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Test: EVE: Valkyrie im Test für die PSVR – Dogfights wie sie sein sollten


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883640493_EVE_-Valkyrie_20161017224809-266x266.jpg.d29517d43807292fe0c7d8b5a739db72.jpgEVE ist ein sehr bekanntes und sehr erfolgreiches Sci-Fi-MMORPG vom isländischen Entwicklerstudio CCP Games. Mit dem Online-Shooter "Dust 514" hatten sie bereits eine Auskopplung ihres Universums geschaffen, welche jedoch leider im Mai diesen Jahres wieder abgeschaltet wurde. Mit "EVE Gunjack" und "EVE Valkyrie" wagen sie sich nun in VR-Gefilde, wobei "EVE Valkyrie" ein waschechter Online-Dogfight-Shooter ist, der zum Vollpreis in der Ladentheke steht. Ob sich eine Investition lohnt, erfahrt ihr unserem Test.

Schickt die Klone rein

Für ein reines Online-Spiel ist es eigentlich ungewöhnlich auch über eine Story zu verfügen, aber dennoch präsentieren CCP Games dem Spieler eine kleine Geschichte. In Eve Valkyrie schlüpft man in die Haut eines Klones eines verstorbenen Piloten und schließt sich der berühmten Pilotin Ran Kavik an, um mit ihren Walküren zu fliegen und die Basis zu beschützen.

Doch als Klon verfügt man auch immer noch über Erinnerungen aus seiner Vergangenheit und so kommt es zu Rückblenden und Geschehen in der Vergangenheit, die etwas über die Hintergründe des Krieges erläutern sollen. Die Gespräche sind auch sehr interessant und auch die Einblendungen im Cockpit, aber leider mangelt es am Ende doch an der Ausführung.

Es sind lediglich eine Hand voll kurzer Missionen, die schon vorbei sind, ehe es überhaupt richtig losgeht. Sie sind kleine Tutorials, die den Spieler mit dem Spiel vertraut machen sollen, bevor er sich in die Online-Schlachten begibt. Dabei wäre es der perfekte Auftakt zu einer tiefgründigen Singleplayerkampagne, doch dies bleibt wohl ein Wunschtraum, denn der Spieler wird nach weniger als einer Stunde bereits in seine ersten Online-Schlachten geworfen.

https://www.youtube.com/watch?v=AZNff-of63U

Mitten drin statt nur davor

Natürlich kommen wir nicht drum herum erst einmal zu erläutern, wie der VR-Modus von EVE Valkyrie eigentlich funktioniert. Im Hauptmenü sitzt man vor mehreren Hologrammen. Was man anschaut, wird auch ausgewählt. Das funktioniert sehr gut, könnte aber einen Ticken besser funktionieren, dazu müsste man aber eine komplett andere Technologie verwenden. Wenn man die Pupillen tracken könnte würde es etwas genauer funktionieren – dennoch gibt es selten Probleme mit dem Menü.

Absolut keine Probleme hingegen gibt es in der Lobby und im Spiel selbst. In der Lobby liegt es wohl an den größeren Fenstern. Und im Hangar nimmt man zur Auswahl das Steuerkreuz, wieso man sich dafür entschieden hat, ist auch sehr eigenartig, da man schon automatisch den Kopf bewegt und sich dann wundert, warum in der Auswahl immer noch das gleiche Objekt gewählt ist.

Im Spiel geht es dann allerdings richtig los. Man sitzt im Cockpit und kann sich in seinem Schiff komplett umsehen. Man schaut auch aus den Fenstern und kann seine Waffen links und rechts betrachten. Es ist wirklich ein großartiges Gefühl, wenn man durch die riesigen Fenster in die endlosen Weiten sieht und sich völlig frei umsehen kann, ohne dass dabei die Flug oder Zielrichtung geändert wird.

Pew Pew Pew

Wenn es dann losgeht, ist man kaum noch zu bremsen und taucht komplett in die Welt von Eve Valkyrie ein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass man sich um 360° in seinem Cockpit drehen kann und dabei auf seinen Virtuellen Köper herunterschauen, an die Rückwand blicken oder durch Seitenfenster schauen kann. Außerdem ist das Schiff ausgestattet mit allen Anzeigen, die man so braucht. Schild, Schub, Minimap oder Verlaufsliste. Nur die Symbole zu deuten, dauert einen Moment.

Doch es ist nicht nur der Blick auf die knallenden Geschütze, die einem dabei helfen sich wie in einem Kampfgetümmel zu fühlen. Überall sausen die Teamkollegen und die Gegner durch die Gegend. Raketen und andere Geschosse krachen durchs Weltall und auch mal in das eigene Raumschiff und Explosionen erfüllen mit einem lauten Knall die ganze Umgebung, sodass man zum Wohle des Erlebnisses auf die Physik pfeift.

Aber auch die Umgebungen können sich sehen lassen. Zerstörte Raumbasen, riesige Trägerschiffe und kristallbewachsene Planeten sorgen für Abwechslung. Aber Vorsicht: Wer sich die Umgebung zu sehr betrachtet sollte darauf achten ein wenig Schub zu entfernen, denn es tut der Schiffshülle nicht allzu gut, wenn man auf Kollisionskurs geht. Wobei die Todesanimation sich ebenfalls sehen lassen kann.

