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ACOLDGHOST_

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Alle erstellten Inhalte von ACOLDGHOST_

  1. 3/10 Spider-Man 2 ist wirklich kein schweres Spiel. Im Vergleich zu den beiden Vorgängern, würde ich sogar behaupten, dass dieser Teil nun der einfachste der "Trilogie" ist. Die meisten Sachen erhält man ganz einfach durch das normale Durchspielen. Ich hab auf der mittleren Schwierigkeitsstufe gespielt - diese ist aber nicht relevant für die Platin, weshalb man auch einfach die leichteste auswählen kann. Zum Schluss habe ich einfach alles nachgeholt, was noch so übrig geblieben ist. Ein Guide war nicht nötig. Und falls ich mal nicht weiter wusste, hat mir die PS5-Funktion "Hinweise anzeigen" immer schnell weiterhelfen können. Kleiner Tipp von meiner Seite - macht die Trophy "Slack Line" möglichst noch während der Story. Das war nämlich meine letzte Trophäe und zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits alles auf 100%. Das Problem jetzt ist nämlich, dass man auf die zufälligen "Crimes" angewiesen ist und hoffen muss, dass man ein Crime bekommt, bei dem man von oben heimlich und ungesehen Banditen erledigen kann. Nicht unmöglich, aber unnötig kompliziert.
  2. The Boy and the Heron (2023) | Score: 9 Ich hatte vor einigen Tagen das große Glück The Boy and the Heron, Miyazakis neuestes Werk nach mehr als 10 Jahren der Pause, in einem wunderschönen Kino, mit wunderschönen Menschen, im wunderschönen Tokio zu bestaunen. Und was soll ich sagen - ich bin restlos glücklich. Ja, der Film lief ausschließlich auf japanisch und das zudem ohne Untertitel. Und auch wenn ich der japanischen Sprache nicht wirklich mächtig bin, wird man sofort in diese traumhafte und magische Welt gezogen. Von der ersten Sekunde fühlt man sich Zuhause, als würde man nach Jahren wieder seine alte Heimat besuchen. Über die Jahre habe ich viele, wirklich gute Animationsfilme sehen dürfen. Doch diese Magie, die Miyazaki beispiellos einfängt und in seine Filme übertragt, ist einzigartig. Wie ein kleines Kind saß ich im Saal und kam in Anbetracht der wunderschönen Bilder kaum aus dem Staunen raus. Diese kräftigen Farben, die Bewegungen der Charaktere und die obskuren Figuren sind atemberaubend. Lange hieß es, dass The Boy and the Heron wohl Miyazakis letzter Film sein würde. Bis vor einigen Tagen das Studio reagierte hat und mit diesem Gerücht aufgeräumt hat. Miyazaki hätte wohl schon Ideen für ein nächsten Film. Und so gerne ich noch hunderte Filme vom Großmeister selbst bekommen wollen würde. The Boy and the Heron fängt perfekt die Essenz seiner Filme ein und könnte problemlos der Abschluss seines Erbes sein. Wie kein anderer Film fängt The Boy and the Heron das ein, für das seine Filme stehen. Es ist wohl Miyazakis bis dato persönlichster Film. Und das merkt man. Jeder, der nicht nur Ghibli Filme liebt, sondern speziell die Filme von Miyazaki, sollte sich definitiv auch diesen Film anschauen. Trotz der sprachlichen Barriere hatte ich eine unglaubliche schöne und zauberhafte Zeit mit dem Film und werde ihn mir sofort wieder anschauen, sobald er bei uns anläuft. Da es für Deutschland aber noch keinen offiziellen Termin gibt, kann das noch bis 2024 dauern, weshalb ich umso glücklicher bin, diesen wunderschönen Film bereits jetzt gesehen zu haben. The Creator (2023) | Score: 8 Seit dem ersten Trailer der veröffentlicht wurde, habe ich mich auf The Creator gefreut. Endlich mal wieder ein origineller und frischer Sci-Fi Blockbuster, abseits der großen Franchises und unendlichen Fortsetzungen. Dass dieser auch noch von Gareth Edwards inszeniert werden sollte, verdoppelte meine Vorfreude. Hat er nämlich mit Rogue One einen der besten Star Wars Filme der Disney-Ära und vielleicht sogar aller Zeiten geschaffen. Jetzt konnte ich ihn sehen und habe genau dieses audio-visuelle Erlebnis bekommen, das ich erwartet habe. The Creator ist ein unglaublich schöner und imposanter Blockbuster, der mich mit seinem Budget von lediglich 80 Millionen USD komplett aus den Socken gehauen hat. Seit Jahren wird vom Tod der Mid-Budget Filme gesprochen. Und dann kommt im Jahr 2023 Gareth Edwards daher und schafft es mit dem relativen geringen Budget und einer 5000 USD Sony FX3 Kamera, einen Film rauszubringen, der optisch fast sämtliche Blockbuster in den Schatten stellt. Alle Marvel und DC-Filme, die mit ihrem unschönen CGI-Gewitter nur so protzen und hunderte Millionen USD kosten, wirken im Vergleich zu The Creator wie lieblose Fanprojekte. 