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Hatoful Boyfriend Holiday Star im Test für die PS4 – Weihnachten für die Zugvögel


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Vogelfreunde können erleichtert aufatmen, Brieftauben kehren doch immer wieder zurück. Dasselbe gilt auch für unsere Lieblingsvögel: sie sind wieder da. Pünktlich zu den Festtagen kehren wir noch einmal zurück an die Schule Saint PigeoNation um etwas mehr Zeit mit unseren gefiederten Freunden zu verbringen. Ob wir Devolver Digital für dieses verfrühte Weihnachtsgeschenk danken können oder ob die verrückten Hühner besser den Schnabel halten sollten, erfahrt ihr in unserem Test.

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SYSTEM: PLAYSTATION 4
VERTRIEB: Devolver Digital
ENTWICKLER: PigeoNation Inc. / Mediatonic
GENRE: Otome Game / Visual Novel
SPIELER: 1
HDD: 1,33 GB
AUFLÖSUNG: 720p, 1080i, 1080p
NETZWERKFUNKTIONEN: Nein
NETZWERK-SPIELER: -

 

Hatoful Interlude

Hatoful Boyfriend Holiday Star setzt dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Naja, nicht ganz. Das BBL Ende vom ersten Teil hat nie stattgefunden und man befindet sich gerade mitten auf einer beliebigen anderen Route durch das Spiel, wo gerade die Ferien begonnen haben. Das bedeutet auch, dass die Geheimnisse und dunklen Machenschaften so mancher Vögel noch nicht ans Licht gekommen sind.

In vier Kurzgeschichten kann der Spieler außergewöhnliche Erlebnisse, die in den Ferien einer Welt die von intelligenten Vögeln bevölkert wird, nacherleben. Zunächst beginnt es damit, dass aus der ganzen Stadt Weihnachtsbäume verschwinden und wir, als scheinbar einziger Mensch im ganzen Spiel und alte Freundin der Taube Ryouta, nehmen uns des Falls an.

Die weiteren Geschichten schalten sich im Verlaufe des Spiels erst frei und beziehen sich auch auf vorangegangene Handlungen. Anfangs etwas verspielt wird die Handlung später etwas ernster und tragischer, bleibt jedoch zu jederzeit vollkommen verrückt und abgedreht – mehr noch als im Vorgänger. Ernst nehmen sollte man das ganze ja ohnehin nicht, doch mit Holiday Star ist Hatoful Boyfriend endgültig im Trash Bereich angekommen.

 

 

Hatoful Sidequests

Neben den vier Kurzgeschichten schalten sich im Verlauf jedoch noch weitere Stories frei, welche etwas mehr Einblick in die Hintergründe der Hauptstory geben. Diese sind noch einen Tick lustiger und spielen ähnlich wie die Hauptgeschichte auf Klischees im Bereich Manga, Videospiele und japanische Kultur an. Sie sind ebenso über das Hauptmenü erreichbar und durch kleine Symbole, die unauffällig am unteren Bildschirmrand erscheinen, zugänglich.

Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl von „Routen“, die man durchspielen kann. Hierbei entscheidet man sich für einen von acht Vögeln und kann eine kleine Geschichte leben, die Einblick in ihr Leben gibt. Diese sind ebenso gradlinig wie die anderen Kurzgeschichten und auch nicht besonders lang, zusammengenommen kann man aber eine ganze Zeit mit ihnen verbringen.

Zu guter Letzt ist da noch Ryoutas Radio Show, in welcher Fragen zu dem Vorgängerspiel in einer witzigen Art und Weise präsentiert und beantwortet werden. Dass die Fragen in einem Spiel wie Hatoful Boyfriend Holiday Star nicht ganz ernsthaft beantwortet werden, ist selbstverständlich. So kommt es zu Unterbrechungen und Gaststars, die sich weigern ihren Beitrag zu leisten. Hierbei wird auch ausreichend angemerkt, an welchen Stellen gespoilert wird, sollte man den Vorgänger (Hauptspiel genannt) noch nicht beendet haben.

Hatoful Entscheidungsschwierigkeiten

Das größte Problem an Hatoful Boyfriend Holiday Star ist die Gradlinigkeit. Haha!, werdet ihr jetzt denken, bei einem Buch ist das ja nicht überraschend!. Doch genau da liegt der Hase, oder vielmehr der tote Vogel, begraben. Hatoful Boyfriend war stets voller Entscheidungsmöglichkeiten, die die Handlung beeinflusst haben und bei Holiday Star hat man sich entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen.

