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IGNORIERT

Mass Effect 3 [von Vanyar1]


Vanyar1

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Vertrieb: Electronic Arts

Entwickler: BioWare

Konsolen: Playstation 3, Xbox 360, PC

USK: 16

Genre: Action-Rollenspiel

Spieler: 1

Netzwerkfunktionen: Vorhanden

Netzwerkspieler: 1-4

Anfang 2012 warf BioWare den letzten Teil der Trilogie auf den Markt und lieferte damit ein würdiges Finale für den Sci-Fi-Epos, bei dem ihr immer wieder entsetzt auf den Bildschirm starren und womöglich eure früheren Entscheidungen bereuen werdet. Nach einiger Kritik von Seiten der Fans hat BioWare recht schnell einen kostenlosen "Extended Cut" herausgebracht, der der Ende des Spiels ein wenig besser beleuchtet.

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Ein würdiger Auftakt für das Ende

Kaum ein Spiel schafft es, einen Spieler direkt am Anfang mitzureißen und dann das Spiel über bei Laune zu halten. Mass Effect 3 jedoch startet mit einem actiongeladenen Spektakel, durch das ihr die Grandiosität dieses letzten Teils bereits erahnen könnt und das euch die Gefährlichkeit des Hauptgegners mit großer Wucht ins Gesicht donnert. Nicht nur, weil die Szenerie sehr gut umgesetzt ist, sondern auch weil eine sehr böse Art benutzt wird, um direkt zu Beginn die Wut auf die Reaper hervorzurufen: Ein Kind.

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Wie bereits in Mass Effect 2 könnt ihr auch hier einen Charakter aus dem Prequel importieren, womit unter anderem entschieden ist, wer lebt und tot ist oder durch den Gespräche ein wenig anders ablaufen können. In diesem Finale stellt sich Shepard seiner / ihrer wohl größten Herausforderung: Alle Rassen zusammenzubringen und diese in einen Kampf gegen den schier unbesiegbaren Feind zu führen. Wer sich dem letzten Kampf anschließen wird oder welche Rassen bis dahin überhaupt noch existieren, hängt davon ab, wie ihr euch den anderen Rassen gegenüber verhaltet.

Natürlich habt ihr auch dieses Mal ein tapferes Squad an eurer Seite, das zum Großteil aus bereits bekannten Gesichtern besteht und euch beistehen wird, egal wie hart die Dinge stehen. In diesem Teil könnt ihr bis zu acht Mitglieder haben, abhängig davon, wer frühere Ereignisse überlebt hat. Übrigens ist es in diesem Teil erstmals möglich, auch gleichgeschlechtliche Beziehungen einzugehen.

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DLCs, die keine sein sollten

Mass Effect 3 wartet mit insgesamt vier DLCs auf, die eine Vielzahl von neuen Missionen und einen neuen festen Charakter bringen. Diese schlagen jedoch mit einem ziemlich hohen Preis zu Buche, die zusammengenommen sogar genauso viel wie ein neuwertiges Spiel kosten.

Zunächst einmal gibt es ein DLC, das definitiv von Anfang an zum Spiel hätte gehören sollen: Aus der Asche. Ihr müsst nach Eden Prime und ein protheanisches Artefakt untersuchen. Ihr erhaltet im Laufe der Mission ein neues Squadmitglied, das euch künftig einiges über eine längst vergangene Rasse und die Reaper erzählen kann. Allein aus dem Grund, dass dieses Wissen durchaus interessant ist und dem Spiel mehr Tiefe verleiht, hätte man diesen Inhalt durchaus direkt in das Spiel integrieren können.

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Dann gibt es da noch die DLCs "Omega" und "Citadel". Auf Omega erhaltet ihr Unterstützung von zwei Charakteren, die Asari-Dame dürfte euch aus früheren Teilen bekannt sein. Wie der Name bereits vermuten lässt, geht es in diesem DLC darum, Omega zurückzuerobern, wofür ihr insgesamt vier Missionen benötigt. Auch auf der Citadel erhaltet ihr temporär Hilfe von bereits bekannten Charakteren – nämlich von Squadmitgliedern aus früheren Teilen, sofern sie diese überlebt haben. Gleich 17 Missionen werden euch hier vor die Füße geworfen, die euch in bisher unzugängliche Bereiche der Citadel führen. Selbst nach Abschluss des DLCs bleiben diese Gebiete offen, sodass ihr weiterhin Zutritt zu einem Casino, einer Kampfarena und Shepards privatem Appartment habt. Außerdem könnt ihr danach eine große Party mit euren alten Freunden feiern und mal so richtig die Sau rauslassen!

