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Test: Der umfassende PlayStation 4 Test - Der Start der NextGen


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x9sl.jpg.952db81c193596860c461c5f1ee95410.jpgWeihnachten steht vor der Tür und die PlayStation 4 liegt noch ganz frisch in den Erinnerungen der Vorbesteller. Einige haben sich direkt auf sie gestürzt, andere müssen noch bis Heiligabend warten, bis sie endlich den schwarzen Kasten in Angriff nehmen können. Jene die unschlüssig waren, müssen bis zum neuen Jahr warten und jene, die noch unschlüssig sind, können sich im folgenden Test ein Bild davon machen, wie Sony’s vierte Konsolengeneration sich in den letzten drei Wochen so bewährt hat.

Quadratisch, praktisch, gut.

Der erste Eindruck ist immer der wichtigste und nach der Enthüllung der XBOX One waren alle sehr gespannt auf das neue Design der PlayStation 4. Als sie dann endlich präsentiert wurde, waren die Meinungen gespalten und erste Äußerungen eher negativ behaftet. Sprüche wie „XBOX One in kursiv“ machten die Runde. Ich muss zugeben, auch ich war eher skeptisch und in mir machte sich Enttäuschung breit. Beim Auspacken und Aufstellen dann die Überraschung. In Live macht die PlayStation 4 doch ziemlich was her. Laufwerke, Tasten und USB Anschlüsse verschmelzen geradezu im Design und eine Leuchtleiste trennt ein mattes von einem glänzenden Gehäuseteil – schlicht aber schick. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist ein HDMI Kabel, von der Analogen Anschlusstechnik hat man sich nun vollkommen verabschiedet. Rest ist ziemlich Standard: Optical Out, ein proprietärer PlayStation Kamera Anschluss und ein Eingang für RJ-Stecker, damit man auch ins Internet kommt. Nicht zu vergessen natürlich ein Anschluss für das Stromkabel, das Netzteil ist gottseidank wieder im Gerät integriert. Stellt man die PlayStation 4 waagerecht auf, verschmilzt sie geradezu mit dem Untergrund. Lediglich der dezente PS4 Schriftzug vorne und das PS-Logo auf der Oberseite weisen auf die Art des Gerätes hin. Im Vorfeld wurden ja Rufe aufgrund der Standfestigkeit laut. Man kann jedoch alle beruhigen: Sofern man nicht wie blöde auf der Konsole rumdrückt, wackelt sie auch nicht und steht fest.  

Der neue Dualshock 4

Am Design des Controllers der PlayStation 4 hat sich viel getan. Das auffälligste Merkmal ist sicherlich das Touchpad, welches erstaunlich intuitiv genutzt werden kann, auch wenn die Features derzeit noch dezent in die Spiele eingebaut wurden. Zusätzlich kann man ihn auch wie einen Button selbst hineindrücken, was ich aber bisher in keinem meiner Spiele genutzt habe. Das Touchpad macht den Controller selbst auch etwas breiter, interessanterweise jedoch fühlt es sich viel angenehmer an, auch wenn man es seit der PlayStation 1 anders gewohnt war. Als nächstes fällt auf, dass es keinen Start Button mehr gibt. Dieser wurde nach oben versetzt und in Options umbenannt, das war ja auch immer der Zweck, den er erfüllen sollte. Einen Select Button gibt es nicht mehr, aber dafür lässt sich das Touchpad ja reindrücken. An die neue Position gewöhnt man sich auch so schnell, dass man, sobald man wieder einen Dualshock 3 in der Hand hält, immer die Start Taste verfehlt. Clever designt also. Das kann man auch von den Triggern und Analogsticks behaupten, die nun nach innen gewölbt sind und nun dafür sorgen, dass man nicht mehr so leicht abrutscht. Große Neuerungen sind auch der Share Button und die Lightbar. Ersteres erklärt sich von selbst, es erlaubt Clips und Screenshots vom Spiel zu machen und hochzuladen. Zusätzlich kann man einstellen, was er tun soll, wenn man kurz, doppelt oder lange drückt. Die Lichtleiste an der Oberseite des Controllers ist hübsch anzusehen, wird, damit sie nicht stört, von einer Wölbung verdeckt. Manche berichten davon, dass sie sich im Fernseher spiegelt. Bei mir ist dies nur im Rahmen der Fall, nicht im eingeschalteten Bild selbst. Den vollen Nutzen erhält man jedoch nur in Verbindung mit der Kamera, ansonsten wäre es vielleicht gut, wenn man sie deaktivieren könnte. Zu guter Letzt besitzt der Controller nun einen Lautsprecher und einen Headsetanschluss – und glaubt mir, wie sehr einem das Feature gefehlt hat merkt man erst, wenn man wieder auf die PlayStation 3 wechselt. Hält man die PS Taste gedrückt, so kommt man in ein Menü für Headset und Speaker Einstellungen. Ein Rädchen wäre vielleicht schneller, allerdings würde das den Controller auch überladen. Apropos Laden, die Akkulaufzeit ist etwas geringer, geladen wird nun allerdings über ein USB Kabel, wie man es von den aktuellen Smartphones kennt.

