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OCV

Sport vs E-Sport Diskussionsthread

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Hier wird nun die Diskussion weitergeführt wie es mit dem Vergleich vom physischen Real Life Sport zum E-Sport weitergeht in Bezug auf Wettbewerbe, Bezahlung etc...

(Es wäre schön wenn eher mit Fakten und eigenen Beobachtungen an diesen Thread herangegangen wird statt mit Vorurteilen und Vermutungen)

Die deutsche und allgemein europäische Mentalität zeigt es - der physische Sport ist allgegenwärtig, wird (viel zu) gut bezahlt und hat in den Medien überall Präsenz - hingegen der E-Sport gilt immer noch als nerdig und wird sehr schecht bis überhaupt nicht bezahlt, woraus man schliessen kann, dass der physische Sport als 100 mal relevanter angesehen wird als der E-Sport...

Aber ist das überall so? Nein, definitiv nicht - bestes Beispiel dürfte wohl Starcraft in Südkorea sein, denn die Einrichtung von dedizierten Trainingscamps, Live Übertragungen im TV und sogar Studiengängen an der Universität (!!) beweisen, dass E-Sport dem echten Sport in nichts nachstehen, ich vermute mal kompetitive Spiele sind einfach noch zu neu, deswegen hat sich die Gesellschaft noch nicht dran gewöhnt, denn den richtigen Sport als Wettbewerb gibt es SEIT TAUSENDEN JAHREN während es E-Sport grade mal seit 20 Jahren gibt - und wie in jeglicher anderer Hinsicht sind uns die Asiaten mal wieder voraus, während drüben schon Studiengänge und Camps eingerichtet werden, wird man hier noch als Nerd/Kellerkind beschimpft ;)

Des weiteren möchte ich auf die Leistung und Anstrengung vom Real Life Sport mit dem E-Sport vergleichen, es wird immer wieder behauptet der echte Sport verlangt 100 mal mehr von einem ab als der E-Sport - aber ist das wirklich so? Physisch und Konditionstechnisch mag das wohl stimmen, beim echten Sport wird viel geschwitzt und nach ein paar Stunden ist man körperlich platt - wie aber sieht es mit dem mentalen Part aus? Hat man im echten Sport genausoviel Theorie zu lernen wie im E-Sport? Hier lautet die Theorie ganz klar nein, die echten Sportdisziplinen sind meistens sehr simpel gestrickt, während man beim E-Sport sich tausenden Stunden damit befassen darf Theoriewissen anzueignen (Starcraft Theorien/Taktiken dauern ja an der Uni sogar mehrere Jahre, bei Tekken gilt es ca 6000 Framewerte zu pauken inkl. anderer Eigenschaften der Moves wie zB wohin sie tracken, ob sie homing sind usw)

Ich behaupte mal einfach hier und jetzt folgendes um meinen persönlichen Standpunkt klarzumachen:

-E-Sport ist genauso wichtig wie der reale Sport

-Die (westliche) Welt ist einfach noch nicht bereit dafür und basiert noch zu sehr auf konservativen Vorurteilen und hat eine altbackene Mentalität

-Im Real Life Sport wird der Körper und die Grobmotorik mehr beansprucht, wenn man mehr fit als schlau ist passt das meistens, beim E-Sport hingegen ist Feinmotorik, Theoriewissen und Reaktion gefragt, also ist man ähnlich wie beim Denksport mehr mit dem Kopf dabei, es macht nichts aus nicht körperlich fit zu sein... Tja und Konzentration braucht man bei beidem

-Da Körper und Geist (bzw Hirn) gleichermassen wichtig sind, ist der real Sport auch genauso hoch anzusehen wie der elektronische (bei Punkt 1 und 3 erwähnt)

-Die Bezahlung läuft dagegen sehr unfair ab, Fussballer verdienen Millionen und E-Sportler die 4 mal mehr Zeit investieren und trainieren können nichtmal davon leben und brauchen einen Zweitjob (bestes Beispiel Daigo Umehara, die Street Fighter Legende überhaupt muss nebenbei als Altenpfleger ranklotzen)

Nun seid ihr dran - wie seht ihr das ganze?

