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Test: Castlevania Advance Collection


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Castlevania Advance Collection verfügbar - Vier beliebte Ableger der  Castlevania-Reihe

 

Castlevania Advance Collection im Test für die PS4 - Mehr Klassiker? Her damit!

 

Die spontane Ankündigung und der Shadowdrop einer weiteren Castlevania Collection war für mich ein großes Highlight der letzten Nintendo Direct. Schließlich sind diese Klassiker nie offiziell außerhalb des Gameboy Advance (bzw. SNES im Falle von Dracula X) erschienen und auf legalem Wege kaum noch zu bekommen.

 

Was sehr schade ist, denn die Post - Symphony of the Night Castlevanias sind teilweise wirklich unterschätzt. Konami mag zwar selbst keine vernünftigen Spiele mehr entwickeln, aber solange sie ihre Klassiker in preiswerten Collections anbieten, ist das schonmal ein Trost. Wie sehr diese Collection jedoch wirklich trösten kann, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Viertes Rad am Dreirad

 

Die Advance Collection enthält die Titel "Circle of the Moon", "Harmony of Dissonance" und "Aria of Sorrow". Also alle drei der Gameboy Advance Titel, die allesamt den typischen Metroid-Stil von Koji Igarashi nutzen und den etwas deplatziert wirkenden SNES Teil "Dracula X", der unter Fans etwas nicht den besten Ruf zu genießen scheint.

 

Der Grund dafür ist, dass Dracula X eine Art Remake von Rondo of Blood ist, aber dennoch als die schwächere Version gilt. Dementsprechend wirkt es etwas blöd, dass man hier mit dieser Version abgespeist wird. Zum Glück befindet sich Rondo of Blood aber bereits auf der Requiem Collection. So ist es der Vollständigkeit halber eine nette Dreingabe, dass wir die SNES Version nun auch bekommen. Nur Switch und PC Besitzer gucken etwas doof aus der Wäsche, da die Requiem Collection Sony-exklusiv ist und sie nun mit der schwächeren Version leben müssen.

 

Tatsächlich gefiel mir persönlich diese Version aber gar nicht mal so schlecht. Ich habe den Vergleich zu Rondo of Blood zwar nicht, aber Dracula X weiß mit einem sehr coolen Soundtrack zu überzeugen und ist rundum ein solides, klassisches Castlevania Spiel. Das Hauptproblem mit dem Spiel ist die etwas sperrige Steuerung, die Super Castlevania IV schon Jahre früher besser hinbekommen hat, und ein paar unfaire Stellen. Besonders der letzte Boss ist zum Haare raufen. Insgesamt ist es aber ein solider Titel, bei dem ich froh bin, dass er dabei ist.

 


Der Hauptgang

 

Aber natürlich kauft man sich diese Collection primär für die drei GBA Teile. Allesamt wirklich solide Titel, die zwar strukturell sehr ähnlich sind, aber allesamt ihre Eigenheiten haben, die sie interessant machen. So streift man zwar in jedem Teil durch Dracula's Schloss, deckt seine Karte auf und schaltet dabei Items frei, die einem mehr Bereiche im Schloss eröffnen, aber trotzdem schaffte es Konami, dass jeder Teil eine frische Mechanik etabliert, die das Ganze davon abhält, zu repetitiv zu werden.

 

Circle of the Moon steckt euch in die Schuhe von Nathan Graves, der tatsächlich, wie man es dem Namen schon entnehmen kann, kein Mitglied der Belmont Familie ist. Im Grunde ändert das nicht viel, denn ihr übernehmt trotzdem die Rolle eines Peitschen schwingenden Monsterjägers und macht Jagd auf den guten alten Vlad, aber die Dynamik zwischen Nathan und seinem Kumpanen Hugh ist recht interessant und es ist einfach nett zu sehen, dass hier mal etwas andereres versucht wurde. Das Spiel nutzt das DDS (Dual Set-up System) mit dem ihr Karten von bestimmten Gegnern looten könnt, die ihr wiederum in eurem Inventar kombiniert um bestimmte Fähigkeiten zu benutzen. Klingt erstmal wenig bemerkenswert, aber mit den verschiedenen Kombinationen der Karten zu experimentieren und so verschiedenste Fähigkeiten nutzen zu können, ist wirklich spaßig. Ein solider Teil, der wenig falsch macht.

