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Schrödinger's Cat and the Raiders of the Lost Quark im Test für PS4: Eine Katze sie alle zu knechten


supersushi
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Team 17 hat sich mit den legendären Worms-Spielen durchaus einen Namen gemacht. Wer kennt die süßen kleinen Würmer nicht, die nichts anderes zu tun haben, als sich gegenseitig in einem rundenbasierten Plattform-Shooter alle zu machen? Nun scheint man mal das gewohnte Terrain verlassen zu wollen und sich in ein neues Genre zu wagen. Dafür hat man sich mit dem noch recht unbekannten Team von Italic Pig zusammen getan. Gut, Schrödinger's Cat and the Raiders of the Lost Quark hat den gleichen Grafikstil, es geht ebenfalls um Plattformen und der Hauptakteur ist auch ein Tier. Aber hier geht es nicht nur darum andere Katzen platt zu machen. Ob das Spiel nun gleichzeitig gut und schlecht ist oder nur eines von beiden, erfahrt ihr in unserem Test.

PS4 | 100% | USK 0

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SYSTEM: PLAYSTATION 4
VERTRIEB: Team 17
ENTWICKLER: Italic Pig
GENRE: Platform
SPIELER 1
HDD mind. 3GB
AUFLÖSUNG 720p, 1080i, 1080p
NETZWERKFUNKTIONEN Nein
NETZWERK-SPIELER -

Logisch, eine Katze, was auch sonst

Sobald man das Spiel startet beginnt eine Zwischensequenz, die eine Einleitung in die Story darstellt. Auch wenn diese sehr stark dazu verleitet das Spiel gleich wieder zu schließen und sich einem anderen zu widmen, macht das noch nicht. Falls ihr aber nach den ersten zwei, drei Zeilen bereits gedanklich abgeschaltet habt, hier eine kurze Zusammenfassung: In einem Zoo irgendwo im Weltraum werden alle möglichen Spezies gehalten, darunter als Beispiel Gluonen, Elektronen, Myonen, Wosonen. Durch ein katastrophales Ereignis wurden alle Kreaturen im Park befreit und müssen wieder eingesperrt werden. Hierfür gibt es im ganzen Universum nur einen Helden, der dies schaffen kann: Schrödinger's Katze.

Jap, genauso dämlich wie es hier jetzt klingt ist es auch 1 zu 1 im Spiel. Die Zwischensequenzen und die darin enthaltenen Charaktere und Dialoge sind ziemlich schlecht. Wirklich Spannung und ein Interesse an der Story werden dadurch nicht geweckt. Also als Tipp von mir: Zwischensequenzen einfach nicht beachten. Danach wird das Spiel nämlich erheblich besser und es lohnt sich dran zu bleiben. Sobald das Spiel startet und man Schrödinger’s Katze das erste Mal steuern kann findet man sich gut ins Spiel ein. Die Synchonisation der Charaktere klingt eingängiger, die Stimmen passen zu den Spielfiguren und die Dialoge kann man sich dann ziemlich gut anhören. Die Witze werden besser und ich musste ziemlich oft schmunzeln. Es wirkt ein wenig so, als wenn die Zwischensequenzen von komplett anderen kreativen Köpfen geschrieben wurden, als die Unterhaltungen im Spiel.

 

 

... an irgendwas erinnert mich das doch...

Schrödinger's Cat and the Raiders of the Lost Quark ist ein 2D-Plattformer, bei dem ihr Feinde besiegen und einsperren sowie das Ende des Level erreichen müsst, um ins nächste gelangen zu können. Von der Optik her ist alles in einem Comic-Stil gehalten, wie man es von einem normalen Plattformer gewohnt ist. Gerade wenn man weiß, dass das Spiel von den Entwicklern von Team 17 mitentwickelt wurde. Der Aufbau des Spiels gleicht dabei bis ins letzte Detail den Worms-Spielen. Die Levels, die Grafik, die Bewegungsanimation, die Spielphysik, alles ist genauso, wie man es von den Würmern kennt. Nur dass man hier eine Katze spielt und gegen seltsame Schleimklumpen antritt. Also zumindest ein bisschen was wurde verändert.