Ich vermute einfach mal dass 90% den realen Sport wichtiger finden als den E-Sport, meiner Meinung nach liegt das aber daran, dass das deutsche/europäische Umfeld die menschen hier so konservativ und voreingenommen geformt hat, die Medien zeigen nur Sebastian Vettel, Mesut Özil und co, von Stars aus der E-Sports Szene wird aber nie berichtet, was wohl nicht zuletzt daran liegt dass dies meistens keine deutschen sind, man will sich ja immer mit den eigenen Landsmännern brüsten... Zusätzlich kommt wahrscheinlich noch die elterliche Erziehung hinzu, sie sind ohne Videospiele aufgewachsen, deswegen wurde man raus zum spielen geschickt und Videogames wurden als Zeitverschwendung und ungesund angesehen, das hat zumindest unsere Generation von den Alten eingetrichtert bekommen ;P

Ich persönlich zieh mir lieber eine E-Sports Weltmeisterschaft oder einen Weltrekord Speedun im Stream rein als Sachen wie Skispringen oder Tour de France (sind für mich die 2 langweiligsten Sachen auf der Welt, da penne ich bei ein), der einzige real Life Sport den ich aktiv verfolge ist Snooker auf Eurosport - ich will leute denken und nicht schwitzen sehen ;)

Und jetzt kommt ihr...

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Du sprichst die Bezahlung an, Fußballer und andere Sportler verdienen so viel Geld, weil der Markt das Geld mit der Sportart umsetzt, Sponsorengelder, Eintrittskartenverkäufe, Merchandising und TV-Vermarktung, da ist Fußball halt ein Milliardengeschäft und ein gewisser Teil landet dann halt bei den Spielern. Das ist bei anderen Sportarten ja genauso, aber je unpopulärer die Sportart, desto weniger Geld verdienen die Sportler.

Beim E-Sport wird halt viel weniger Geld umgesetzt, weil sich das zumindest hier kaum einer anschauen will, also bekommen die E-Sportler auch kaum Geld. Körperlich anspruchsvoller Sport ist halt bei den Menschen gefragter und sowas schauen die Leute dann auch lieber, der Unterhaltungswert ist für die Leute hier beim Fußball halt höher als bei E-Sport oder anderen Denksportarten, da geht es nicht darum wie viel die Sportler leisten, sondern eher wie unterhaltsam der Sport für die Zuschauer ist. Keine Ahnung wie das in Asien ist, aber wahrscheinlich wird dam mit E-Sport auch nicht allzu viel Geld umgesetzt, von daher verdienen da selbst die Besten nicht viel Geld, auch wenn E-Sport da deutlich populärer ist.

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Du sprichst die Bezahlung an, Fußballer und andere Sportler verdienen so viel Geld, weil der Markt das Geld mit der Sportart umsetzt, Sponsorengelder, Eintrittskartenverkäufe, Merchandising und TV-Vermarktung, da ist Fußball halt ein Milliardengeschäft und ein gewisser Teil landet dann halt bei den Spielern. Das ist bei anderen Sportarten ja genauso, aber je unpopulärer die Sportart, desto weniger Geld verdienen die Sportler.

Beim E-Sport wird halt viel weniger Geld umgesetzt, weil sich das zumindest hier kaum einer anschauen will, also bekommen die E-Sportler auch kaum Geld. Körperlich anspruchsvoller Sport ist halt bei den Menschen gefragter und sowas schauen die Leute dann auch lieber, der Unterhaltungswert ist für die Leute hier beim Fußball halt höher als bei E-Sport oder anderen Denksportarten, da geht es nicht darum wie viel die Sportler leisten, sondern eher wie unterhaltsam der Sport für die Zuschauer ist. Keine Ahnung wie das in Asien ist, aber wahrscheinlich wird dam mit E-Sport auch nicht allzu viel Geld umgesetzt, von daher verdienen da selbst die Besten nicht viel Geld, auch wenn E-Sport da deutlich populärer ist.

Die Frage ist ja auch warum die breite Masse physischen Sport überhaupt intressanter findet... Auf mich trifft das halt definitiv nicht zu und bei so manchem dummen Kommentar eines Fussballers frag ich mich echt wozu ich eigentlich studiere und immer am lernen bin wenn ich später nichtmal 1% der Kohle sehe die der verdient...

