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Test: ADR1FT im Test für die PS4 – Schwerelos durch das All


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ADR1FT_20160719222958-266x266.jpg.003164d9a26f0881849204d02942dbc9.jpgWer wollte nicht schon immer einmal vollkommen schwerelos im Weltraum herumschweben? Mit ADR1FT könnte für einige der Traum wahr werden, während ihr eine Raumstation untersucht, die die besten Tage hinter sich hat. Was das bedeutet und ob ADR1FT für ein spannendes Abenteuer im Weltall sorgt, erfahrt ihr unserem Test.

Wo sind Bullock und Clooney?

ADR1FT beginnt mit einer kleinen Trainingssequenz, in der der Spieler mit den Bewegungen im Weltall vertraut gemacht wird, bevor es auch schon richtig zur Sache geht. Ein großer Knall, eine Menge ohrenbetäubender Alarm und ein grelles Licht signalisieren, dass irgendwas mit der Raumstation nicht in Ordnung ist.

Noch während man seinen Anzug notdürftig flickt wird klar, diese Raumstation wird nichtmehr allzu viel leisten können und maximal als Weltraumschrott den Orbit der Erde umkreisen. Zu allem Überfluss ist auch noch der Rest der Mannschaft bei dem Unglück ums Leben gekommen und ihr schlüpft in den Körper des Kapitäns, der sich selbst nicht aufgeben will, und irgendwie eine Rettungskapsel zum Laufen bringen möchte.

Auf dem Weg dahin löst sich nach und nach das Geheimnis um das Unglück der Raumstation Northstar IV, denn, wie sollte es anders sein, Commander Alex hat ihr Gedächtnis bei dem Unglück verloren. Dabei wird sehr viel der Geschichte durch Funksprüche, Funksignale und Aufzeichnungen erzählt. Etwas einsam? Naja, ihr seid nun mal auch in den unendlichen Weiten gestrandet.

https://www.youtube.com/watch?v=bS2YH2q3_mM

Gib Gas, aber nicht zu viel

Direkt zu Beginn wird der Spieler mit dem größten Problem des Weltraums konfrontiert: fehlender Sauerstoff. Schlimmer noch: die Sauerstoffversorgung des eigenen Raumanzugs ist defekt und deshalb verliert jener unaufhörlich das wertvolle Gas, welches die Protagonistin von ADR1FT und jeden Bewohner der Erde durch Inhalation am Leben hält. Zum Glück scheint die Raumstation einen guten Lieferanten von Sauerstoffflaschen zu kennen, denn diese schweben an jeder Ecke herum.

Neben dem Ergreifen von Sauerstoffflaschen kann man auch mit diversen Türen und Computern interagieren. Danach hört es allerdings auch schon wieder auf, viel mehr macht man nicht. Was man jedoch am häufigsten macht, ist es, sich zu bewegen. Jede Aktion verbraucht jedoch Sauerstoff, welche die Düsen des Anzugs antreiben und deshalb sollte man häufig den Schwung nutzen, statt jederzeit vorwärts zu drücken. Besonders relevant ist dies im freien Raum, denn dort steigt der Sauerstoffverbrauch stark.

Die Bewegungen hat man mit der Zeit gut raus, jedoch nervt es gewaltig, dass man nirgends anstoßen darf. Normalerweise stoßen sich Astronauten mit Händen und Füßen von Böden und Wänden ab. Der Anzug von Alex scheint komplett aus Glas zu bestehen, denn jede Berührung, egal wie leicht sie ist, beschädigt ihn. Sehr nervig, da die Durchgänge schmal sind und man herumfliegenden Teilen häufig hinterherschwebt und dann unkontrolliert in die dahinterliegende Wand rast.

Der Weltraum war nie so schön

Okay, Alien Isolation war schon sehr schick aber die Umgebung von ADR1FT kann sich auch sehen lassen. Obwohl so eine Raumstation im All recht eintönig wirkt, kann man viel entdecken. Herumfliegende Teile, Pflanzenkammern und herumfliegende Wassertropfen stehen im Gegensatz zu den tiefschwarzen Weiten und der über Tag – Nacht – Wechsel verfügenden Erde, die für eine Atemberaubende Aussicht sorgt.

Aber auch andere Spieleffekte verfeinern das optische Gesamtbild. Nimmt der Anzug Schaden, so verändert sich auch das Visier des Anzugs. Das Bild krisselt, der Ton verzerrt sich: Tolle Effekte, die allerdings schnell zur Normalität verkommen, wenn man im Grunde ständig mit einem beschädigten Anzug durch die Überreste der Raumstation schwebt.

