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Test: Sword Art Online Hollow Realization im Test für die PS4 - Alles beim alten und doch anders


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SWORD-ART-ONLINE_-HOLLOW-REALIZATION_20161110140606-266x266.jpg.e6474ffa1f7c86e2f96de74291c6a570.jpgSword Art Online, ein beliebter Manga und Anime, erschien schon recht früh für die PlayStation Portable und erfuhr dann ganze zwei Remakes auf weiteren Sony Plattformen, unter anderem auch auf der PS4. Mit Lost Song gab es dann die erste richtige Fortsetzung und anstatt nun wieder jahrelang zu warten, gibt es mit Sword Art Online Hollow Realization nun gleich die nächste Fortsetzung, welche die Spieler wieder zurück in die Welt aus dem ersten Teil entführt – nur dass dieses Mal alles anders ist. Worum es sich dabei handelt, erfahrt ihr unserem Test.

Aincrad ist nun Ainground

Trotz der schlechten Erfahrungen, die die Spieler im ersten Sword Art Online hatten, treibt es Kirito zurück in die ihm bekannte Welt und er nimmt erneut an einer Beta Teil, die das Nerve Gear verwendet. Allerdings hat die Welt sich etwas verändert. Zum einen heißt die Welt von SAO nun Ainground und die Abkürzung heißt Sword Art: Origins. Und das deutet auch schon auf die Änderungen im spirituellen Nachfolger an: Es geht um die Vorgeschichte der Welt von Sword Art Online. Bereits in der Beta loggen sich mehrere tausend User ein und darunter sind auch Kiritos Freunde, die er in Sword Art Online und ALfheim Online kennen gelernt hat, darunter auch seine Frau und seine beiden KI-Kinder. Natürlich kommen immer wieder schlechte Erinnerungen an das erste VRMMORPG hoch, dennoch konnten sie es sich nicht verkneifen in das neueste Abenteuer einzusteigen. Und da es sich um eine Beta handelt, rechnen sie auch mit ein paar Fehlern. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie auf einen NPC stoßen, der keine eingetragenen Daten hat. Doch weil Kirito Mitleid hat, möchte er ihr lieber helfen anstatt sie den Entwicklern zu melden, die sie löschen würden. Nach kurzer Zeit finden er und seine Freunde heraus, dass Premiere, wie sie den NPC getauft haben, eine geheimnisvolle Questreihe auslöst und da ein Tod in Ainground nicht ganz so endgültig ist, wie er noch in Aincrad war, stürzen sie sich dieses Mal mit etwas weniger Furcht in ein aufregendes Abenteuer.

 

 

Härter, schneller, besser

Sword Art Online Hollow Realization spielt zeitlich nach The Lost Song und auch wenn es wieder zurück in die Welt aus Hollow Fragment geht, haben sich ein paar Neuerungen eingeschlichen. Es spielt sich zwar wieder wie ein Online Rollenspiel, ist allerdings etwas actiongeladener. Flinke Tastendrücke resultieren in schnellen Treffern und staken Kombos und das Ausweichen verbraucht zwar etwas AP, ist aber dennoch nützlicher als je zuvor. Es handelt sich also storybedingt noch immer um eine MMO Simulation, doch fühlt sich nicht ganz so träge an. Auch die Grafik hat sich um einiges gesteigert. Es gibt noch immer Schadensanzeigen und die GUI erinnert auch an Komplexe Onlinerollenspiele, aber dafür sieht es jetzt auch sehr ansehnlich aus. Dadurch, dass das Spiel nicht versucht dem Spieler eine realistische Fantasywelt zu präsentieren, kann es mit vielen hilfreichen Mitteln spielen, so auch eine Anzeige für Trefferbereiche, aus welchen man rechtzeitig fliehen kann. Außerdem gibt es Zufallsevents, in welchen man anderen „Spielern“ helfen kann und zieht dabei nun zu viert in die Schlacht. Und zu guter Letzt mag es sich für Außenstehende seltsam anhören, aber Kirito startet in diesem Spiel auf Level 1, weshalb man sich von ganz unten erst nach oben arbeiten muss. Keine Endgame Ausrüstung, noch keine Skills, man beginnt tatsächlich von Null. Abgesehen vom Beziehungsstatus zu seinen Begleitern und Freunden. Allerdings gibt es trotzdem einen Bonus, wenn man Spielstände von älteren Sword Art Online Spielen auf der Konsole hat, es lohnt sich also seine alten Spielstände nicht zu löschen, auch wenn es nur ein paar bessere Startwaffen sind.

