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Test: Stranger of Sword City im Test für die PS Vita - Ein fremder aus Japan kommt nach Europa


supersushi
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Mit Stranger of Sword City ist ein Spiel für die PlayStation Vita in Europa auf den Markt gekommen, von dem bisher bestimmt noch nicht so viele gehört haben. Bereits vor über einem Jahr wurde es in Japan veröffentlich und sogar vor zwei Jahren schon als XBOX 360-Version. Nun kommen auch endlich europäische PlayStation Zocker ihre Chance. Vertrieben wird es von NIS America, die in letzter Zeit viele asiatische Spiele für den europäischen Raum lokalisieren und damit ja auch nicht unbedingt schlecht dastehen. Mit Stranger of Sword City erschien ein Role-playing dungeon crawler für die Vita, der in Asien recht gute Bewertungen bekam. Ob das Spiel unserer Ansicht nach allerdings auch in Europa durchsetzen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Allein in einer fremden Welt

Die Story beginnt damit, dass ihr der letzte Überlebende eines Flugzeugabsturzes seid und keine Ahnung habt, wo ihr euch befindet. Das ist durchaus verständlich, da sich das Flugzeug irgendwie in eine fremde Dimension verirrt hat. Dort angekommen findet ihr euch in einer Gegend wieder, die so aussieht, als wenn sie von einem langen Krieg vollkommen zerstört wurde. Dazu tummeln sich dort viele unterschiedliche Monster, die nicht zögern, euch anzugreifen. Hierbei werdet ihr von einem Menschen namens Riu gerettet und bekommt erklärt, dass ihr einer der „Chosen Ones“ (-> ein Auserwählter) seid. Diese haben die Aufgabe die Monster zu besiegen und die Fähigkeit die „Blood Crystals“ zu beherrschen, die große Macht verleihen sollen.

Wenn man das so liest, ohne das Spiel bisher selbst gespielt zu haben, klingt das alles wirklich gut und birgt viel Potenzial. Leider ist die Praxis das komplette Gegenteil. Der Beginn der Story ist so unzusammenhängend und schlecht erklärt, ich musste mich hinterher erst nochmal im Internet informieren, was genau da eigentlich passiert ist. Die Zwischensequenzen und Informationen, die man bekommt, reichen vorne und hinten nicht, um zu verstehen, wie man von Punkt A (dem Flugzeug) zu Punkt B (dem Kerker voller Monster) gekommen ist. Einigermaßen lässt sich dann zumindest die Erklärung von Riu nachvollziehen, was genau man eigentlich ist. Sobald ich dann aber in ihr Hauptquartier gebracht wurde und mich mit weiteren Personen unterhalten habe, war mein Verständnis der Story wieder gleich Null. Das ist schade, da man so schnell die Lust an einer vom Prinzip her sehr guten Storyline verliert.

 

 

Ein Rollenspiel-...

Stranger of Sword City ist an sich ein Rollenspiel. Das bedeutet, dass die genre-typischen Kernelemente alle vorhanden sind. Euer Charakter kann im Level aufsteigen, seine Angriffs- und Verteidigungswerte müssen von euch im Auge behalten werden und ihr könnt ihn oder sie mit unterschiedlicher Ausrüstung und Waffen ausstatten. Dieser Aspekt des Spiels ist sogar wirklich gut gelungen. Das merkt man auch direkt zu Beginn des Spiels, wenn man sich einen aus über 70 Charakteren aussuchen kann. Zugegeben, einige unterscheiden sich eher weniger stark von anderen, aber im Großen und Ganzen ist das schon eine ganze Menge an Auswahl. Zumal es nicht nur optische Unterschiede sind, auf die man sich da konzentrieren muss. Jeder Charakter gehört einer bestimmten Klasse an, die verschiedene Ausrichtungen haben.

Neben den Angriffs- und Verteidigungspunkten gibt es nämlich noch Punkte wie Schnelligkeit, Intelligenz oder Glück. Je nachdem wie ihr normalerweise so spielt solltet ihr auch eure Klasse entsprechend wählen. Gleiches gilt für eure Ausrüstung. Hier könnt ihr für beide Hände jeweils eine Waffe einstellen, sowie Kleidung für den Kopf, den Körper, als Unterwäsche und ein Accessoire (ein Ring zum Beispiel). Und nein, bevor hier Fragen in der Richtung aufkommen, man kann da keine Victoria’s Secret Unterwäsche auswählen oder sie sich separat anschauen. Man bekommt lediglich den Hinweis, dass ein Kleidungsstück ausgerüstet wurde und dass die entsprechende Statistik dadurch aufgewertet wird. Ist zwar unterm Strich das, was man auch schon aus anderen Rollenspielen kennt, aber zumindest recht solide umgesetzt. Etwas dran auszusetzen finde ich da nicht.

