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Star Wars Battlefront im Test für die PS4: Der Krieg der Sterne ist noch nicht vorbei


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Diesen Winter kennt unsere Popkultur nur ein Thema: Star Wars. Der siebte Ableger einer längst legendären Filmreihe steht in den Startlöchern und da das Universum aus einer längst vergangenen Zeit in einer weit entfernten Galaxie noch immer die Massen hinterm Tisch hervorlockt, versuchen auch andere Rechteinhaber aus ihren Lizenzen Gold zu machen. Allen voran EA, die nach der Auflösung von Lucas Arts nun einen neuen Teil der Star Wars Battlefront Reihe in den Ring werfen. Dieser soll als eine Art Remake eine neue Ära einleiten. Ob dies gelingt oder ob man dort seine Ziele etwas zu hoch gesteckt hat, erfahrt ihr in unserem Test.

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SYSTEM: PLAYSTATION 4
VERTRIEB: EA Games
ENTWICKLER: Digital Illusion CE
GENRE: First-Person Shooter
SPIELER: 1-2
HDD: 50 GB
AUFLÖSUNG: 720p, 1080i, 1080p
NETZWERKFUNKTIONEN: Ja
NETZWERK-SPIELER: 2-40

 

Es war einmal

Star Wars begann stets wie ein Märchen. In einer längst vergangenen Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxie tobt der Kampf zwischen Gut und Böse. Das Imperium unterdrückt, erobert, zerstört und versklavt allerhand Welten und so ist es kein Wunder, dass sich eine Armee von Rebellen formiert, um gegen diese Unterdrückung vorzugehen. Allen voran die große Hoffnung der Widerstandskämpfer: die Jedi-Ritter.

Jedi-Ritter verfügen über übermenschliche Fähigkeiten, die sie von der sogenannten Macht erhalten. Ähnlich geht es auch den Sith, welche als einstige Jedis sich der dunklen Macht verschrieben haben und dem Imperium dienen. Aufgrund der tragischen Order 66 sind jedoch nicht mehr viele dieser legendären Ritter am Leben und so greifen Rebellen und Imperiale auf Waffengewalt zurück.

Eine spannende Geschichte eigentlich. Doch in Star Wars Battlefront bekommt man davon nicht viel mit - es gibt schlichtweg keine Storykampagne. Das Spiel richtet sich vorrangig an jene, die mit dem Universum vertraut sind und das bekommt man im Spiel auch mit. Nicht einmal die Dioramen bieten Hintergrundinformationen, man kann sich lediglich verschiedene Charaktermodelle anschauen.

 

 

Endlich wieder Couch Ko-op

Fehlende Storykampagne bedeutet aber nicht fehlender Offline-Modus. Der Missionsmodus unterteilt sich in drei verschiedene Kategorien: Training, Schlacht und Überleben. In Training lernt man verschiedene Aspekte des Spiels kennen. Die Steuerung von Speeder, Luft-Speeder, AT-ST und X-Wing werden in kleinen Minimissionen erläutert oder die Macht von Darth Vader bzw. Imperator Palpatine wird demonstriert. Man kann sogar einen Koop Partner dazu einladen – im Splitscreen oder Online.

In Schlacht hingegen spielt man die normalen Online Schlachten auf vier Karten mit KI-Gegnern nach. Dabei kann man sich zwischen normaler Schlacht oder Heldengefecht entscheiden, wo man entweder als normaler Kämpfer oder als Held möglichst viele Feinde töten muss. Auch hier kann man Freunde über Splitscreen oder Online Verbindung einladen, jedoch nur als Versus-Partner. Die KI kann, wie in den anderen beiden Missionskategorien auch, ebenfalls angepasst werden.

Zu guter Letzt gibt es den Überlebensmodus. In diesem kann man allein oder mit einem Freund sich gegen immer schwieriger werdende Angriffswellen von Gegnern auf vier verschiedenen Karten stellen. Dabei werden gelegentlich Kapseln abgeworfen, welche, bei erfolgreicher Verteidigung, Spezialausrüstung freigeben. Auf Normal ist dieser Modus allerdings etwas lächerlich einfach, deshalb sollte man sich einen Partner schnappen und mindestens auf Schwer spielen.

