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PlayStation All-Stars Battle Royale im Test für die PS3 und PSV - So richtig auf die Mütze, aber richtig


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All-Star Spiele eines Konsolen- oder Videospieleentwicklers sind immer ein kleines Highlight für die Fans. Während Ratchet, Jak und Sly schon einmal in einem Crossover Titel gegeneinander antreten durften, haben sie diesmal noch einige weitere Kontrahenten im Gepäck. Wem Parappa, Spike und Toro kein Begriff sind, der kann vielleicht mehr mit Kratos, Cole MacGrath und Nathan Drake anfangen. Diese und viele weitere dürfen in Sony’s neuestem All-Star Prügler gegeneinander antreten und sich mal so richtig eins auf die Mütze geben. Ob die Fans genauso viel Spaß an dem Titel haben werden und was sie noch, außer ihrer Lieblingscharaktere in Aktion geboten bekommen, erfahrt ihr in unserem Test.

Ich wähle dich, Sackboy!

Oder doch lieber die Fette Prinzessin? In PlayStation All-Stars Battle Royale bekommt man eine ganze Riege aus PlayStation Helden geboten. Insgesamt stehen 20 Charaktere zur Verfügung, welche man in die Arena schicken kann. Abseits der bereits genannten Figuren gibt es auch Sir Daniel aus Medievil, Raiden aus dem kommenden Metal Gear Rising, Nariko aus Heavenly Sword oder auch Dante aus dem neuesten fünften Teil der Devil May Cry Reihe. Weiterhin stehen Big Daddy, Heihachi, Sweet Tooth und Radec zur Auswahl, womit sich die Kämpfervielfalt über ganz verschiedene Genres erstreckt. Letztendlich müssen sie hier jedoch ihr Können in einem Genre unter Beweis stellen, einem Arena Prügelspiel.  

Fraglich bleibt jedoch, weshalb man dem berüchtigten Cole gleich zwei Charakterplätze spendiert hat. Man hat die Wahl zwischen dem guten oder dem bösen Cole, welche zwar unterschiedliche Fähigkeiten haben, sich aber in der Steuerung doch recht ähneln. Denn hier beweist PlayStation All-Stars Battle Royale seine Stärke. Abgesehen vom inFamous Helden spielt sich jede Figur komplett anders. Dabei sind nicht bloß unterschiedliche Angriffsmuster gemeint, sondern komplett verschiedene Kampfstile. Während Radec auf Fernkampf spezialisiert ist und dem Spieler ziemlich das Leben schwer machen kann, wenn er nicht an ihn herankommt, kann Sly sich unsichtbar machen und mit seinem Gleitschirm sogar schweben, während der schwerfällige Big Daddy trotzdem sehr mächtige Fähigkeiten hat.  

Schön ist auch, mit wie viel liebevollen Details die Figuren ausgestattet sind. Jeder Charakter verfügt nur über Dinge, die ihm auch in seinem Spiel zur Verfügung stehen. Und dazu gehört auch, dass wenn Ratchet ins Wasser fällt, dieser seine Atemaske aufsetzt oder die „Augen“ des Big Daddys sich je nach Situation anders färben. Seltsam ist nur, dass Cole von Stromattacken beeinflusst werden kann, doch trotz all der Vielfalt müssen die Charaktere ausgeglichen sein, was PlayStation All-Stars Battle Royale sehr gut gelingt. Nur weil man von einer Figur zur Schnecke gemacht wurde ist das kein Garant dafür, dass man mit dieser leichter den Sieg davon tragen kann und so muss jeder Spieler sich erst einmal auf eine Figur einspielen um dann zu entscheiden, welcher Stil der Richtige für einen ist. Leider ist dies nicht zwangsläufig die Lieblingsfigur.

 

Arena – Schauplatz, Kampfplatz, Spielplatz

Bei so vielen Figuren aus verschiedenen Welten wäre es ja langweilig, wenn man sich nur in normalen Kampfarenen prügeln würde. Deshalb gibt es verschiedene bekannte Schauplätze, an welchen die Kämpfe ausgetragen werden können. Diese haben das Thema der spielbaren, aber auch nicht spielbaren Figuren. Beispiele hierfür sind Metropolis aus Ratchet and Clank und Franzea aus Loco Roco. Wo allerdings verschiedene Figuren aufeinander treffen, treffen auch Welten aufeinander. So wird Franzea kurzer Hand von einem Metal Gear Ray zerstört und Buzz lädt zu einem Quiz innerhalb des Kreativmodus von LittleBigPlanet ein.  

