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Test: Heart & Slash im Test für die PS4 – Willkommen im Hardcore Modus


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Rogue-like Spiele haben in der Indie-Szene ein kleines Comeback gehabt. Wobei böse Zungen behaupten, dass es sich eher um Rogue-lite Spiele handelt, da in vielen Spielen in neuen Durchgängen Vorteile aus den vorangegangenen Versuchen übernommen werden. Nun kommt mit Heart&Slash nicht nur ein neues Rogue-like Spiel auf die PS4, es kommt zusätzlich in einem wenig bedienten Genre daher. Worum es sich dabei handelt und ob das Spiel eine gute Figur macht, erfahrt ihr in unserem Test.

100 Jahre nach der Robokalypse

In Heart&Slash geht es um den namensgebenden Roboter Heart, welcher im Labor des Doctor Sympathic geschaffen wurde und gerade ersten Tests unterzogen wurde, als plötzlich der Alarm los ging und die Roboter gegen die Menschheit rebellierten. Heart wurde dabei zerstört und sollte das Licht der Welt lange nicht wieder erblicken.

100 Jahre später wird Heart plötzlich wieder zusammengebaut und findet sich in einer finsteren und verlassenen Fabrik wieder. Er irrt durch die Gänge und stößt auf einen großen Raum, in dem ein Computer und ein paar Upgrades auf ihn warten. Durch den Computer spricht ein verschwommener Dr. S. mit Heart und sagt ihm, er müsse durch die Roboterfabrik entkommen.

So entspinnt sich die kleine postapokalyptische, pardon: postrobokalyptische, Geschichte in einer Welt, dominiert von Robotern. Freundschaft, Ungewissheit und existenzielle Fragen stellen sich Heart und dem mysteriösen Slash auf ihrer Reise zum Oberbösewicht, dem sogenannten Quality Assurance System, kurz QuAsSy, welches aus den helfenden Robotern willenlose Drohnen gemacht hat.

 

 

Unterschätze nicht den kleinen Roboter

Heart mag aussehen wie ein Sackbot, aber lasst euch nicht von seinem rosa Herz im Monitorgesicht täuschen: er hat im Gegensatz zu seinen willenlosen Ebenbildern aus LittleBigPlanet einiges mehr zu bieten, sofern er die richtige Ausrüstung findet. Zum Beispiel Schilde, um sich zu verteidigen. Damit stirbt er schon mal nicht so schnell wie die dummen Kollegen. Man, wenn die in LittleBigPlanet nur Schilde gehabt hätten..

Egal, das hier ist ein anderes Spiel. Es gibt in Heart&Slash die unterschiedlichsten Waffen, seien es Hämmer, Schwerter, Baseballschläger oder Boxhandschuhe, das Spiel hat alles, was das Schlägerherz begehrt. Es gibt sogar Schusswaffen wie Pistolen oder automatische Gewehre. Heart kann stets drei davon mitnehmen und im Kampf zwischen ihnen wechseln, Schilde zählen da ebenfalls dazu.

Zusätzlich kann er sich mit neuen Armen und Körperteilen ausrüsten. Diese haben verschiedene Effekte und steigern die Abwehr, senken Resistenzen oder aber sind eine Gummiente und haben einfach gar keinen Effekt. Solche Dinge muss es auch geben und im Spiel ist man stets auf das angewiesen, was man am Anfang bekommt und im Level findet. So muss der Spieler stets flexibel sein.

Schlag zu!

Heart ist ein guter Kämpfer, aber er ist stets nur so gut, wie die Gegner und seine Waffen es ihm erlauben. Im Spiel gibt es die unterschiedlichsten Gegnertypen, welche sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihren Ausrüstungen und ihren Resistenzen voneinander unterscheiden. Sobald man in Heart&Slash einen Raum betritt, muss der Spieler schnell die Lage analysieren und die Gegner mit der richtigen Taktik und in der richtigen Reihenfolge angehen, sonst können sehr schnell die Lichter ausgehen.

Dabei stehen ihm die Hack'n Slay typischen Aktionen zur Verfügung: leichter Angriff, schwerer Angriff, Ausweichrolle und Doppelsprung. Das Spiel ist sehr schnell und deshalb muss man sich erst ein wenig an das flotte Gameplay gewöhnen, aber innerhalb kürzester Zeit machen die Kämpfe richtig Laune und wenn man weiß, was einen erwartet, sind viele Herausforderungen ein Kinderspiel.

Allerdings sollte man sein Können auch nicht überschätzen und übermütig werden. Es gibt zwar ein kleines Zeitfenster, in welchem man angezeigt bekommt, wann ein Gegner angreift, wenn man aber gerade in einer Angriffsanimation steckt ist es zum Ausweichen oft schon zu spät. Und gegnerische Schilde rauben einem gern mal die Nerven sowie Geschosse und Laserstrahlen von fliegenden Drohnen. Da kann man nur die Beine in die Hand nehmen, wenn man nicht gerade einen Schild im Inventar hat.

