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Test: Ghostbusters im Test für die PS4 – Auf Geisterjagd mit Freunden


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Ghostbusters_20160809180709-266x266.jpg.23f1ce2fd1a21a15bdc202b16b0fc810.jpgWer erinnert sich noch an seine Jugend zurück? Als man an Harold Ramis Lippen hing, jeden Schritt von Ernie Hudson verfolgte, über Bill Murrays Sprühe lachte und Dan Aykroyds Liebe für Marshmallows verfluchte. Wenn euch die Namen nichts sagen, kennt ihr sie vielleicht als Venkman, Ray, Egon Spengler und Winston. Die vier Ghostbusters, die 1984 und 1989 die Kinos unsicher machten. Groß war die Freude, als eine Fortsetzung angekündigt wurde. Noch größer der Aufschrei, als man erfuhr, dass es sich um ein All-Female-Rebbot handeln würde. Ob das Spiel besser abschneiden kann oder ob es sich nur um ein typisches Lizenzspiel für das schnelle Geld handelt, erfahrt ihr unserem Test.

If there’s somethin‘ strange

Die Ghostbusters sind wieder da und es handelt sich inzwischen um eine Gruppe von Geisterjägern, die im großen Stil arbeiten. Die „Originalen“ Gostbusters sind gerade in Washington. Dabei sind nicht die vier eingangs genannten Charaktere gemeint, sondern natürlich die neuen Ghostbusters, die gerade erst die Kinoleinwände unsicher gemacht haben und viele Nostalgieherzen zum Bluten gebracht haben.

Doch während sich die vier Damen vergnügen bleibt der Nachwuchs in New York zurück und langweilt sich im Hauptquartier. Doch die Langeweile wird jäh unterbrochen, als die vier neuen Helden den Fernseher einschalten und merken, dass irgendwas nicht in Ordnung ist. Anscheinend machen die Geister keine Pause und deshalb müssen nun die Jungspunde ran.

Dabei handelt es sich um zwei Damen und zwei Herren, die ein wenig in der Klischeekiste gegraben zu haben scheinen. Das ist keineswegs negativ gemeint, dank der intelligenten Schwarzen, dem stylischen Poser, der blonden Draufgängerin und dem bärtigen Bullen gibt es tatsächlich sowas wie Charakterdiversität – jeder ist anders und spielt seine Rolle gut. Klischees hin oder her, die Figuren sind schon mal vielversprechender als.. ach naja, lassen wir die Vergleiche mit dem Film.

 

 

In your neighborhood

Auf geht es zum ersten Auftrag ins Museum und sofort wird man in das Spiel hineingezogen. Der Stil ist wirklich gut gewählt und auch die Twin-Stick Shooter Mechanik funktioniert tadellos. Schießen, Waffe wechseln, Granaten werfen – es gibt nicht viele Mechaniken, doch sie funktionieren. Es gibt sogar kleine Rätsel, Geheimgänge und Collectibles. War die anfängliche Skepsis also doch unbegründet?

Jeder Charakter spielt sich ganz unterschiedlich und da sie alle im Rang aufsteigen und mit Spezialfähigkeiten aufgerüstet werden können, bietet das Spiel auch hinsichtlich der spielbaren Figuren eine gelungene Abwechslung. Man kann zwar die Ausrüstung nicht untereinander tauschen, doch zwingt es den Spieler abzuwägen, welche Waffen und Granatenarten ihm am meisten zusagen und so sich auf eine Figur zu spezialisieren.

Leider hakt es dann an einem entscheidenden Punkt: der Spielspaß. Oh mein Gott sind die Levels uninspiriert langweilig. Man macht immer wieder das Selbe, bekämpft die immer gleichen Bosse und kämpft sich durch anspruchslose Gegnerwellen. Twin-Stick Shooter müssen Actionreich sein, sie müssen den Puls in die Höhe treiben, doch Ghostbusters ist so arg einfach und langweilig, dass man sich wundert, wieso die KI-gesteuerten Kollegen ins Gras beißen.

If it‘s somethin‘ weird

Und da geht es auch schon weiter. Die KI Partner sind strunzdoof. Sie rennen in die gegnerischen Angriffe hinein, werfen ihre Granaten gegen Wände und Türen und kümmern sich manchmal gar nicht darum, ihre Strahlen auf den geschwächten Gegner zu richten. Dass man andauernd die Strahlen kreuzt, ist ja okay immerhin würde sonst das Spiel unnötig unhandlich werden und auch dass man nicht jeden kleinen Popelgegner in eine Falle sperren muss, lässt sich verkraften.

