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Dragonball Xenoverse im Test für PS4 – Werde selbst zum Super-Saiyajin


supersushi
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Als Akira Toriyama 1984 den Anime „Dragonball“ veröffentliche, erschuf er damit etwas, das über 30 Jahre danach immer noch in aller Munde ist. Sei es die Originalserie, die bekannte Serie „Dragonball Z“ oder die Nachfolgeserie „Dragonball GT“, so ziemlich jeder dürfte schon mal davon gehört haben. Die Abenteuer des kleinen Jungen Son-Goku, der zum Helden von praktisch jedem heranwachsenden Jungen wurde, begleiten auch die Videospielszene seit Jahren. Bisher gab es für jede Sony-Konsole einen Ableger. Nun kommt mit Dragonball Xenoverse auch der erste Teil für die PlayStation 4 auf den Markt. Ob dieser sich allerdings lohnt oder ob man bei der Anime-Serie bleiben sollte, erfahrt ihr in unserem Test.

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SYSTEM: PLAYSTATION 4
VERTRIEB: Bandai Namco Games
ENTWICKLER: Dimps
GENRE: 3D-Kampfspiel
SPIELER 1-2
HDD mind. 11GB
AUFLÖSUNG 480p, 720p, 1080i, 1080p
NETZWERKFUNKTIONEN Ja
NETZWERK-SPIELER 2-6

Zeit ein Held zu sein!

Dragonball Xenoverse bietet einen leicht anderen Story-Modus, als es die bisherigen Teile taten. Bisher hat man immer die Geschehnisse der Anime-Serie Dragonball Z nachgespielt, die auf die drei Hauptgegner Freezer, Cell und Boo ausgelegt ist. Dazu kam als kleinen Nachschub dann noch die Broly-Saga. Dieses Mal wollte Bandai Namco Games mal zumindest ein bisschen was Erfrischendes bieten. Klar, das ist nun mal die Geschichte bei Dragonball Z, aber bei jedem Konsolen-Ableger immer wieder genau das Gleiche spielen wird dann doch irgendwann eintönig.

Dieses Mal bekommt ihr direkt zu Beginn die Aufgabe euch einen eigenen Charakter zu erstellen. Ihr könnt dabei aus mehreren Klassen auswählen: Mensch, Saiyajin, Namekianer, Freezer- und Majin-Klasse. Für die Geschichte von Dragonball Xenoverse wurde nun eigens ein neuer Charakter kreiert: der Dämonengott Demigra. Dieser hat die Fähigkeit die Zeit zu beeinflussen und nutzt diese auch. Die Geschehnisse aus der Anime-Serie werden durcheinander gebracht und verändert. Die einzigen, die wissen, dass die Änderungen geschehen und die etwas dagegen tun können sind Trunks und euer erstellter Charakter.

Unterm Strich klingt das aber wirklich spannender als es letztendlich im Spiel ist. Wenn eine Mission gestartet wird kommt eine kurze Zwischensequenz, die euch zeigt wie der veränderte Geschichtsverlauf aussieht. Für gewöhnlich ist das dann einfach nur ein anderes Ende des Kampfes, sprich Son-Goku oder der jeweilige Hauptakteur wird besiegt, obwohl er in der Anime-Serie den Kampf gewonnen hat. Ihr greift dann in den Kampf mit ein und besiegt den Gegner einfach. Anschließend ist der normale Geschichtsverlauf wiederhergestellt. Ist aber zumindest eine neue Idee. Gepaart mit dem neuen Feind Demigra und der erstmalig spielbaren Bills-Saga hat der Story-Modus eines Dragonball-Spiels dann doch ein wenig frischen Wind inne.

 

 

Welt-Retter mit flexiblen Arbeitszeiten

Das Fortschreiten in der Story ist auch leicht anders als bei den bisherigen Dragonball-Spielen. Eine neue storyrelevante Mission wird erst dann gestartet, wenn ihr zu Trunks geht und mit ihm sprecht. Ansonsten bietet das Spiel vier unterschiedliche Bereiche innerhalb der sogenannten Toki-Toki-Stadt, die quasi als eine Art zentrale Anlaufstelle dienen und in denen ihr euch frei bewegen und zwischen den Missionen aufhalten könnt. Ein Bereich ist dabei auf den Erwerb von Ausrüstungsgegenständen ausgerichtet, einer auf Online-Kämpfe und Sidequests, einer auf den lokalen Mehrspielermodus sowie die Dragonballs und der letzte für das Spielen und Wiederholen von Story-Missionen.

Bereichsübergreifend findet ihr NPCs und Trainer. Die Trainer sind bekannte Gesichter aus dem Dragonball Z Universum: u.a. Son-Goku, Vegeta, Piccolo, Mr. Satan oder Cell. Ihr könnt jeweils einen Trainer aktiv ausgewählt haben. Dieser bringt euch dann immer ab einem bestimmten Sympathie-Level einen neuen Angriff bei. Ansonsten haben sie keine Auswirkungen. Die NPCs, denen ihr überall in der Toki-Toki-Stadt begegnet, sind sofern ihr offline spielt nur Deko. Von einigen bekommt ihr zwar hin und wieder mal ein Item, aber ansonsten stehen sie nur nutzlos in der Gegend herum. Solltet ihr online spielen werden diese durch reale Spieler ersetzt. Wirklich Interaktionsmöglichkeiten gibt es da aber auch nicht. Man kann zwar Bewegungen und Ausrufe starten, aber wenn man wirklich miteinander kommunizieren will hilft nur das Nachrichten-Feature der PlayStation selbst.