80 Millionen USD. Ich kann es nicht oft genug erwähnen. Klar, auf dem ersten Blick viel Geld. Doch erst wenn man den Betrag in Relation zu so vielen anderen Filmen setzt, merkt man, wie bemerkenswert das ist, was hier auf die Beine gestellt wurde. Und das kann ich nur bewundern. Edwards schafft es beispiellos eine unglaublich interessante Welt zu kreieren, die einlädt und mit Leben gefüllt wird. Man merkt hier in jedem Shot, dass auf echtem Grund und realen Schauplätzen gedreht wurde. Es ist einfach nicht zu vergleichen, mit Aufnahmen im Studio oder dem Volume. Und auch wenn The Creator grundsätzlich eine neue Geschichte ist, werden hier Themen behandelt, die man so schon in etlichen Filmen gesehen hat. Das wird dem Film von vielen Leuten negativ angekreidet, mich hat es nicht gestört. Was mir jedoch öfter negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass sehr vieles sehr oft unglaublich konstruiert wirkte. Vieles passiert, um den Plot voranzutragen, ohne dass es wirklich Sinn macht. Zudem sind sehr viele Dinge leicht vorhersehbar und große Überraschungen vermisst man. Nichtdestotrotz konnte ich The Creator unterhalten und begeistern. Im Angesicht dieses Filmes, wirken so viele andere Projekte künstlerisch und wirtschaftlich auf mich wie ein Spottbild der Industrie und ich hoffe, dass die Studios langsam realisieren, dass ein guter Film keine hunderte Millionen an Dollar kosten muss. Am Ende sind dann aber wohl wieder die Zahlen wichtig, weshalb ich hoffe, dass The Creator auch an der Kinokasse einen kleinen Erfolg feiern kann.
  3. Barbie (2023) | Score: 10 Als ich meinen Kolleginnen diese Woche auf der Arbeit gesagt habe, dass ich Barbie gucken werde, gab es zwei Reaktionen: „Oh Gott, Barbie?“ und „Oh Gott, Barbie!!“. So unglaublich polarisierend ist dieser Name. Und ich glaube, dieser Film wird genauso polarisieren, wie seine namensgebende Puppe. Aus vielen verschiedenen Gründen. Ich jedenfalls bin so glücklich, dass man erst 2023 auf die Idee kam, einen Film zur ikonischen Puppe zu veröffentlichen. Und noch glücklicher bin ich, dass Greta Gerwig diesen Film inszenieren durfte. Mit Filmen wie Lady Bird oder auch Little Women konnte sie mich begeistern. Und auch Barbie ist ein voller Erfolg. Es ist ein Film, der einfach unglaublich unterhält. Ich war mit einem guten Kumpel in der „women’s night“ und gefühlt waren wir die einzigen Männer, in einem komplett vollen Saal mit Frauen. Was anfänglich etwas komisch schien, hat sich am Ende als die beste Entscheidung überhaupt entpuppt. Barbie mit einem überwiegend weiblichen Publikum zu schauen, ist eine Filmerfahrung, die ich so selten hatte. Selten habe ich bei einem Film so gelacht, aber auch so mitgefühlt. Es fängt schon mit der Anfangssequenz in der der Film wirklich clever den legendären 2001: Space Odyssey zitiert. Und klar, es kann und darf keinen Film über Barbie geben, ohne dass ihr Einfluss auf die Welt, Frauen und unsere Kinder thematisiert wird – im Guten, wie im Schlechten. Doch das macht der Film, wie ich finde, auf eine wirklich gewitzte Art und Weise, ohne belehrend zu wirken. Der Film sieht auch fantastisch aus und ich liebe den künstlichen und farbenfrohen Look, der perfekt zur Thematik passt. Das Produktionsdesign ist wirklich erstklassig. Margot Robbie und Ryan Gosling verkörpern ihre Rollen auch meisterhaft. Vor allem Gosling sieht man sofort an, wie viel Spaß er mit der Rolle als Ken