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Masquerade The Baubles of Doom im Test für die PS4 - Ein Narr ist noch kein Clown.


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1masquerade_header-266x266.jpg.f31a82bc14c201d42fba1ece67e0e9f9.jpgBunt, quietschig und urkomisch – so will Entwickler Big Ant Studios uns auf der PS4 für sich gewinnen. Auf den ersten Blick wirkt es verrückt und ansprechend, doch ob der Australische Entwickler auch auf den zweiten Blick mit seinem Spiel, welches auf den ungewöhnlichen Namen Masquerade The Baubles of Doom hört, überzeugen kann, erfahrt ihr unserem Test.

 

It’s a me, Jaxx!

 

Protagonist von Masquerade The Baubles of Doom ist Jaxx, der Narr, welcher mit seiner Gefährtin Comedia durch das Land „The Realm“ reist um die mysteriösen Druiden Kugeln zu finden. Naja, das ist als Story eigentlich schon zuviel gesagt, denn die eigentliche Handlung ist viel banaler.

Bereits zu Beginn wird Comedia entführt und Jaxx einziges Ziel ist es nun, seine Gefährtin zurückzuholen. Auf seinem Wege lauern einige Gefahren, da sich hier die Clowns breit gemacht und dabei allerlei Fallen aufgestellt haben. Also kämpft man sich nun von Level zu Level und gerade, als die Handlung so langsam Fahrt aufnehmen könnte, ist das Spiel auch schon vorbei.

Wirklich schade, dass es hier nicht mehr gibt. Das Spiel fühlt sich bereits hier schon unvollständig an. Alles was man an Handlung präsentiert bekommt, ist ein Narr, der einem Haufen Clowns hinterherrennt. Wortwörtlich! Was sonst in dem Land vor sich geht und warum hier jeden Tag Red Nose Day ist, wird leider nicht genauer erläutert. Und das Abrupte Ende deutet darauf hin, dass da mehr geplant war.

 

Stop – Hammertime!

Das Kampfsystem von Masquerade The Baubles of Doom ist relativ simpel und leicht erklärt. Es gibt eine Taste zum draufhauen und eine Taste zum kontern. Es gibt nur eine Waffe und das ist der überdimensionale Hammer der Hauptperson. Kein Skillbaum, keine Ausrüstung, gutes altes einfaches prügeln. Beinahe fühlt man sich an die Arkham Spiele erinnert. Man schlägt zu und sobald man das entsprechende Symbol über dem Gegner sieht, kontert man den Angriff und schlägt weiter auf ihn ein.

Fast? Nunja leider ist Jaxx nicht so gelenkig und so wirkt das Kampfsystem ziemlich hakelig und manchmal rutscht man einfach so quer über das Bild. Die Gegnertypen wechseln sich zwar etwas ab, kommen aber nicht wirklich über drei verschiedene Arten hinaus. Außerdem ist es auf Dauer sehr eintönig, was noch in Ordnung wäre, wenn man nicht dauernd aus den falschen Gründen auf die Nase bekommen würde.

Das Spiel bricht nämlich mit den typischen Traditionen. Es gibt zwar Exekutionsangriffe, doch ist man in der übertrieben langen Sequenz keineswegs sicher und kriegt besonders in Bosskämpfen dabei häufig saures. Ebenso ist die Ausweichrolle recht überflüssig, da man auch dabei nicht unverletzlich ist und Schützen mitten im Angriff die Richtung wechseln. Da hilft auch nicht der Superangriff, welchen man schon bei der Hälfte des Spiels maximiert hat.

Jesterrrrrrrrr!

Der Humor von Masquerade The Baubles of Doom hingegen ist erstklassig trashig und nutzt sich bis zum Schluss nicht ab. Seien es die Slapstickeinlagen der Gegner oder die Respawn Animationen von Jaxx, welche sich seiner letzten Todesursache anpassen. So schaut er entweder beleidigt in die Kamera und wischt sich das Wasser vom Gesicht oder er hält sich den schmerzenden Rücken, wenn er aus zu großer Höhe gefallen ist.

Selbst wenn man eine der drei Stufen erreicht hat, halten die Gegner inne und applaudieren, während sie den Spieler auslachen, sollte er im Kampf fallen. Etwas, was mir jederzeit ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat, war der Soundeffekt, den die Roten Nasen beim aufsammeln machen oder auch die Liebe zum Detail, wenn im Levelverlauf die Auswirkungen dessen zu sehen sind, was in den Videosequenzen geschehen ist.

Auch diese nehmen sich nicht so ernst und so kommt es vor, dass die vierte Wand durchbrochen wird und sich ein Gegner weigert gegen den Spieler zu kämpfen, wenn er nicht einen höheren Schwierigkeitsgrad wählt oder dass jemand den Respawn blockiert, da er auf der Toilette sitzt, welche den Spawnpunkt der Gegner darstellen. Sowieso ist jede Sequenz wie ein lustig inszenierter Sketch, aber was will man in einer Welt voller Clowns schon anderes erwarten.