Das letzte DLC "Leviathan" pfeffert euch so viele Hintergrundinformationen zu den Reapern um die Ohren, dass es eigentlich schon fast eine Frechheit ist, dass das kein fester Bestandteil des Spiels ist. In den Spielen werden beispielsweise die Herkunft und die Beweggründe der Reaper zwar so ungefähr erklärt, doch dieser DLC bietet euch eine Erklärung, die wenigstens auch mal ordentlich Licht in das Dunkel in die Sache bringt. Neben diesen wertvollen Informationen erhaltet ihr außerdem ganze elf Kriegsaktivposten und eine neue Bonuskraft, mit der ihr feindliche Einheiten für euch kämpfen lassen könnt. Wenn ihr also wirklich an der Geschichte der Reaper interessiert seid, solltet ihr euch diesen DLC unbedingt holen. BioWare scheint das Geld ja zu brauchen.

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Die etwas anderen Gegner

In diesem Teil trefft ihr auf Feinde, die ihr so noch nicht gesehen habt. Die altbekannten Husks werden aus Menschen gemacht und ratet mal, was die bösen Reaper machen, als sie in die Galaxie zurückkehren. Richtig, sie verwandeln alle möglichen Rassen nach und nach in ähnliche Wesen. So finden sich sehr schnell Reapereinheiten, die aus Yagh, Kroganern oder auch Turianern "gewonnen" wurden. Bei den Asari gibt es immerhin die Einschränkung, dass ausschließlich Ardat Yakshi verwandelt werden können. Diese Erkenntnis erhält jedoch dann einen besonders bitteren Beigeschmack, wenn ihr euch im zweiten Teil für Morinth und nicht für Samara entschieden habt. Sie ist jedoch nicht das einzige frühere Squadmitglied, das sich zu einem Feind entwickeln kann, sodass es passieren kann, dass euch eure eigenen Entscheidungen öfter mal auf den Magen schlagen.

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Neben diesen neuen Gegnern spendierte BioWare diesem Teil auch wieder Neuerungen im Kampf- und Talentsystem. So könnt ihr euch zum Beispiel an Gegner heranschleichen, wenn ihr euch aus ihrem Sichtfeld heraushaltet, was sehr gut dadurch ergänzt wird, dass Shepard nun einen kraftvollen Nahkampfangriff einsetzen kann und die Gegner mit etwas Glück mit einem Schlag aus den Latschen hauen kann. Doch auch hinterhältige Schüsse auf den Kopf sind dadurch möglich. Ihr könnt euch mit diesem kleinen Stealth-Element also austoben, wie es euch beliebt. Auch euren Waffen könnt ihr nun eine persönliche Note verpassen, indem ihr verschiedene Läufe oder auch Visiere an die Waffen baut. Die einzelnen Fertigkeiten im Talentbaum könnt ihr nun ab einer bestimmten Stufe individualisieren und immer zwischen zwei möglichen Weiterentwicklungen wählen.

Außerhalb des Kampfsystems gab es in diesem Teil kaum Neuerungen – was deutlich zeigt, worauf BioWare Wert gelegt hat. Das Reisen in der Galaxie verläuft ähnlich wie in seinem Vorteil, nur dass jetzt die Reaper auf einen gehetzt werden, wenn man zu unvorsichtig ist. Das Scannen der Planeten wurde etwas abgespeckt und damit um einiges erträglicher. Aber immerhin kann man Shepards Kabine nun noch mehr gestalten und neben den Fischen – um die man sich, nebenbei bemerkt, dank einer Fütterungsmaschine nicht mehr kümmern muss – auch in den Besitz von verschiedenen Schiffsmodellen und einem Hamster gelangen. Weil man ja auch so viel Zeit in der Kabine verbringt.

Rot, Grün oder Blau?

Einer der größten Kritikpunkte an Mass Effect 3 waren die Enden, die zur Verfügung gestellt wurden. Mit Veröffentlichung des Extended Cuts wurden zwar weitere Szenen eingefügt und sogar ein neues Ende ermöglicht, doch hat diese Erweiterung kaum Besserung gebracht. Das Spiel gibt euch am Ende drei Möglichkeiten vor, mit denen ihr die Galaxie retten könnt, doch im Prinzip ist es immer dasselbe Ende mit unterschiedlicher Farbe. Nur in kleinen oder auch ein, zwei größeren Details unterscheiden sie sich. Also entscheidet euch weise... oder eben auch nicht.

Einzig das mit dem Extended Cut eingeführte Ende ist vollkommen anders: Schießt einfach mal auf die VI und seht euch an, was passiert. Das ist ein wahres "WTF?!"-Ende, das ihr so wohl nur selten in Spielen finden werdet.