gehabt hat. Er spielt ihn nicht nur, er lebt ihn. Barbie ist für mich wohl bisher einer der größten Überraschungen des Jahres und ein Film, der einen durchgehend unterhält und dennoch Substanz hat. Er regt zum Nachdenken an und ist trotz all diesem Plastik und all den Puppen in seinem Kern wahnsinnig echt und menschlich. Oppenheimer (2023) | Score: 9 Christopher Nolan könnte wirklich alles inszenieren, was er wollte. Er entfloh in die tiefen des Weltalls. Er spielte mit dem Konzept von Raum und Zeit. Und erforschte unser Unterbewusstsein. Er liebt es groß, überwältigend und komplex. Und gerade deshalb könnte man meinen, dass er mit Oppenheimer nun wieder einen Schritt zurücktritt und einen etwas bodenständigeren Ansatz verfolgt. Doch groß, überwältigend und komplex sind Adjektive, die dieses Epos nicht besser beschreiben könnten. Nolan erzählt eine eindrucksvolle Geschichte, voller Höhen und Tiefen. Eine Geschichte, die über Jahrzehnte von einer unfassbar faszinierenden und gleichzeitig tragischen Person erzählt, die sich ihren Einfluss und die damit einhergehenden weitreichenden Folgen für die gesamte Menschheit mehr als bewusst ist. Bei der man nie weiß, ob all dies einem höheren Zweck dient oder hier nicht doch der Deckmantel des Weltfriedens genutzt wird, um sich für alle Gezeiten mit dem Titel als „Zerstörer der Welten“ und „Vater der Atombombe“ zu schmücken. Diesen inneren Konflikt überträgt Cillian Murphy erstklassig auf die Zuschauer. Er ist einer dieser Schauspieler, der allein durch seine Präsenz so viel zu erzählen hat. Es reicht die Kamera auf sein markantes Gesicht zu richten, um diesen Mann zu verfallen. Sich in seinen Augen zu verlieren. Allein durch seine Mimik wird hier so viel erzählt. Aber auch alle anderen Schauspieler liefern Performances ab, die mehr als beeindrucken. Robert Downey Jr. als Lewis Strauss ist ein absolutes Highlight. Und es freut mich, den Mann endlich mal nicht nur in einer Metallrüstung zu sehen. Matt Damon spielt auch eindrucksvoll, genau wie eine Emily Blunt oder Florence Pugh. Hier bekommt man die Creme-de-la-Creme des Schauspiels geboten. Und man wird überrascht sein, wie viele wirklich große Namen hier auch teils nur kleine Rollen angenommen haben. Die Inszenierung ist Nolan-typisch wieder auf einem ganz hohen Niveau. Seien es die ausdrucksstarken Bilder eines Hoyte van Hoytema oder der großartige Soundtrack eines Ludwig Göransson. Der Film ist mal Drama, mal Politthriller. Und bietet für mich eine der eindrucksvollsten und fesselndsten Momente, die ich je im Kino erlebt habe. Wie hier innerhalb von Minuten Spannung aufgebaut wird, ist kaum in Worte zu fassen. Ich habe buchstäblich gemerkt, wie mein Herz jede Sekunde anfing schneller zu pochen. Die Zeit stand plötzlich still und der ganze Saal war für diesen Augenblick wie erstarrt. Oppenheimer ist so viel. Für zahlreiche Zuschauer vielleicht etwas zu viel. Den auch wenn ich grundsätzlich ein Verfechter des „Ein Film ist so lang, wie er sein muss“-Prinzip bin, hätte die lange Laufzeit von stolzen 3 Stunden nicht sein müssen. Nolan verliert sich wie ich finde teilweise in der untypischen Erzählstruktur und schafft es nicht ganz, trotz überdurchschnittlicher Laufzeit, den Menschen Oppenheimer in der Gänze zu beleuchten, die ich mir gewünscht hätte. Man wird nicht ganz das Gefühl los, dass der Film teilweise zu viel möchte. Und sich im Irrtum, so clever zu sein, etwas verliert. Dennoch haben wir es auch mit Oppenheimer wieder mit einem klassischen Nolan zu tun, der fast durchgehend überzeugen kann und einen zum Nachdenken bringt. Gerade in unserer heutigen Zeit, ist dieser Film unglaublich wichtig und wird vielen Menschen aufzeigen, was hätte sein können. --- 2023 ist für mich jetzt schon so ein tolles Jahr. Seien es Videospiele, Filme, Serien oder Musik. Das Jahr hat mir jetzt schon so vieles gegeben und dass ich innerhalb einer Woche zwei solch großartige Filme im Kino bestaunen durfte, macht mich so glücklich!