Grafik ist nicht alles

Optisch gesehen ist Masquerade The Baubles of Doom ein Realität gewordener Comic. Quietschbunt, leichtes Cell-Shading und fröhliche Motive sind genau das, was das Spiel gebraucht hat. Wenn man es sieht, bekommt man sofort Lust auf’s Spielen. Leider ist das mit der Bewegungsunschärfe eine andere Geschichte und man braucht Zeit sich daran zu gewöhnen. Es hakelt und ruckelt hier und da und dass viele Elemente der Umgebung nur so hingeklatscht und vor allem nur ge-“copy-pasted“ wirken, steht im Kontrast zu den kleinen, liebevollen Details der Spielwelt.

An sich sind die Level ebenfalls nicht ganz ausgereift. Immer wieder wird man dazu gezwungen, kleine Sprung und Schalterrätsel zu lösen und während es teilweise einfach nur wie ein Zwang wirkt, hier mal was reinzusetzen damit Abwechslung ins Spiel kommt, ist die Steuerung dafür einfach nicht geschaffen und man fällt oft einfach dran vorbei. Fairerweise sind die Checkpoints so zahlreich, dass man nicht allzu viel wiederholen muss.

Die Rätsel sind auch ansonsten nicht allzu anspruchsvoll und zielen oft lediglich auf Timing ab, weniger auf Geschick, da dies kaum möglich ist. Lediglich wenn schmerzhafte Fallen ins Spiel kommen ist es eher die Kamera, über die man sich aufregt oder die leichte Verzögerung in der Ausweichrolle.

 

Linear heißt nicht gleich stumpf

Okay, aber mit stumpf kann man Masquerade The Baubles of Doom gut beschreiben. Dennoch gibt es ein paar Collectibles, auch wenn diese lediglich vom Spieler abverlangen, jede Kiste und jedes Fass mit dem Hammer mal zu schlagen, denn in jedem Level sind 10 Glöckchen verteilt. Zusätzlich gibt es in jedem Akt auch eine Schatztruhe, welche etwas weiter abseits des Weges liegt. Diese beinhalten aber nur rote Nasen, die die Superattacke erweitern und auffüllen was sie im späteren Verlauf etwas überflüssig macht, sobald man Stufe 3 erreicht hat.

Allerdings gibt es am Ende in alter Hack’n Slay Manier eine Levelbewertung, die eben auf Dinge wie Collectibles und Kombos abzielt. Hier den höchsten Rang zu erspielen macht am Ende die Langzeitmotivation aus, sofern man sich als Komplettisten ansieht und glücklicherweise gibt es hierzu auch eine vernünftige Levelauswahl. Freischaltbares gibt es darüber hinaus auch, man kann über das Hauptmenü alle Videosequenzen anschauen und unter Extras auch ein paar Deleted Scenes bewundern.

Ooh La La

Okay, die Sprache im Spiel hadert hier und da mal mit der Grammatik, aber die Trophäenbeschreibungen sind der Hammer. So verlangt Masquerade The Baubles of Doom vom Spieler „Erhalten Sie 10 feindliche Bogenschützen zu anderen Clown Soldaten mit ihren Pfeilen getroffen“ und nur der Trophäenname „Friendly Fire“ lässt erahnen, was die Bedingung sind. An einer Stelle steht in der Trophäenbeschreibung sogar „(??)“, was darauf hindeutet, dass man sich nicht sicher war, wie „Finisher“ übersetzt werden sollte.

Doch wen interessiert schon der Text, auf die Punkte kommt es an. Wie zu erwarten gibt es in Masquerade The Baubles of Doom keine Platin-Trophäe und die Trophäen selsbst kommen mit der Zeit von allein. Es gibt aber auch Schwierigkeitsgradrelevante Trophäen und man muss jedes Kapitel mit Höchstwertung abschließen, was für den Spieler schnell eine Herausforderung darstellen kann. 10 Gegner besiegen ohne getroffen zu werden und eine 35-Treffer-Kombo sind hingegen aufgrund des einfachen Spielprinzips schnell erledigt.

Eine andere wiederrum verlangt vom Spieler, das Spiel in einer Sitzung abzuschließen. Da man innerhalb der Level eh nicht speichern kann und das Spiel nicht besonders lang ist, sollte dies allerdings weniger problematisch sein, aber hier kommt sicherlich die Ruhemodus Funktion der PS4 dem Spieler zugute. Dann fehlen nur noch die ganzen Collectibles und das Finden der Easter Egg Insel, was letztendlich dank der Trophäencommunity kein problem darstellen sollte.

 

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