Fakt ist doch:

1. Wenn jemand seinen Kopf anstrengt bringt das die Menschheit weiter, neue Erfindungen oder Technologien die den Alltag erleichtern oder neue Heilmittel werden erfunden...

2. Wenn jemand aber nur sein Körper anstrengt bringt das aber nur reine Unterhaltung auf den Fernsehschirm, davon entwickelt sich die Menschheit nicht weiter...

Deswegen sind die Menschen ja bis heute so retarted, denn unsere Rasse voranzutreiben ist nicht lukrativ genug/lohnt sich nicht, denn wozu neue Medikamente erfinden wenn ich durchs Titten zeigen (als Frau) oder als ein über den Rasen pflügender Höhlenmensch das 100fache verdienen kann?

Es gibt echt Tage da schäme ich mich echt ein Mensch zu sein ;)

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Also für mich gibt es da eine ganz einfache Erklärung, E-Sport ist virtuell und nicht echt, und das ist meiner Meinung nach der ausschlaggebende Punkt. Wie kann etwas das sich nur virtuell abspielt auch nur im Ansatz an etwas reeles was sich in der Wirklichkeit abspielt versucht zu messen. Wenn man mal als bsp. Fussball nimmt, das begeistert Weltweit wohl weit über Miliarden Menschen, weil es (find ich) einfach nur emotionen Pur ist.

Die Europäer werden nicht "nur" von Voruteilen geplagt sein, sondern können einfach nur die Virtuelle Welt von der echten unterscheiden...

Naja ist meine Meinung, hasst mich ruhig. :D

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Also für mich gibt es da eine ganz einfache Erklärung, E-Sport ist virtuell und nicht echt, und das ist meiner Meinung nach der ausschlaggebende Punkt. Wie kann etwas das sich nur virtuell abspielt auch nur im Ansatz an etwas reeles was sich in der Wirklichkeit abspielt versucht zu messen. Wenn man mal als bsp. Fussball nimmt, das begeistert Weltweit wohl weit über Miliarden Menschen, weil es (find ich) einfach nur emotionen Pur ist.

Die Europäer werden nicht "nur" von Voruteilen geplagt sein, sondern können einfach nur die Virtuelle Welt von der echten unterscheiden...

Naja ist meine Meinung, hasst mich ruhig. :D

Ich stimme Dir voll und ganz zu.

12 oder mehr Stunden vor den Computer zu sitzen ist für mich keine Leistung. Eher im Gegenteil, der Mensch wird von der Öffentlichkeit abgekapselt. Das soll einen größeren Stellenwert als realer Sport haben? Nie im Leben. Welches von beidem interassenter ist spielt da auch keine große Rolle. Der Mensch bringt im realen Sport Leistungen die unser einer (sofern die Sportart nicht ausgeübt wird) nie im Leben bringen kann. Harte Arbeit und Disziplin sind der Schlüssel. Das habe ich auch schon im anderen Thread geschrieben aber was soll man sonst noch zu dem Thema sagen...

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Der Mensch bringt im realen Sport Leistungen die unser einer (sofern die Sportart nicht ausgeübt wird) nie im Leben bringen kann. Harte Arbeit und Disziplin sind der Schlüssel. Das habe ich auch schon im anderen Thread geschrieben aber was soll man sonst noch zu dem Thema sagen...

Na genau das trifft ja eigentlich auch auf E-Sport zu ...

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich finde, dass E-Sport einen höheren Stellenwert haben sollte, ich persönlich kann dem nicht viel abgewinnen und zocke auch selber fast gar nicht mehr, dafür bin ich selber der größte Sportjunkie, zumindest wenn es um den Konsum von Sportübertragungen geht, aber ich kann OCVs Sicht da durchaus nachvollziehen.

