante Entwicklung Hinterbergs, die vor allem von Bürgermeisterin Wagner vorangetrieben wird, glücklich sind. Dazu kommt, dass die Erde keine Ruhe geben will und nach 5 Tagen ein weiteres Erdbeben den idyllischen Ort in den Alpen erschüttert. Wie bereits nach dem ersten Erdbeben beschwichtigen die Behörden, dass alles unter Kontrolle ist. Ab hier gibt es Spoiler. Mit Fortdauer der Geschichte freundet sich Luisa mit einem einheimischen Teenager namens Thea an, die ihr von seltsamen Vorgängen abseits der Touristenströme berichtet, wie ein großes Abflussrohr, dass tonnenweise magischen Glibber in den See leitet. Ein paar Tage später betritt Luisa einen Dungeon im Hinterwald, der sich irgendwie anders als die anderen anfühlte, als wäre alles da drin nicht echt. Sie spricht mit Iris darüber, der Ähnliches aufgefallen ist, aber nicht allzu viel da hineininterpretieren will. Ein paar Tage und Dungeons später wird eine mysteriöse Notiz unter der Tür zu Luisas Zimmer durchgeschoben. Es ist Thea, die Luisa von einem abgesperrten Dungeon berichtet, den man nur erreichen kann, wenn man eine Schulbuslinie nimmt. Der Eingang zum Dungeon ist mit auffällig vielen Verbots- und Warnschildern zugepflastert, der Dungeon selbst jetzt aber nicht übermäßig schwer und Luisa kann ihn problemlos abschließen (sie spielt ja auch auf leicht, hust, hust). Am Ausgang wird sie aber von Bürgermeisterin Wagner mit ein paar Kieberern (Polizisten) im Schlepptau empfangen, die Luisa wegen unbefugten Betretens verhaften lassen will. Luisa kann sich mit ihrem Rechtswissen herausreden und fragt sich dann, warum die Bürgermeisterin so ein Problem mit diesem Dungeon hat. Tja, extra für @Pittoresque hier die Auflösung im Spoiler: Spoiler Nach ein paar weiteren Gesprächen und einem Besuch im frisch geöffneten Ortsmuseum stellt sich heraus, dass die Dungeons nicht das erste Mal in Hinterberg aufgetaucht sind. Schon einmal, vor mehreren Hundert Jahren, tauchten aus dem nichts 25 Dungeons auf. Erst nachdem ein tapferer Bauer alle 25 Dungeons abgeschlossen hatte, verschwanden diese und die aufgetretenen magischen Anomalien. Das weiß auch Bürgermeisterin Wagner, weshalb sie einen Fake-Dungeon (den, der Luisa und Iris so komisch vorgekommen ist) errichten und den realen 25. Dungeon verstecken ließ, um zu verhindern, dass alle 25 Dungeons abgeschlossen werden können und die größte Einnahmequelle des Ortes versiegt. Als Luisa die Wahrheit hinter dem versteckten Dungeon herausfindet, ist sie fest entschlossen, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Ihr Vorhaben stößt zunächst abgesehen von Thea, Klaus und der hiesigen Schmiedin auf wenig Gegenliebe, auch weil viele Arbeitsplätze von den Dungeons abhängen oder andere einfach gerne in den Dungeons Monster jagen. Als dann aber nach einem weiteren Erdbeben Tentakel aus dem Boden wachsen und Monster durch die Straßen von Hinterberg ziehen, kippt die Stimmung schnell und immer mehr Leute fordern ein Ende der Magie, Demonstrationen vor dem Rathaus inklusive. Die Bürgermeisterin will weiter beschwichtigen, als das nichts hilft, wird sie immer störrischer und droht allen Freunden von Luisa mit Konsequenzen. Interessant dabei ist, dass die Magie in den einzelnen Gebieten Luisa indirekt unterstützt, indem sie durch die Erdbeben zerstörte Stege und Brücken durch Tentakel ersetzt und so Luisa Zugang zu den letzten Dungeons verschafft. Als würde die Magie wollen, dass das alles beendet wird. Höd von Hinterberg Luisa klemmt sich also dahinter und hat bald nur mehr einen Dungeon übrig. Die Bürgermeisterin versucht noch einmal, Luisa mit einem lukrativen Jobangebot von ihrem Vorhaben abzubringen (sie hätte ihr einfach den Posten des Tourismuschefs, den bisher Klaus innehatte, angeboten, Frechheit!), scheitert aber. Luisa macht dann aber mal einige Tage nichts, weil ich nämlich noch fehlende Sammelsachen in einigen bereits abgeschlossenen Dungeons nachholen und ein paar andere Dinge für Platin grinden musste. Nachdem ich alle Gedenkmünzen und genügend Monsterteile gefunden, sowie eine Million Hinterbons (die englische Bezeichnung 'Hinterbucks gefällt mir fast noch besser), der lokalen Währung für das Einkaufen in den einzelnen Ausrüstungsshops, angehäuft hatte, ging es in