Daheim, doch nie allein

Der Fokus von Star Wars Battlefront liegt jedoch natürlich auf dem Online-Modus. In verschiedenen Schlachten kann man sich auf insgesamt zwölf Schauplätzen der alten Trilogie mit anderen Spielern messen. Wie viele Spieler dabei an der Schlacht teilnehmen und welche Karte zur Verfügung steht, hängt jedoch von dem Modus ab. Der Modus Gefecht zum Beispiel ist der einfache Team-Deathmatch Modus. Hier schlagen sich 20 Spieler auf verhältnismäßig engstem Raum ohne Helden und ohne Fahrzeuge die Köpfe ein.

Darüber hinaus gibt es die Modi Heldenjagd und Helden vs. Schurken, in welchen die Helden im Vordergrund stehen. Bei Heldenjagd muss sich ein Held gegen sieben imperiale Soldaten durchsetzen. Wer den Helden tötet, ist als nächstes an der Reihe. Bei Helden gegen Schurken hingegen treten drei Helden der hellen und drei Helden der dunklen Seite gegeneinander an. Unterstützt werden sie dabei von je drei normalen Soldaten. In Jägerstaffel treten 20 Spieler in Raumjägern gegeneinander an.

Ein wirklich spannender Modus hingegen ist allerdings Kampfläufer-Angriff. Hier treten insgesamt 40 Spieler an und versuchen zwei AT-ATs ans Ziel zu bringen – oder zu zerstören. Die Karten in diesem Modus sind sehr weitläufig und man kann sowohl Fahrzeug- als auch Helden Power-Ups finden. Ähnlich verhält es sich bei Vorherrschaft, wo die Spieler jeweils versuchen den nächsten Punkt einzunehmen, während sie den letzten verteidigen müssen. Wer zuerst alle Punkte einnimmt oder bei Ablauf der Zeit die meisten Punkte eingenommen hat, gewinnt.

Casual für die bestmögliche Reichweite

Wer allerdings bei Star Wars Battlefront von EA und DICE glaubt, hier ein Battlefield mit Star Wars Skin in den Händen zu halten, der irrt – und leider ist das nicht positiv gemeint. Um das Spiel so einsteigerfreundlich wie möglich zu halten, wurde auf viele taktische Möglichkeiten verzichtet. Eine Karte, auf der man auswählen kann, wo man als nächstes spawnt? Näh, lass sie doch in die Schlacht rennen. Außerdem kann man bei einem zugeteilten Partner spawnen – sofern dieser noch lebt.

Dass man dabei gelegentlich im Kreuzfeuer, am Rand einer Klippe oder auf einer Granate erscheint, sei mal dahingestellt. Außerdem gibt es auf den Karten zwar Verteidigungstürme, in die man sich setzen kann, in Fahrzeuge und in die Haut eines Helden kann man jedoch nur schlüpfen, wenn man ein entsprechendes Power-Up auf der Karte einsammelt. Schade auch, dass der Online-Modus nicht im Splitscreen spielbar ist. Der Partneraccount muss das Spiel übrigens ebenfalls mindestens einmal gestartet haben, eine Internetverbindung ist jedoch glücklicherweise nicht notwendig.

Es gibt darüber hinaus auch keine großartigen Klassen bei Star Wars Battlefront. Medic oder Techniker? Fehlanzeige. Dafür kann man hier ebenfalls verschiedene Blaster freischalten und so seinen Charakter etwas individualisieren. Dabei helfen auch die Sternenkarten, die dem Spieler beispielsweise Jet-Packs, Granatenwerfer oder Lenkraketen zur Verfügung stellen. Munition gibt es übrigens keine. Die Blaster laufen gelegentlich heiß und die Sternenkarten-Fähigkeiten verfügen über eine Cooldown-Zeit.

