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Disgaea 5: Alliance of Vengeance im Test für die PS4: PS4-exklusiver SRPG Hit!


Marloges
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Lange mussten Fans des beliebten Strategie-Rollenspiels auf eine Fortsetzung warten und nun nach vier Jahren kehrt die Reihe exklusiv auf der PS4 zurück, hübscher als je zuvor. Doch ob Nippon Ichi sich auch gameplaytechnisch ins Zeug gelegt hat und sinnvolle Neuerungen gebracht hat, erfahrt ihr in unserem Test.

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SYSTEM: PLAYSTATION 4
VERTRIEB: Nippon Ichi Software/NIS America
ENTWICKLER: Nippon Ichi Software
GENRE: Strategie-Rollenspiel
SPIELER 1
HDD ca. 6.1GB
AUFLÖSUNG 720p, 1080i, 1080p
NETZWERKFUNKTIONEN Ja
NETZWERK-SPIELER -

 

Ein hungriger, einsamer Dämon

Story war noch nie die größte Stärke der Disgaea Reihe gewesen, doch immerhin wusste sie immer mit ihrem Humor und den bunten Charakteren zu unterhalten. Dieses Mal fühlt es sich allerdings so an, als würde noch mehr als sonst auf dem Spiel stehen... Ein gewisser Void Dark ist im Begriff eine Netherworld nach der anderen zu erobern und es sieht nicht so aus als wäre er aufhaltbar. In der Anfangsszene sieht man wie ein weiblicher Overlord, Seraphina von Gorgeous, dabei ist ihre Prinnies in eine Schlacht zu schicken. Unser Protagonist Killia schaut sich das Schauspiel an, während er mitten auf dem Schlachtfeld genüsslich isst.

Als Seraphina im Begriff ist, den Kampf zu verlieren, entschließt sich Killia einzugreifen und dezimiert die gesamte gegnerische Einheit mit einem Schlag. Anschließend will er seines Weges gehen, doch da der Seraphina der Meinung ist, dass alle Männer ihre Sklaven sind und Killia offensichtlich hilfreich bei ihrem Feldzug ist, lässt sie nicht so leicht locker und möchte, dass Killia sich ihr im Kampf gegen Void Dark anschließt. Auch wenn ihr Charme (und üppiges Dekolleté) nicht reichen ihn zu überzeugen, geht er letzten Endes aufgrund ihrer aufdringlichen Art und des Umstandes, dass sie einen eigenen Stützpunkt besitzt, dann doch mit.

Im Verlaufe der Story kommen wie gewohnt nach und nach immer mehr Charaktere hinzu und es bildet sich ein sehr bunter Haufen an sympathischen Charakteren, die alle ihre eigenen Motivationen und Probleme haben, die sie lösen wollen. Jeder Charakter hat seine eigenen Momente und so bleiben sie nie einfach nur gesichtslose Gefährten, für die man sich nicht interessiert. Auch ist sehr viel Geheimniskrämerei im Spiel. Gerade beim Hauptcharakter Killia lässt sich sehr früh erschließen, dass er einiges erlebt hat und verarbeiten muss. Und so hat das ansonsten sehr humorvolle Spiel auch seine ernsten und emotionalen Momente.

 

 

Vorbereitung ist alles

In besagtem Stützpunkt werdet ihr euch dann auch einen großen Teil eurer Spielzeit befinden. Hier könnt ihr nämlich so gut wie alles machen, was ihr braucht, um euch auf Kämpfe vorzubereiten. Waffen, Rüstung und Items kaufen, Skills aufwerten und kaufen, Quests annehmen, neue Verbündete rekrutieren und noch sehr viel mehr. Zu Beginn hat man noch auf viele NPCs keinen Zugriff, doch je weiter man im Spiel fortschreitet, desto mehr Möglichkeiten eröffnen sich. Natürlich ist auch wieder das Grind-Paradies namens Item-World am Start, ebenfalls mit ein paar sehr netten Neuerungen. Auch ist es nun möglich sogenannte "Squads" einzurichten. Ihr könnt eure Gefährten in Squads zuteilen und dadurch erhalten sie gewisse Vorteile. Zum Beispiel gibt es einen Squad, der alle Mitglieder am Anfang des Kampfes zu Riesen werden lässt, oder der es ermöglicht aus der Safezone Items zu benutzen. Dadurch eröffnet sich direkt auch eine neue Mechanik: Das Fangen von Gegnern. Dadurch, dass auch ein Fang-Squad etabliert wurde, ist es auch möglich Pokemon-mäßig Gegner mit geringen Leben einzufangen und für seine Zwecke zu nutzen.

