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Batman: Arkham Origins im Test für PS3: Ursprünge der Flatter-Legende


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spieletest-newsbild-bjduuu.jpeg.66ba1353ff55a3d87296743eb7c87f31.jpegLizenzspiele haben nicht gerade den besten Ruf. Viele große Namen werden dafür benutzt, ein billiges Spiel zu vermarkten, welches normalerweise überhaupt keine Beachtung finden würde. Ganz anders war dies jedoch bei Batman: Arkham Asylum vom Entwicklerstudio „Rocksteady Studios“. Denn trotz Lizenz wurde dieses Spiel von Kritikern und Spielern sehr hoch gelobt, hielt sich wunderbar an die Comic-Vorlage, hatte viel Liebe fürs Detail und ein neuartiges und geniales Gameplay. Auch beim zweiten Teil „Arkham City“ war dies nicht anders, im Gegenteil hat es sogar den genialen ersten Teil noch getoppt. Nun erschien mit „Arkham Origins“ bereits der dritte Teil der beliebten Reihe. Dieser soll die Vorgeschichte der anderen Teile darstellen und wurde diesmal von „WB Games Montréal“ entwickelt. Ob der neue Teil immer noch begeistern kann und das neue Entwickler-Studio gute Arbeit geleistet hat, erfahrt ihr in unserem Test.

 

 

Aller Anfang ist schwer

Wie erwähnt, handelt es sich bei „Arkham Origins“ um ein Prequel. Die Story spielt einige Jahre vor den Geschehnissen des ersten Teiles und Batman ist erst seit zwei Jahren aktiv. Somit ist er noch etwas unerfahren und hitzköpfig. Die Polizei von Gotham hat ihn noch nicht als Superhelden anerkannt und Batman gilt als Gesetzloser, der eingesperrt werden muss. Auch steht er noch ziemlich alleine da, denn außer Alfred, seinem treuen Butler, gibt es niemanden der auf seiner Seite steht. So lernen wir also den ungeschliffenen und jungen Bruce Wayne kennen und sehen wie er sich allmählich zu dem dunklen Ritter entwickelt, den wir kennen.

 

Die Story beginnt mit einer Ansage des Schurken „Black Mask“, der ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf Batman aussetzt. Dem vielen Geld nicht ganz abgeneigt, finden sich schnell acht Auftragskiller zusammen, die sich an Batmans Fersen heften wollen. Darunter z.B. Bane, Firefly, Killer Croc und Deathstroke. Statt also zu Weihnachten gemütlich zu Hause in seiner Villa rumzusitzen, wird Batman in der Heiligen Nacht ganz schön auf Trab gehalten. Denn um ihn hervorzulocken, toben die Gangs der einzelnen Super-Schurken auf den Straßen der Stadt herum und bedrohen unschuldige Bürger und Polizisten. Batman, der dabei natürlich nicht tatenlos zusehen kann, begibt sich auf Verbrecherjagd und muss schon bald feststellen, dass viel mehr hinter dem Kopfgeld steckt, als er ahnt…

 

Die Story fängt simpel an, steigert sich aber gegen Ende immer mehr und ist genau wie bei den anderen Teilen genial. Die Ursprünge werden gut aufgezeigt und die Wandlung vom Gesetzlosen zum Superhelden ist super dargestellt. Auch wie sich die Beziehung zwischen Batman und diversen Bösewichten entwickelt ist interessant und funktioniert klasse. Die Brücke zwischen Origins und Asylum wird wunderbar geschlagen und das Ende ist befriedigend. Storytechnisch gibt es überhaupt nichts zu meckern. Verstärkt wird das Ganze durch die wirklich gute deutsche Synchronisation. Die originalen Sprecher der Batman-Filmreihe von Christopher Nolan wurden zum großen Teil übernommen. Während Batman schon immer den gleichen Sprecher wie in den Filmen hatte, wurden auch die Sprecher von Alfred und Bane durch diese ersetzt, was das Ganze etwas authentischer macht.

 

Technisch ist das Spiel auf sehr hohem Niveau. Im Gegensatz zu Arkham City hat sich grafisch kaum was verändert, aber da das schon großartig aussah, ist dies keineswegs ein Nachteil. Negativ hingegen ist die Kameraführung an manchen Stellen, denn in engen Räumen steuert sich diese etwas problematisch.

