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Test: Gran Turismo 6 im Test für die PS3: Im Rausch der Geschwindigkeit


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GranTurismo6_newsbild.jpg.88b90022a1dcdac59ec55f238b74566a.jpgGran Turismo ist eine Rennserie, die ihre Wurzeln bereits in den frühen Neunzigern findet, auch wenn die willigen Kunden erst gegen Ende der Neunziger selbst Hand anlegen durften. Der Rest ist Geschichte und somit startet am 21. April wieder die GT Academy. Für unser Turnier-Team Mitglied rioMC1 ist dies Anlass genug, Gran Turismo 6 mit allen neuen Strecken und Autos einem gründlichen Test zu unterziehen. 

 

 

Mondlandung

Röhrende Motoren, quietschende Reifen, atemberaubende Überholmanöver und der Traum vom Gewinn der Meisterschaft. Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, wenn man die bekannteste Rennsport-Simulation für die PlayStation in den Händen hält. Doch bevor die Karriere beginnt, gibt man erst einmal seinem Virtuellen Ich einen Namen, welcher während der Karriere in möglichst viele Pokale eingraviert werden soll. Nach der Namensfindung wird man bei einer Runde auf dem neuen Kurs in Brands Hatch langsam an das Spiel herangeführt und mit der grundlegenden Steuerung vertraut gemacht. Hat man diese Runde bewältigt, darf man endlich sein erstes Auto kaufen. Die Wahl fällt auf einen Honda FIT, der im Rahmen des Tutorials vorgegeben wird. Mit diesem Wagen startet man dann im Sunday Cup, dem Klassiker zum Start des Karrieremodus. Gute Platzierungen in den Rennen werden mit Sternen belohnt, die weitere Events, wie Lizenztests und Spezialevents, freischalten. Die Spezialevents lassen sich bequem über das neue, übersichtlichere Menü auswählen und beinhalten eine Fahrt auf dem Mond mit dem original nachgebauten Mondfahrzeug der Apollo-15-Mission. Hier gilt es, die vorgegebene Zeit zu schlagen, bei geringerer Schwerkraft.

 

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Schnelle Rennen für Zwischendurch

Die Rennen im Karrieremodus erfolgen zumeist über einen fliegenden Start, bei dem die Führenden schon einen Vorsprung von mehreren Kurven haben. Man hat entweder eine bestimmte Rundenanzahl oder einen Zeitrahmen, in dem man sich an die Spitze kämpfen kann. Dieses Muster absolviert man bis in die höchste Rennklasse, die man fahren darf, nachdem man die fünfte und letzte Lizenz, die Superlizenz, erfolgreich abgeschlossen hat. Auf ausgedehnte Ausdauerrennen muss man dieses Mal verzichten. Die legendären 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife oder in Le Mans wurden durch 24-Minuten-Rennen ersetzt, sodass sich kein einziges Rennen über mehr als 30 Minuten erstreckt.Dank der überarbeiteten Fahrphysik lassen sich die Rennwagen nun realistischer über die Strecke bewegen, was trotz der kurzen Rennen für Unterhaltung sorgt. Die Autos fahren sich nicht mehr wie auf Schienen, man spürt nun den Belastungswechsel beim Einlenken in eine Kurve, wodurch sich das Gefährt nach außen tragen lässt. Um das Fahrgefühl noch weiter zu intensivieren, hat man die Möglichkeit, Fahrhilfen auszuschalten. Ohne Traktionskontrolle, Rutsch-Stopp und ABS kommt es noch mehr auf die Fähigkeiten des Fahrers an, um Spitzenzeiten auf den Asphalt zu bringen.

"Was aber auf jedenfall sein muss sind ordentliche Ausdauerrennen. Das war bei GT5 besser." - Neophyte000

 

 

Unterfordert?

Vermisst man bei den computergesteuerten Gegnern aufgrund des leichten Schwierigkeitsgrades jegliche Gegenwehr, kann man sich zumindest auf die bekannten Mehrspielermodi freuen. Im Splitscreen-Modus kann man sich mit einem Freund vor der Konsole heiße Rennen im Eins gegen Eins liefern. Computergesteuerte Gegner werden dabei nicht zu finden sein und der Detailgrad der Grafik lässt auch etwas nach.