Damit dies nicht nur was für’s Auge ist, sondern auch etwas spielerischen Anspruch mit sich bringt, kann die Umwelt mit den Spielern interagieren. So wird das Dojo von Parappa von Raketen unter Beschuss genommen und Hades jagt seine Waffen regelmäßig auf den Kampfplatz. Die Effekte in den Levels sind aber immer gleich oder zumindest ähnlich, was zugleich Vor- und Nachteil ist. Zum einen ist es gut, dass man sich darauf einstellen kann und man kann versuchen, seine Gegner in eine Falle zu locken. Andererseits wird die anfängliche Abwechslung somit schnell zur Gewohnheitssache und man beginnt sich nach mehr Abwechslung zu sehnen, vor allem wenn die Levels sich wiederholen.  

Für Abwechslung sorgen dann nur noch die unterschiedlichen Kampfmodi, die man in den verschiedenen Arenen in PlayStation All-Stars Battle Royale ausüben kann. Im Team oder auch alle gegen alle kann man entweder versuchen innerhalb eines Zeitfensters die meisten Punkte zu machen, zuerst das Kill-Limit zu erreichen oder jedem Gegner alle ihre Leben zu nehmen. Denkt man genau darüber nach, fällt schnell auf, dass diese Modi sich nicht wirklich unterscheiden, außer dass man beim Lebenslimit, wenn man Pech hat, das halbe Match nur Beobachter ist. Ein paar andere Spielmodi wären wünschenswert gewesen in welchen man nicht das Gefühl hat, immer das Gleiche zu machen.

 

Auf die Fresse mal anders

Nun da geklärt ist wer und wo sich geprügelt wird, ist doch die Frage, wie läuft das ganze ab? Es gibt nämlich keinen Lebensbalken, wie man ihn normalerweise aus Spielen gewohnt ist. Stattdessen muss der Spieler versuchen, durch möglichst lange und kräftige Combos genügend AP aufzubauen, um einen Superangriff zu starten. Diese Superangriffe haben mehrere Stufen und sind somit unterschiedlich mächtig. Während der Level 1 Angriff recht einfach zu entgehen ist, ist es bei einem Level 3 Super schon fast unmöglich ihm zu entfliehen. Ein Kill ist somit nur durch Superangriffe möglich und bringt einen Punkt, während ein Tod einen Punkt Abzug bringt. Selbst bei null Punkten gibt es Abzüge und so ist es möglich weit ins Negative zu wandern.  

Die Superangriffe sind ebenfalls von Charakter zu Charakter sehr unterschiedlich. Während bei einigen der Level 1 Super irgendwie sinnlos erscheint sind diese bei anderen wiederrum sehr mächtig, dafür haben diese dann meist nicht so gute Level 3er Angriffe. Somit ist es mit einigen leichter schnell Punkte zu machen, wenn diese aber dann jedes Mal geblockt oder gekontert werden ist es doch besser, auf höhere Level zu warten. AP verdient man wie erwähnt durch die verschiedensten Combos mit den drei Angriffstasten. Zusätzlich ist es möglich den Gegnern APs zu entziehen, indem man einen von drei Griffen anwendet, mit welchen man den Gegner in den Boden stampft, in die Luft schleudert oder von sich weg stößt. Diese lassen AP Kugeln fallen, die man dann einsammeln kann, sofern einem niemand anders zuvor kommt.  

AP kann man den Gegnern auch durch verschiedene Items entziehen, die dann ebenfalls für einen AP Regen sorgen, oder man lockt den Gegner in eine Falle und erntet dann, was man säte. Diese Dinge sind zwar nicht so ergiebig, dennoch kann es von immensem Vorteil sein, wenn man dem Gegner AP stiehlt. Somit kann man schnell einer devaströsen Attacke entgehen, indem man einen Level 3 Superangriff auf einen Level 2er hinunter bricht, welche einen möglicherweise nicht einmal erreicht. Ansonsten spielt es sich wie ein typisches Kampfspiel, man kombiniert Schläge, Tritte und Spezialmanöver zu langen Combos und versucht durch Ausweichen, Blocks und Konter den Gegner in den Griff zu bekommen, nur dass man deutlich mehr Bewegungsfreiheit als bei einem Beat ‘em Up hat.