  4. MISSION: IMPOSSIBLE - DEAD RECKONING, PART ONE (2023) | Score: 7,5 Ich bin ein großer Fan von Rogue Nation und vor allem Fallout und bin begeistert, auf welche neuen Höhen McQuarrie zusammen mit Cruise diese Reihe noch bringen konnte. Gerade Fallout ist für mich eine der besten Action-Filme der letzten Jahre und als Vorbereitung auf Dead Reckoning Part One habe ich vor einigen Tagen erst wieder Fallout geschaut. Meine Vorfreude war hoch und ich konnte es kaum abwarten, nach all den Jahren wieder ein Mission:Impossible Abenteuer auf der großen Leinwand zu schauen. Doch vielleicht war es gerade diese Vorfreude, diese hohen Erwartungen, die mich am Ende etwas ernüchtert zurückließen. Dead Reckoning Part One hat mit demselben Problem zu kämpfen, mit dem fast jeder Film zu kämpfen hat, der in mehrere Teile aufgesplittet wird. Selbst wenn man seinen Spaß hatte, wird man das Gefühl nicht los, das da irgendwas fehlt. Das unglaublich viel zurückgehalten wird. Ein befriedigender Abschluss wird so beinahe unmöglich. Das erste Drittel kann durchaus überzeugen. Es wird Spannung aufgebaut, es geht schnell zur Sache und die Action ist gewohnt imposant. Doch je länger der Film lief, desto zäher fühlte er sich an. Irgendwas hat nicht gestimmt. Für meinen Geschmack wird es teils viel zu wirr. Es werden so viele neue Figuren eingeführt, die kaum beleuchtet werden. Und als wäre dies nicht genug, sorgen all diese Figuren dafür, dass bekannte Gesichter kaum ihre Zeit bekommen. Die Filmreihe legte nie großen Wert auf Realismus, sondern war stets bemüht, dass die Immersion nicht gebrochen wird. Doch ich hatte mit Dead Reckoning oft meine Probleme, das Gezeigte wirklich abzukaufen. Vieles wird so krass konstruiert und künstlich herbeigezaubert, dass ich oft mit dem Kopf schütteln musste. Gerade ein Moment relativ am Ende hat für große Verwirrung gesorgt. Stichwort BLAUE AUGEN. Am Ende blieb ich also, trotz einiger Stärken, unterwältigt. An die Klasse eines Fallout kommt Dead Reckoning leider nicht ran und einen ausdrucksstarken Gegenspieler wie Henry Cavill’s August Walker vermisst man ungemein.
