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Test: Suicide Squad: Kill The Justice League – Arkham war gestern


MarcelGK

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Coverbild.pngSPIEL Suicide Squad: Kill The Justice League

RELEASE 02.02.2024

PLATTFORM PS5

ENTWICKLER Rocksteady Studios

PUBLISHER  Warner Bros

GENRE Third-Person-Shooter, Loot-Shooter, Action-Adventure

AMAZON-PARTNERPROGRAMM

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Back to Arkham?

 

Das neue Spiel von Rocksteady knüpft mehr oder weniger an die Story aus der Batman-Arkham-Trilogie an. Das heißt jedoch nicht, dass man die Reihe gespielt haben muss, um einzusteigen, sondern viel mehr, dass hier diverse Anspielungen auf die Vorgänger vorhanden sind. Es wird viel "Fanservice" für die alten Hasen geboten werden, aber die Story als solche ist eher irrelevant. Wer Arkham Knight bis zum geheimen Ende gespielt hat, weiß, dass Batman seinen Tod vorgetäuscht hat und in den Ruhestand ging. Einige Jahre sind seitdem vergangen, Batman ist zurückgekehrt und hat zusammen mit Green Lantern, The Flash, Wonder Woman und Superman die Justice League gegründet. 

In Suicide Squad geht es aber nicht um die "Guten", sondern unsere neuen "Helden" stehen potentiell eher auf der anderen Seite des Gesetzes. Die Task Force X oder eben das Suicide Squad ist eine Gruppe aus Superschurken, die mehr oder weniger freiwillig die Welt retten sollen. 

Wie das läuft und ob das eine gute Idee ist, erfahrt ihr in unserem Test. 

 

Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?The Squad.jpg

 

Das Spiel beginnt damit, die grundlegende Steuerung der vier aktuell verfügbaren Charaktere aufzuzeigen. Wir lernen die vier "Protagonisten" (oder eher "Antagonisten") kennen und reisen zu einem Treffpunkt mitten im Nirgendwo. Deadshot, Harley Quinn, Captain Boomerang und King Shark haben dabei verschiedene Bewegungsmuster, Waffen und Fähigkeiten. Während Deadshot mit einem Scharfschützengewehr Ziele auf Distanz leicht ausschaltet, hält King Shark mit einer Minigun Gegnermassen auf kurzer Distanz in Schach. Harley ist Spezialistin mit der Pistole und haut Gegner gerne mit ihrem Hammer um und Captain Boomerang ist... sagen wir mal "sehr gut ausgestattet".

Nach dem Tutorial gelangen wir dann in die Charakterwahl und können uns für einen der vier entscheiden. Diese Entscheidung ist nicht endgültig, man kann fast jederzeit zwischen den Charakteren beliebig wechseln, selbst im Online-Modus ist man nicht daran gebunden, wer welchen Charakter spielt, wodurch man auch zu viert mit dem gleichen Charakter herumlaufen kann.  

 

Wo ist die Justice League?

 

Mit dem Suicide Squad geht es direkt ins Geschehen: Wir begeben uns nach Metropolis, welches in Trümmern liegt. Von der Justice League fehlt vorerst jede Spur, mal abgesehen von den Ballons, Bannern, Statuen und allem, was das Super-Fan-Herz höherschlagen lassen würde. Metropolis sieht aus wie eine einzige Fan-Gemeinde, welche die Justice League wie Götter verehrt. Hinweise darauf, was passiert ist, erhält man am Himmel, wo ein gigantischer, lila-leuchtender Kopf schwebt und dessen "Arme" überall über der Stadt hängen. Was genau passiert ist, erfahren wir später, erhalten aber eine kleine Kostprobe im Kampf zwischen Green Lantern und Flash. Das düstere Ziel im Spiel wird wohl allein aufgrund des Titels vermittelt, den Grund dahinter lassen wir allerdings mal außen vor, um möglichst spoilerfrei zu bleiben. Die Story ist trotzdem humorvoll gehalten und jeder Charakter hat auf jeden Fall seine Höhen und Tiefen und wird gut dargestellt. Beispielsweise wird der Wahnsinn von Harley ersichtlich, wenn sie sich paralysieren lässt, anstatt den anderen zu helfen, nur weil es lustig ist und sie dafür Deadshot unsittlich berühren kann.

Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen der Hauptcharaktere werden immer wieder thematisiert und so erfährt man nach und nach, was jeden einzelnen bewegt und wie oder wieso er in diese Situation geraten ist.  Braniac.jpg

 

Loot über Loot!

 

An sich ist das Spiel im Loot-Shooter-Genre einzuordnen. Heißt, ich töte Gegnermassen und bekomme dafür Crafting-Material und kann mir gute Ausrüstung schmieden, Rinse and Repeat. 

Dazu kommen ein paar kleinere Sammelgegenstände und eine lustige, nicht zu ernst zu nehmende Geschichte. Alles in allem ist das eine solide Sache und macht auch Spaß. Es fühlt sich nach circa 20 Stunden nicht langweilig an, da man immer wieder dumme Sprüche vom Team hört. 

Grundsätzlich ist der Humor im Spiel nicht für jeden gemacht, da es doch schon mal derber zugeht und ab und an Köpfe rollen. 

 

 

Technisches und Barrierefreiheit

 

Das Spiel sieht gut aus und auch Ladezeiten sind trotz der gut gefüllten Spielwelt fast nicht vorhanden. Auch im Koop-Modus gab es nur sehr vereinzelt mal kurze Ruckler, die sich aber wirklich in Grenzen gehalten haben. Mehr zum Koop-Modus erfahrt ihr gleich im nächsten Abschnitt.

Das Spiel lässt sich grundsätzlich in verschiedenen Sprachen spielen und auch diverse Sprachausgaben sind vorhanden. So kann man mit englischer Sprachausgabe spielen und das Systemmenü ist trotzdem in Deutsch gehalten. 

Für die Barrierefreiheit gibt es umfangreiche Optionen, so kann man grundsätzliche Einstellungen für leichtere Steuerung, wie zum Beispiel automatisches Laufen oder Zielen, auswählen. Auch eine "Text-to-Speech"-Funktion ist vorhanden, diese gibt es allerdings nur auf Englisch. Es gibt diverse Einstellungen für Leute mit Sehschwächen wie Farbenblindheit. Abgesehen vom Standard für Rot-, Grün- oder Blauschwächen kann man jede Farbe für Ausrüstungsklassen im Spiel selbst definieren. Grundsätzlich sind hier die Standardfarben wie Lila für Episch oder Gold für Legendär hinterlegt, dies lässt sich aber komplett überschreiben. 

Daher auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung zur Inklusion aller Spieler.  

 

Green Lantern.jpgDie Sache mit dem Online-Zwang

 

Meine Kritik an dem Spiel bildet sich auf Grundlage des vorliegenden Online-Zwangs. Wenn man im Koop spielen will, ist das logisch und nachvollziehbar. Läuft man allerdings alleine mit seinen drei Kumpanen im Einzelspieler-Modus herum, herrscht auch hier strikter Online-Zwang. Es ist nicht möglich, das Spiel ohne Online-Verbindung zu spielen, was in Ländern wie den USA oder im asiatischen Raum vermutlich problemlos geht, aber mit der Infrastruktur in Deutschland könnte das gegebenenfalls schon das eine oder andere Mal zu Problemen führen. Sind die Server offline, ist ein Spielen gar nicht möglich und das, obwohl an sich alle Trophäen auch alleine erspielbar sind. Das größte Problem ist aber der Spielstand. Dieser liegt irgendwo auf dem Server und anscheinend läuft das Speichern nicht rund. Es gibt keine Möglichkeit, manuell auf dem Server oder der Konsole zu speichern. Was dadurch im ungünstigsten Fall passieren kann, habe ich am eigenen Leib erfahren. Der Spielfortschritt von einer 8-Stunden-Sitzung war beim nächsten Spielstart komplett verschwunden. Sowohl der Storyfortschritt als auch sämtliche Ausrüstung waren verschwunden und konnten nicht wiederhergestellt werden. Laut Reddit und auch der WB-Support-Seite kommt das relativ häufig vor, was einfach komplett inakzeptabel ist. 