 

Online vs Offline

PlayStation All-Stars Battle Royale bietet mehrere Spielmodi sowohl für den Single-, als auch für den Multiplayer. Im Singleplayer wäre da zum einen der Arcade-Modus, welcher einem Storymodus gleich kommt. Jeder Charakter schlägt sich hierbei durch mehrere Kämpfe, bis man am Ende auf einen Rivalkampf und schließlich auf den Endboss trifft. Storyhappen gibt es dabei anfangs durch Bilder, beim Rivalkampf durch eine Zwischensequenz und am Ende erneut durch eine Bilderfolge erzählt. Eine tiefgründige Geschichte darf man hierbei nicht erwarten, sie ist eher Mittel zum Zweck. Die Kämpfe wechseln sich durch die verschiedenen Kampfmodi ab und werden von Kampf zu Kampf schwerer.  

Wählt man den Schwierigkeitsgrad Held, wachsen die Gegner von sehr leichter KI bis hin zu Mittel, wobei man auch auf einen Normalen und zwei leichte Gegner trifft. Wählt man Legende, dann beginnen die Gegner schon bei Mittel und es kommen Schwere hinzu, während man sich bei All-Star schon ziemlich ins Zeug legen muss, um nicht hinterher zu hängen. Empfehlenswert ist jedoch auch für unerfahrene Spieler, gleich mit dem Schwierigkeitsgrad Legende zu beginnen, denn auf Held sind die Gegner allenfalls Aggressions-bewältigungs-Puppen, die sich kaum wehren und es ist oft sogar möglich, nach einer Minute den Controller beiseite zu legen, da die CPU den Vorsprung nichtmehr aufholt, ihre Superangriffe sogar in vollkommen unlogischen Momenten verwendet.  

Wirklich relevant ist jedoch der Multiplayer, denn darauf legt das Spiel seinen wahren Fokus. Offline im Versus Modus kann man entweder an einer Playstation 3 oder über Ad-hoc an der PlayStation Vita spielen, sofern man über beide Spiele und Konsolen verfügt. Oder man begibt sich in Online Kämpfe, in denen man entweder zum Spaß oder in Ranglistenmatches kämpfen kann. Hier kann man sein Können unter Beweis stellen und Gürtel verdienen, die das Profil zieren und der Welt zeigen, wie gut man wirklich ist. Sollte man sich dieser Herausforderung nicht gewachsen fühlen helfen hierbei mehrere Trainingsmodi in welchen man die Möglichkeiten der Charaktere und deren Handling üben kann.

 

xXx – Triple Cross

Cross-Buy, Cross-Play, Cross-Save, all dies sind Dinge mit der Sony aktuell die PlayStation Vita bewirbt. So bietet auch PlayStation All-Stars Battle Royale diese Features. Cross-Buy bedeutet, dass Käufer der PlayStation 3 Version die PlayStation Vita Version des Spiels kostenlos dazu erhalten. Funktionieren tut dies dann über einen Downloadcode, der in der PlayStation 3 Hülle beiliegt und im Store eingelöst werden kann. Doch auch wer sich dazu entschließt, die PlayStation 3 Version im PlayStation Store zu erwerben, erhält das Vita Spiel kostenlos dazu, welches mit knapp anderthalb Gigabyte über eine angemessene Größe verfügt, die auch mit einer kleinen Speicherkarte kompensierbar ist.  

Durch das Cross-Save ist garantiert, dass auch kein Fortschritt verloren geht, wenn man zwischen den Konsolen wechselt, vorausgesetzt, man war zwischenzeitlich Online. Hierbei wird das Level und die bereits abgeschlossenen Spiele, sowie Profileinstellungen gesichert und es ist garantiert, dass man weder Einstellungen, noch Kämpfe doppelt vornehmen muss. Außer natürlich, man möchte das, dann kann man natürlich jeden Kampf und jede Herausforderung wiederholen. Zusätzlich läuft alles über ein Online-Profil, wodurch garantiert ist, dass man nicht doppelt in der Rangliste auftaucht. Angenehm ist, dass man den Spielstand nicht erst kopieren oder in eine Cloud übertragen muss, es geschieht so sehr im Hintergrund, dass der Spieler nur das Ergebnis zu Gesicht bekommt.  

Das wichtigste Feature ist jedoch das Cross-Play. Problemlos können Vita und PlayStation 3 Spieler gegeneinander antreten und das ganz ohne jegliche Verzögerung. Sowohl Online, als auch daheim im Zimmer können die Spieler mit unterschiedlichen Geräten gegeneinander spielen und das Beste ist, dass man sogar von der anderen Plattform aus Einladungen verschicken kann. Leider funktioniert das nur mit unterschiedlichen Accounts, während der Beta war es sogar möglich sich selbst eine Einladung zu schicken und somit ist es nun notwendig, dass, sollte man daheim auf der Couch spielen, einen anderen Account auf der PlayStation Vita zu benutzen. Natürlich nur, wenn man im Cross-Play spielen möchte, genauso gut kann mehrere Controller an der PlayStation 3 anschließen.