  5. Ja, du kannst komplett blind durch deinen ersten Spieldurchgang laufen. Klassische Sammelobjekte gibt es in dem Spiel auch nicht. Bezüglich dem "nichts verkaufen". Im Laufe des Spiels erhältst du bestimme Materialien, die benötigt werden, um eine spezielle Waffe herzustellen. Solltest du diese Materialien verkaufen, kannst du diese besagte Waffe nicht herstellen. Das ist aber kein Problem, wenn du im gesamten Spieldurchlauf keine Materialien verkaufst. Ich selbst habe lediglich Wertgegenstände verkauft, die sowieso nur da sind, um gegen Gil eingetauscht zu werden. Ansonsten lässt du einfach alles, was du im Spiel bekommst, im Inventar. Du wirst sowieso mit Gil zugeworfen, am Ende meines ersten Durchlaufs hatte ich fast 1 Million. Zu deiner NG+ Frage: Ja, das Spiel hat ein NG+. Den kannst du dann nach dem ersten Mal durchspielen im "Final Fantasy-Modus" (dem höchsten Schwierigkeitsgrad) starten. Alle deine Fähigkeiten, deine Ausrüstung und dein Level werden übernommen. Du fängst also nicht bei Null an.
  6. Mein PC und die PS5 kämpfen seit jeher um meine Gunst . Würde mittlerweile sogar sagen, dass es 50/50 ist - auch wenn ich grundsätzlich irgendwie lieber auf der Konsole spiele. Werde im Herzen wohl immer ein kleiner Konsolero bleiben. Dann wird die Switch bei größeren Exklusivtiteln alle paar Monate (?) mal angeschmissen, zuletzt bei Tears of the Kingdom. Die Vita und PS3 versuche ich auch regelmäßig zu nutzen, weil mein Backlog dort auch noch mindestens 40 Spiele umfasst. Eine Xbox hatte ich lange Zeit auch, aber dadurch, dass ich alles Day1 auf dem PC zocken kann, bin ich da auch schon lange raus.
  7. Finde die deutsche Synchro auch wirklich sehr gelungen. Gerade die Kämpfe werden so viel ausdrucksvoller, wenn man beispielsweise die Esper-Fähigkeiten wechselt und Clive lauthals „Garuda!“ oder „Ramuh, komm zu mir!“ ruft. Vor allem Vincent Fallow als Clive hat wirklich alles in die Rolle gesteckt.
  8. Final Fantasy XVI war einer meiner meist erwarteten Spiele des Jahres. Auf kaum ein anderes Spiel habe ich mich so sehr gefreut, wie auf den sechszehnten Hauptteil, der bekannten Spielereihe. Gerade als riesiger Fan von Final Fantasy XIV war meine Vorfreude besonders groß. Denn kein Geringer als Naoki Yoshida (Yoshi-P) selbst, sollte als Produzent mit seinem Team maßgeblich an der Ausrichtung und Entwicklung von 16 verantwortlich sein. Nun, da ich nach gut 60 Stunden mit der Haupthandlung durch bin und ausschließlich ein zweiter Durchgang und ein paar kleinere Trophäen mich von der Platin trennen, möchte ich mich, wie so viele andere im Internet, nun auch mal zum Spiel äußern. Für mich ist Final Fantasy XVI ein wirklich sehr gutes Spiel geworden. Die komplette Ausrichtung gefällt mir ausgesprochen gut. Das Setting und der düstere Ton sprechen mich ungemein an. Und es ist sofort zu erkennen, welches Team für diesen Teil der Reihe verantwortlich war. Denn die Gemeinsamkeiten zu Final Fantasy XIV sind nicht von der Hand zu weisen. Themen und Motive aus beinahe allen Erweiterungen spielen auch hier eine große Rolle. Die Handlung konnte mich durchweg gut unterhalten, auch wenn es zwischendurch einige Probleme mit dem Tempo gibt. Gerade zu Schlüsselmomenten wird nach meinem Empfinden viel zu oft abgebremst. Nichtsdestotrotz wollte ich zu jedem Zeitpunkt wissen, wie es weitergeht. Viele der Figuren sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich um sie bangte. Hier gibt es viele dieser klassischen Final Fantasy Momente, die für ein „Wow“-Effekt sorgen und einem noch lange im Gedächtnis bleiben. Und gerade das Ende sorgte dafür, dass ich mit einem dicken Grinsen und leicht feuchten Augen vor dem Monitor saß. Am Gameplay scheiden sich wohl die Geister. Mir persönlich gefällt das schnelle Combat unglaublich gut. Es macht einfach