Das kurze Leben des Rogues

Das Genre Rogue-like entstand aus dem Namen des 1980 erschienenen Computerspiels Rogue und sind durch die Merkmale definiert, dass das Spiel und seine Dungeons in jedem Durchgang prozedural aufgebaut werden und im Spiel der Permadeath üblich ist. Ja, tot bleibt tot, da kann man noch so sehr seinen aufgerüsteten Waffen hinterhertrauern, bei Neustart beginnt man wieder bei Null. Keine Checkpoints, keine Kapitelauswahl. Wenn ihr so etwas nicht mögt, solltet ihr nun aufhören weiterzulesen.

Heutzutage nehmen es Rogue-likes nicht mehr ganz so ernst mit dem Sterben und man erhält kleine Boni aus den vorangegangenen Spieldurchgängen und Heart&Slash ist da zwar ein wenig unnachgiebiger, wenn auch nicht komplett unbescholten. Man erhält zu Beginn hier und da mal Schraubenkisten, mit denen man seine Ausrüstung verbessern kann und somit wird der Einstieg etwas beschleunigt, da man weniger Gegner abfarmen muss. Außerdem schalten verschiedene Aktionen neue Waffen frei, die in den Zufallspool geworfen werden.

Dennoch muss man sich immer wieder durch jedes Kapitel und die Sequenzen und Bosskämpfe schlagen. Naja, fast, es gibt bestimmte Weltdetails, die bleiben zu Gunsten der Story erhalten. Trotzdem kämpft man sich immer wieder durch die Zelda-ähnlichen Dungeons und besiegt die unglaubliche Masse an Gegnern, die hinter jeder Tür lauern und das wichtigste und gefühlt einzige, was man aus jedem Durchgang mitnimmt, ist die eigene Erfahrung.

3D Pixel

Die Optik von Heart&Slash ist ungewöhnlich und liebevoll. Als hätte man ein altes Pixelspiel in 3D übertragen. Wer das Spiel 3D Dot Game Heroes kennt, weiß wovon ich rede. Klar, man muss es mögen, aber mit der passenden Lichtstimmung und den schick designten Gegnertypen, die man sich auch im Hauptmenü ansehen kann, wirken selbst die grauen immer gleichen Wände der zufällig generierten Level viel lebendiger.

Der Soundtrack des Spiels ist ein richtiger Ohrwurm und es macht Spaß, ihm zu lauschen. Liebevoll bis hin zu aufgekratzt lustig – eine perfekte Auswahl. Das Spiel verfügt sogar über eine deutsche Lokalisierung. Im Spiel selbst sind die Texte zum Glück besser geraten als im Hauptmenü, wo Spiel starten mit „Abspielen“ und Freischaltungen mit „Entsperrungen“ betitelt sind.

Es gibt leider hier und da ein paar Bugs, so bin ich im Tutorial durch den Boden ins unendliche gestürzt, während im Spiel mir eine Belohnung verwehrt blieb (Tipp: stellt euch nicht oben auf die Belohnungskiste) und hier und da bleibt man an Stufen und Kanten hängen, während dicke Gegner auch so ihre Probleme mit engen Kurven haben und gern mal gegen die Wand laufen.

Vollständig zusammengesetzt

Und ein weiteres Indie-Spiel, welches mit einer Platin-Trophäe daher kommt. Diese zu erreichen wird allerdings, wie man sich bei einem Rogue-like sicherlich denken kann, zu einer ordentlichen Herausforderung.

Wer hätte gedacht, dass das Durchspielen eines Spiels zu den schwierigeren Herausforderungen gehört. Nicht nur, dass man das Spiel natürlich ohne zu sterben schaffen muss, man muss auch noch die Puzzleteile der Story zusammensetzen, um gemeinsam mit Slash das Ziel zu erreichen. Ach und habe ich erwähnt, dass Permadeath nicht das größte Problem ist? Das Spiel ist zusätzlich noch richtig knackig. Unnötig zu erwähnen, dass es schwierig wird, für eine Silber-Trophäe einen Level unversehrt zu schaffen.

Der Rest sind einfache Dinge, die zunächst viel erscheinen, aber trotzdem mit der Zeit von ganz allein kommen. Verschiedene Gegner x-mal töten, Raketen 50x zurückschlagen. Sammlerherzen kommen zusätzlich auf ihre Kosten, man darf nämlich auch alle Waffen freischalten. Der Rest sind ein paar Story-Trophäen, für die man zwar etwas suchen muss, allerdings kein Problem darstellen.

 

FAZIT

eart&Slash ist so ein richtiges Suchtspiel. Der Forscherdrang treibt einen in jeden Gang, die Freischaltungen halten einen immer am Ball und das flotte Gameplay sorgt bei Hack'n Slay Spielern für eine Menge Spaß am Kämpfen. Bis auf ein paar wenige Bugs läuft das Spiel flüssig und die Klötzchengrafik ist auch mal was anderes.

Lediglich die Rogue-like Elemente können den ein oder anderen abschrecken. Auch die Gespräche und die immer wieder auftauchenden Bosse machen es ungeduldigen Spielern nicht leicht. Wer aber einmal eine richtige Herausforderung und gleichzeitig eine Menge Spaß sucht, der ist mit Heart&Slash gut beraten.

 

8.5 von 10

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