 

 

Frei wie eine Fledermaus

Wie im Vorgänger kann Batman frei durch die Lüfte gleiten, sich von Gebäude zu Gebäude schwingen, durch die Straßen laufen und Verbrechern aufs Maul hauen. Die Spielewelt ist im Vergleich zum Vorgänger in etwa doppelt so groß und wieder üppig mit Nebenaufgaben, Rätseln und Schlägern gefüllt. Leider war es das aber auch schon, denn normale Passanten, herumfahrende Autos oder generell Anzeichen von Zivilisation abgesehen von Kriminellen gibt es überhaupt nicht. Begründet wird dies zwar dadurch, dass eine Ausgangssperre verhängt wurde, ist aber dennoch leicht verschwendetes Potenzial. So entpuppt sich die riesige Stadt eigentlich nur als großer Spielplatz, auf dem man hin und wieder Gruppen von Gegnern vermöbelt, Waffenlager in die Luft jagt, Datenpakete sammelt, Leute verhört und von einer Story-Mission zur nächsten fliegt. Wie eine richtig gefüllte Welt fühlt es sich somit nicht an, sondern mehr wie Füllmaterial zwischen den Missionen. Jedoch ist das nicht schlimm, denn der Fokus liegt eindeutig auf der Story und so wird man immerhin nicht zu sehr davon abgelenkt und hat dennoch immer etwas zu tun.

 

Neu ist jedoch die frei begehbare Bathöhle, die man nämlich zu jeder Zeit besuchen und sich mit Alfred unterhalten oder Trainingseinheiten absolvieren kann. Natürlich holt man sich hier auch nach und nach seine Gadgets ab, von denen es allerdings nicht viele neue gibt. Abgesehen von den bereits bekannten Geräten wie das Explosions-Spray, den Batarangs, dem Hack-Gerät etc., gibt es nun z.B. ein Gerät mit dem man beliebig Seile zwischen zwei Punkte spannen kann. Im Spielverlauf ist das Teil eigentlich recht öde, denn ob man ein Seil nun selbst spannt, oder es schon vorher da war, macht kaum einen Unterschied. Jedoch kann man es auch einsetzen, um zwei Gegner aneinander prallen zu lassen oder einen Feuerlöscher auf eine Gruppe von Gegnern springen zu lassen. Ebenfalls neu sind die Elektro-Handschuhe, welche im Kampf aufgeladen werden und man anschließend aktivieren kann, um zusätzlichen Schaden zu verursachen und durch Schilde zu schlagen. Jedoch war es das auch schon so gut wie. Wirklich innovative neue Geräte vermisst man. Doch da die alten Gadgets immer noch vorhanden sind, ist das nicht ganz so tragisch. Schade ist allerdings: Es wurde auf einen zweiten Charakter verzichtet. Während man in Arkham City zwischen Catwoman und Batman wechseln konnte, hat man hier lediglich Zugriff auf Batman.

 

 

Prügeln mit Tiefgang

Das grundlegende Gameplay hat sich überhaupt nicht verändert. Ständig bekommt es Batman mit einer ganzen Horde von Gegnern zu tun, die ihm an die Wäsche will. Damit man mit so einer Masse an Kontrahenten fertig wird, reicht simples Button-Mashing nicht, denn immerhin reden wir hier nicht von Superman, welcher nahezu unbesiegbar ist, sondern von einem ganz normalen Mann ohne Superkräfte. Der im Nahkampf erprobte Batman weiß sich aber dennoch gut zur Wehr zu setzen, denn er lässt sich nach Möglichkeit gar nicht erst treffen. Im Spiel funktioniert das durch Kontern. Wenn ein Gegner Batman angreifen will, erscheinen blaue Blitze über seinem Kopf die signalisieren, dass man einen Konter ausführen kann. Per Knopfdruck blockt man also den Angriff und schlägt gleichzeitig zurück. Zwischendurch vermöbelt man die Schergen dann mit normalen Angriffen. Dies ist wunderbar flüssig und deshalb wird das Ganze auch „Freeflow-Kampfsystem“ genannt.

 

Jedoch ist das natürlich nicht alles, was das Kampfsystem zu bieten hat. Zum Beispiel kann man per Knopfdruck Gegner betäuben, damit diese wehrlos rumstehen und man wunderbar an ihnen eine Kombo aufbauen kann. Dann gibt es den Hechtsprung, mit dem man Angriffe, die man nicht kontern kann, ausweichen kann oder mit dem man über Gegner springt, um sie dann von hinten zu attackieren. Natürlich hat man auch im Kampf Zugriff auf Batmans berüchtigte Gadgets und so kann man mitten im Getümmel Batarangs auf Gegner werfen, Explosions-Spray versprühen und zünden, Gegner mit der Batclaw an sich ranziehen oder einfach mal die neuen Elektro-Handschuhe ausprobieren.