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Bei Wettbewerb ist es doch ansich egal ob er im Real Life oder digital stattfindet, es geht einzig und allein darum, wer die bessere Taktik hat, wer Schritte des Gegners vorraussehen kann, wer sich besser auf den gegner einstellen und somit auch sein eigenes Spiel darauf anpassen und abstimmen kann und das ist sowohl im Sport (wo man gegenander antritt) als auch im E-Sport so

Es geht darum den Gegner zu dominieren, auf welchem Spielfeld das aber stattfindet sollte doch garnicht relevant sein? Denn Jedes Spiel hat seine eigenen, begrenzten Rahmenbedingungen - Fussball ist auf ein abgestecktes Feld und 2 Tore begrenzt und Videospiele haben auch ihre Grenzen und es geht darum innerhalb dieser Grenzen und Regeln alles nur erdenkliche zu seinem Vorteil zu nutzen

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Hier wird nun die Diskussion weitergeführt wie es mit dem Vergleich vom physischen Real Life Sport zum E-Sport weitergeht in Bezug auf Wettbewerbe, Bezahlung etc...

(Es wäre schön wenn eher mit Fakten und eigenen Beobachtungen an diesen Thread herangegangen wird statt mit Vorurteilen und Vermutungen)

Die deutsche und allgemein europäische Mentalität zeigt es - der physische Sport ist allgegenwärtig, wird (viel zu) gut bezahlt und hat in den Medien überall Präsenz - hingegen der E-Sport gilt immer noch als nerdig und wird sehr schecht bis überhaupt nicht bezahlt, woraus man schliessen kann, dass der physische Sport als 100 mal relevanter angesehen wird als der E-Sport...

Aber ist das überall so? Nein, definitiv nicht - bestes Beispiel dürfte wohl Starcraft in Südkorea sein, denn die Einrichtung von dedizierten Trainingscamps, Live Übertragungen im TV und sogar Studiengängen an der Universität (!!) beweisen, dass E-Sport dem echten Sport in nichts nachstehen, ich vermute mal kompetitive Spiele sind einfach noch zu neu, deswegen hat sich die Gesellschaft noch nicht dran gewöhnt, denn den richtigen Sport als Wettbewerb gibt es SEIT TAUSENDEN JAHREN während es E-Sport grade mal seit 20 Jahren gibt - und wie in jeglicher anderer Hinsicht sind uns die Asiaten mal wieder voraus, während drüben schon Studiengänge und Camps eingerichtet werden, wird man hier noch als Nerd/Kellerkind beschimpft ;)

Des weiteren möchte ich auf die Leistung und Anstrengung vom Real Life Sport mit dem E-Sport vergleichen, es wird immer wieder behauptet der echte Sport verlangt 100 mal mehr von einem ab als der E-Sport - aber ist das wirklich so? Physisch und Konditionstechnisch mag das wohl stimmen, beim echten Sport wird viel geschwitzt und nach ein paar Stunden ist man körperlich platt - wie aber sieht es mit dem mentalen Part aus? Hat man im echten Sport genausoviel Theorie zu lernen wie im E-Sport? Hier lautet die Theorie ganz klar nein, die echten Sportdisziplinen sind meistens sehr simpel gestrickt, während man beim E-Sport sich tausenden Stunden damit befassen darf Theoriewissen anzueignen (Starcraft Theorien/Taktiken dauern ja an der Uni sogar mehrere Jahre, bei Tekken gilt es ca 6000 Framewerte zu pauken inkl. anderer Eigenschaften der Moves wie zB wohin sie tracken, ob sie homing sind usw)

Ich behaupte mal einfach hier und jetzt folgendes um meinen persönlichen Standpunkt klarzumachen:

-E-Sport ist genauso wichtig wie der reale Sport

-Die (westliche) Welt ist einfach noch nicht bereit dafür und basiert noch zu sehr auf konservativen Vorurteilen und hat eine altbackene Mentalität

-Im Real Life Sport wird der Körper und die Grobmotorik mehr beansprucht, wenn man mehr fit als schlau ist passt das meistens, beim E-Sport hingegen ist Feinmotorik, Theoriewissen und Reaktion gefragt, also ist man ähnlich wie beim Denksport mehr mit dem Kopf dabei, es macht nichts aus nicht körperlich fit zu sein... Tja und Konzentration braucht man bei beidem

-Da Körper und Geist (bzw Hirn) gleichermassen wichtig sind, ist der real Sport auch genauso hoch anzusehen wie der elektronische (bei Punkt 1 und 3 erwähnt)

-Die Bezahlung läuft dagegen sehr unfair ab, Fussballer verdienen Millionen und E-Sportler die 4 mal mehr Zeit investieren und trainieren können nichtmal davon leben und brauchen einen Zweitjob (bestes Beispiel Daigo Umehara, die Street Fighter Legende überhaupt muss nebenbei als Altenpfleger ranklotzen)

Nun seid ihr dran - wie seht ihr das ganze?