Der erste Start

Alles ist angeschlossen, das Herz schlägt bis zum Hals als sich mein Zeigefinger dem unsichtbaren Tasten vor der Lichtleiste der PlayStation 4 nähert, dann der Schreck. Ein leises Knacken erklingt als sich die Konsole einschaltet. Etwa ein Montagsmodell? Nein, anscheinend ein ganz normales Geräusch, welches von der Lichtleiste ausgeht. Auch das Starten der Festplatte ist kurz zu hören. Erleichterung, als das Licht von blau zu weiß schaltet. Warum eigentlich? Blau ist doch die PlayStation Farbe. Weshalb entscheidet man sich nun dagegen, dass sie im eingeschalteten Zustand blau leuchtet? Zunächst wird einem das neueste Systemupdate vorgeschlagen. Schnell mal installiert und die übliche Ersteinrichtung folgt. Verknüpfung mit dem alten PlayStation 3 Account und wieso fragen die mich, ob mein Name noch stimmt? Facebook und Twitch Verknüpfung wird dann auch mal eben übersprungen und dann strahlt mir auch schon das neue User Interface entgegen. Ähnlich wie im XMB navigiert man von links nach rechts, allerdings nun durch seine Anwendungen. Das Beste ist allerdings, dass die zuletzt genutzten Anwendungen stets ganz vorn erscheinen. Mit einem Druck nach oben kommt man in ein Menü, wo man den PlayStation Store, Mitteilungs- und Chatfunktionen, Profil- und Allgemeineinstellungen und die Trophäen findet. Ein Tastendruck nach unten hingegen erlaubt verschiedene Dinge über die Anwendung anzusehen oder in Unterordner zu gelangen. Zusätzlich ist das Menü richtig schnell, was auch auf den Store und die Trophäen zutrifft – diese kann man nun endlich auch ansehen, während man diese synchronisiert.  

Das erste Spiel

Kinnlade wieder hochgeklappt und mal endlich ein Spiel eingelegt. Knack habe ich mir zur Konsole gegönnt, da mich das Action Jump’n Run angesprochen hat. Zunächst einmal das, was schon länger bekannt war und dennoch die Laune hebt: Das Spiel installiert sich im Hintergrund. Kein elendiges Warten mehr, man kann auf der PlayStation 4 sofort loszocken. Knack selbst sieht fantastisch aus, auch wenn es jetzt nicht auf hyperrealistische Grafik setzt. Dafür kommt es direkt mit einem ansprechenden Schwierigkeitsgrad daher. Allerdings muss man nicht nur auf ein Spiel setzen. Cross-Buy Unterstützung sei Dank kann man sich ein paar Spiele kostenlos laden, wenn man sie bereits auf der PlayStation 3 oder Vita erworben hatte. Da PlayStation Plus inzwischen Pflicht für viele Multiplayererfahrungen ist, werden ebenso viele auf das Angebot der Instant Game Collection zurückgreifen können. Zum Start waren gleich ein 2D Jump’n Run namens Contrast und ein Shoot’em up namens Resogun verfügbar. Beide sind sehr gut für kurzweiligen Spaß zu haben und Resogun sieht dazu noch fantastisch aus und nutzt das Feature des Lautsprechers im Controller sehr sinnvoll aus. Wer aber kein PlayStation Plus Abo besitzt, kann sich auch ein paar Free to Play Titel aus dem Store laden, welche auch ohne zusätzliche Kosten Online gespielt werden können. DC Universe (Crossplay!) und War Thunder sind tatsächlich kostenlos, Blacklight Retribution und Warframe müssen gegen einen kleinen Aufpreis von 2,99 Euro bzw 0,49 Euro erworben werden, wenn man einen deutschen Account besitzt. Im Falle von Blacklight Retribution bekommt man dafür eine Entschädigung in Form von Ingame Geld. Leider befinden sich Blacklight, Warframe und War Thunder noch im Beta Status, weshalb sie keine Trophäen mit sich bringen. Bei DC Universe Online handelt es sich um ein MMO-Rollenspiel, War Thunder ist eine MMO Flugsimulation mit Luftkampf. Warframe wiederum ist ein missionsbasierter 3rd Person Shooter mit Samuraischwertern im Weltall und Blacklight Retribution lässt sich wohl am besten als Call of Duty in der Zukunft beschreiben. Gerade letzteres hat es mir angetan. Optisch macht es ordentlich was her, leider lagt das Spiel ab und an, da die Spieler die Lobby selber hosten und man gelegentlich einen recht hohen Ping erreicht. Die PlayStation 4 macht es deutlich: Auch wenn man sich zunächst keine teuren Spiele leisten kann, da man gerade einen Haufen Geld in die Hardware investiert hat, ist für jeden Geschmack und einen kleinen Geldbeutel was dabei.  