Monsterkloppe im Team

Wie bereits eingangs erwähnt, vereint Sword Art Online Hollow Realization die Vorteile des komplexen Kampfsystems von Hollow Fragment und des Actionreichen Kampfsystems von The Lost Song. Es gibt also kein langsames Auto-Attack mehr, stattdessen ist jeder Tastendruck auch ein Angriff. Diese können durch Button-Mashing auch zu einer Kombo gepusht werden, oft lohnt es sich jedoch auch in den richtigen Momenten einen Skill einzusetzen. Man verbraucht zwar bei einer Kombo keine AP, allerdings kann man mit gut getimten Angriffen große Lücken in die Verteidigung eines Gegners reißen. Da man in Sword Art Online trotz Koop Funktion meistens doch eher allein mit seinen KI-Mitstreitern ist, sind auch die Befehle während des Kampfes von Bedeutung. Sehr gut ist dabei, dass die Mitstreiter miteinander und mit dem Spieler kommunizieren. Lassen Angriffe sich zu einer Skillkette kombinieren, so teilen sie das dem Spieler mit, der sich darauf einstellen kann im richtigen Moment seinen Skill zu aktivieren. Auch wenn ein Wechsel die Betäubung eines Gegners zulässt, rufen sie dies dem Spieler zu und auch wenn sie sich zum Heilen zurückziehen, lassen sie dies den Spieler wissen. Die KI agiert zwar vernünftig, jedoch nicht immer so, wie es sich der Spieler wünscht. Dafür gibt es das Lob-System: gefällt dem Spieler die Aktion seines Mitstreiters, so sollte er es ihn wissen lassen, denn dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Skill erneut eingesetzt wird. Man kann jedoch auch selbst die verschiedensten Skills lernen und auch seine ganze Skillpalette anpassen. So ist bei mir auch der Heilungszauber schnell integraler Bestandteil meiner Shortcuts geworden, da ich meinen Heiler nie dazu bekommen konnte, sich um andere zu kümmern.

Wohin als nächstes?

All diese Kämpfe finden in einer offenen Welt statt, die in abgesteckten Gebieten mit minimalen Ladezeiten stattfinden. Anders als noch in Hollow Fragment sind dies noch keine Ebenen eines 100 Stockwerke hohen Turmes, sondern erstmals handelt es sich um ein riesiges zusammenhängendes Gebiet. Um jedoch schnell an die wichtigsten Punkte zu gelangen, gibt es wieder die Teleportsteine, welche man vom Stadtplatz aus ansteuern kann. Dabei hilft es, dass das aktuelle Hauptziel auf der Karte markiert wird, was man leider nicht von den Nebenquests behaupten kann. Denn von diesen gibt es auch wieder reichlich. Immer wieder erscheinen an der Anschlagtafel neue Aufgaben, bei denen es sich meistens um einfache Sammel- oder Besiege X Gegner-Quests handelt. So verdient man dann eine Menge Col und XP, denn das ist deutlich lukrativer als andauernd Gegner zu farmen. Obwohl man hierbei im Endeffekt auch nichts anderes macht, allerdings passiert das auch so ganz nebenbei, denn die Ebenen in Sword Art Online Hollow Realization sind geradezu gespickt mit Monstern. Man muss aber keine Angst davor haben, jederzeit von Monstern attackiert zu werden. Die Meisten von ihnen sind friedlich, solange man sie nicht direkt attackiert. Hier und da lohnt es sich allerdings, sie erst aus der Gruppe zu lösen, um nicht versehentlich eine Übermacht an Gegnern vor sich zu haben. Manche Gegner beschützen sogar wertvollen Loot, manche Kisten regenerieren sich mit der Zeit und verfügen über ganz anderen Inhalt, es lohnt sich also zurückzukehren und sich das Geld für Ausrüstung lieber zu sparen.

