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vor 23 Stunden schrieb Thimeus:

Du kannst mich gerne als zynisch bezeichnen, aber ich stehe zu meiner Meinung, dass man nicht zu sozial sein sollte.

Eigentlich traurig :frown2:

Würden einige das System nicht so sehr ausnutzen, würde sich das erübrigen und man "dürfte weiterhin sozial sein". Aber kann man es ihnen verdenken? :redface:  Jeder will natürlich das beste für sich rausholen. Das ganze Thema drückt einem seit Beginn der Flüchtlingswelle ein Gefühl der Überforderung auf :willy_nilly:

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vor 21 Minuten schrieb Belian:

Eigentlich traurig :frown2:

Würden einige das System nicht so sehr ausnutzen, würde sich das erübrigen und man "dürfte weiterhin sozial sein". Aber kann man es ihnen verdenken? :redface:  Jeder will natürlich das beste für sich rausholen. Das ganze Thema drückt einem seit Beginn der Flüchtlingswelle ein Gefühl der Überforderung auf :willy_nilly:

 

Tja, Bescheidenheit ist eine Tugend.

 

Nur um Missverständnissen vorzubeugen: ich sagte nicht, man solle nicht sozial sein, sondern man sollte nicht ZU sozial sein.

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Am 6.1.2018 um 00:27 schrieb Thimeus:

Wilhelmshaven war überfordert. Die Kriminalität ist in der Gegend nahezu explodiert als die Flüchtlinge ankamen.

Klingt logisch.

Der Bevölkerungsanteil der Ausländer ist in den letzten drei Jahren tatsächlich um mehrere Prozent gestiegen. Kann man gut recherchieren auf den Seiten der Stadt selbst (https://www.wilhelmshaven.de/) und beim niedersächsischen Statistiklandesamt (https://www1.nls.niedersachsen.de/statistik/html/default.asp). Hinzu kommt, dass auch der Anteil der Erwerbslosen in Wilhelmshaven über 10 Prozent liegt, findet man auch dort.

Wenn nun in kürzester Zeit sehr viele Flüchtlinge in einen Ort gebracht werden, dann passiert doch sehr viel, was man vorhersagen kann.

Sie landen in Notunterkünften: Viele Menschen auf engstem Raum. Den Statistiken nach, die ich fand, kamen diese aus Dutzenden von Ländern, damit sind sprachliche und kulturelle Herausforderungen vorprogrammiert. Jedenfalls kann ich mir schwer vorstellen, dass das zu sehr harmonischem Zusammenleben führt.

Hinzu kommen zwei aus meiner Sicht mehrere wichtige Aspekte: Perspektivlosigkeit (Es gibt nun mal mehr Kriminalität, wenn Menschen keine Perspektiven und keinen Platz in der Gesellschaft haben.) und zumindest für die Statistik die Art der kriminellen Handlungen (Es gibt Gesetzesverstöße, die ich als Deutscher nicht begehen kann, die dann ebenfalls in die Zahlen einfließen.).

 

Am 6.1.2018 um 00:27 schrieb Thimeus:

Ganz im Gegenteil. Gegen Ende vom Interview wurde das auch erwähnt, wenn auch beim Thema Schutz vor Abschiebung. Die Familien schicken ihre Kinder auf die gefährliche Reise, im Glauben dass Deutschland sie unter keinen Umständen zurückschickt und die Familien offiziell nachkommen können. Wenn wir klipp und klar sagen, dass es diese Garantien nicht gibt, werden sie sich (hoffentlich) zweimal überlegen ob sie ihre Kinder alleine wegschicken.

Wenn ich mal einen Perspektivwechsel mache und mich nur mal in die Situation von jemandem mit Kindern im Alter von 14 bis 17 Jahren versuche zu versetzen und ich lebte in einem Kriegsgebiet wie Syrien oder Somalia bzw. in einem Land mit einer fürchterlichen Perspektivlosigkeit wie Eritrea, dann wäre auch ich versucht, sie irgendwie in eine Gegend wie die EU zu bekommen.