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Mit anderen geht’s doch einfacher

Erstmals in Mass Effect vertreten ist der Online-Multiplayer. In diesem habt ihr die Möglichkeit, zwischen verschiedensten Rassen zu wählen und könnt dabei beispielsweise sogar Volus benutzen, die man zuvor noch nie hat kämpfen sehen. Mit bis zu drei Mitspielern stapft ihr dann durch eine Map und schießt euch den Weg durch etliche Gegnerhorden zu verschiedenen Missionszielen frei. Leider gibt es hinter diesen Onlinegefechten jedoch keinerlei Story und so reduziert es sich auf stumpfes Überleben und Schießen, wodurch es schnell eintönig wird.

Anzumerken sei außerdem, dass das Kämpfen im Onlinemodus die Bereitschaft im Einzelspieler erhöht.

Trophäen

Die Trophäen in diesem Spiel sind ein wenig leichter als die im vorigen Teil. Die üblichen Verdächtigen, wie beispielsweise eine gewisse Anzahl an Gegnern zu töten oder Gegner mit bestimmten Fähigkeiten zu eliminieren, finden sich ebenso wie der Durchlauf auf "Wahnsinn".

Fazit

Pro

+ Würdiges Finale, sehr packende Story

+ Verbesserte KI

+ Gute Effekte und Grafik

+ Online-Multiplayer

+ Man trifft fast alle Charaktere aus den früheren Teilen

Contra

- Die drei normalen Enden sind eigentlich alle gleich

- Sehr teure DLCs (die teils enthalten sein sollten)

- Im Ladebildschirm hängt sich die Konsole gern mal auf

- Ohne Speicherstand-Import fehlen etliche Inhalte

- Online-Kämpfe sind schnell eintönig

Mass Effect 3 ist definitiv ein würdiger Abschlussteil für diese epische Sci-Fi-Trilogie. Die Story nimmt den Spieler mit auf eine Reise, die von Anfang an überzeugt und in der es immer mal wieder unerwartete Ereignisse gibt, die euch vor den Fernseher bannen werden. Das beste Spielerlebnis hat man jedoch nur, wenn man einen Spielstand aus dem vorherigen Spielstand importiert.

Wie bei den anderen beiden Teilen, heißt es hier: Ran an die Controller!

Wertung: 8/10

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Sehr schön geschrieben deine Reviews :)

Es ist einfach zu verstehen, was man liest. Was ich aber noch gerne sehen würde, dass neben den sachlichen Informationen auch Stilmittel aus Texten wie bei Literaturen vewendet um noch das gewisse etwas zu geben.

Eine Frage bezüglich zu den Online Trophäen: Wie viele Spielstunden sind nötig bis ich alle Online Trophäen besitze?

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Sehr schön geschrieben deine Reviews :)

Es ist einfach zu verstehen, was man liest. Was ich aber noch gerne sehen würde, dass neben den sachlichen Informationen auch Stilmittel aus Texten wie bei Literaturen vewendet um noch das gewisse etwas zu geben.

Eine Frage bezüglich zu den Online Trophäen: Wie viele Spielstunden sind nötig bis ich alle Online Trophäen besitze?

Irgendwie habe ich diesen Kommentar übersehen... ^^"

Erstmal danke :)

Die drei bisherigen Tests sind sehr sachlich geschrieben, das ist richtig. Ich hab bei solchen Tests halt das Gefühl, dass es auch besser ist, wenn dem so ist. Stilmittel... sollte ich beim nächsten Test mal drüber nachdenken^^

Ist eine gute Frage, wie lange man für die Online-Trophäen braucht. Ich hab das nie überprüft, muss ich gestehen, ich hab sie einfach gemacht, wenn ich gerade Lust dazu hatte ohne auf irgendeine Zeit zu achten. Aber vielleicht findet man im entsprechenden Zeitbewertungsthread einen Hinweis ;)

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Wirklich ein sehr gut geschriebener Test, der alle Plus- und Minuspunkte aufführt, die auch mir eingefallen wären.

Wobei mich das Ende sogar noch etwas mehr geärgert/enttäuscht hat. Und zwar weniger der Umstand, dass alle mehr oder weniger gleich sind, sondern dass es einfach nicht das Ende gibt, dass sich wohl 90% aller Spieler erhofft und erwartet hätten.

Insgesamt ist die Triologie (mit dem überragenden 2. Teil) trotzdem eine meiner absoluten Lieblingsserien.

Falls es noch jemanden was bringt: Ich hab zwar keine Platin (zu wenig Zeit), aber die Online-Trophäen sind verglichen mit den notwendigen drei Story-Durchgängen sehr schnell zu holen. Meines Wissens haben die meisten ca. 5 bis 10 Stunden gebraucht.

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