 

Das Kampfsystem ist nicht nur sehr variabel, flüssig und abwechslungsreich, sondern auch taktisch. Denn die Gegner in dem Spiel sind auch nicht ganz wehrlos: sie benutzen Schilde, Elektroschocker, Messer und sogar Schusswaffen, weswegen man diverse Techniken braucht um damit klarzukommen. Beispielsweise muss man einen Gegner mit einem Schild einen Betäubungsschlag verpassen und dann auf ihn springen, um ihn auszuschalten. Dadurch und durch verschiedene Gegnertypen, wie Kampfsport-Virtuosen und besonders muskelbepackte Gegner, wird es noch abwechslungsreicher. Ein anderer taktischer Aspekt ist das Kombosystem. Je höher die Kombo, desto besser für den Flattermann. Denn erreicht der Kombozähler eine gewisse Zahl, stehen einem besondere Spezialattacken zur Verfügung. So kann man einen normalen Gegner mit einem einzelnen Angriff ausschalten, eine Waffe des Gegners zerstören oder allen am Boden liegenden Gegner gleichzeitig den Rest geben. Setzt man aber keine dieser Attacken ein und lässt den Zähler noch weiter steigen, kommt Batman in einen Modus, in dem er sich besonders schnell bewegt und förmlich über den ganzen Bildschirm springt, wenn er einen Gegner angreift. Man muss im Eifer des Gefechts wirklich gut überlegen, was man zu welchem Zeitpunkt einsetzt und das macht die Genialität des Kampfsystems aus. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich hier fast nichts verändert, was aber keineswegs negativ ist.

 

 

Jäger oder Gejagter

Oft gerät Batman aber auch in Situationen, die er nicht mit seinen Fäusten lösen kann. Denn häufig gibt es Gruppen, die mit Schusswaffen bewaffnet sind und nur darauf warten Batman abzuknallen. Da der gute Bats nicht kugelsicher ist, sollte er offenen Konfrontationen besser aus dem Weg gehen und sich auf seine andere Spezialität verlassen: dem Agieren aus den Schatten heraus. Dank seiner Ausrüstung ist Batman in der Lage sich auf an der Decke und den Wänden befindlichen Objekten zu begeben und dort auf seine Gegner zu lauern. Mit seiner Detektivsicht kann er außerdem durch Wände und andere Objekte schauen und sich einen guten Überblick über die Lage verschaffen. Nun gilt es, die bewaffneten Feinde einzeln auszuschalten. Ist ein naiver Gegner gerade alleine auf Patrouille und denkt an nichts Böses, schwingt man sich hinter ihn, schleicht sich von hinten an ihn heran und schaltet ihn lautlos aus. Auch Lüftungsschächte und Ecken sind wertvolle Verbündete für Batman.

 

Es gibt unzählige Möglichkeiten die Gegner auszuschalten. Zum Beispiel kann man ganz simpel einen Batarang auf einen Feind werfen, dann hinrennen und ihn schnell ausschalten. Gegner die an einem Geländer stehen, kann man wunderbar mit der Batclaw hinunterziehen, man kann mit dem explosiven Gel brüchige Wände und Decken zum Einsturz bringen um Gegner auszuschalten und, und, und. Die Möglichkeiten sind genau wie im Kampfsystem auch im Jäger-Modus schier endlos und bereiten sehr viel Freude.

 

 

Super-Held gegen Super-Schurke

Doch worauf sich die Leute wohl am meisten bei einem neuen Batman Spiel freuen, ist wohl abgesehen von der Story, eines: Die Bosskämpfe. Wie in den anderen Teilen hat man es auch hier wieder geschafft, genial inszenierte Bosskämpfe zu entwickeln, von denen keiner wie der andere ist. Firefly, welcher durch die Luft fliegt und mit seinem Flammenwerfer angreift, kann man natürlich nicht einfach mit seinen Fäusten erledigen. Stattdessen greift man auf seine guten alten Geräte zurück um ihn auszuschalten. Deathstroke, welcher wie Bruce ein schneller Nahkämpfer ist, kann mit Batman gut mithalten und deshalb ist dieser Bosskampf ein packender Zweikampf auf Augenhöhe. Der muskulöse Bane mit seiner schier endlosen Kraft ist nur durch Wendigkeit und Tricks zu besiegen, während wiederum Copperhead mit ihrem Gift Illusionen erzeugt und deswegen auch wieder anders zu besiegen ist. Diese und noch ein paar mehr Bosskämpfe sind alle wunderbar inszeniert und die Höhepunkte des Spieles. Das einzig enttäuschende ist der Endkampf, der etwas spektakulärer hätte sein können.