Ich vermute einfach mal dass 90% den realen Sport wichtiger finden als den E-Sport, meiner Meinung nach liegt das aber daran, dass das deutsche/europäische Umfeld die menschen hier so konservativ und voreingenommen geformt hat, die Medien zeigen nur Sebastian Vettel, Mesut Özil und co, von Stars aus der E-Sports Szene wird aber nie berichtet, was wohl nicht zuletzt daran liegt dass dies meistens keine deutschen sind, man will sich ja immer mit den eigenen Landsmännern brüsten... Zusätzlich kommt wahrscheinlich noch die elterliche Erziehung hinzu, sie sind ohne Videospiele aufgewachsen, deswegen wurde man raus zum spielen geschickt und Videogames wurden als Zeitverschwendung und ungesund angesehen, das hat zumindest unsere Generation von den Alten eingetrichtert bekommen ;P

Ich persönlich zieh mir lieber eine E-Sports Weltmeisterschaft oder einen Weltrekord Speedun im Stream rein als Sachen wie Skispringen oder Tour de France (sind für mich die 2 langweiligsten Sachen auf der Welt, da penne ich bei ein), der einzige real Life Sport den ich aktiv verfolge ist Snooker auf Eurosport - ich will leute denken und nicht schwitzen sehen ;)

Und jetzt kommt ihr...

Ich spreche jetzt nur mal aus meiner Sicht.

Ich liebe es Sport zu schauen. Dabei bin ich nicht auf eine bestimmte fokussiert, sondern schaue mehrere. Vom Tennis, Fußball, Leichtathletik bis Wintersport, zu Darts, Snooker und Schwimmen. Ich bin also für alles offen.

Dazu bin ich auch leidenschaftlicher Zocker und ebenso für fast jedes Genre offen.

Auch bin ich alles andere als konservativ in meinem denken.

E-Sport wird zurecht belächelt und noch weitaus mehr völlig zurecht so schlecht bezahlt.

Ich meine jetzt mal völlig im ernst, sich Körperlich zu betätigen, dabei sogar Verletzungen in Kauf zu nehmen die womöglich Karriere gefährdend sind, geht doch weit darüber hinaus, um es jetzt mal ganz reißerisch zu formulieren, zu Hause im warmen rum zu hocken und 12 Stunden vor dem Fernseher zu trainieren.

Dein Argument mit dem überbezahlt zieht auch nicht so einfach, denn das hast du im Fußball und einigen wenigen Sportarten. Dafür hast du auch genügend von denen du nicht leben kannst. Ebenso etliche die die Mehrheit einfach nicht interessiert und deshalb kaum im Fernsehen läuft (Bogenschießen als Beispiel).

Ich respektiere Menschen einfach mehr, die sich Körperlich anstrengen und quälen, teilweise von klein auf trainieren und dem Sport ihr Leben widmen.

Man kann sich einen Sportler auch viel besser als Vorbild nehmen.

Fakt ist doch:

1. Wenn jemand seinen Kopf anstrengt bringt das die Menschheit weiter, neue Erfindungen oder Technologien die den Alltag erleichtern oder neue Heilmittel werden erfunden...

Hier musste ich herzlich lachen. Dann erklär mir mal bitte wie E-Sport die Menschheit weiter bringt?

Fakt ist nämlich auch, dass die Menschheit ohne Körperliche Kraft nicht weit kommen würde. Wer baut denn dann die Gebäude und Erfindungen ;)

Zudem klingt das bei dir so, als ob jeder E-Sportler einen hohen IQ besitzen muss, da es ja so fordernd fürs Hirn ist.

Für dein Beispiel mit Tekken/Street Fighter mag es gelten das man sich eine ganze Menge einprägen muss, aber wie viele Gedanken muss man sich denn bei Fifa oder Shootern machen? Wohl kaum so viele.

Ach ja, jetzt frag mal einen echten Kampfsportler, warum der Stellenwert von realem Fighting höher anzusiedeln ist, als vom virtuellem Kämpfen.