Und die Vorteile sind vielfältig. Durch den neuen "Interrogation" (Verhör) NPC kann man die Gefangenen durch Folter dazu bringen sich einem anzuschließen oder alternativ einen Teil ihrer Kräfte abzuziehen und sie dann laufen zu lassen. Die abgezogenen Kräfte kommen dann in einen Trank, den man dazu nutzen kann die Statuswerte eines beliebigen Charakters zu erhöhen und bieten somit eine sehr gute Möglichkeit stärker zu werden. Ihr könnt die Charaktere auch zu Bürgern werden lassen und dafür verwenden die Squads aufzuwerten, damit diese mehr Vorteile erhalten.

Ebenfalls neu ist die Character World, die verdächtig nach der Item World klingt, aber unterschiedlicher nicht sein kann. Die Character World kann man sich gut wie eine Art Mario Party vorstellen, bei der man auf einem Spielbrett unterwegs ist, würfeln muss und dabei diverse Vorteilen (Statuswerten) oder Fallen begegnet. Das ist noch nicht alles an neuen Möglichkeiten, aber ich möchte euch auch nicht direkt alles vorwegnehmen.

 

 

Such a lust for revenge

Seien wir mal ehrlich, so lustig und verschieden die sympathischen Charaktere auch sein mögen, worum es im Endeffekt geht, sind die Kämpfe. Schließlich wird man den Großteil des Spieles damit verbringen seine Leute über Felder zu bewegen, um sie gegen die gegnerische Truppe antreten zu lassen. Vorweg gesagt: Es macht extrem viel Spaß. Das Kampfsystem funktioniert klasse. Jeder Gegner und Gefährte hat seine eigenen Stärken und Schwächen, man muss abwägen, welche Leute man einsetzt, ob man defensiv oder offensiv spielt, ob man einen Kumpanen quer über die Map wirft, damit er alleine schon mal den ersten Schlag anrichten soll und so vieles mehr, dass man es gar nicht aufzählen kann. Dadurch, dass ein Großteil der Hauptcharaktere Overlords sind, gibt es nun auch die Möglichkeit deren Overlord Skill zu nutzen, welcher einzig und allein für diesen Charakter zugänglich ist. Beispielsweise ist Seraphina in der Lage jeden männlichen Charakter in der Nähe zu bekehren und für euch kämpfen zu lassen.

Sub-Classes und Sub-Weapons sind ebenfalls neu. Ihr könnt euren Charakteren eine Sub-Klasse zuteilen, damit dieser die Fähigkeiten einer anderen Klasse zusätzlich erlernen kann, oder um die Klasse zu leveln, um damit neue freizuschalten. Sub-Weapons geben einen leichten Stat Boost, sind aber besonders praktisch dafür mitten im Kampf die Waffe zu wechseln, falls der Feind eine Stärke gegenüber der Primärwaffe hat. Durch die hohe Anzahl an Charakteren, Klassen und Monstern ist es quasi unmöglich alle sinnvoll im Kampf einzusetzen (besonders wegen der Begrenzung von maximal zehn Leuten in einer Schlacht) und somit kann jeder seinen eigenen Spielstil finden. Kaum ein Spiel bietet so viele Individualisierungsmöglichkeiten wie dieses und JRPG Liebhaber können sich richtig austoben. Nicht benutzte Charaktere kann man dann wunderbar auf Erkundungstour in andere Welten schicken, wo sie dann Items und Gefährten finden und mitbringen. Das funktioniert dann im Hintergrund und man muss nur darauf warten dass sie fertig werden, um dann die Belohnungen abzustauben.

Doch das ist immer noch nicht alles. Neu sind auch die Combo-Angriffe, bei denen zwei nah beieinander stehende Charaktere zusammen einen Spezialangriff ausführen können. Nicht zu verwechseln mit den schon aus den anderen Teilen vorhandenen Chain-Attacks gibt es spezielle Fähigkeiten, die bestimmte Charaktere erfordern um sie auszulösen. Diese sind in der Regel sehr mächtig und sehen ziemlich cool aus. Und das Tolle daran ist, dass sie nur den Zug von dem Charakter verbraucht der den Angriff startet.

