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IGNORIERT

Test: Wildcat Gun Machine - Der Bullethell Shooter mit dem Hauch Katze


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Details

Plattform: PS4 | Developer: Chunkybox Games | Publisher: DAEDALIC Entertainment GmbH

Genre: Indie / Twin-Stick-Shooter / Bullethell / 2D / Dungeon-Crawler


Wie fange ich am besten an? Ich bin kein Profi, was Dungeon-Crawler angeht, habe nur mal ein paar Runden Pokémon Mystery Dungeon gespielt, sonst bin ich neu in dem Genre. Es gab eine Anfrage vom Publisher, ob wir nicht Interesse hätten, das Spiel für unsere Seite zu testen. Ich hab mir kurz einen Trailer dazu angeguckt und gebe ehrlich zu, mich haben am meisten die Katzen interessiert. Das Spiel sah aber lustig aus und so wurde ich auserkoren, das Spiel zu testen und euch hier mit meiner Meinung zu bereichern.

Also – schauen wir uns das Spiel mal an.  

 

Worum geht es? 

Ich bin offenbar in einer Welt, in der jede Menge Abnormalitäten rumlaufen, deren traurige Existenz ich beenden muss. Das ist quasi auch schon alles. Ich töte Mutanten und weiß nicht, wieso ich das tue. 

Das Spiel hat quasi keine Story. Man läuft durch die einzelnen Stockwerke und schießt sich so durch. Zu Beginn wird man ohne Erklärung ins Spiel geworfen. Keine Idee davon wo man ist, wer man ist, warum da so komische Monster rumlaufen oder warum man offenbar von der Seele einer süßen weißen Katze zur Wiedergeburt Gebrauch machen kann. Aber was braucht man schon für Gründe, um eklige Glibbermonster abzuschießen, ihre Existenz ist Grund genug – daher geht das wohl klar :D 

Ich selbst bin eine augenklappentragende, offenbar eher schießwütige Persönlichkeit, die es gar nicht mag, selbst angeschossen zu werden. Je mehr Schaden ich nehme, umso böser schaue ich drein!

 

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Schleimogh.jpg

Immer drauf halten

Also, wie man ahnt, hält man durchgehend mit diversen Waffen auf Horden von Monstern. Anfangs noch recht übersichtlich, wird es mit zunehmender Zeit immer unübersichtlicher, von wo denn jetzt überall Gegner kommen (was ja auch so gewollt ist). Entweder schießt man sich einmal mit seiner kleinen Standardpistole und unendlich Munition durch die Horden an Gegnern oder man nutzt eine der vielen Spezialwaffen, die man im Spielverlauf erhalten kann. Das geht von kleinen Schrotflinten über Kettensägenblattschießer bis hin zur B.F.G., der "Big-F***ing-Gun", die jeden Gegner im Gebiet tötet. Die Spezialwaffen haben dabei nur begrenzte Munition, welche je nach Stärke der Waffe variiert. Granaten kann man auch nutzen, die Sog-Granate war dabei mein Liebling. Mit der kann man alle Gegner an eine Stelle ziehen und dann mit der Waffe schön drauf halten.

Wie von Bullethell gewohnt, muss ich während meines Geballers dem massenhaften Orb-Beschuss ausweichen, welcher in diversen Mustern aus allen Richtungen auf mich einprasselt, und habe zu diesem Zweck ebenso klassisch einen Sprint oder Schub zur Verfügung, mit dem ich mich durchgehend flink durch den Raum bewegen kann, um Orbs zu entgehen.

So ausgestattet arbeite ich mich durch ein Labyrinth, welches rogue-like-typisch anmutet und generell sind Ähnlichkeiten zu Binding of Isaac nicht von der Hand zu weisen. Doch hier hört die Ähnlichkeit auch direkt wieder auf, denn bei Wildcat Gun Machine ist das wichtigste Element nicht gegeben: der Frust des Neustarts.

Es gibt Checkpoints und selbst wenn einen mal das Zeitliche segnet, ist der Weg zum Ort des Ablebens nie weit. Die Gegner sind dann zwar wieder am Leben, aber ein bisschen zusätzliches Kleingeld, das man sich auf diese Weise verdient, tut nicht weh. Und hat man es doch mal sehr eilig, kann ich den Weg dank meiner Kätzchen noch weiter verkürzen ...

 

 

Wo sind die Katzen?Katzen.jpg

Der Trailer und auch der Name suggerieren fälschlicherweise, man hätte weit mehr mit Katzen zu tun. Doch die einzigen Katzen, denen man im Spiel begegnet, sind die Geisterkatzen, die einem einen Neuversuch, also quasi ein Leben schenken. Je mehr man von diesen freigeschaltet hat, umso mehr niedliche Fellknäule tummeln sich um den Kontrollpunkt. Sie sehen auch wirklich süß aus, doch hätte ich mir wirklich mehr Katzencontent gewünscht. Potenzial gäbe es genug – gerne zum Beispiel eine Waffe in die Richtung. Auch der Maincharakter hätte ja eine Katze sein können oder so. Jedenfalls führt einen der Trailer hier stark (aber lustig) an der Nase herum und bewiesen ist auch:

Cat sells! 