Nicht viel zu tun

Steuerungstechnisch gibt es nicht viel zu sagen. Gas und Bremse, Hauptwaffe und Zweitwaffe sowie Spezialaktionen gepaart mit Raketenabwehr und Zielwechsel. Die einzige Schwierigkeit besteht darin herauszufinden, was die ganzen Waffen eigentlich machen. Das Schiff lässt sich mit den Analogsticks steuern, während man mit den Kopfbewegungen Gegner für die Zweitwaffe anvisieren kann. Äußerst nützlich, wenn die flinken Biester mal wieder nicht vors Schiff kommen wollen.

Im Online-Modus von Eve Valkyrie kann man dabei zwischen verschiedenen Modi wählen: Trägerschiff sowie Team Deathmatch / Kontrolle. Außerdem kann man auch TDM gegen die KI spielen. Die Modi sind selbsterklärend. Während man in Trägerschiff Punkte einnimmt, um die gegnerische Flotte von ihren Schilden zu befreien, ballert man in TDM die Gegner in Grund und Boden. Es treten dabei 8 gegen 8 Spieler gegeneinander an. Etwas mehr Variation wäre vielleicht nicht schlecht aber im Prinzip wurde hier auf überflüssige Modi verzichtet und man hat direkt die beliebtesten Varianten ausgewählt.

Wer jedoch nicht über PlayStation Plus verfügt oder einfach mal keine Lust auf Sozialisation hat, der kann auch offline ein paar Modi ausprobieren. Training, klassenspezifische Missionen und Storymissionen halten einen anfangs auf Trab. In der Arena kann man so lange man will seine Fertigkeiten testen und es gibt auch einen Überlebensmodus, in dem man sich mehrerer Gegnerwellen erwehren kann. Wie eingangs erwähnt, wäre hier eine vollwertige Kampagne wünschenswert gewesen.

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Der Meister des Quartiers

In Eve Valkyrie verfügt der Spieler über drei verschiedene Raumschiffklassen. Das normale Gerät, das träge aber durchschlagskräftige schwere Gerät und die Unterstützungseinheiten. Von diesen Klassen gibt es verschiedene Variationen, die man durch Nutzung jener Schiffsklassen freischalten kann. Dann müssen sie jedoch noch immer mit den richtigen Ressourcen gecraftet werden. Diese müssen während des laufenden Spiels eingesammelt werden, wo sie am Ende fair aufgeteilt werden.

Es gibt zusätzlich auch legendäre Schiffe, welche in bestimmten Events verteilt werden und auch gegen aufgerüstete Schiffe ankommen. Man erhält jedoch mit ihnen keine Bonus-EP für die verschiedenen Klassen, welche benötigt werden, um neue Schiffe, Upgrades oder Anpassungen wie Skins freizuschalten. Wer also Schiffe mit besonderen Fähigkeiten will, sollte auf die Benutzung legendärer Schiffe verzichten.

Für die arbeitende Bevölkerung, also Menschen mit viel Geld aber wenig Zeit, wurde der Echtgeldshop geschaffen. Hier kann man gegen eine ordentliche Stange Geld Gold erwerben, welches sich in Silber umwandeln lässt. Somit kann man sich EP-Boosts leisten und eher Schiffe freischalten. Ob man hier tatsächlich investieren möchte, sei jedem selbst überlassen. Man kann den Markt auch getrost ignorieren und langsam aber stetig die EP-Leiter hinaufkraxeln.

Ritt der Walküre

Naja, Trophäenjäger kennen es ja bereits. Um in einem Online-Spiel die Platin-Trophäe zu erreichen, muss man sehr viel Zeit in das Spiel und seine Online-Matches investieren. Eve Valkyrie macht da natürlich auch keine Ausnahme. Upgrades, Sammelobjekte und Bestplatzierungen geben sich mit Trophäen für erreichte Ränge und gekauften Kosmetikobjekten die Hand.

Das Ganze beginnt schon beim Offline-Modus, in welchem man alle Missionen abschließen muss und wo man im Pro-Überlebensmodus bis zur 10. Welle durchhalten muss. So richtig geht der Spaß allerdings erst los, wenn man alle Schiffe aller drei Klassen craften muss und außerdem noch Geld für 25 Kosmetikobjekte hinblättern darf. Diese 4 Silber und eine Goldtrophäe lassen den nächsten Absatz schon fast lächerlich einfach wirken.

Online darf man dann 10x die Bestplatzierung erreichen und 50 PVP-Schlachten im Modus Trägerschiff, 50 PVP-Schlachten im Modus TDM sowie 50 PVP-Schlachten im Modus Kontrolle gewinnen. Erschwerend kommt hinzu, dass man TDM und Kontrolle nicht gezielt unterscheiden kann. Sie sind sich sehr ähnlich und Kontrolle fügt lediglich Eroberungspunkte hinzu, an welchen man Drohnen absetzen kann, um so noch schneller Punkte anzusammeln.

 

FAZIT

Wow. Was das Erlebnis angeht ist Eve: Valkyrie ein absoluter Must-have Titel unter den PSVR Spielen. Schade ist lediglich, dass es keine ausführliche Singleplayerkampagne gibt. Die Story gibt sehr viel Potential her, was leider nicht ausgeschöpft werden kann und nur als ein Vorwand für den Online-Modus gilt. Auch wenn man leicht in einen Geschwindigkeitsrausch verfällt, wird es doch schnell Chaotisch und unübersichtlich. Und trotzdem macht es unglaublich viel Spaß sich in einen Piloten zu versetzen und das Weltall unsicher zu machen. Wer bereit ist für ein reines Multiplayererlebnis den Vollpreis zu bezahlen wird auf jeden Fall nicht enttäuscht werden.

 

8 von 10

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