 

Zickenkrieg zwischen Dämonen

Zwischen den einzelnen Missionen wird die Stimmung des Spiels oftmals durch kleinere Dialoge aufgelockert, die man durch Ansprechen der Charaktere auslösen kann. Es wird immer angezeigt wann ein neuer Dialog freigespielt wurde und es ist komplett optional sich diese anzuhören. In der Regel sind diese auch nicht sonderlich informativ... Aber immer recht unterhaltsam. Man kann dadurch sehr gut erkennen wie die Charaktere zueinander stehen und ihren sinnfreien Gedanken lauschen. Dadurch gewinnt man wirkliche Sympathien für die Charaktere und fühlt sich mehr bereit denn je für ihre Sache zu kämpfen.

Optisch ist Disgaea 5 kein Meilenstein... Im Grunde sieht es noch genauso aus wie die vorherigen Teile, nur eben mit einer höheren Auflösung. Doch ist dies keineswegs schlimm, Disgaea bleibt seinem Stil treu und auch wenn alles nicht grafisch hochwertig wirkt, sieht es dank der vielen Details und knalligen Farben doch irgendwie klasse aus. Etwas mäßig fällt hingegen der Soundtrack aus... Tatsächlich war ich schon am überlegen beim Spielen andere Musik nebenbei zu hören, weil die Hintergrundmusik im Hub auf Dauer einfach nur schrecklich wird, aber es gibt zum Glück die Option andere Musik einzustellen und kann sie sogar auf zufällig stellen, damit sie sich immer wechselt.

 

Trophy-Check: Die Trophäen in Disgaea 5 sind im Vergleich zu den vorherigen Teilen relativ schnell erledigt. Während man in den vorherigen Ablegern etwa 150-200 Stunden reinstecken musste, ist Disgaea 5 für Veteranen nach 100 Stunden schon platiniert. Natürlich variiert das aber stark. Typischerweise verlangen die Trophäen wieder das Leveln bis Stufe 9999, 10.000.000.000 Schaden machen, 10.000.000.000 HL (die Währung im Spiel) sammeln, ein Item aufs Maximum bringen und die optionale Welt, die man freischaltet, abschließen. Ihr könnt euch also auf eine Menge Grinding freuen.

 

Persönliches Fazit

Als jemand der die vorherigen Disgaea Spiele mehr sporadisch gespielt und sich nie ernsthaft damit auseinander gesetzt hat,war ich glücklich zu erfahren, dass mir Disgaea 5 extrem viel Spaß macht. Es ist überaus einsteigerfreundlich und erfordert auch keine Kenntnisse aus anderen Teilen. Wer also Lust hat mal wieder ein klassisches Strategie RPG im Stile von Final Fantasy Tactics zu spielen, kann hier ohne Bedenken reinschnuppern. Veteranen der Reihe sollten ebenfalls genug neuen Content geboten bekommen, um sich den Kauf zu überlegen. Die Entwickler haben für reichliche Neuerungen gesorgt um das Spiel für alle Zielgruppen attraktiv zu machen.

Allerdings wird natürlich das Rad nicht neu erfunden. Es gibt viele Neuerungen und auch die neue Story ist unterhaltsam und interessant, haut aber nie mit genialem Writing oder Charakterentwicklung um. Auch technisch hat sich die Reihe nicht wirklich weiterentwickelt. Man kann also sagen, dass Disgaea 5 mehr vom alten ist, mit tollen sinnvollen Neuerungen. Wer aber von sich sagen kann, dass er etwas satt von der Reihe ist, wird durch dieses Spiel sicherlich nicht umgehauen werden. An die Leute, die noch nie ein Spiel dieser Art gespielt haben, sei gesagt: Schaut es euch an wenn ihr Strategie mögt. Es ist nicht so grindlastig wie so manch anderes JRPG. Das Leveln geht relativ schnell und auch sind die Hauptmissionen nicht so schwer, dass man ständig aufleveln müsste um weiterzukommen. Der Flow ist durchaus gegeben, man kann sehr viel rumprobieren und sich auch nicht wirklich verskillen. Das Spiel spornt zum Experimentieren und Ausprobieren an, aber nimmt euch auch nicht bei der Hand.

8/1

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