 

 

Das wird eine lange Nacht…

Wie in der Batman-Reihe üblich, gibt es abseits der Haupt-Story viele Nebenaufgaben zu erledigen. Schergen, die scheinbar nichts Besseres zu tun haben, fordern Batman gerne mal dazu heraus sie aufzuhalten. So muss Batman, als ob er nicht genug zu tun hätte, Geiseln und Polizisten retten, Leute verhören, Morde aufklären und vieles mehr. Auch der Riddler hat mal wieder seinen Auftritt. Jedoch geht es dieses Mal nicht darum hunderte Riddler-Trophäen zu sammeln, sondern Datenpakete. Diese sind immerhin nicht ganz so zahlreich verteilt wie die Trophäen in Arkham City und deshalb „humaner“ zu sammeln. Ganz gestrichen wurden auch die Rätsel vom Riddler, bei denen man bestimmte Gegenstände in der Welt einscannen musste. Da man das aber schon irgendwie satt hatte, ist das nicht so tragisch.

 

Eine kleine Neuheit ist das Scannen von Tatorten. Das hatte man zwar bereits in den anderen Teilen schon, aber wurde nun in Origins besser inszeniert, denn nun kann man den Verlauf der Tat zurückspulen und das Verbrechen besser analysieren. Das macht die Detektiv-Arbeit etwas interessanter, spielt sich aber leider nach wie vor sehr simpel. Generell fühlt sich keine der Nebenaufgaben irgendwie neu an. Wenn man die anderen Teile gründlich gespielt hat, wird man hier kaum Innovationen entdecken, allerdings handelt es sich hierbei ja um optionale Aufgaben und man wird nicht dazu gezwungen.

 

Die Herausforderungen, die man am Computer in der Bathöhle absolvieren kann, funktionieren genauso wie die Herausforderungen der alten Teile. Kampf- und Jägerherausforderungen, Kampagnen bei denen man bestimmte Aufgaben lösen muss um eine gute Bewertung zu bekommen und auch Tutorials sind vorhanden. Wer eine Herausforderung sucht, wird also gut bedient. Will man wirklich alles erledigen und das Spiel zu 100% durchspielen, ist man sicher über 40 Stunden beschäftigt. Dazu kommt das altbekannte „Neues Spiel Plus“, bei dem die Gegner stärker sind, man weniger aushält und vor allem die Kontersymbole nicht mehr angezeigt werden und der neue „Ich bin die Nacht“-Modus, der grundsätzlich genauso ist, nur mit dem feinen Unterschied: Sterbt ihr, landet ihr wieder im Hauptmenü und müsst von vorne anfangen.

 

 

Multiplayer-Modus

Zum ersten Mal in der Batman-Reihe gibt es nun auch einen Multiplayermodus. Dieser wurde allerdings von einem externen Studio, nämlich Splash Damage (Brink, Enemy Territory: Quake Wars) entwickelt. In diesem Modus namens „Unsichtbarer Jäger“ geht es darum, dass zwei Teams von Kriminellen, welche aus jeweils 3 Leuten bestehen, gegeneinander um Territorien kämpfen. Diese lassen sich aus der Third-Person Ansicht steuern und benutzen Schusswaffen und Granaten. Eigens für diesen Modus wurde sogar ein Deckungssystem entwickelt. Außerdem gibt es die Möglichkeit, von Zeit zu Zeit den Charakter gegen einen Superschurken (Bane oder den Joker) einzutauschen, welche gehörigen Schaden anrichten und Spezialfähigkeiten sowie besondere Waffen besitzen. Der Clou ist, dass diese ihre Lebensenergie nicht regenerieren. Durch gegnerische Abschüsse erhält man Punkte und Credits, mit denen man im Level aufsteigen und sich Booster-Eigenschaften kaufen kann. Durch das Aufleveln hat man dann Zugriff auf bessere Waffen und spezielle Gegenstände.

 

Damit das Ganze nicht ein simples Abgeballere von zwei Teams ist, wie man es aus jedem Shooter kennt, können zwei Spieler in die Rolle von Batman und Robin schlüpfen und ins Geschehen eingreifen. Diese agieren als eine dritte Partei und deren Ziel ist es, so viele kriminelle Spieler wie möglich auszuschalten. Für die beiden spielt sich das so, wie der Jäger-Modus im Offline-Spiel. Hierbei haben sie auch dieselben Gadgets zur Verfügung, wie Batarangs, Greifhaken usw. Gewonnen hat dann letztendlich die Partei, die als erstes ihr Ziel erreicht hat.