Ich bau mir einen Harem

Sein Team aus Begleitern kann man sich in Sword Art Online jedoch komplett allein zusammenstellen. Bereits von Beginn an gibt es eine enorme Auswahl an Charakteren, die man sogar noch erweitern kann, wenn man sich in der Stadt der Anfänge mit anderen „Spielern“ anfreundet. Hierbei handelt es sich natürlich auch um NPCs, die man in Gespräche verwickeln kann, durch die man sich nach und nach näher kommt. Dummerweise weiß man manchmal gar nicht so genau, wo man sie findet und die Stadt ist wirklich gut frequentiert, da muss man sich schon mal Namen und Level merken. Wer aber nicht nur auf eine gute Freundschaft aus ist, der kann auch mit den Damen der Schöpfung auf ein Date gehen. Zunächst lädt man sie also zum Spazieren ein und an bestimmten Orten erscheint dann ein Herz über ihrem Kopf, welches anzeigt, dass ein Gespräch eingeläutet werden kann. Nun kann man versuchen seine Herzensdame durch Nicken und Kopfschütteln von seinen guten Absichten zu überzeugen, um ihnen wortwörtlich näher zu kommen, um weitere Aktionen freizuschalten. Wenn man wirklich tapfer ist, kann man sie auch an die Hand oder gar auf den Arm nehmen, mit viel Glück auch ins Bett. Wo dann aber auch nur erzählt wird. Dieser Dating-Sim Aspekt des Spiels kann aber sehr schnell langweilig werden. Die Sprüche wiederholen sich sehr schnell und es verkommt zu einem reinen Minispiel, in dem man abwechselnd Kreis und X drückt, den Stick vorsichtig nach vorn lehnt und im richtigen Moment Viereck drückt, während man ihren lieblichen japanischen Stimmen lauscht. Etwas schade ist, dass man im Café einen Tisch für zwei kaufen kann, aber auch wenn der Rubel rollt sich nichts Sichtbares tut. Auch dass Kirito immer männlich ist, auch, wenn man einen weiblichen Charakter erstellt hat, sollte den Spielern bewusst sein.

Daddy ist ein Spieler

Bei Sword Art Online Hollow Realization handelt es sich um ein Rollenspiel, also erwartet man auch Rollenspiel-esque Trophäen. Also ist es nicht weiter verwunderlich, dass man 10.000 Level über alle Skills hinaus zu erreichen hat, eine Legendäre Waffe finden muss und diverse Skill freischalten soll. Allerdings sind es nicht die Skills und das Leveln, was die Platin-Trophäe zu einer besonders langwierigen Aufgabe macht. 100 Freunde zu haben scheint kein großes Problem zu sein, dafür muss man lediglich eine Menge Sidequests erledigen und ein paar Unterhaltungen führen. Okay, 100 ist schon etwas viel, aber nichts im Vergleich dazu, dass man mit allen Heldinnen die Beziehungsleiste maximieren muss. Findige User haben dazu schon ein paar Tricks erarbeitet, aber es bleibt dennoch eine enorme Fleißaufgabe. Da klingt es doch schon fast lächerlich, im Multiplayer 100 namenhafte Monster erledigen zu müssen oder 1.000.000 Col zu verdienen. Allerdings soll man sich ruhig Zeit lassen, denn letztendlich verlangt es eine Trophäe vom Spieler, das Spiel in über 100 Stunden abzuschließen. Da bekommt Spielzeitstreckung eine ganz neue Bedeutung, doch sind wir von japanischen Rollenspielen sowieso nichts anderes gewohnt.

 

FAZIT

Sword Art Online Hollow Realization hat mich zurückgeholt. Ich hatte in der Vergangenheit schon einmal Re: Hollow Fragment gespielt, doch so richtig hat mir das Spiel nie so gefallen. Beim neuesten Teil hat sich das alles geändert. Das Spiel ist sehr dynamisch und das Kampfsystem geht locker fluffig von der Hand, da macht es Spaß auch mal ein ganzes Gebiet voller Monster in Angriff zu nehmen. Es ist auch ein richtiger Zeitfresser. Für einige mag das ein Vorteil sein, denn sie können sich voll und ganz im Spiel verlieren, für andere eher ein Nachteil, denn mal eben eine kurze Session artet leicht in stundenlangem Gequatsche aus. Es ist eine logische Fortsetzung der beiden Vorgänger und für SAO Fans auf jeden Fall jeden Cent wert.

 

8,5 von 10

 

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