Mal abgesehen vom Familiennachzug für Minderjährige zum Familiennachzug für geflüchtete Erwachsene: Wenn man Familiennachzug gewährt, reduziert das dann sicher wieder die Kriminalität, denn auch das ist eine positive Perspektive.

 

Am 6.1.2018 um 00:27 schrieb Thimeus:

Du kannst mich gerne als zynisch bezeichnen, aber ich stehe zu meiner Meinung, dass man nicht zu sozial sein sollte.

Da fehlt mir einfach das Konkrete: Was genau ist denn "zu sozial"? Wie sozial verhalten wir uns denn? Was genau ist die Alternative zu unserem derzeitigen Verhalten, vor allem in der praktischen Umsetzung?

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vor 4 Stunden schrieb Connor MacLeod:

Da fehlt mir einfach das Konkrete: Was genau ist denn "zu sozial"? Wie sozial verhalten wir uns denn? Was genau ist die Alternative zu unserem derzeitigen Verhalten, vor allem in der praktischen Umsetzung?

 

Deutschland hat den Flüchtlingen die Tür geöffnet, obwohl bekannt war, dass aus der Gegend Radikale kommen, die sich gerne als Zivilisten tarnen und wahllos Menschen töten wollen. Die Flüchtlinge bekommen Unterkünfte, die wir genauso Einheimischen zur Verfügung stellen würden, obwohl wir wissen, dass das für sie ungewohnter Luxus ist.

Das bezeichne ich als sozial.

 

Ich kann gerade keinen Link anbieten, aber ich habe in den Nachrichten gelesen, dass viele der Unterkünfte und Registrierungsstationen mit dem Ansturm überfordert waren. Einige der Registrierungsstationen waren auch nicht mit Fingerabdruck-Scannern ausgestattet. Von @Kumbao habe ich zudem erfahren, dass es mit der Versorgung auch nicht makellos war.

Lange Rede kurzer Sinn: Wir haben mehr aufgenommen als wir verwalten konnten. 

Das bezeichne ich als ZU sozial. 

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vor 16 Minuten schrieb Thimeus:

Ich kann gerade keinen Link anbieten, aber ich habe in den Nachrichten gelesen, dass viele der Unterkünfte und Registrierungsstationen mit dem Ansturm überfordert waren. Einige der Registrierungsstationen waren auch nicht mit Fingerabdruck-Scannern ausgestattet. Von @Kumbao habe ich zudem erfahren, dass es mit der Versorgung auch nicht makellos war.

Da braucht's keinen Link, dazu gibt's unzählige Informationen im Netz: Vielerorts waren Verwaltungen absolut unvorbereitet auf die ankommenden Menschen, sowohl personell als auch technisch. Das ist überhaupt kein Geheimnis. Insbesondere Berlin hat sich da meines Erachtens vollkommen disqualifiziert, lässt sich sogar im Wikipedia-Eintrag für das zuständige Landesamt nachlesen (https://de.wikipedia.org/wiki/Landesamt_für_Gesundheit_und_Soziales_Berlin), das dadurch zu trauriger Berühmtheit kam.

Für mich ist dies eine Verwaltungskrise, nichts anderes. Wieder am Beispiel des zuständigen Landesamtes Berlin festgemacht: Bei den Behörden in Berlin hat ein Thilo Sarrazin als Senator für Finanzen intensive Sparmaßnahmen durchgeführt, die in der Folge zu Personallücken an vielen Stellen führten, sein Spruch dazu: Sparen bis es quietscht. Beim LaGeSo hat man's sehr laut quietschen hören. 

 

vor 16 Minuten schrieb Thimeus:

Lange Rede kurzer Sinn: Wir haben mehr aufgenommen als wir verwalten konnten. 

Das bezeichne ich als ZU sozial. 

Zu sozial, weil unsere Verwaltungen das nicht bewältigt bekamen? Da bleibe ich bei dem Wort Verwaltungskrise.

Aus meiner Sicht handeln wir zu sozial, wenn in der Folge der Aufnahme der Flüchtlinge sich hier lebende Menschen über die Maßen einschränken müssen. Aber wo genau ist dies denn in Deutschland der Fall? 

