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trophies.de @ Gamescom 2026 - Weitere Eindrücke zu Silent Hill: townfall

 

Man könnte meinen, dass sich Konami in den letzten Jahren aus einer komischen Trance befreit hätte und erkannt hat, was für begehrte Marken sie haben. Dabei haben lang ungenutzte Marken, wie zum Beispiel die Silent Hill Reihe, neue Ableger erhalten. Wurde das glorreiche Comeback der alteingesessenen Reihe mit einem Remake des Fan-Lieblings Silent Hill 2 gefeiert, wurden der Reihe auch gänzlich neue Ableger spendiert, wie Silent Hill: The Short Message und Silent Hill: f. Ende September erscheint der neueste Ableger Silent Hill: townfall, der in Kooperation mit Annapurna Interactive entwickelt wurde. In Silent Hill: townfall verkörpert man Simon Ordell, der von Richard dazu überredet wurde in das kleine schottische Küstenstädchen St. Amelie zurückzukehren, um vergangene Fehler zu beheben. Welche Fehler Simon anscheinend mit Richard begangen hat, ist noch ein Mysterium, aber anscheinend ist etwas dramatisches in St. Amelie geschehen, was nicht nur die Gemeinschaft negativ beeinflusst hat, sondern auch Menschenleben kostete. Ob Simon der Hauptverantwortliche für dieses undefinierte Unglück war oder selbst reingezogen wurde, kann man aktuell noch spekulieren.

 

Um den baldigen Release Ende September zu überbrücken und vielleicht mehr Infos zu erhaschen, nutzte ich die Chance und stellte mich beim Gamescom Stand für Silent Hill: townfall an. Der Gamescom Stand sieht aus wie ein Gebäude aus St. Amelie inklusive Ortsschild und sobald man die Warteschlange geschafft hat, kann man im Gebäude Platz nehmen. Obwohl das Spiel in ungefähr einem Monat erscheint, bekommt man die neuen Eindrücke leider nur durch eine Trailer-Präsentation in einem immersiven Theater. Die Präsentation beginnt mit der gleichen Szene, wie auch beim kürzlich veröffentlichten Trailer, wo man ein Telefonat zwischen Simon und Richard. Nach dieser Eröffnungsszene beginnt das eigentliche Gameplay inmitten der Küstenstadt. Typisch Silent Hill ist auch hier kein Sonnenschein vorhanden, sondern sehr viel Nebel. Als sich Simon einer Telefonzelle nähert, beginnt das Telefon darin plötzlich zu klingeln. Hier kam dann auch der immersive Aspekt des Theaters zum Einsatz, da ein:e Messebesucher:innen in die physische Telefonzelle neben der Leinwand gehen und das Telefon annehmen muss, um die Präsentation fortzusetzen. Nach etwas Verwirrung ging ein Mädchen eine Reihe vor mir etwas verunsichert zur Telefonzelle und nahm das Telefon ab.

 

Die Präsentation wird mit einem weiteren Telefonat zwischen Simon und Richard fortgesetzt, wobei Richard nochmal erwähnt wie froh er ist, dass Simon zurückgekehrt ist. Plötzlich plagen Simon sehr starke Kopfschmerzen und das Telefonat wird abrupt abgebrochen. Er verlässt die Telefonzelle und durchquert eine Gasse, die grellrot beleuchtet ist. Da dieser Silent Hill Ableger als erster Teil der Reihe aus der First-Person-Perspektive gespielt wird, erhält man hierbei wieder einen guten Blick auf Simons linke Hand und Arm, wo ein Venenzugang drinnen steckt. Warum und woher Simon diesen hat, ist unklar, aber die Bedeutung scheint enorm zu sein, da das Berühren des Venenzugangs schwere Kopfschmerzen verursacht.

 

Als Simon durch die grellrot beleuchtete Gasse geht, erkennt man, dass er am Hauptplatz von St. Amelie angekommen ist. Dort sieht man auch viele Protestschilder, die die Verschlechterung der Gemeinschaft und ein großes Unrecht beklagen. Was genau passiert ist, kann man aber nur vermuten. Auf dem Hauptplatz sieht Simon dann auch Richard, der auf bizarre Weise an einer Essenssonde hängt, die aus den Wolken kommt. Nachdem Simon ihm die Sonde rauszieht, kommt Richard zu sich und kann etwas mit Simon reden bevor die Präsentation weiterspringt.

 

Im nächsten Abschnitt wird das Kampfsystem und Schleichsystem etwas gezeigt. Begonnen wird damit, dass man sieht, wie Simon einen Revolver lädt und ein Monster bekämpft, das aussieht wie ein Mensch in einer Zwangsjacke, dessen Kopf quasi ein Axtkopf ist. Der Revolver hat dabei ordentlich Kraft und tötet das Monster in vier Schüssen. In einer weiteren Szene schleicht sich Simon an dasselbe Monster heran und kann mithilfe eines tragbaren Fernsehers und der richtig eingestellten Frequenz, das Monster durch die Wände sehen und dessen Bewegungen besser einschätzen. Er schleicht sich daraufhin an das Monster an und bekämpft es mit einer Holzlatte, wobei man sieht, dass man ähnlich wie bei den vorherigen Spielen, Angriffe von Gegnern abblocken kann. Durch die neu eingeführte First-Person-Perspektive wirken die Kämpfe intensiver, wobei es dann aber fraglich ist, wie gut man die Überblick über den Kampf behalten kann, wenn man gegen mehrere Monster kämpft.

 

Zu guter Letzt, bekommt man auch einen weiteren Einblick in die „Unterwelt“, worin Simon zum Beispiel einen langen, in rotem Licht getauchten Gang entlang und an Särgen vorbei geht. Anschließend bekommt man auch die Silhouette eines neuen Gegners zu sehen. Dieser sieht aus, als wären mehrere Köpfe auf dem Oberkörper eines Menschen miteinander zu einem großen Klumpen verschmolzen. Simon kann diesem Gegner per Lift dann nur noch knapp entkommen, womit die Demo auch zu Ende ist.

 

Die Silent Hill Reihe befindet sich aktuell in einer spannenden Phase, wobei Konami sich wohl selbst fragt, ab wann ist ein Spiel ein Silent Hill Spiel? Während vergangene Teile mit Remakes geehrt und neu aufgelegt werden, wird die Reihe auch durch neue Ableger weiterentwickelt. Für mich persönlich ist diese aktuelle Strategie von Konami sehr passend, da ich dadurch die Klassiker aufgefrischt zum ersten Mal erleben kann und gleichzeitig bei der Weiterentwicklung der Reihe dabei sein kann. Bezüglich Silent Hill: townfall bin ich sehr gespannt, was Annapurna Interactive und das schottische Studio Screen Burn Interactive kreiert haben. Auch wenn die Demo leider nur eine Präsentation war, habe ich sehr große Lust auf mehr und will wissen, was in St. Amelie und was mit Simon passiert ist. Das Gameplay orientiert sich wohl stark an Silent Hill 2, was ich gut finde, während man mit dem Wechsel zur First-Person-Perspektive ein intensiveres Erlebnis bieten will, wobei ich gespannt bin, wie gut das besonders in den Kämpfen funktionieren wird. Wobei ich mir aktuell keine Sorgen mache, ist der Artstyle und die Musik, da mich das Spiel da schon überzeugt hat. Ich freu mich schon auf den 24. September, wenn ich dann endlich das Mysterium rund um St. Amelie und Simon auflösen kann.

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