In den Haupthandlungen kann man zwar hier und da mal seinen Senf dazugeben, doch arbeiten sie lediglich nach dem Schema: Tippe richtig sonst heißt es Game Over. Zum Glück kann man jederzeit speichern (außer während einer Auswahl) und so sollte man, sofern man nicht eine Stunde sinnlosen Gelabers wiederholen möchte, regelmäßig abspeichern oder auf die Vorspultaste setzen. Dass es für die vier Stories demnach auch nur jeweils ein Ende geben kann muss nicht weiter erwähnt bleiben.

Die Nebenhandlungen verzichten sogar ganz und gar auf jeglichen Einsatz von Interaktionsmöglichkeiten und führend den Spieler ganz automatisch durch die Geschichte. Ach ja und eine automatische Ablauffunktion gibt es leider auch nicht, man muss also nach jedem Absatz X drücken, oder auf das Vorspulen zurückgreifen. Bei Zweiterem verpasst man so allerdings das gesamte Spiel.

Hatoful Sounds

Die Grafik hat sich im Vergleich zu Hatoful Boyfriend überhaupt nicht verändert. Es sind die gleichen Charakterbilder, jedoch tragen sie nun viel häufiger irgendwelche Kostüme, die hauptsächlich der Belustigung dienen und dementsprechend auch so ausschauen, als hätte man sie mit Paint drüber gemalt.

Gleiches gilt für die Soundeffekte und Musik. Große Teile des Spiels sind gar nicht vertont und ansonsten hört man sehr viel Bekanntes. Allerdings kommt auch Urlaubsstimmung auf, wenn hier und da nun Weihnachtsmusik eingestimmt wird – schließlich heißt das Spiel auch Hatoful Boyfriend Holiday Star. Die Vögelchen bleiben jedoch wie gehabt stumm und man muss lesen, was sie einem mitteilen wollen.

Im Hauptmenü kann man zusätzlich die Sprache auswählen. Leider ist diese standardmäßig auf Englisch gestellt und wer lieber auf die Muttersprache setzt, muss bei jedem Spielstart erneut Deutsch auswählen. Und leider gehen auch viele Fehler damit einher, denn ein ums andere Mal ragt die Schrift über die Textbox hinaus, wo die deutschen Sätze länger waren als die englischen. Etwas schlampig programmiert, aber auch verkraftbar. Immerhin wurde das Spiel besser übersetzt, als seine Tophäen.

100% Vogelliebe

Wie auch Hatoful Boyfriend schon, verfügt Hatoful Boyfriend Holiday Star leider über keine Platin Trophäe. Wer jedoch auf ein paar schnelle Trophäen aus ist, ist mit Hatoful Boyfriend gut beraten. Man kann kaum etwas falsch machen und natürlich gibt es auch keine verpassbaren Trophäen, da man die einzelnen Episoden im Hauptmenü auswählen kann. Darüber hinaus kann man durchgehend die Vorspulfunktion nutzen, ohne die Trophäen dabei zu beeinflussen.

Alles was man tun muss, ist das Spiel komplett durchzuspielen. Das beinhaltet jede einzelne Episode, die Kurzgeschichten und die Routen sowie auch die Radiosendungen. Da es so wenige Entscheidungsmöglichkeiten gibt, muss man die Routen auch nicht großartig wiederholen. Lediglich wenn man die Galerie vollständig haben möchte muss man einmal im Spiel sterben.

Seltsam ist jedoch, dass man eine Trophäe nicht erhält, wenn man die „Schrein“-Episoden mit menschlichten Portraits durchspielt. Man ist dazu gezwungen, sie mit Vogelbildern durchzuspielen, sonst muss man das ganze wiederholen. Ebenso muss man sich die Bilderbücher noch einmal in der Galerie anschauen, obwohl man sie in der Story schon einmal gesehen hat. Ist man damit fertig, hat man in wenigen Stunden ein paar schöne, glänzende Pötte mehr.

Persönliches Fazit

Hatoful Boyfriend Holiday Star ist trashig und witzig, hat aber im Vergleich zum Original sehr stark abgebaut. Da Hatoful Boyfriend ingame stets als Hauptspiel und Holiday Star als Episoden Adventure bezeichnet wird, sollte es auch als ein solches betrachtet werden. Eine kleine Bereicherung für den ersten Teil, doch keine vollwertige Fortführung.

Die Gradlinigkeit kann man auch verkraften, da die Episoden aufeinander aufbauen und man somit Probleme hätte, diese fortzuführen. Dennoch kann man das Spiel nur begrenzt empfehlen, Fans des ersten Teils werden aber trotzdem ihren Spaß haben. Wer noch gar keine Berührung mit Hatoful Boyfriend hatte, sollte jedoch zunächst mit dem Hauptspiel beginnen.

7.0/10

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