Ich glaub ich bin im Film

Optisch macht das Spiel dafür so einiges her. Die Texturen sind sehr scharf, die Charaktermodelle sehen hervorragend aus und die Framerate traut sich nicht einmal hinab zu sinken: das Spiel läuft durchgehend flüssig. Auch das Lichtspiel und die Umgebung der verschiedenen Welten können sich sehen lassen. Seien es die düsteren Wälder von Endor oder die eisigen Höhlen von Hoth – die Kulisse sieht zu jeder Zeit überzeugend aus.

Dasselbe gilt für die Soundeffekte und die Musik. Es wurden Originalstücke aus den Filmen verwendet und so fühlt man sich nicht nur nostalgisch, man hat sogar das Gefühl mittendrin zu sein. Seien es die Blasterschüsse, die einem um die Ohren fliegen, ein Schutzschild, unter dem man gerade Deckung findet oder das Orchester, welches spielt, während man in seinem X-Wing Tie-Fighter vom Himmel holt oder Luke Skywalker die Szene betritt.

Wer davon nicht genug bekommt, kann verschiedene Aufgaben erfüllen, um sich die Figuren des Spiels als Dioramen anzuschauen. Doch ein Wort der Warnung, teilweise sind diese Aufgaben ziemlich übertrieben, geben allerdings einen schönen Anreiz an jene, die gern Sachen freischalten und Spiele komplettieren wollen.

Platin-Laserschwert

Wunder oh Wunder, Star Wars Battlefront verfügt über einen ganzen Haufen von Online-Trophäen, die es erfordern sich intensiv mit dem Spiel auseinanderzusetzen. Gerade solche, die sich oft und gern in Online-Schlachten stürzen, werden sich über die Herausforderung der Platin-Trophäe in Star Wars Battlefront freuen. Allen voran natürlich die obligatorische „Erreiche Rang 50“ Trophäe.

Doch es geht auch kreativer. Auf Endor muss man sich beispielsweise von einem Ewok – nein, kein elektronisches Haushaltsgerät zum Braten von asiatischen Speisen – mit einem Stein bewerfen lassen. Oder aber man muss während man in einem AT-ST sitzt 25 Gegner tottrampeln. Der Rest ist ziemlicher Shooter Standard. Gewinne jeden Spielmodus, töte in diesem Modus zehn Gegner, töte in jenem Modus zehn Gegner.

Es gibt aber auch ein paar Offline-Trophäen. Manche davon können nicht einmal im Splitscreen gemacht werden. So muss man alle Sterne in den verschiedenen Missionen sammeln und dazu diese auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad abschließen. Ein wenig tricksen hingegen kann man bei einer anderen Trophäe, nämlich die, keinen Schaden auf dem Speeder zu nehmen. Einfach den Koop Partner die ganze Drecksarbeit erledigen lassen, während man selbst entspannen kann.

Persönliches Fazit

Star Wars Battlefront ist ein sehr spaßiger Shooter und sicherlich derzeit eines der besten Star Wars Spiele auf den aktuellen Konsolen. Doch eines lässt sich ebenso wenig leugnen: ohne den Hype, den die Lizenz momentan durchmacht und die eingeschworene Fangemeinde, würde die Sache möglicherweise ganz anders aussehen. Da das Spiel auf den Massenmarkt ausgelegt ist, fehlen grundlegende taktische Elemente, die dem Spiel gut getan hätten.

Es fühlt sich wie ein simpler Online Shooter an und viele der Spielmodi sind relativ schnell langweilig. Das liegt vor allem daran, dass es nicht so viele Karten zur Auswahl gibt, vor allem, wenn man sich auf einen Modus spezialisiert. Allerdings gibt es Lichtblicke am Horizont, so wurde neben dem kostspieligen Season Pass nun auch kostenloser DLC angekündigt, welcher das Universum um Schauplätze aus dem aktuellen Film erweitern soll.

Doch auch wenn das Spiel hier und da seine Eigenheiten hat, Star Wars Fans, die gern die ein oder andere Online-Schlacht spielen oder mit ihren Kumpels gern ein paar Runden im Splitscreen zocken, sollten sich davon keinesfalls abschrecken lassen, denn mit Star Wars Battlefront können sie nicht viel falsch machen.

7.5/10

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