 

vor 33 Minuten schrieb Thimeus:

Deutschland hat den Flüchtlingen die Tür geöffnet, obwohl bekannt war, dass aus der Gegend Radikale kommen, die sich gerne als Zivilisten tarnen und wahllos Menschen töten wollen.

Meinst Du mit "aus der Gegend" Menschen aus Syrien? Zumindest waren es größtenteils Syrer, die in der Hochphase der Verwaltungskrise hier eintrafen.

Wie viele Beispiele wahllos Menschen tötender Syrer kannst Du aufzählen? Im Jahr 2016 gab es in Deutschland 373 Mordopfer. Wie viele davon sind Opfer der von Dir angeführten Radikalen?

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vor 12 Minuten schrieb Connor MacLeod:

 

Zu sozial, weil unsere Verwaltungen das nicht bewältigt bekamen? Da bleibe ich bei dem Wort Verwaltungskrise.

Aus meiner Sicht handeln wir zu sozial, wenn in der Folge der Aufnahme der Flüchtlinge sich hier lebende Menschen über die Maßen einschränken müssen. Aber wo genau ist dies denn in Deutschland der Fall? 

 

Wilhelmshaven zum Beispiel. Da hatten die Bewohner teils Angst alleine nach draußen zu gehen. Nach den Geschichten, die ich gehört habe, auch zurecht. Zählt das bei dir nicht als Einschränkung?

 

vor 20 Minuten schrieb Connor MacLeod:

Meinst Du mit "aus der Gegend" Menschen aus Syrien? Zumindest waren es größtenteils Syrer, die in der Hochphase der Verwaltungskrise hier eintrafen.

Wie viele Beispiele wahllos Menschen tötender Syrer kannst Du aufzählen? Im Jahr 2016 gab es in Deutschland 373 Mordopfer. Wie viele davon sind Opfer der von Dir angeführten Radikalen?

 

Mit "Gegend" meine ich das Territorium, in dem der IS wütet(e). 

 

Zu den Radikalen sage ich "LKW in Berlin". Du kannst jetzt mit Recht von einem "Einzelfall" sprechen, aber guck doch mal über unsere Grenzen hinaus. In Frankreich und Großbritannien gab es zum Beispiel auch Anschläge, mehr als in Deutschland. Die rechne ich auch dazu.

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Wöchentliche Hin- und Rückflüge für über 500€ zahlen aber kein Geld um den Mitarbeitern ein Dienstnotebook und -Handy zu zahlen.

Da kommen die Nachrichten dann halt unverschlüsselt auf den privaten Geräten der Mitarbeiter an.

..und dann wundert man sich wie die Presse Wind von geplanten Abschiebungen bekommt.

 

prooost ich geh jetzt einen trinken..

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15 hours ago, Thimeus said:

In Frankreich und Großbritannien gab es zum Beispiel auch Anschläge, mehr als in Deutschland. Die rechne ich auch dazu.

Die kannst Du gerne mit dazu rechnen. So lange Du dann auf der Gegenseite auch die Menschen dazu zählst, die nach Frankreich und Grossbritannien geflüchtet sind und sich gut benehmen.

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vor 15 Stunden schrieb Thimeus:

 

Wilhelmshaven zum Beispiel. Da hatten die Bewohner teils Angst alleine nach draußen zu gehen. Nach den Geschichten, die ich gehört habe, auch zurecht. Zählt das bei dir nicht als Einschränkung?

Tatsächlich bezog sich meine Frage auf materielle Belange. Natürlich ist es eine Einschränkung, wenn man sich so viel Angst machen lässt, dass man nicht allein das Haus verlassen möchte.

Genau deshalb meine ich ja, wir haben eine Verwaltungskrise. Wilhelmshaven war meines Wissens bereits vor 2015 ein Ort, den man als sozial schwach bezeichnen konnte, es gab bereits vorher viele Menschen mit wenig Geld, die dort hinzogen, weil u.a. Wohnkosten verhältnismäßig niedrig waren, Menschen wie Transferleistungsempfänger, Rentner, Hartz-IV-Empfänger. Nun verbrachte man dorthin noch mehr Menschen, von denen viele allein wegen der Perspektivlosigkeit (keine Beschäftigung, ungewisse Zukunft) vor Gewalt und Kriminalität nicht zurückschrecken. Eine absehbare Entwicklung, wäre man bösartig, könnte man meinen, dies sei mindestens bewusst in Kauf genommen worden.