Da kannst du ruhig 100 Combos auswendig lernen, sowas im echten Leben auszuführen ist doch mal was ganz anderes.

Ich schaue auch lieber Vettel zu der wirklich in einem Formel 1 Auto fährt, als jemandem, der Vettel virtuell fährt.

E-Sport verdient durchaus seine Aufmerksamkeit, aber das über realem Sport zu stellen, das kann man eigentlich nicht wirklich ernst meinen. Hier merkt man einfach auch deine Verachtung für den realen bzw. deine Begeisterung für den E-Sport.

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Also ich bin auch kein sonderlich großer Fan von den ganzen Teamsportarten, die man hier zulande so schauen kann.

Fußball schaue ich zur WM oder EM, da gehts aber eher um die allgemeine Heiterkeit und Feierei, als um den Sport.

Würde ich in den Staaten leben würde ich auch regelmäßig mal die NFL oder die NBA verfolgen..

Was mich wirklich interessiert ist nämlich genausowenig anerkannt wie E-Sports:

Bodybuilding!

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. E-Sports schaut einfach niemand, es gibt im Vergleich zum Fußball keine bis wenige Sponsoren und die E-Sport-Wirtschaft ist einfach winzig im Vergleich zu den Umsätzen im internationalen Fußball. Allein ein deutscher 1. Ligen-Verein hat wahrscheinlich nen größeren Umsatz als die internationale E-Sport Szene...

Warum das so ist: Weil Fußball eben die meisten Menschen sehen wollen. Das liegt nicht daran, dass wir hier iwie verklemmt sind oder nicht offen für weitere, neumodischere Sportarten. Strongmen-Meisterschaften sind ja genauso neumodisch und werden im Fernsehen teilweise übertragen...

Mit Videospielen kann sich ein Durchschnittsbüger einfach nicht identifizieren. Es ist eben nur ein Spiel.

Da sitzen in den Augen der Standardbürger Menschen, die völlig degeneriert durch 12h Glotze am Tag innerhalb einer virtuellen Phantasiewelt bestimmt Knöpfe und Aktionen besonders schnell bedienen können.

Im Vergleich zu einer wirklichen (oder physischen) Sportart ist das wirklich "lächerlich" (ist nicht meine Meinung sondern meine Vermutung, warum es so ist)

Schach zB. ist auch ein anerkannter Sport und das muss ich sagen, ich bewundere Schachspieler mehr als jeden E-Sportler. Das sind meistens hochbegabte mit fotografischen Gedächtnissen und was weiß ich was... das sind wirklich Genies.

Soetwas gleichzusetzen mit nem Strategiespiel ist einfach unmöglich.

Fakt ist: Je mehr Leute den Sport sehen wollen, desto mehr wird er auch gezeigt und es fließt als Folge dessen auch mehr Geld. Das dauert eben lange bis sich soetwas etabliert. Wie soll das denn funktionieren innerhalb von 20 Jahren in einer Fußball-geprägten Nation plötzlich 10 Millionen E-Sport Fans zu finden, wenn es nicht mal gezeigt wird.

Falsch sind daher nicht die Menschen, denen du es gerne präsentieren würdest. Das hat nichts mit der europäischen Mentalität zu tun!

Zudem würde ich meinen, dass Sport in einer gewissen Art und Weise etwas mit Talent, angeborenen Fertigkeiten zu tun haben sollte.

Wenn man sich nun den E-Sport anschaut, sind das keine besonderen Ausnahmetalente....wenige... das sind einfach Menschen die jahrelang vorm PC saßen und gezockt haben. Es mag Ausnahmetalente geben, die gibt es immer.. aber die breite Masse im E-Sport sind einfach trainiert und nicht talentiert.

Ich verstehe aber deine Einstellung, weil ich mir auch ab und zu mal gerne nen Speedrun anschaue oder sowas, bin aber zugleich eben davon überzeugt, dass es so korrekt ist, wie es für den E-Sport grad läuft. Für den Spieler scheint das vllt unfair. Der Markt ist aber nie unfair, daher ist es gerade so richtig.