 

Harmony of Dissonance dagegen ist ein so typischer Castlevania Teil, das man kaum etwas darüber sagen kann. Ihr seid ein Belmont, ihr macht Jagd auf Dracula, so gut wie alle Bosse gab es schon mal in Symphony of the Night und es tut wenig um hervor zu stechen. Das Spiel nutzt zwar zwei parallel existierende Schlösser, zwischen denen ihr hin- und herwechseln könnt, aber im Endeffekt bedeutet das nur, dass ihr alle Wege zweimal ablaufen müsst. Sehr cool ist aber das Magie System. Ihr könnt fünf verschiedene Magietypen erlernen und diese mit euren Sub-Weapons kombinieren. So könnt ihr z.B. eure Axt nicht einfach nur werfen, sondern auch mit diversen Elementen kombinieren um verschiedenste Skills zu benutzen. Ein cooles System, das ebenfalls zum Experimentieren einlädt. Trotzdem insgesamt ein etwas unterwältigender Teil, der zwar wenig falsch macht, sich aber etwas redundant anfühlt, wenn man Symphony schon kennt.

 

Der letzte Teil der Collection, Aria of Sorrow, steckt euch in die Schuhe eines Austauschstudenten namens Soma Cruz und spielt im Jahre 2035. Dieser Teil ist in meinen Augen der ambitionierteste dieser Collection und rundum stärkste. AoS traut sich sowohl narrativ, als auch mechanisch ein paar neue Sachen und führt wohl die größte Anzahl an neuen Gegnern ein. Soma Cruz' einzigartige Fähigkeit ist das Absorbieren von Seelen. Jeder einzelne Gegner im Spiel hat eine Seele, die man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nach ihrem Ableben absorbieren kann und eine weitere Fähigkeit zu eurem Repertoire hinzufügt. So erhält man im Verlaufe des Spiels ein richtiges Arsenal an Skills, die man frei austauschen kann. Wer Bloodstained gespielt hat, kennt das sicher schon in Form der Scherben. Mit Aria of Sorrow macht man sehr wenig falsch, ein sehr schönes Spiel!

 

Cheaten erlaubt

 

Wie üblich für eine Collection dieser Art, gibt es wieder jede Menge Zusatzfunktionen, die euch das Leben erleichtern. So könnt ihr frei die Steuerung von jedem Spiel nach Belieben verändern und jede Taste zu belegen, wie ihr es möchtet. Es gibt Artwork, das man sich im Menü anschauen kann, man kann den Hintergrund verändern, der aufgrund des 4:3 Formats zwangsweise zu sehen ist, ihr könnt euch den Soundtrack im Menü anhören und natürlich auch frei Savestates erstellen und sogar das Spiel ein paar Sekunden zurückspulen. Falls euch die Schwierigkeit dieser Spiele also zu hoch ist, gibt es allerlei Hilfen, die euch das Leben leichter machen.

 

Außerdem gibt es nette Zusatzfunktionen, die das Komplettieren erleichtern. In Harmony of Dissonance seht ihr je nach Bereich, ob es noch Items gibt, die ihr nicht gefunden habt. In Aria of Sorrow zeigt euch das Spiel sofort an, welche Gegner noch Seelen haben, die ihr nicht besitzt und das Gleiche gibt es dann in Circle of the Moon, wo ihr stets sehen könnt, welcher Gegner Karten droppt. praktische Quality of Life Funktionen, die ihr alternativ auch einfach ausschalten könnt.

 

Trophy-Check

 

Die Platin für dieses Spiel erfordert, dass ihr jeden Teil dieser Collection sehr gründlich durchspielt. In Dracula X müsst ihr zwar lediglich die beiden Frauen retten, die in Dracula's Schloss gefangen halten werden und dabei aufpassen, dass ihr sie nicht verpasst, aber das Spiel bietet aufgrund seiner linearen Natur auch nicht viel anderes, das ihr verpassen könntet.

 

Circle of the Moon erfordert, dass ihr alle der Karten findet und das Spiel ein weiteres mal im Magician Mode durchspielt. Ähnlich sieht es in Aria of Sorrow aus, wo ihr jede einzelne Gegnerseele braucht und das Spiel als Julius Belmont durchspielen müsst. Gerade das Erfarmen der Seelen kann recht nervig sein und ist sehr RNG-basiert.

 

Harmony of Dissonance erfordert dagegen kein Gegrinde, sondern will lediglich, dass ihr alle Möbelstücke im Spiel findet. Danach sollt ihr das Spiel noch als Maxim durchspielen. Am Ende steht ihr also bei 7 Durchgängen in vier verschiedenen Spielen mit etwas zusätzlichem Gegrinde. Recht aufwendig, aber zumindest sehr leicht, vor allem da ihr die Macht des Zurückspulens besitzt.

 

Fazit

 

Über die Advance Collection gibt es wirklich nicht viel zu meckern. Vier Klassiker für 20 Euro zu bekommen ist ein super Deal und jedes der Spiele ist mindestens solide. Sie laufen allesamt rund, haben eine angemessene Anzahl an Zusatzfunktionen und eine faire Trophäen-Liste. Einfach eine rundum gelungene Collection! Davon gerne mehr, Konami.

8.0/10

Euer

  • gefällt mir 4
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