 

vor 15 Stunden schrieb Thimeus:

Mit "Gegend" meine ich das Territorium, in dem der IS wütet(e). 

 

Zu den Radikalen sage ich "LKW in Berlin". Du kannst jetzt mit Recht von einem "Einzelfall" sprechen, aber guck doch mal über unsere Grenzen hinaus. In Frankreich und Großbritannien gab es zum Beispiel auch Anschläge, mehr als in Deutschland. Die rechne ich auch dazu.

Dein Beispiel für Radikale aus Gegenden, in denen der IS wütet, ist also Anis Amri. Und nein, ich halte ihn nicht für einen Einzelfall.

 

Anis Amri stammte aus Tunesien, dem einzigen Land, das sich in dieser Region in den letzten Jahren in die Richtung einer Demokratie bewegt. Es ist richtig, dass genau dort der IS wütet. Doch gerade der IS steht dafür, seinen Terror genau dort zu verbreiten, nicht dafür, ihn zu exportieren, im Gegensatz zu anderen Terrororganisationen. Aus diesem Grund wird in den letzten Monaten so sehr über die Rückkehrer aus den IS-Kampfgebieten diskutiert.

 

Zurück zu Amri: Dies ist das beste Beispiel für das Versagen unserer Behörden (und an dieser Stelle nicht nur der deutschen Behörden). Der Mann war bekannt kriminell, sein Asylantrag abgelehnt, er war deutschen und ausländischen Sicherheitsbehörden nicht nur bekannt, er stand auch unter Beobachtung. Hier wurden nicht nur im Vorfeld schwere Fehler begangen, im Nachgang wurde versucht, diese Fehler zu vertuschen, sogar mit dem Vernichten von Unterlagen. 

 

Für mich bleibt das Problem unsere Verwaltungskrise. Das Problem sind nicht die Flüchtlinge.

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vor 16 Stunden schrieb Thimeus:

Wilhelmshaven zum Beispiel. Da hatten die Bewohner teils Angst alleine nach draußen zu gehen. Nach den Geschichten, die ich gehört habe, auch zurecht. Zählt das bei dir nicht als Einschränkung?

Das ist schrecklich, keine Frage, schlimm finde ich nur, dass dabei auch Problemviertel herangezogen werden, in denen man auch vorher schon nicht nachts alleine rumlaufen konnte.

 

Lustige Anekdote von einem Bekannten, der bei der AfD ist: Wir haben so ein Problemviertel, in dem besonders viele Rechte leben. Er sagte, dass es schlimm sei, dass man sich als Deutscher in bestimmten Gebieten nachts nicht bewegen darf. Auf den Kommentar, dass dieses Viertel ja schon immer so gewesen war, meinte er: „Ja, aber hier muss man wenigstens nur Angst haben, im Krankenhaus auf der Intensivstation zu landen. Die benutzen nur Fäuste und Baseballschläger, bei den Ausländern muss man ja fürchten niedergestochen zu werden.“ Na da fühlte ich mich fortan ja regelrecht sicher:)

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vor 2 Stunden schrieb Connor MacLeod:

Für mich bleibt das Problem unsere Verwaltungskrise. Das Problem sind nicht die Flüchtlinge.

Wieso denn immer nur A oder B?

Meiner Meinung nach liegt das Problem auf beiden Seiten. Jeweils natürlich nur zum Teil, da es sicherlich auch Positivbeispiele von effizienter Verwaltung gibt, genau wie es nicht nur "böse" Flüchtlinge gibt.

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vor 21 Minuten schrieb Belian:

Wieso denn immer nur A oder B?