Alternativ zum Splitscreen-Vergnügen kann man sich auch online mit bis zu 15 menschlichen Gegnern messen. Dabei gibt es nun auch eine Qualifikation, in der man sich, je nach Einstellung, allein oder mit allen Kontrahenten auf der Strecke um die beste Rundenzeit und damit die Pole Position streitet. Die Dauer der Qualifikation kann man wie vieles Weiteres in der Onlinelobby einstellen. Neben den Vorgaben für Fahrzeuge und Fahrhilfen, hat man die Möglichkeit, Wetter und Tageszeit sowie deren Änderungen im Rennverlauf anzupassen. Wenn man dem Rennen noch eine taktische Note verpassen möchte, kann man auch einstellen, wie viele Boxenstopps absolviert werden müssen und ob der Reifentyp gewechselt werden muss.

Auf großer Entdeckungsfahrt

Die Paradedisziplin von Polyphony Digital scheint der Spielumfang zu sein. So gibt es in Gran Turismo 6 über 1200 Fahrzeuge, darunter rund 150 im Vergleich zum Vorgänger neue Wagen, die man sich in die virtuelle Garage stellen kann. Neben den vielen Varianten des Mazda MX-5 und dem Nissan Skyline gibt es auch für Fans der europäischen und amerikanischen Autos Grund zur Freude. Aktuelle Modelle von Volkswagen, BMW und Ford sind nun genauso Teil des Fuhrparks, wie die GT3-Klasse der Tourenwagen, zu der auch der Mercedes-Benz SLS AMG und der BMW Z4 gehören. Wenn es etwas ungewöhnlicher sein soll, findet man mit dem Ferrari FXX oder dem Pagani Huayra diverse Edelkarossen und mit dem KTM X-Bow auch einige exotische Renner. Unter dem Menüpunkt „Vision GT“ findet man Konzepte neuer Fahrzeuge, die man auch fahren können wird, wenn diese nach und nach aktualisiert werden.Auch bei der Streckenvielfalt wird traditionell geklotzt, statt gekleckert. So findet man zusätzlich zu den Strecken des Vorgängers beliebte Strecken wie Mount Panorama, Silverstone oder Brands Hatch. Alternativ kann man auf einer der Matterhorn-Strecken die Aussicht genießen, bevor es in die nächste Kurve geht. Bei vielen Strecken wurde wechselndes Wetter, fortschreitende Tageszeit oder sogar beides eingebaut. Somit könnte man auch das 24-Stunden-Rennen von Daytona nachspielen. Insgesamt stehen rund 35 Rennorte in mehreren Varianten zur Verfügung, wodurch man über ungefähr 100 verschiedene Kurse fahren kann.

Der Trophy-Check

Der Weg zur Platin gleicht einer langen, gut asphaltierten Straße mit leichten Kurven. Der Schwierigkeitsgrad ist kein Vergleich zum fordernden Vorgänger. Die größte Herausforderung stellen die Lizenzprüfungen dar, die allesamt vergoldet werden müssen. Das Sammeln der 100 Autos dagegen stellt bei der großen Auswahl genauso wenige Probleme dar, wie die insgesamt 300 Sterne, die man in der Karriere einfahren muss. Ein bisschen Glück benötigt man für die "Drei Gleiche"-Trophäe, für die man eine Rundenzeit fahren muss, bei der alle Zahlen nach dem Komma identisch sind. Nach rund 20 Stunden hat man den Großteil der Trophäen erspielt und es fehlen nur noch Tausende von Kilometern, bis man auch die langwierigste Trophäe sein Eigen nennen kann. Das kann aber noch ein mal 20 bis 30 Stunden in Anspruch nehmen.

 

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Fazit

Fans der Serie werden gemischte Gefühle beim Spielen haben. Einerseits freut man sich über neue Rennwagen und Rennstrecken, sowie eine verbesserte Fahrphysik. Doch andererseits fehlen herausfordernde Rennveranstaltungen und Lizenzprüfungen, die einen ans Lenkrad fesseln. Diese wurden im Vergleich zum Vorgänger stark vereinfacht. Das Spiel wirkt mehr wie ein größeres Update zum Vorgänger.

Obwohl Polyphony Digital viel Potenzial verschenkt hat, ist es ein gutes Spiel geworden, an dem sowohl Neueinsteiger, als auch Rennveteranen ihren Spaß bei kurzweiligen Rennen haben können.

7.5/10

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