Ich weiß auch, warum zb. Bodybuilding nicht sonderlich anerkannt ist. Meistens können die Besten nicht unbedingt davon leben, obwohl es DER einzige Sport ist, der das Leben des Menachen so dermaßen beeinflusst. Und zwar in den Augen von 99,99% der Weltbevölkerung zum Negativen. Der Einsatz, die Aufopferung und die Qualen eines Profi-Fußballers sind nahezu nicht vorhanden im Vergleich zu einem Profibodybuilder. Für die hört der Sport nach dem Training auf und mim Anstoß oder Trainingsbeginn an, das wars.

Es wird eben alles über die Zuschauer gesteuert und es ist verständlich, warum sich mehr Leute Fußball anschauen wollen, als halbnackte Männer, die ihre Symmetrie und Ästhetik zur Schau stellen.

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Ich muss da jetzt auch mal Stellung nehmen:

Ich bin auch ein begeisterter Sportfan, interessiere mich für fast jede Sportart, wenn es um TV-Übertragungen geht und bin der Meinung, dass ich mich auch ziemlich gut auskenne, auch wenn das xXDannyXx vielleicht etwas anders sehen mag. :D

Ich kenne Zocker, die z.B. Call of Duty spielen und sehr, sehr gut sind. Und ich meine richtig gut, sodass sie vielleicht unter den besten 30 der Welt sind. Diese Menschen haben bis auf eine Ausnahme so einen geringen IQ, dass ein Knäckebrot bei deren Aussagen und Meinungen mit dem Kopf schütteln würde. Das Argument, dass gute E-Sportler einen hohen IQ haben müssen, ist also schonmal grundlegend falsch. Es geht um Taktik in dieser einen Sache und mehr müssen sie nicht können und wissen und tun es meistens auch nicht.

Was soll das denn für eine Leistung sein, wenn ich mir zuhause, oder in welchen Räumen auch immer solange Videospiele reinpfeife, bis ich sehr gut bin? Das haben 70% der Weltbevölkerung drauf. Ich muss dafür aber nicht mein ganzes Leben opfern, obwohl das viele tun.

Ich bin sehr froh, dass E-Sport so schlecht bezahlt und so wenig anerkannt ist.

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Ach Jose

Ich wollte dir nicht die Ahnung absprechen :D Habs glaub ich einfach bisschen zu negativ aufgenommen, so meintest du es garnicht, wenn ich mir die Posts nochmals anschaue :)

B2T: E- Sport basiert für mich immernoch auf echtem Sport , ist nur eine virtuelle kopie und somit zurecht nicht wirklich anerkannt.

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Also seh ich das richtig dass folgendes argumentiert wurde:

-im Real Life Sport braucht man Talent

-im E-Sport nicht, da gehts darum wer AM MEISTEN spielt

Also sorry aber das ist absoluter tinnef, im E-Sport braucht man auch Talent, sonst wird man nie gut, auch wenn man 20h am tag zockt, es gibt halt einfach Menschen die kriegen bei Starcraft nie ne apm von 200 oder mehr gebacken und es gibt welche die lösen in tekken nie einen wurf auf reaktion auf, selbst nach tausenden STunden zocken, vielleicht weil die Reaktion oder Hand-AUgen Koordination eben nicht mitmacht...

Und das man geistig nix auf dem Kasten haben muss um gut zu sein stimmt auch nicht, das hängt doch sehr stark vom Spiel ab, bei manchen Games muss man denken können und bei anderen eben weniger...

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Ich sehe es nicht so, dass man für das Zocken kein Talent braucht. Ich kenne genug Leute, die es ums Verrecken nich können. Man muss für den E-Sport aber nicht sein ganzes Leben aufs Spiel setzen. In Sachen Ernährung, Leistungsdruck, etc.

Dass man dafür mindestens genausoviel trainieren muss wie für den richtigen Sport, hab ich nie abgestritten.

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Also seh ich das richtig dass folgendes argumentiert wurde:

-im Real Life Sport braucht man Talent

-im E-Sport nicht, da gehts darum wer AM MEISTEN spielt

Also sorry aber das ist absoluter tinnef, im E-Sport braucht man auch Talent, sonst wird man nie gut, auch wenn man 20h am tag zockt, es gibt halt einfach Menschen die kriegen bei Starcraft nie ne apm von 200 oder mehr gebacken und es gibt welche die lösen in tekken nie einen wurf auf reaktion auf, selbst nach tausenden STunden zocken, vielleicht weil die Reaktion oder Hand-AUgen Koordination eben nicht mitmacht...