Meiner Meinung nach liegt das Problem auf beiden Seiten. Jeweils natürlich nur zum Teil, da es sicherlich auch Positivbeispiele von effizienter Verwaltung gibt, genau wie es nicht nur "böse" Flüchtlinge gibt.

So schwarz/weiß sehe ich das gar nicht. Wahrscheinlich formuliere ich das nur so, weil mir die Art der Diskussion und der Argumente seitens Politik und Medien fürchterlich auf den Keks gehen. In Bezug auf die Situation der Flüchtlinge seit 2015 nehme ich eben einfach wahr, dass vielfach seitens unserer deutschen Behörden Fehler gemacht werden und Versäumnisse zu Tage treten. Die Schuld liegt vielleicht oft gar nicht bei Behörden oder Ämtern, sondern sicher auch bei unseren Volksvertretern, die für eine schlechte materielle und personelle Ausstattung sorgen oder sie in rechtlich uneindeutige Situationen bringen.

Na klar gibt's auch Positivbeispiele. Gerade in kleineren Kommunen funktioniert die Verwaltung mitunter bestens. Ist zumindest meine persönliche Erfahrung.

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vor 1 Stunde schrieb Connor MacLeod:

So schwarz/weiß sehe ich das gar nicht. Wahrscheinlich formuliere ich das nur so, weil mir die Art der Diskussion und der Argumente seitens Politik und Medien fürchterlich auf den Keks gehen. In Bezug auf die Situation der Flüchtlinge seit 2015 nehme ich eben einfach wahr, dass vielfach seitens unserer deutschen Behörden Fehler gemacht werden und Versäumnisse zu Tage treten. Die Schuld liegt vielleicht oft gar nicht bei Behörden oder Ämtern, sondern sicher auch bei unseren Volksvertretern, die für eine schlechte materielle und personelle Ausstattung sorgen oder sie in rechtlich uneindeutige Situationen bringen.

Na klar gibt's auch Positivbeispiele. Gerade in kleineren Kommunen funktioniert die Verwaltung mitunter bestens. Ist zumindest meine persönliche Erfahrung.

Ok, dann kam es nur anders rüber :biggrin:

Sehe ich genau so. Das passiert eben, wenn man alles auf die schwarze Null setzt. Zu wenig Polizei, zu wenig Lehrer, zu wenig Beamte im Allgemeinen... Die demographische Entwicklung verstärkt es zusätzlich.

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vor 12 Stunden schrieb Connor MacLeod:

Für mich bleibt das Problem unsere Verwaltungskrise. Das Problem sind nicht die Flüchtlinge.

 

Ergänze den letzten Satz mit einem "nur" an drittletzter Stelle und ich stimme dir zu. Wenn die ach so wichtigen Leute wenigstens zugeben würden, dass wir da Schwächen haben, dann würden wir uns nicht so überfordern. >:(

 

Mit Amri habe ich mich schlicht und einfach auf seine Beziehung zum IS bezogen. Er belegt zwar die Tatsache, dass nicht alle dieser Schwachköpfe aus Südwestasien kommen, aber es ist ein Fakt für sich, dass die IS-Sympathisten dort besonders stark vertreten sind (bzw waren).

 

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vor 11 Stunden schrieb Thimeus:

Ergänze den letzten Satz mit einem "nur" an drittletzter Stelle und ich stimme dir zu.

Dann hieße dieser Satz so: "Das Problem sind nicht nur die Flüchtlinge." Das sehe ich jedoch nicht so.

 

Ja, sie sind eine Herausforderung. Aber das Problem liegt viel tiefer. Deutschland und viele weitere Länder in Europa handeln nicht konsequent genug in Bezug auf die drängenden Probleme unserer Zeit. Das umfasst so viele unserer Lebensbereiche, Aber hier im Thread ist ja gerade das Thema Flüchtlinge das letzte, da bleibe ich mal bei diesem.