... Dungeon Crawler

Was in meiner persönlichen Spielehistorie allerdings neu war, ist die Kombination eines Rollenspiels mit einem Dungeon Crawler wie es bei Stranger of Sword City getan wurde. Man kann hier nur nach vorne, links, rechts und nach hinten gehen. Und das auf fest vorgeschriebenen Feldern, vergleich mit denen auf einem Schachbrett. Bewegungsfreiheit gibt es praktisch gar nicht. Jedes Feld, das man betreten hat, wird dann auf einer kleinen Karte eingezeichnet. Das Feld muss aber auch wirklich erst betreten werden. Wenn man beispielsweise auf einem Feld davorsteht und man deutlich sehen kann, dass hinter dem nächsten Feld eine Wand wartet, muss man es trotzdem erst einmal betreten, um die Gesamtübersicht zu füllen.

Man kann sich dementsprechend nicht flüssig durch die Spielwelt bewegen. Alles wirkt abgehakt und irgendwie nicht zeitgemäß. Mir kam beim Spielen nicht einmal ein Retro-Gedanke, sondern nur Lustlosigkeit. Wenn ich ein Rollenspiel vor mir habe erwarte ich gewisse Dinge und eines davon ist ganz sicher Bewegungsfreiheit. Hier kann man ganz sicher das Wort „Geschmackssache“ in den Raum werfen, aber mir gefällt diese Art der Kombination zwischen Rollenspiel und Dungeon Crawler eher weniger. Selbst wenn man mal auf besondere Felder trifft, auf denen beispielsweise Monster lauern, war ich eher froh, dass endlich ein Kampf beginnt und man aus der normalen Spielwelt herauskommt.

Fremde Welt, fremde Gewohnheiten

Das wäre dann auch der Punkt, der den Spaß in Stranger of Sword City einfließen lässt: die Kämpfe gegen die Monster. Diesen stellt ihr euch nicht alleine, sondern in einer Gruppe von insgesamt sechs Charakteren. Welche fünf euch begleiten könnt ihr vorab auswählen und ihr steuert im Kampf auch alle. Das ist recht spaßig, da man sich so eine optimale Gruppenbesetzung überlegen muss. Wollt ihr voll auf Angriff gehen? Oder eher abwartend? Mehr Heiler oder komplett ohne (no risk no fun)? Die Kämpfe laufen dann rundenbasiert ab. Ihr könnt mit jedem der sechs Charaktere eine Aktion durchführen, dann ist der Gegner dran. So lassen sich wunderbare Strategien entwickeln und ihr könnt die Stärken jeder Charakterklasse voll entfalten.

Die Aktionen teilen sich auf in angreifen, verteidigen, eine Fähigkeit oder ein Item benutzen, weglaufen oder einen Super-Angriff starten. Da ihr so praktisch sechs Mal hintereinander angreifen könnt, sind die Monster meistens recht stark. Ansonsten wäre es ja auch viel zu einfach. Deren Angriffe ziehen euren Charakteren oft ziemlich viele Lebenspunkte ab, sodass ein Heiler oder entsprechende Items fast schon Pflicht sind. Ein wenig unglücklich ist, dass es keine Lebensanzeige für die Monster gibt. So lässt sich schlecht abschätzen wann man den Feind besiegt hat und welche Angriffe man einsetzen sollte. Wenn man beispielsweise einen Super-Angriff startet, obwohl der Gegner auch mit einem normalen Angriff besiegt worden wäre, dann ist das einerseits recht dekadent, andererseits aber auch Verschwendung.

Trophäen-Check

Wirklich schwierige Trophäen gibt es bei Stranger of Sword City nicht. Einen Großteil werdet ihr ohnehin beim normalen Durchspielen der Story erhalten, gerade bei den versteckten. Ansonsten gibt es noch welche, bei denen ihr eine bestimmte Anzahl an Kämpfen gewinnen müsst oder Items von unterschiedlichen Seltenheitsstufen sammeln müsst. Das ist jetzt aber nicht so unmenschlich schwierig, dass nicht gut alle Trophäen in einem Spieldurchgang machbar wären. Die Platin-Trophäe ist also eher eine Zeitfrage, je nachdem wie es mit dem Farmen klappt.

 

FAZIT

Stranger of Sword City ist ein Spiel, das nicht Fisch und nicht Fleisch ist. Es hängt so irgendwo dazwischen. Den Ansatz der Story finde ich wirklich gut, da ich solche abgedrehten Sachen spannender finde als penibel realistische. Aus dem normalen Leben in eine fremde Dimension gerissen zu werden, in der es vor Monster nur so wimmelt (Ihr merkt, ich war großer Digimon-Fan). Leider bleibt es da dann aber auch beim guten Ansatz. Alles was danach kommt bereitet nicht wirklich große Lust, das Spiel bis zum Ende durchzuspielen. Es wird alles so kompliziert und unzusammenhängend erklärt, ich habe bis heute nicht verstanden, was genau diese „Chosen Ones“ jetzt eigentlich sind.

 

5 von 10

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