Aber wie sagt man so schön? "Never change a winning team". Die Rahmenbedingungen waren demnach schon gegeben und funktionieren auch hier perfekt. Es gibt keine Probleme mit der Steuerung von Schrödinger's Katze, keine Ruckler oder Levelfehler, keine Beschwerden über die Kameraführung, nichts. Das Spiel läuft komplett flüssig, nichts worüber man sich da aufregen könnte. Wenn man also mal sterben sollte gibt es keine Ausreden, da ist man dann selbst dran Schuld. Und wo wir gerade dabei sind, die Ladezeiten sind auch ziemlich kurz. Wenn man also mal zum letzten Checkpoint zurückgesetzt wird geht das ruck zuck. Fast so, als wäre man gar nicht gestorben, sondern einfach sofort zurückgesetzt. Also man stirbt und ist praktisch gleichzeitig wieder am Leben. Da haben sich Italic Pig und Team 17 wohl ausgiebig mit der namensgebenden Katze beschäftigt.

Ist doch alles nur Quark

Jeder 2D-Plattformer hat ein gewisses Merkmal, das ihn von den anderen unterscheidet. In diesem Fall wären dies die Quarks. Nein, kein Pudding, die Dinger heißen wirklich so. Insgesamt gibt es vier verschiedene Klassen von Quarks, die Schrödinger's Katze dabei helfen den Zoo wieder in Ordnung zu bringen. Sie unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch von den Funktionen her. Die gelben dienen zur Hilfestellung bei Bewegungen, die blauen zur Zerstörung von Objekten, die grünen zum Schutz und die roten zum Bauen. Einzeln bringen sie allerdings nicht viel. Es müssen immer drei Stück kombiniert werden, damit ein bestimmter Effekt ausgelöst wird. Die Quarks laufen überall in den Levels rum und können ohne Aufwand eingesammelt werden. Am unteren Bildschirmrand hat man immer eine Übersicht wie viele Quarks man von der jeweiligen Sorte gerade auf Lager hat. Da alle hinter Schrödinger's Katze hinterher fliegen könnte man natürlich auch selber zählen. Wenn es aber so um die 50 Stück sind, könnte das dann doch ein wenig schwieriger werden.

Insgesamt gibt es 14 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten für die Quarks. So kann man beispielsweise durch die Verbindung von drei gelben Quarks einen Helikopter bauen, der das Erreichen höher gelegener Plattformen ermöglicht. Wenn man drei grüne verbindet erhält man eine Schutzblase, bei drei blauen einen Bohrer. Am Anfang bekommt man jede Möglichkeit vom Spiel einmal gezeigt und muss sie ausprobieren. Falls man sie sich nicht alle merken kann, kann man einfach das Spiel pausieren. Da gibt es dann ein Bild, auf dem alle Kombinationsmöglichkeiten gezeigt werden. Man hat also immer eine kleine Anleitung dabei und muss nicht alles auf einem Extrazettel mitschreiben, weil man Angst hat sich die nicht alle merken zu können. Hätte mir mal jemand vorher sagen sollen, dass man einfach nur Pause drücken muss... Aber was solls, leere Zettel wachsen ja bekanntlich auf Bäumen.

Böses Kätzchen

Wie eingangs erwähnt geht es im Spiel darum, dass Schrödinger's Katze geschickt wurde, um im Zoo wieder für Ordnung zu sorgen und die entflohenen Feinde wieder einzusperren. In jedem Level gibt es eine bestimmte Anzahl Feinde, die an sich nur friedlich in der Ecke rumsitzen. Schrödinger's Katze muss sie dann erst durch einen Angriff kampfunfähig machen und anschließend durch ein Quark-Netz einfangen. Man muss also immer seine Quarkzahl im Auge behalten, da man die Gegner ohne sie nicht einfangen kann. Kampfunfähig können die Gegner gemacht werden, indem man mit der Katze einen Nahkampfangriff startet oder eine entsprechende Quarkkombination bildet, beispielsweise eine Bombe. Das ist hilfreich, wenn ein Gegner zum Beispiel an der Decke klebt. Hier muss man dann überlegen, ob man eine Bombe baut, eine Plattform erschafft oder doch lieber einen Helikopter erscheinen lässt. Mit einem Auge also immer auf die verfügbaren Quarks schielen und abwägen, welche man am ehesten entbehren kann.