Aber immerhin sind die Geisterkatzen süß. Es wird gemunkelt, dass man in der PC-Version die Katzen streicheln kann, was ich auf der PS4 nicht entdeckt habe:bigcry:

 

Burg.jpgDer finale Kampf

Nachdem ich mich dann durch Gegnerhorden ohne sichtbares Ende gekämpft und zum Schluss sogar quasi meine eigenen "Überreste" bekämpft habe, treffe ich schließlich auf die wahre Form der Bestie, die ich von Anfang an versuche zu töten. Und plötzlich ändert sich die komplette Spiellogik. Ich kann nicht mehr sprinten, ich habe keine zweite Waffe mehr und Granaten sind auch weg. Ich scheine den Geist der Katze in mich aufzunehmen, wodurch ich plötzlich zwischen meiner guten und meiner bösen Seite wechseln kann. Die Bestie schießt weiße oder schwarze Kugeln und abhängig von der Farbe der Kugel bin ich unverwundbar, wenn ich die richtige Form (gut oder böse) habe. Ich kann nur von weißen Kugeln getroffen werden, wenn ich selber zur bösen Seite gewechselt bin und anders herum. Schwarze und weiße Orbs haben dabei ein festes Muster in jeder Phase des Kampfes, was dazu führt, dass man die Muster lernen und den Kampfstil anpassen kann. Ein Wechsel der Seite ist in einem Großteil der Phasen daher obsolet, da man durch geschickte Bewegung den meisten Kugeln ausweichen kann und nur in Phase 2 und Phase 5 des Kampfes zwingend die Farbe wechseln muss. 

Ehrlich gesagt hat mich das ziemlich fertig gemacht, da man plötzlich im allerletzten Kampf ein neues System lernen muss. Aber sei's drum – nach gefühlt 80 Toden war auch das erledigt und nach 6,5 Stunden war damit der erste Spieldurchgang im Kasten.  

 

 

Die Technik

Das Spiel ist technisch gesehen nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Es hat eine klassische 2D-Comic-Grafik. Ladezeiten gibt es nur zwischen den einzelnen Akten, sonst ist immer alles flüssig gelaufen, egal wie viele Gegner und Orbs gleichzeitig über den Bildschirm geschossen sind. Es gibt zwar eine Sprachauswahl, da es aber keine Sprachausgabe gibt, macht dies nur Unterschiede in der Menüführung. Das kleine Indie Studio, von denen dieses Spiel entwickelt worden ist, hat hier auf jeden Fall abgeliefert. Wenn jetzt noch die Trophäen-Bugs behoben werden (siehe Folgeabschnitt), dann gibt es technisch gesehen keinen Grund mehr zur Beschwerde.

 

Trophäen-Check

Die Trophäen erhält man sehr geradlinig. Im Grunde muss man einmal das Spiel durchspielen und dabei alle Waffen und Upgrades kaufen, die es zu kaufen gibt. So weit die Theorie. Problem dabei sind die Kosten für Upgrades und Waffen. Im regulären Spielverlauf wird man kaum genug Geld zusammen sammeln, um alle Kategorien entsprechend auszufüllen. Daher empfiehlt es sich hier, sein Geld bis zum Ende zu sammeln und dann alles zu kaufen und vor dem Speichern neu zu laden.
Ärgerlich ist allerdings, dass eine Trophäe verbuggt ist und aktuell gar nicht erspielt werden kann. Für das Besiegen des "Unfassbaren Schreckens" erhält man nicht die zugehörige Trophäe für den Sieg, sondern die Trophäe für den Kauf aller Waffen. Kauft man aber alle Waffen, erhält man leider nicht andersherum die Trophäe für den Boss-Sieg. Aktuell gibt es keine Lösung für das Problem, sodass Platin nicht möglich ist.

Grundsätzlich ist es nicht zu schwer, aber auch nicht unbedingt leicht, je nach Twinstick- und Bullethell-Erfahrung. Für Veteranen der Genres ist das hier allerdings ein durchschnittlicher Dienstagmorgen. Ein Spieldurchgang dauert ungefähr 5 - 7 Stunden und sollte der Bug behoben werden, wäre Platin mit etwas Planung in einem Spieldurchgang möglich.

(06.09.2022 Anmerkung der Redaktion: Bug ist behoben, Platin kann wieder erspielt werden).

 

Fazit

Für Neulinge ist es ein guter Einstieg in das Dungeon-Crawler- und Bullethell-Genre. Man lernt die Mechaniken schnell und bleibt am Ball, da es nicht so schwer ist wie andere Vertreter und der Frust des ewigen Neustarts komplett ausbleibt. Ich hatte Spaß, mich durch die Gegnermassen zu kämpfen und dabei immer mal wieder auf neue Gegner und Herausforderungen zu treffen. Vor allem wenn ich dann doch mal gestorben bin und mir neue Wege suchen musste, um durchzukommen. Ladezeiten sind fast nicht vorhanden und die Grafik im Comicstil ist schick, aber auch nichts, was man nicht schon mal gesehen hätte. Der Trailer hat mir mehr Cat-Content versprochen, den ich hier eindeutig vermisst habe. Auch die Trophäenbugs haben das Spielergebnis etwas getrübt. 

Sollten die Trophäenprobleme behoben werden, ist das Spiel auf jeden Fall empfehlenswert für einen kurzen Spaß zwischendurch. 

 

7.0 von 10

 

Euer

  • danke 1
  • erledigt 1
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Am 18.5.2022 um 08:32 schrieb MarcelGK:

Ärgerlich ist allerdings, dass eine Trophäe verbuggt ist und aktuell gar nicht erspielt werden kann. Für das Besiegen des "Unfassbaren Schreckens" erhält man nicht die zugehörige Trophäe für den Sieg, sondern die Trophäe für den Kauf aller Waffen. Kauft man aber alle Waffen, erhält man leider nicht andersherum die Trophäe für den Boss-Sieg. Aktuell gibt es keine Lösung für das Problem, sodass Platin nicht möglich ist.

Dieser Bug ist behoben und Platin kann jetzt erspielt werden :) 

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