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Test: NeverDead


Realmatze
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System: Playstation 3

Vertrieb: Konami

Entwickler: Rebellion

Genre: Hack'n Slay, 3rd Person Shooter

Spieler: 1

HDD: mind. 8199 KB

Auflösung: 720p

Netzwerkfunktionen: vorhanden

Netzwerk-Spieler: 2-4

Playstation Move: nicht unterstützt

3D-Funktion: nicht vorhanden

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Vor 500 Jahren machte ein junger Mann namens Bryce Boltzmann sich gemeinsam mit seiner Frau Cypher auf den Weg, den König der Dämonen zu bekämpfen. Er selbst, ein begnadeter Dämonenjäger. An seiner Seite seine Partnerin, ein mächtiges Medium welche ihm die Macht gibt, einen Dämonen zu töten. Trotz aller Erfolgsaussicht waren sie ihrem Feind nicht gewachsen. Doch während Cypher starb, belegte man Bryce mit dem Fluch der Unsterblichkeit, auf dass er in alle Ewigkeit unter seinem Verlust leide. Gezeichnet von dieser Tat macht sich Bryce auf die Jagd nach Dämonen um Rache zu üben. 


Nun sind 500 Jahre vergangen und Bryce kämpft für eine Organisation, die sich auf das Jagen eben dieser Dämonen spezialisiert hat. Bryce selbst hat den Kampf und sich selbst längst aufgegeben und arbeitet nur, um Geld zu verdienen mit welchem er seine heruntergekommene Wohnung und seinen Alkohol bezahlt. Deshalb hat man ihm eine junge, hübsche und engagierte Frau zur Seite gestellt die ihn auf Trab hält und so quält er sich Tag für Tag aus seinem versifften Bett um sich den Übeltätern zu stellen, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Ob das Spiel den Spieler ebenso auf Trab hält oder ob NeverDead doch lieber begraben werden sollte, erfahrt ihr in unserem Test. 

 


 

DAS MACHT NEVERDEAD RICHTIG

 

 


 

You can make me whole again

Bryce Boltzmann ist unsterblich und damit wird im Spiel NeverDead konsequent umgegangen. Man kann nicht sterben. Anstelle einer Lebensleiste zerfällt man bei schweren Treffern in seine Einzelteile. Je nachdem verliert man mal den Arm, ein oder zwei Beine oder sogar seinen Kopf. Pardon, Körper. Man kann dann entweder die Teile wieder per Rolle einsammeln oder man lässt sie per Knopfdruck wieder nachwachsen, was pro fehlendem Körperteil 5 Sekunden in Anspruch nimmt. Doch gibt es fiese Gegner die mit den Körperteilen auch mal weglaufen oder sie fressen. So sollte man darauf achten, dass der Kopf nicht verschluckt wird sonst heisst es Game Over. Aber nicht nur Gegner können an Bryce Amputationen vornehmen, auch er selbst kann sich den Kopf abreißen und werfen um an entfernte Orte oder durch Luftschächte zu gelangen.

 

So machen Beschützermissionen Spaß

Bryce mag ja unsterblich sein, doch gilt das nicht für seine Partnerin Arcadia. Sollte diese sterben ist das Spiel für den Spieler vorbei. Das heisst jedoch nicht, dass sie vollkommen hilflos ist. Bis an die Zähne bewaffnet tötet sie Gegner bereits bevor man sie selbst überhaupt ausgemacht hat. Zudem steckt sie ausreichend ein, sodass man nicht die ganze Zeit mit wiederbeleben beschäftigt ist. Auch gescripteten Gefahren wie Zügen oder Geröll weicht sie souverän aus. Überhaupt stirbt sie nur sehr selten und dann häufig durch Explosionen, die der Spieler verschuldet. Gott sei dank geschieht die Wiederbelebung einfach und schnell per Knopfdruck ganz ohne Verzögerungen. Und wer das Spiel aufmerksam verfolgt, wird auch eine Erklärung finden wie es möglich ist, dass sie so schnell wieder auf den Beinen ist.