Und das man geistig nix auf dem Kasten haben muss um gut zu sein stimmt auch nicht, das hängt doch sehr stark vom Spiel ab, bei manchen Games muss man denken können und bei anderen eben weniger...

Du suchst dir aber auch immer nur ein Argument heraus, formulierst es um wie es dir passt und haust dann drauf.

Wieso gehst du nicht auf alle aufgeführten Argumente ein?

Natürlich braucht man auch ein wenig Talent beim E-Sport, je nach Game mal mehr, mal weniger. Im richtigen Sport gibt es auch Disziplinen da braucht man gar kein großes Talent, sondern muss nur evtl. groß sein. Volleyball sei als Beispiel genannt. Dann darf man natürlich kein Vollhorst sein.

E-Sport ist für mich mehr ein Spiel als ein Sport. Ähnlich wie Poker, was ein Strategiespiel ist und wo übrigens viele ehemalige E-Sportler hingewandert sind, was sicher nicht nur am Geld lag.

Es gibt viele Arten von Wettkämpfen die nur bei Randgruppen beliebt sind. Das muss man entweder akzeptieren, oder aber was dagegen tun.

E-Sport mit richtigem Sport auf eine Stufe zu stellen ist aber definitiv der falsche Weg.

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(Es wäre schön wenn eher mit Fakten und eigenen Beobachtungen an diesen Thread herangegangen wird statt mit Vorurteilen und Vermutungen)

Deine eigenen Worte würde ich dir wärmstens Empfehlen ;)

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Also wenn ich dran denke, was wäre wenn jetzt auch noch E-Sportler in den Medien gehypt werden sehe ich schwarz für unsere Gesellschaft :frown:.

Dann würden nur noch mehr junge Leute den ganzen Tag vor ihrer dämlichen Spielekonsole hocken und noch weniger am sozialen Leben teilhaben. Wir haben doch wohl jetzt schon viel zu viele junge Leute die an Bewegungsmangel leiden.

Im richtigen Sport gibt es auch Disziplinen da braucht man gar kein großes Talent, sondern muss nur evtl. groß sein. Volleyball sei als Beispiel genannt. Dann darf man natürlich kein Vollhorst sein.

Volleyball ist total "easy? Vielleicht Volleyball in einem Schulkurs. Das ist dann aber echt kein Volleyball ;).

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Es gibt keinen Sport, bei dem man "einfach nur groß sein" muss. Beim Volleyball reicht die Körpergröße nicht aus, um dann automatisch ein erfolgreicher Volleyballspieler zu sein. Das wäre, wie wenn ich sagen würde, dass man nur schnell sein muss, um erfolgreich Fussball zu spielen. Das ist doch völliger Käse. Man hat dadurch einen gewissen Vorteil, aber so wie sich das anhört ist jeder Mensch, der jenseits der zwei Meter ist, automatisch ein potenzieller Profi-Volleyballer. Schwachsinn.

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Es gibt keinen Sport, bei dem man "einfach nur groß sein" muss. Beim Volleyball reicht die Körpergröße nicht aus, um dann automatisch ein erfolgreicher Volleyballspieler zu sein. Das wäre, wie wenn ich sagen würde, dass man nur schnell sein muss, um erfolgreich Fussball zu spielen. Das ist doch völliger Käse. Man hat dadurch einen gewissen Vorteil, aber so wie sich das anhört ist jeder Mensch, der jenseits der zwei Meter ist, automatisch ein potenzieller Profi-Volleyballer. Schwachsinn.

Ich sagte ja man darf kein Vollhorst sein. Damit meinte ich, man sollte schon die Körperlichen Gegebenheiten mitbringen und kein Bewegungslegastheniker sein. Eien sportliche Veranlagung ist auch selbstverständlich. Je größer du bist, desto eine bessere Ausgangssituation hast du im Volleyball. Nur wird man ohne Talent oder ausreichend Training dann auch kaum zu den besten Spielern gehören.

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Warum denken hier bei "großen Menschen" alle an Volleyball? Ich denke da eher wohl an Basketball. Beliebter, besser bezahlt und vorallem cooler^^

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