den letzten Dungeon. Die Aufräumarbeiten davor waren notwendig, weil ... siehe Spoiler. Nach Abschluss des letzten Dungeons kam es dann noch zum erwarteten Showdown mit Wagner, die die Magie nicht nur wegen der Dungeons sondern auch zu ihrem eigenen Nutzen einsetzen wollte. Was soll ich sagen, gegen eine Anwältin und eine gute Kämpferin kommt dann aber nicht mal eine österreichische Ortskaiserin an und Luisa verwandelt Hinterberg wieder in den idyllischen Ort in den österreichischen Alpen, den Luisa vom Schiurlaub mit ihren Eltern kannte. Am Ende verabschiedet sich Luisa von ihren neuen Freunden und fährt gemeinsam mit Iris mit dem Zug zurück nach Wien. Was können die Trophäen? Die Trophäen sind allesamt straight forward, sowohl von den Bedingungen als auch den Namen her. Hier wurde meiner Meinung nach ein bisschen Potenzial verschenkt, weil sich da ein paar Trophäen-Namen mit Bezug zu den Alpen oder der Mythologie angeboten hätten. Verpassbar ist im Prinzip nur die Trophäe für das Sammeln aller 25 Gedenkmünzen, weil es eine im Übungsdungeon gibt und man in den nicht mehr zurückkann. Technisch sind auch fast alle anderen Trophäen verpassbar, weil das Spiel nach Abschluss des letzten Dungeons endet und man keine weiteren Sammelitems aufheben oder Beziehungen zu Personen weiter verbessern kann. Ein Save vor dem letzten Dungeon kann das aber verhindern. Andererseits gibt es auch die Möglichkeit des New Game+, in dem man im Ernstfall noch fehlende Items aufheben und Beziehungen verbessern kann. Besser ist es aber, vor dem letzten Dungeon alles abzuschließen, das man abschließen kann. In der PS-Version ist auch der DLC enthalten, der bei der Steam-Version erst später nachgereicht wurde. Die damit verbundenen Trophäen zählen dementsprechend auch zur Platin. Ein bisschen Mühsam ist die Trophäe für eine Million Hinterbons, weil man diese tatsächlich gleichzeitig haben muss, es wird hier nicht die Summe aller bisher verdienten sondern nur der aktuelle Stand herangezogen. Auch der Abschluss der Monster-Club-Quest, für den man über 2000 Monsterteile bei den vier Kumpanen, die in jedem Gebiet am Anfang warten, abgeben muss, ist mit etwas Grind verbunden. Monsterteile kann man aber beim Endboss des Hinterwalds schön grinden, weil diese (es ist eine Dame) unendlich Gegner spawnt, wenn man sie nicht all ihrer 4 Schmetterlingsflügel beraubt. Das erwähnte Aufräumen vor dem letzten Dungeon hat mich etwa 3 bis vier Stunden gekostet, vor allem weil ich 7 Dungeons nochmals für die Gedenkmünzen machen musste. Es gibt keine Trophäe für die Schwierigkeit, meine Eindrücke basieren daher auf der Schwierigkeit leicht. Fazit: Meine Erwartungen waren recht hoch, da die Kritiken durchwegs positiv waren und Dungeons of Hinterberg hat auch geliefert. Luisa ist ein sehr sympathischer und tiefgründiger Charakter, auch die Leute, mit denen sie interagieren und Beziehungen aufbauen kann, haben alle ihre eigene Geschichte und Beweggründe und so gelingt es dem Spiel neben der Action in den Gebieten und den Dungeons auch ganz unaufdringlich die Probleme, die mit Tourismus in kleinen Orten einhergehen, aufmerksam zu machen. Die Geschichte ist auch von den Beweggründen der handelnden Personen interessant. Was für die einen ein Problem ist, das gelöst werden muss, könnte für andere die Lebensgrundlage sein. Auch wenn am Ende des Spiels das Problem tatsächlich gelöst wurde, weil es zu groß wurde, zeigt es doch ganz gut auf, warum es immer auch auf den Standpunkt ankommt, ob man Tourismus positiv oder negativ gegenübersteht und manchmal ein Anhören der Gegenseite der eigenen Meinung ganz guttut. Ich vergebe eine 8,5/10. Der Zeitaufwand für Platin betrug laut PS5-Zähler 28 h. Im Forum gibt es inklusive meiner Zeitangabe nur zwei Stimmen, daher ist das jetzt nicht sehr repräsentativ. Auf Howlongtobeat liegt der Mittelwert für 100% bei 26 h, also nahe bei meinem Wert. Alles im Rahmen sozusagen. Ich verabschiede mich mit einem Panoramablick auf den Kolmstein. Mein nächstes Game neben Borderlands 4 ist aktuell noch nicht klar, aber ich werde in meinem Backlog oder im Spielekatalog schon etwas finden. Brav bleiben! Bearbeitet vor 5 Stunden von glupi74 Zitieren
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