 

 

Das unverzichtbare Begleitstück

Sony hat es verkündet und die Entwickler haben es wahr gemacht: Die PlayStation Vita ist der ultimative Begleiter für die PlayStation 4. Mit ihr kann man sich auf der Konsole anmelden, wie mit einem normalen Controller. Hat man also eine Vita zu Hause und möchte sich das Geld für einen zweiten Controller sparen, allerdings trotzdem Offline Spiele im Ko-op spielen, so kann man dies ohne große Umstände tun. Verbinden kann man die beiden dabei über ein lokales Netzwerk oder eine direkte Ad-hoc Verbindung. Außerdem kann man ohne Probleme seine Spiele über Remoteplay auf die Vita streamen. Ist einmal der Fernseher nicht verfügbar oder man möchte im Bett noch ein wenig spielen, dann kann man mit ihr sogar die PlayStation 4 über das Netzwerk starten, sofern man sie im Bereitschaftsmodus betreibt. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass sie dabei mehr Strom verbraucht. Man sollte es sich also vorher überlegen, wann man dieses Feature nutzen möchte. Sofern man seinen Router richtig einstellt, kann man Remoteplay auch über das Internet starten. UPnP soll dabei ausreichen, wenn dies jedoch nicht klappt muss man es über Portfreigabe lösen. Die entsprechenden Ports findet man auf der offiziellen Sony Website und im Benutzerhandbuch. Einziger Wermutstropfen des Remoteplay: Ein Qualitätsverlust ist nicht zu vermeiden und das Rückseitentouchpad, welches die fehlenden Tasten ersetzt, ist schon fast ein Garant für Fehleingaben.  

Die soziale Komponente

Die PlayStation 4 spricht die lokalen Nutzer stets mit dem angegebenen Klarnamen an. Glücklicherweise kann man sich dafür entscheiden, dass dies nicht für andere gilt. Will heißen, Freunde sehen diesen nur, wenn man das möchte. Hinzugekommen ist so das Feature der Namensanfrage. Freunde können so gezielt ihren Namen bei bestimmten Leuten freigeben. Wie nützlich diese Art von Angabe ist, sei mal dahingestellt. Apps gab es bereits zu Zeiten der PlayStation 3 und hier sind sie auch wieder. Besonders lobenswert ist hier das Multitasking, welches ich anhand von Lovefilm demonstriere. Man spielt gerade Knack, als die Freundin nach Hause kommt und gern auf Lovefilm gemeinsam einen Film schauen will. Da man bei Knack immer ein komplettes Kapitel am Stück spielen muss, will man nur ungern das Spiel verlassen. Nun kann man das Spiel anhalten, auf Lovefilm wechseln und nach dem Film ganz einfach wieder verlassen und das Spiel fortsetzen. Genauso könnte man den Browser öffnen, wenn man feststeckt oder sich einen Broadcast anschauen. Bei Live von der PlayStation kann man nämlich anderen Spielern beim Spielen zusehen, chatten oder einfach nur hören, was sie so erzählen. Ganz ähnlich der Let’s Plays auf Youtube, nur eben Live. Ebenfalls bietet der Share Button die Möglichkeit 15 Minuten Clips und Screenshots aufzunehmen und auf Facebook oder Twitch zu teilen, leider jedoch nicht auf Youtube. Hier heißt es hoffen. Durch die Verknüpfung mit Facebook ist es dafür nun möglich, eigene Avatare festzulegen. Außerdem kann man über UStream seine Spiele Live broadcasten. Es gibt so viele Möglichkeiten, zum Glück ist das alles rein optional und man kann auch ohne das alles seine PlayStation 4 in vollen Zügen genießen.

 

Fazit

Mit der PlayStation 4 macht Sony einen eindeutigen Schritt in die neue Konsolengeneration. Es scheint, als habe man darauf gehört, was die Fans wollen und alle Fehler der PlayStation 3 ausgemerzt. Natürlich gibt es auch Dinge, die bei den Fans nicht so gut ankommen, wie fehlendes MP3-Playback oder anpassbare Hintergründe. Dafür sind andere Dinge hinzugekommen, nach denen die Fans seit Jahren rufen, wie ein Cross-Game-Chat. Auch kleine Änderungen wie die komplette Überarbeitung der Tastatur oder dass Untermenüs nicht mehr mit Dreieck, sondern über Options aufgerufen werden, verlangen eine kleine Eingewöhnung. Und auch wenn ein Haufen Neuerungen in Form von Social Content hinzugekommen ist (der, wie man nur immer wieder betonen kann, komplett optional ist), so hat Sony hier eine Konsole abgeliefert, mit der man genau das am besten machen kann, wofür sie geschaffen ist: zum Spielen! Wichtig ist nun, dass viele gute Spiele auf die PlayStation 4 kommen, der perfekte Grundstein dafür ist bereits gelegt. Und auch weitere Features sollen in der Zukunft die Konsole immer mehr erweitern und bereichern. Auf eine fröhliche Zocker-Zukunft also!

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