 

Erst einmal sind m.E. die Ursachen zu betrachten. Weshalb gibt's denn so viele Flüchtlinge? Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht ausreichend auch wissenschaftliche Untersuchungen zu diesen Themen, auch nicht erst seit 2015. Bereits Jahre vorher gab es Warnungen von Wissenschaftlern, die erkannt haben, dass in absehbarer Zeit genau solch eine Herausforderung entsteht: Millionen von Flüchtlingen, die nach Europa wollen. Mir aufgefallen ist da zum Beispiel hier in Deutschland der "Rat für Migration" (Zitat: ein bundesweiter Zusammenschluss von rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen, die zu Fragen von Migration und Integration forschen. Seine zentrale Aufgabe sieht der Rat darin, politische Entscheidungen und öffentliche Debatten über Migration, Integration und Asyl kritisch zu begleiten). Da gab's auch tolle Pressekonferenzen, in denen klar aufgezeigt wurde, wie lange diese Entwicklung bereits in Deutschland und Europa seitens unserer Volksvertreter ignoriert wurde. Auch auf europäischer Ebene gab's dazu vor Jahren bereits Studien und dringende Mahnungen, dass Handlungsbedarf besteht. Daraufhin gab's Initiativen seitens europäischer Mittelmeerländer, ein einheitliches europäisches Asylrecht einzuführen. U.a. Deutschland hat diese Bestrebungen blockiert, seit 2016 plötzlich wird auch hierzulande darüber diskutiert, jetzt blockieren natürlich andere.

 

Hier wird so viel Aufwand und Geld in Abschottungspolitik gesteckt (allein der EU-Türkei-Deal kostet 3 Mrd. €, mal schauen, wann der nachverhandelt wird), doch Migrationsursachen so wenig angegangen! So lange wir die Ursachen nicht ernsthaft angehen, wird sich an der Situation wenig ändern. Im Gegenteil, derzeit schaffen wir nur weitere Grenzen (um die EU herum, innerhalb der EU und in Nordafrika). Und mal ehrlich: Wie viel Glück hat die Menschheit durch das Hochziehen von Grenzen geerntet? Da hätte ich gern mal ein paar positive Beispiele!

 

Es kann auch niemand behaupten: Oh, hätten wir mal etwas getan in Bezug auf die Fluchtursachen, hätte uns doch nur mal jemand gesagt, was passieren wird und was wir vielleicht hätten tun können! Das ist passiert, ganz öffentlich, 2014 zum Beispiel.

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vor 11 Stunden schrieb Thimeus:

Mit Amri habe ich mich schlicht und einfach auf seine Beziehung zum IS bezogen. Er belegt zwar die Tatsache, dass nicht alle dieser Schwachköpfe aus Südwestasien kommen, aber es ist ein Fakt für sich, dass die IS-Sympathisten dort besonders stark vertreten sind (bzw waren).

Den Teil habe ich ja ganz vergessen. Du hattest ja auch weiter oben geschrieben "Deutschland hat den Flüchtlingen die Tür geöffnet, obwohl bekannt war, dass aus der Gegend Radikale kommen, die sich gerne als Zivilisten tarnen und wahllos Menschen töten wollen". 

 

Der Schwerpunkt des IS war in den letzten Jahren das Gebiet des IS, auch bei den Terroranschlägen, also hauptsächlich in Syrien und im Irak. Ja, mittlerweile breitet sich das Ganze aus, zum Teil, weil der IS Gebietsverluste hinnehmen musste, zum Teil, weil (Beispiel Amri) sich die Ideologie des radikalen Salafismus auch in anderen Ländern breit macht. Aber gerade der IS hat eine Strategie des Terrors gegen Schiiten, Kurden, Christen und Atheisten vor Ort, damit diese sich dem IS unterwerfen und so das beherrschte Gebiet erweitert werden kann. Außerdem sollten feindliche Armeen auf diese Weise dazu gezwungen werden, Bodentruppen einzusetzen. Dazu gibt's sogar mindestens ein bekannt gewordenes Manifest. Ziel des IS war also nicht der Export des Terrors nach Europa, schon gar nicht, als die Flüchtlingszahlen u.a. wegen des IS-Terrors so sprunghaft anstiegen. Diese Menschen flüchteten vor Kriegen, an denen u.a. der IS Schuld trägt. Wenn man weiter zurück schaut, könnte man auch herleiten, dass das Entstehen des IS durch den Einmarsch der US-Amerikaner in den Irak erst ermöglicht wurde. Anderes Thema, aber nicht unwichtig im Hinblick auf die Verantwortung der westlichen Welt an den heutigen Flüchtlingszahlen.