Schönheit hat allerdings ihren Preis. Ich kann gar nicht sagen, wie oft mir Gegenstände einfach so ins Bild geploppt sind oder (Luft-) leere Bereiche plötzlich voller kleiner glänzender Partikel waren. An anderer Stelle sind Brocken erst im letzten Moment aufgetaucht und durch mich hindurch geschwebt. Am schlimmsten ist es jedoch, wenn Sauerstoffkanister erst später spawnen und man dadurch eine falsche Richtung einschlägt – zum Glück erkennt man es später schnell, wo sie platziert werden und schwebt schon mal vorläufig hin.

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Was bisher geschah

Da die Hauptperson ihr Gedächtnis verloren hat und auch die Bodenkontrolle nicht allzu hilfreich ist, muss man sich als Spieler die ganze Geschichte durch Sammelobjekte zusammenreimen. Hier und da findet man alte Sprachaufzeichnungen, die die ehemaligen Besatzungsmitglieder hinterlassen haben.

Manchmal muss man auch in die privaten Gemächer der Crew eindringen. Das ist zwar nicht die feine englische Art, jedoch da man in ADR1FT ganz allein ist – wer wird es einem da noch übel nehmen. Hier erhält man Zugriff auf die verschiedenen Computer, in welchen praktischerweise die Emails geöffnet sind und verschiedene interessante Aspekte der Interaktionspartner offenbaren.

Interessante Funksignale kann man hier und da auch abfangen, seien es vergangene, abgesetzte Signale oder die nahegelegenen Satelliten, die die Welt über die aktuellen Ereignisse am Laufen hält. Außerdem kann man Backup-Festplatten finden, die auch hier und da im Raum schweben. Aber Achtung: ganz vorsichtig! Wenn man sich zu schnell nähert, kann es leicht passieren, dass man die Festplatten von sich wegstößt. Ich war nicht begeistert als eines der kleinen Sammelobjekte zwischen den Rohrleitungen gelandet ist und damit außer Reichweite landete.

Hardiman über alles – außer Trophäen

ADR1FT verfügt leider über keine Platin-Trophäe und – Überraschung, Überraschung, die meisten der wenigen Trophäen erhält man ganz normal im Spielerlauf. Natürlich wird vom Spieler auch verlangt, alle Sammelobjekte einzukassieren. Das betrifft die Backup-SSDs, Audio-Logs und Übertragungen, sowie persönliche Objekte der verstorbenen Crewmitglieder.

Die einzige wirkliche Herausforderung sind die beiden Trophäen, die heutzutage Standard bei Indiespielen zu sein scheinen. Eine Speedrun-Trophäe und ein No-Death-Run. Innerhalb von zwei Stunden muss man das Spiel abschließen und am besten auch gleich ohne zu sterben. Problematisch sollte das allerdings nicht sein, da man nur wissen muss, durch welche Türen man muss und wenn man sich nicht von Sammelobjekten ablenken lässt, sollte man zumindest den Speedrun schnell in der Tasche haben.

 

FAZIT

ADR1FT lässt sich am besten als „Special Interest“-Spiel definieren. Es ist ungewöhnlich, es passiert nicht viel und ähnlich wie bei anderen „Exploration Games“ bewegt man sich meistens nur erkundend durch die Welt. ADR1FT spielt jedoch dabei nur auf einer einzelnen, zerstörten Raumstation und wird dadurch sehr schnell eintönig. Die Bilder sind atemberaubend und die unendlichen Weiten lassen einen hilflos und staunend zurück – doch verfliegt dieses Gefühl nach dem ersten Außenspaziergang wieder.
Das Spiel wird leider sehr schnell eintönig und leidet im Außenbereich unter ziemlichen Performance Problemen. Zusätzlich macht man stets das Selbe, während man sich mit der teilweise unmöglichen Steuerung herumplagt. Es mag seltsam klingen, doch dem Spiel hätte es gut getan, wenn es etwas kürzer wäre und wie genial es mit VR sein könnte, davon kann ich nur träumen. Wer jedoch Lust auf einen kleinen Weltraumspaziergang hat, wird in ADR1FT auf seine Kosten kommen – wenn man damit leben kann, dass man sich nicht mit den Füßen abstoßen kann.

 

6 von 10

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