Man kann ein Level auch abschließen, ohne dass man alle darin enthaltenen Feinde eingefangen hat. Dann wird man aber früher oder später das Level nochmal spielen müssen, da die Story verlangt alle wieder eingesackt zu haben. Beim Startpunkt des jeweiligen Levels gibt es eine Übersicht wie viele und welche Gegnertypen sich im jeweiligen Level aufhalten. Was das Ganze ein wenig nervig macht ist die Tatsache, dass es keine Levelauswahl gibt. Heißt, wenn ihr ein Level fast abgeschlossen habt und merkt, dass euch noch ein Gegner fehlt, dreht besser wieder um und holt ihn noch. Wenn ihr später wieder in das entsprechende Level zurückkehren wollt müsst ihr den kompletten Weg laufen. Auch wenn bereits mehrere Level dazwischen liegen. Besonders nervig falls ihr 100% der Trophäen erspielen wollt.

War ich hier schon mal?

Diese Frage wird man sich in vielen Levels sehr wahrscheinlich stellen, unterm Strich aber mit einem "Nein" beantworten. Je nach Gebiet ähneln sich die Levels zwar ziemlich, da weitestgehend auf Details verzichtet wurde, komplett gleich sind sie allerdings nicht. Auch nicht, wenn man das gleiche Level noch einmal spielen möchte. Bei jedem Start eines Levels verändert sich dieses im Vergleich zum vorherigen spielen. Auch die Gegner wechseln die Positionen und sind nicht mehr an der gleichen Stelle. Wenn man also ein Level startet und man an den Punkt kommt, an dem man nicht mehr weiter weiß, kann man erstmal auf das nächste ausweichen. Danach kann man dann zurück laufen und es noch einmal probieren, da das Level dann nicht mehr das gleiche ist.

An sich ist das schon ziemlich cool, da man so nicht immer die gleichen Levels spielt. Bei vielen Plattformern ist dies ja leider so. Da weiß man dann schnell alles auswendig und sprintet nur noch so durch. Dadurch, dass die Levels bei Schrödinger's Cat and the Raiders of the Lost Quark aber verhältnismäßig groß und detailarm gestaltet sind, merkt man das leider nicht wirklich. Hier kommt dann doch schnell das Gefühl auf, dass es wieder das gleiche Level ist. Die Idee ist zwar schon ziemlich gut, hätte aber besser ausgeführt werden können. Genrekollege "Cloudberry Kingdom" zum Beispiel hat dieses Prinzip besser umgesetzt. Aber sei es drum, es funktioniert. Und das ist ja das, was man möchte.

Trophäen-Check

Sonderlich schwierig zu erreichen sind die 100% hierbei nicht. Die einzige Trophäe, die ein wenig mehr Zeit und Geschick in Anspruch nehmen dürfte wäre die, für die man alle Kreaturen wieder eingefangen haben muss. Da muss man dann wirklich darauf achten, dass man in jedem Level keinen Feind übersieht. Falls doch, müsst ihr den kompletten Weg zur entsprechenden Zone wieder zurück laufen. Ansonsten ist eher das Spiel an sich die Herausforderung. Sprich die Rätsel lösen um überhaupt vorankommen zu können. Die Trophäen kommen dabei größtenteils von alleine.

 

Persönliches Fazit
Schrödinger's Cat and the Raiders of the Lost Quark ist ein solider 2D-Plattformer. Es ist jetzt kein Spiel, das einen unbedingt vom Hocker haut und von dem man noch seinen Enkeln erzählen wird, allerdings gibt es auch nicht viel zu meckern. Ich habe beim Spielen keine größeren Fehler, Bugs oder sonstiges entdecken können. Es läuft alles flüssig und stellt den Spieler nicht vor unlösbare Aufgaben. Die Idee mit den Quarks ist nett und gibt noch einen gewissen Anreiz, da man schon gucken muss, welche man jetzt benutzt und welche man sich lieber noch für später aufspart.

Leider bietet das Spiel keinen großen Wiederspielwert. Die Story ist ziemlicher *Achtung, Anspielung* Quark und wirkt so, als wenn man auf Krampf lustig sein wollte. Viele Dialoge lassen einen zwar schmunzeln, das sind dann aber nur kurze Gags und keine storyrelevanten Gespräche. Man kann Schrödinger's Cat and the Raiders of the Lost Quark als gesunden Durchschnitt bezeichnen. Es zeigt sich, dass Italic Pig einige gute Ideen hatte. Ich würde mir wünschen, dass die Entwickler zukünftig mehr eigene Wege gehen und nicht unbedingt versuchen ein Worms-Spiel mit anderen Tieren zu produzieren.

6/10

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