unfassbar viel Spaß, sich mit den Esper-Kräften durch die Horden an Gegner zu metzeln, sich auszuprobieren und dabei immer krassere Combos aneinanderzureihen. Man merkt sofort, dass Combat Director Ryota Suzuki, in der Vergangenheit an Spielen wie Devil May Cry 5 gearbeitet hat. Für mich fühlte es sich so an, als wäre das, was Final Fantasy XV versucht hat zu sein, hier endlich in der Perfektion gelungen. Vor allem die gigantischen Bosskämpfe sind inszenatorisch auf einem ganz anderen Level. Diese erinnerten mich teils an die ebenfalls imposanten Kämpfe aus Asura’s Wrath. Wenn der epische Soundtrack von Masayoshi Soken ertönt und man den Helden während der eindrucksvollen und gigantischen Kämpfe steuert, kommt man aus dem Staunen komm raus. Trotz zahlreicher Fähigkeiten hätte ich mir dennoch ein kleinen wenig mehr Tiefgang im Kampfsystem gewünscht. Elementare Status-Effekte hätten hier vielleicht schon gereicht. Bei einer Sache im Spiel, spürt man den MMO-Hintergrund des kreativen Teams besonders stark – bei den Nebenquests. Was hier einem teilweise an anspruchslose Fetch-Quests hintergeworfen wird, ist echt nicht mehr lustig. Rede mit Person A, die einen dann an Ort B laufen lässt, um Objekt C zu bergen. 1-2 Mal ist das ja in Ordnung. Aber für meinen Geschmack wiederholt sich das Muster viel zu oft. Dies wird viele Leute bestimmt relativ früh vom Abschließen aller Nebenquests abschrecken, was ich ziemlich schade finde. Denn auch Final Fantasy XVI weiß mit wirklich gut geschriebenen Nebenquests zu überzeugen. Viele dieser Quests finden relativ am Ende einen wirklich tollen Abschluss und behandeln unglaublich interessante Themen. Außerdem erweitern sie die Welt und bauen verschiedenste Figuren weiter aus. Also unbedingt machen! Was die Technik angeht muss sich das Spiel vor keinem anderen großen Titel verstecken. Teilweise ist das Spiel mit seiner Beleuchtung und den Effekten atemberaubend schön und stellt viele andere Spiele locker in den Schatten. In anderen Momenten wiederum sieht 16 dann nur noch „Okay“ aus. Ziemlich merkwürdig, vielleicht ist dies auch nur meine Wahrnehmung. Schade finde ich, dass es zum Release keine Möglichkeit gab, diesen nervigen Motion Blur-Effekt auszustellen. Die Framerate könnte im Perfomance Modus auch deutlich stabiler sein – auch wenn ich mich nach ungefähr 10 Spielstunden so langsam daran gewöhnt habe. Abschließend kann ich für mich sagen, dass ich meinen Spaß mit Final Fantasy 16 hatte. Es ist für mich jetzt schon eines der besten Spiele des Jahres und ein würdiger Neueintritt in die Reihe. Den ganzen Diskurs darüber, was ein Final Fantasy ausmacht und was nicht, habe ich mit einem Grinsen beobachtet, während ich in die Welt von Valisthea getaucht bin. Für mich ist Final Fantasy 16, wie jeder andere Teil der Reihe, ein Final Fantasy. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Von mir gibt es eine 9/10.
  9. Dürfte mittlerweile auch schon meine 10 Stunden ins Spiel gepumpt haben und fühle mich bisher sehr gut unterhalten. Der einzige Wermutstropfen und größer Kritikpunkt für mich persönlich ist die Perfomance. Ich habe mich für den Modus mit der höheren Framerate entschieden, bei dem 60 FPS angepeilt werden. Leider ist es deutlich spürbar, dass das Spiel sehr oft in den unteren 40er und 30er-Bereich kippt. Komischerweise aber nur, wenn man sich frei in der Welt bewegt. Die Kämpfe laufen, Gott sei Dank, sehr flüssig.
  10. Der obligatorische Foto Thread Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Foto-Modus und hier sind mal ein paar Fotos, die ich rausgepickt habe (leider in einer geringen Auflösung für das Forum):
  11. ACOLDGHOST_

    Der Foto Thread

    So, es wird Zeit für den obligatorischen Foto Thread . Ich starte mal den ganzen Spaß:
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