Wer sich also nicht alle Nase lang an den Kopf fassen will, der spielt lieber mit einem oder bis zu drei Freunden. Da kann man sich auch absprechen und die Wahrscheinlichkeit, dass einer auf Geheimnisse trifft, steigt so auch an. Obwohl die langen Level größtenteils so gradlinig sind, dass es ein Wunder wäre, wenn man nicht alles findet. Manchmal ist aber auch Backtracking angesagt, wenn man sich an einer der wenigen Kreuzungen falsch entschieden hat.

Das schützt jedoch nicht davor, sich bei den Witzen der Protagonisten an den Kopf zu fassen. Wobei die teilweise herrlich trashig sind. Schade ist lediglich, dass bei der deutschen Lokalisation ein paar Anspielungen verloren gehen. Direkt zu Beginn wird das Ghostbusters Lied zitiert. Man versteht zwar auch im deutschen, welche Zeile gemeint ist, doch hat man dann nur noch ein müdes Lächeln auf den Lippen, da die Assoziationskette im Kopf einen kleinen Umweg macht.

And don’t look good

Das Highlight von Ghostbusters ist die Grafik. Sicherlich ist sie nichts für jedermann, doch spiegelt sie die frühe Comickultur gut wieder. Die Zwischensequenzen werden in Comicgrafik präsentiert und sind komplett auf Deutsch synchronisiert. Bei Auftragsannahme werden auch Videotelefonate mit Standbildern dargestellt, was ein wenig an die Codec Gespräche eines gewissen Snakes erinnert.

Auch die Spielgrafik kann sich sehen lassen. Die Umgebungen sind abwechslungsreich modelliert und der Comiclook passt perfekt zum Ghostbusters Thema. Zusätzlich schimmern die Geister, Ecto leuchtet und so ziemlich jeder Effekt wirft ein grelles Farbenspektakel auf den Bildschirm. Was bei ernsten Shootern nur stören würde passt bei den Geisterjägern hervorragend in die Spielwelt.

Auch musikalisch und Soundtechnisch gibt es nichts zu bemängeln. Der Soundtrack geht immer und auch sonst ist sie sind stimmungsvoll und wäre das Spiel nur etwas spaßiger, würden sie auch dafür sorgen, dass Geisterjäger Stimmung aufkommt. Obwohl es bei Geisterjagd ja eher ruhig und bedächtig zugehen sollte, vielleicht ist auch einfach nur das Genre falsch gewählt?

Who you gonna call?

Die Trophäen von Ghostbusters sind relativ gradlinig und man bekommt sie höchstwahrscheinlich ohne viel Anspruch. Es gibt ein paar Trophäen für das Durchspielen und auch dafür, in allen Levels die höchste Wertung zu erhalten. Alles recht unspektakulär, wenn man das Spiel mit anderen Twin Stick Shootern vergleicht.

Eine einfache Platin-Trophäe bedeutet jedoch keinesfalls eine schnelle Platin, denn um diese zu erreichen, muss man alle seine Charaktere auf das Maximallevel bringen und all ihre Verbesserungen freischalten. Das heißt, dass man die Levels diverse Male wiederholen darf und dabei so viel Ecto einsammeln sollte, wie möglich. Und das kann sich hinziehen, denn die Levels sind nicht gerade kurz.

Ansonsten sind die Trophäen eher Kleinigkeiten, wie einen Remix-Level abschließen, alle Collectibles einsammeln oder in einem Level 25 Koop-Assists zu erledigen, die man erhält, wenn man Gegner besiegt, die einen Debuff von einem anderen Spieler erhalten haben. Das macht sich gut mit einem Partner, man muss sowieso einen Level mit 4 Spielern abschließen. Wenn ihr also nicht genügend Controller da habt, ladet schonmal eure Freunde ein und sagt ihnen, sie sollen ihren eigenen mitbringen.

 

FAZIT

Koop macht alles besser. Eigentlich. Doch nicht einmal Ghostbusters kann ein 4-Spieler-Koop retten. Dabei beginnt das Spiel eigentlich recht vielversprechend. Grafisch ist das Spiel nicht realistisch, der Comic-look macht aber schon was her und sorgt dafür, dass das Spiel flüssig läuft. Der Humor ist kindisch, aber teilweise schön trashig so dass man die Gespräche einfach nicht ernst nimmt und damit lebt, dass 80% der Witze nicht zünden. Was aber wirklich problematisch ist, ist die fehlende Action. Das Top-Down Spielprinzip lebt davon, dass viel auf dem Bildschirm wuselt und man jederzeit in Gefahr ist. In Ghostbusters ist jedoch so wenig los, dass man sehr schnell lediglich ein müdes Gähnen übrig hat und schon nach dem ersten Drittel eines Levels sich dem Ende entgegensehnt. Sehr Schade, nach dem Film hat auch das Spiel der Marke keinen Gefallen getan.

 

3,5 von 10

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