 

An sich ein spaßiger Multiplayer-Modus, aber auch nur für zwischendurch. Dadurch, dass es wirklich nur einen Spielmodus und 4 Karten gibt, wird es sehr schnell eintönig. Da kann auch das Level-System nicht lange motivieren. Dazu kommen einige Server-Probleme, Freezes, Lags und das lange Warten darauf, ein volles Spiel zu finden. Fertig sieht leider anders aus und bisher wurde dies noch nicht durch Patches gefixt.

 

 

Der Trophy-Check

Wer die Trophäen aus den Vorgänger-Teilen kennt, wird auch hier wieder wissen was zu tun ist. Wie üblich muss man alle Nebenaufgaben bewältigen, Riddler-Sachen sammeln und alle Medaillien in den Herausforderungen erspielen. Zudem sind diesmal drei Spieldurchgänge nötig, um die Platin zu erspielen. Einmal auf mindestens "Normal" um New Game + freizuschalten, dann auf New Game + und dann auf dem neuen Modus: "Ich bin die Nacht". Dieser war von den Entwicklern wohl als besonders harter Durchgang geplant, da man nach jedem Tod von neu anfangen muss, jedoch speichert das Spiel ganz normal und man kann den Spielstand einfach auf einen USB-Stick ziehen und nach einem Tod wiederverwenden. So muss man nur darauf achten, regelmäßig den Stand zu sichern.

 

Aufpassen muss man bei den verpassbaren Trophäen. Denn bei manchen Bossen muss man bestimmte Vorraussetzungen erfüllen, um eine Trophäe freizuschalten. Besiegt man ihn dann, bekommt man in diesem Durchgang keine zweite Chance mehr. Außerdem gibt es ein paar Herausforderungen, die man nur an bestimmten Stellen im Spiel bewältigen kann und zu denen man später nicht mehr kommt.

 

Neu sind auch die Multiplayer-Trophäen. Diese sind etwas knifflig zu holen, da die Server-Probleme einen gerne mal alles versauen. Am besten verabredet man sich dafür mit ein paar Leuten, da man für manche Trophäen eine volle Lobby braucht, was im schnellen Spiel nicht möglich ist. Wirklich schwierig sind diese nicht, eher mit Zeitaufwand verbunden.

 

Die Schwierigkeit ergibt sich aus dem "Ich bin die Nacht" Modus und den Kampagnen-Herausforderungen, welche auch schon in Arkham City sehr knifflig waren. Die Schwierigkeit ist mit etwa 6-7 im recht hohen Bereich, der Zeitaufwand ist allerdings etwas niedriger als vorher, da es nicht ganz so viel zu sammeln gibt. Dieser liegt bei ca. 50+ Stunden.

 

 

Fazit

Der Studio-Wechsel hat die Qualität von Arkham Origins in keiner Weise beeinträchtigt. Es spielt sich nach wie vor wunderbar, erzählt eine tolle Geschichte, die die Ursprünge Batmans klasse darstellt, hat coole Bosskämpfe, ein paar Neuheiten und es gibt so gut wie nichts auszusetzen. Der neue Online-Modus ist zwar abwechslungsarm, aber ein netter Bonus zu einem ohnehin schon umfangreichen Spiel. Schade ist nur, dass sich die Entwickler wenig getraut haben. Abgesehen von ein paar einzelnen Gadgets gibt es gameplay-technisch wenig Neues und auch die Nebenmissionen wirken, als hätte man sie alle schon gesehen. Pauschal kann man sagen, dass Arkham Origins mehr vom Alten bietet. Wer von der Batman-Reihe noch nicht satt ist, greift hier ohne Bedenken zu, es ist nicht besser, aber auch nicht schlechter als sein Vorgänger. Wer allerdings auf große Neuerungen hofft, wird wohl enttäuscht werden. Ein solider Batman-Titel, der sich hinter den Vorgängern auf gar keinen Fall verstecken muss. Für einen vierten Teil, wären ein paar frische Ideen allerdings nicht verkehrt. Denn solange Publisher „Warner Bros. Interactive“ sich nicht dazu entschließt nun jährlich neue Teile rauszuhauen, wie man es ja beispielsweise von Assassins Creed kennt, wird dies eine geniale Spielereihe bleiben.

 

9 /10

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