 

Trophy-Check

 

Das Spiel hat insgesamt 51 Trophäen, inklusive einer Platin-Trophäe. Es gibt ein paar Trophäen für den Abschluss diverser Story-Missionen, dazu kommen ein paar kleinere Nebenaufgaben wie die Riddler-Rätsel oder Zeit-Bewegungs-Herausforderungen. Zudem muss man für eine Trophäe das Arkham-Museum besuchen, in dem man die Geschichte der Arkham-Trilogie nochmal nacherzählt erleben kann. Wer auf die Platin-Trophäe aus ist, wird aber einiges an Zusatzzeit nach Abschluss der Geschichte investieren müssen, da man jeden Charakter mindestens auf Level 30 bringen muss und dazu noch mindestens Team-Stufe 50 erreichen soll. Diese Team-Stufen kann man allerdings erst nach Erreichen von Stufe 30 mit einem Charakter zu leveln beginnen. Die restlichen Aufgaben lassen sich fast alle beim Leveln abschließen, solange man hier etwas strukturiert vorgeht. 

Alles in allem wird die Platin voraussichtlich circa 60 - 70 Stunden dauern, die Schwierigkeit ist eine gute 4 bis 5 von 10. 

 

 

Fazit

 

Ich habe das Spiel durchgehend im Online-Koop mit einem Partner gespielt, was wirklich flüssig lief und nur wenige kurze Störungen hatte. Die Story und der Humor haben mir gefallen – immer wenn jemand eine gute Idee hatte, hat es ein anderer der "Task Force X" in den Sand gesetzt. Das Spiel mag alleine tatsächlich eher langweilig sein, solange man aber mit einem oder bis zu drei weiteren Spielern unterwegs ist, kann man gemeinsam viele lustige Stunden verbringen. Auch die Grafik ist gut umgesetzt und die Art und Weise, wie sich jeder Charakter gleich, aber doch etwas anders anfühlt, macht Spaß. 

Würde ich nur von Story, Steuerung und Spielspaß ausgehen, wäre das Spiel mit Sicherheit bei einer soliden 8 oder höher gelandet. Dann kommt aber die Sache mit dem Online-Zwang und noch viel schlimmer mit dem Speichern des Spielstands auf dem Server dazu. Solange das alles funktioniert, mag das in Ordnung sein, wenn man sich aber darauf nicht verlassen kann, dass das Spiel korrekt speichert, dann lebt man schon fast in "Angst", dass der ganze Fortschritt bei jedem Beenden des Spiels wieder verschwunden ist und man absolut keinen Einfluss darauf hat. Für mich ist so etwas ein rotes Tuch und sorgt dafür, dass ich die Spiele meist direkt wieder in den Schrank verbanne, da die Lebenszeit schlichtweg begrenzt ist und ich dann lieber etwas spiele, bei dem ich sicher sein kann, meinen Fortschritt nicht zu verlieren. Besonders im Hinblick auf die hohe Regelmäßigkeit dieses Verlusts.

Vor etwas mehr als einem Jahr kam übrigens ein sehr ähnliches Spiel auf den Markt. Dort stand man auf der anderen Seite des Gesetzes und auch der Entwickler war ein anderer. Parallelen zu ziehen, bleibt da nicht ganz aus. Hier findet man den Test zu Gotham Knights von damals. Suicide Squad ist meiner Ansicht nach etwas besser, da es technisch ausgereifter scheint und auch eine höhere Langzeitmotivation aufweist. Wer mit Gotham Knights seinen Spaß hatte und nicht vor etwas derberem Humor zurückschreckt wird, sofern man keine Probleme mit dem Online-Zwang hat, hier auf jeden Fall Spaß haben. 

 

Erinnerung an Arkham.jpg

 

4.5/10 (bei Einbezug der Online-Probleme)

 

Euer

Trophies.de-Team

  • hilfreich 2
  • gefällt mir 4
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