 

Trashig, Random, NeverDead

NeverDead nimmt sich selbst nicht ernst und zeigt es auch. Angefangen bei Sprüchen die Zitate aus verschiedenen Liedtexten sind bis hin zu Körperteilen die abgerissen und als Granaten verwendet werden können. Selbst die Charaktere bedienen sich bekannter Klischees und machen keinen Hehl daraus. Als zum Beispiel der obligatorische Storytwist kommt macht sich der vermeintlich Gute selbst darüber lustig wie offensichtlich das doch war und deutet auf ein äußerliches Indiz. Zudem kann man sich einen Arm abreißen und mit den Hundeähnlichen Gegnern Stöckchenholen spielen oder aber seinen Kopf als Basketball missbrauchen. Wem das noch nicht trashig genug ist, der kann ja mal seinen Kopf in die Waschmaschine stecken oder in der Unterwäscheschublade seiner Partnerin wühlen.

 

 

 

DAS MACHT NEVERDEAD FALSCH

 


 

Der Fluch der Unsterblichkeit

NeverDeads größtes Feature birgt zugleich das größte Problem. Da man nur unter gewissen Umständen scheitern kann fehlt es dem Spiel an Herausforderung. Der Spieler wird quasi dazu verleitet ohne Rücksicht und Strategie in die Gegnermassen hineinzurennen und alle Gegner mit dem Schwert niederzumähen. Selbst Gegner die mit einer gewaltigen Explosion sterben werden attackiert bis sie sterben. Sie reißen viele Gegner mit sich und man selbst setzt sich einfach zusammen als wäre nichts gewesen. Selbst das verschluckt werden kann man in Kauf nehmen, da man nur ein einfaches Minispiel lösen muss um sich wieder zu befreien.

 

Wo bist du?

Die Kamera in NeverDead macht so einige Probleme. Sie ist relativ nahe am Spieler und macht es schwierig zu erkennen, ob sich Gegner nahe hinter Bryce befinden. Zudem dreht sie sich relativ langsam und die Gegner bewegen sich oft schneller als die Perspektive gedreht werden kann. Im Fernkampf mag sich das nicht so sehr auswirken, da man sich eher hinten befindet und somit den Gegnern nicht die Möglichkeit lässt einen einzukreisen, doch im Nahkampf gehen dann einige Schläge ins Leere bevor man den Gegner ins Visier bekommt. Zudem werden Die Kämpfe schnell unübersichtlich wenn viele Gegner im Bildausschnitt sind.

 

Hier bin ich! 

 

Die Kämpfe in NeverDead werden entweder mit Schusswaffen oder mit einem riesigen Butterfly Messer ausgetragen. Per Knopfdruck kann der Spieler zwischen Nah- und Fernkampf wechseln. Soweit so gut. Während man jedoch mit den Schusswaffen manuell zielen kann, muss man mit dem Schwert den Gegner erst ins Visier nehmen, wodurch die Blickrichtung fixiert wird. Ist dieser Gegner dann aber besiegt nimmt Bryce nicht automatisch den nächsten Gegner ins Visier, sondern der Spieler muss erst die Taste loslassen um diesen selbst anzuvisieren. Hält man die Taste weiter gedrückt, so fixiert Bryce die Richtung in die er zuletzt geschaut hat und Schläge werden unpräzise Kämpfe verlieren an Tempo.

 

 BESONDERHEITEN

 

+

 
 

+ Sehr guter Soundtrack

+ Individuelles Skillsystem

+ Passender Gore Faktor

+ Eindrucksvolle Bosskämpfe

+ Komplett zerstörbare Umgebung

 
 
 
 
 

-

 
 

- Unnötig komplizierte Steuerung

- Relativ geringe Spielzeit

- Blaues Gegnerblut

 

 

FAZIT

 
8.5 von 10

Wer in NeverDead ein anspruchsvolles, tiefgründiges Spiel sucht, wird hier gewiss nicht fündig. Doch NeverDead versucht es auch nicht zu sein: das Spiel ist so trashig wie es nur sein kann und nimmt sich zu keiner Sekunde ernst.

Wer also Spaß an Hack'n Slay hat und eine Ausweichentaste zu benutzen weiß wird durchaus viel Freude haben und sich im einfachen, stumpfen Gehacke verlieren können. Leider ist dieser von recht kurzer Dauer, verliert aber durch Kapitelauswahl und experimentellem Skillsystem nicht an Wiederspielwert.

Unser Bewertungssystem

 

      

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