 

Spielen mit allen Sinnen

Nunja, riechen wird man nicht so viel, abgesehen vom Schweiß der vom Gesicht rinnt angesichts des nahenden Rundenendes, jedoch gibt es etwas fürs Auge und für die Ohren. Grafisch erfüllt das Spiel auf jeden Fall seinen Zweck. Die Crossover mögen auf den ein oder anderen befremdlich wirken, da hier verschiedene Stile aufeinander treffen, überraschend gut passt es jedoch trotzdem zusammen wenn man mit Nathan Drake von der fetten Prinzessin niedergerungen wird oder Hades unter den Sperrspitzen der Patapon leiden muss. Auch die Artworks im Storymodus können sich sehen lassen und werden ihren Ursprüngen gerecht. Zusätzlich strotzt das Spiel vor einem Effektgewitter, welches dennoch zu keiner Zeit überladen wirkt, da das Spiel sehr übersichtlich designt ist. Nur manchmal verliert man seine Figur aus den Augen, wenn alle vier auf einem Haufen sitzen und durch eine Explosion in alle Winde verstreut werden.  

Doch auch der Ton erfüllt seinen Zweck. Die Musik ist eingängig, wenn auch innerhalb kürzester Zeit recht eintönig immer das gleiche zu hören. Was eher stört ist der Sprecher, welcher immer ansagt, sobald eine Superattacke einen neuen Level erreicht hat. Sie ist äußerst praktisch, allerdings sehr nervend wenn alle hintereinander aufsteigen und Spieler dann möglicherweise direkt noch einen draufsetzen oder ihren Level verloren und gleich wieder wiedererlangt haben. Viel interessanter ist jedoch die Wahl der Synchronisationen. Während der Story und auch in den Kämpfen kommen die Charaktere von PlayStation All-Stars Ballte Royale zu Wort und werfen sich entweder Sprüche an den Kopf oder lassen sich auf eine kurze Konversation ein.  

Die meisten Figuren sind originalgetreu mit ihren deutschen Sprechern versehen worden, allerdings gibt es einige, bei denen es anders ist. Heihachi spricht, ganz wie im Original, japanisch, Raiden und Dante englisch und Toro in einer selbst erfundenen Sprache. Interessant hierbei ist nämlich, dass sie es selbst gar nicht zu merken scheinen, so werden Dialoge oft in verschiedenen Sprachen gehalten, ohne dass sich jemand daran zu stören scheint. Außer der Spieler vielleicht, der die entsprechende Sprache nicht beherrscht und versäumt hat, die Untertitel zu aktivieren, welche standardmäßig deaktiviert sind und sich leider nur als Ganzes einstellen lassen.

 

Fazit

PlayStation All-Stars Battle Royale ist auf Sonys Konsolen einzigartig, bietet jedoch auch im Vergleich zum Nintendo-Pendant genügend Einzigartigkeiten um seine Existenzberechtigung zu erhalten. Nicht allein, weil man nun mit seinen Lieblingscharakteren aus dem PlayStation-Universum spielen kann. Es sind zwar längst nicht alle vertreten, aber Nachschub in Form von DLC ist angekündigt. Singleplayer Fans werden zwar kaum auf ihre Kosten kommen, aber dafür ist das Spiel auch nicht gedacht. Es ist ein Multiplayer Spiel und dies sowohl Off- als auch Online.

Besonders gut gelungen ist im Offline-Modus, dass man keinen störenden Splitscreen hat und trotzdem immer der gesamte Überblick über das Geschehen gegeben ist. Lobenswert sind auch die eingängige Steuerung, das flüssige Gameplay und die ausgewogene und dennoch grundverschiedene Charakterstärke. Als Party-Prügler ist PlayStation All-Stars Battle Royale auf jeden Fall geeignet, da die Eingewöhnungszeit schnell von Statten geht und nur Spieler, die sich intensiv mit beschäftigen klare Vorteile haben. Wer jedoch das Spiel nur ein paar Mal durchgespielt hat ist nicht zwangsläufig besser als jemand, der erst zwei drei Runden hinter sich hat.

 

8/10

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