 

Heute haben wir andere Zustände. Der IS wird in Syrien und im Irak stark zurückgedrängt, doch die Kämpfer und Sympathisanten sind natürlich weiterhin da. Klar, es gab auch hier vor Ort unter den Salafisten schon längst Anhänger und einige sind auch mit den Flüchtlingen hierher gelangt. Aber Millionen Flüchtlingen Hilfe zu verwehren mit der Begründung, unter ihnen sei auch eine Handvoll Krimineller, die terroristische Anschläge planen könnten fand ich schon immer sehr schräg. Macht zwar keiner, aber ich fänd's spannend, wenn die Deutschen nicht mehr nach Südeuropa dürften, weil einige hier Flüchtlingsheime anzünden oder rechtsterroristische Vereinigungen wie den NSU gründen. Schließlich gibt's in Italien und Griechenland nicht wenige Flüchtlingsunterkünfte. Da gäb's vielleicht 'nen Aufschrei!

 

Zu den Anschlägen, die's in den letzten Jahren in Europa gab:

 

(1) Ich bestreite, dass wir ein echtes Terrorproblem haben. Das kann sich mit den Rückkehrern ändern, aber hier gehe ich davon aus, dass unsere Ermittlungsbehörden in der Lage sind, diese zu erkennen und zu handeln. Zumindest, wenn sie aus den Fehlern der letzten Jahre gelernt haben. Auch wenn ich immer wieder das Wort Verwaltungskrise verwende, gehe ich davon aus, dass sich das bessern kann. 

 

(2) Ja, da waren tatsächlich Attentäter darunter, die sich auf den IS berufen haben oder bei denen sich der IS zur Urheberschaft bekennt. Doch häufig stellt sich raus, dass diese den Ermittlungsbehörden längst bekannt waren, dass diese hätten gestoppt werden können Anis Amri gehört eindeutig dazu.. Zum anderen gab's da auch genug darunter, bei denen man das in Zweifel ziehen kann, dass das geplante IS-Anschläge waren (so Verwirrte mit Äxten und Messern zum Beispiel).

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@Connor MacLeod

Im Punkt USA sìnd wir einer Meinung. Das ist auch mE der indirekte Grund. Wie viele Flüchtlinge haben die eigentlich aufgenommen?

 

Von dem Manifest der Bodentruppen habe ich auch gehört: "Seht, da kommen sie wieder, die Kreuzritter."

 

Der IS hat den auswärtigen Terrorismus nicht erfunden. Davor gab es z.B. Al Qaida. Ändert aber nichts daran, dass der IS das auch macht.

 

Ich wollte nicht sagen, man solle den Flüchtlingen die Einreise prinzipiell verwehren. Man sollte allerdings sicher gehen, dass man sie alle registriert, inklusive Fingerabdruckscan. ( Ich bin zwar kein Flüchtling, hatte dennoch kein Problem damit Papa Staat meine Abdrücke zu geben) Aus Sicherheitsgründen, den Sieg bin ich bereit dem IS zu gönnen. Wir müssen uns ja nicht an der Schweiz ein Beispiel nehmen.

Unsere Verwaltung hat das nicht bewerkstelligen können, insofern hast du recht.

 

Warum es Grenzen gibt? Um unterschiedliche Lebensweisen mit unterschiedlichen Gesetzen zu ermöglichen. Ich frage mich, wie viele europäische Frauen nach persischen Gesetzen leben wollen, wo sie den Männern in jeder Hinsicht unterstellt sind. Oder in anderen Nationen, wo sie ohne männliche Begleitung das Haus nicht verlassen dürfen und selbst dann nur verschleiert.

Ich hätte auch ein Problem mit... ich meine das war Kalifornien, wo man auf andere Menschen schießen durfte, wenn man sich von diesen bedroht fühlt.

 

Bearbeitet von Thimeus
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