Abseits der Hauptstory hat man die Möglichkeit die Parallel-Quests zu absolvieren. Das sind insgesamt 55 Nebenquest, bei denen es unterschiedliche Siegbedingungen gibt. Bei den meisten geht es darum Gegner zu besiegen, oft 2-3 Wellen davon. Man kann aber auch mal gegen Wehraffen antreten oder muss eine bestimmte Anzahl an Dragonballs sammeln. Spielerisch unterscheiden sich diese Quests zwar nicht vom Rest des Spiels, allerdings bieten sie noch extra Anreiz sich mit dem Spiel zu beschäftigen, sollte man die Story schon durch haben. Oder man nutzt sie zum Aufleveln des eigenen Charakters, falls man in der Story noch Probleme bei einem Gegner hat und nicht auf einen der Dragonball-Charaktere als spielbaren ausweichen will.

Immer feste drauf

Die Kämpfe an sich werden immer in einer großen 3D-Umgebung ausgetragen. Man kann also hinlaufen und hinfliegen wo man möchte. Das ist auch gut für die Atmosphäre, da man solche Kämpfe auch aus der Anime-Serie gewohnt ist. Als ein 2D-Beat ’em Up würde es sich irgendwie einfach nicht richtig anfühlen. Bedingt durch die großen Areale kann man auch nicht nur stumpfes Button-Mashing betreiben, um den Gegner zu besiegen. Oft ist man dazu einfach viel zu weit vom Gegner entfernt. KI-Angriffe sind aus der Entfernung meist auch nutzlos, da der Gegner viel Zeit hat einfach einen Schritt zur Seite zu machen und somit auszuweichen. Wenn man also den Kampf gewinnen will bleibt einem nicht groß was anderes übrig, als nah an den Gegner heran zu kommen.

Bei den normalen Schlagangriffen stehen nur eine begrenzte Auswahl an Combos zur Verfügung. Ein paar Mal die Viereck-Taste drücken und als Abschluss die Dreieck-Taste. Es ist also nicht mehr möglich den Gegner mit diesen Angriffen festzunageln und ihn so schnell zu besiegen. Jetzt mal angenommen man hat jemandem zum Gegner, der nicht spielt wie eine Bratwurst und sich auch mal wehrt. Dann gibt es immer die Möglichkeit einen Moment Ruhe zu gewinnen und einen eigenen Angriff zu starten. KI-Superangriffe, wie zum Beispiel das Kamehame-Ha, sollte man nur einsetzen, wenn man sich sicher ist, dass man damit auch trifft. Sollte man daneben schießen ist man blank und hat keine Möglichkeit einen Gegenangriff des Gegners abzuwehren. Blocken funktioniert nur, wenn man nicht gerade einen anderen Angriff ausführt. Bereits angefangene Aktionen können leider nicht mittendrin unterbrochen werden.

Der Großteil der Kämpfe in der Story wird in Team-Spielen ausgetragen (online könnt ihr selbst bestimmen, wie viele teilnehmen sollen). Oft sind die Kämpfe dann auch nicht ausgeglichen, sprich es gibt mal 2 vs. 1, 1 vs. 3, usw. Wenn man Verbündete an der Seite hat, sind die Kämpfe oft leichter da man konsequent zusammen auf den Gegner drauf gehen kann. Wenn man allerdings in der Unterzahl ist, hat man es ziemlich schwer. Bei ausgeglichenen Kämpfen macht es schon ziemlich viel Spaß, bei allen anderen wirkt es allerdings nicht gerecht balanciert.

Magische Bohnen sind Pflicht

Dragonball Xenoverse weist sehr viele Rollenspielmerkmale auf. So bekommt man beispielsweise nach jedem Kampf Erfahrungspunkte und Geld. Mit den Erfahrungspunkten steigt der Charakter dabei im Level auf. Pro Levelaufstieg bekommt man drei Fähigkeitenpunkte, die man unterschiedlichen Werten zuordnen kann, aufgeteilt in Ausdauer, Lebensenegerie, KI, Schaden und Spezialangriffe. Je nachdem was für ein Spieltyp man selbst ist, kann man sich also seinen Charakter so aufbauen, wie man es für am besten hält.

Mit dem erhaltenen Geld kann man sich in einem der drei Bereiche der Toki-Toki-Stadt dann Kleidung, Attacken oder Objekte kaufen. Nicht jedes Kleidungsstück ist dabei auch für jede Charakterklasse verfügbar. So gibt es beispielsweise bestimmte Sachen, die nur von männlichen oder weiblichen Charakteren verwendet werden können. Auch können Saiyajin keine Kleidung der Majin-Klasse tragen. Bevor man also wild shoppen geht sollte man schon schauen, was man wirklich gebrauchen kann. Einen wirklich großen Effekt, mal abgesehen von der Optik, hat die Kleidung allerdings nicht. Ich hab zum Beispiel das komplette Spiel mit der voreingestellten Kleidung abgeschlossen und das Geld lieber für Kampfobjekte ausgegeben.

Diese können im Kampf nämlich ziemlich gut helfen. Zum einen gibt es die Möglichkeit seinen Charakter mit so genannten Z-Seelen auszurüsten. Dies sind Boosts, die sich von selbst im Kampf aktivieren können. Dadurch kann man beispielsweise kurzfristig den ausgeteilte Schaden erhöhen, ein gewisses Maß an Gesundheit regenerieren, etc. Zum anderen gibt es Kampfobjekte, von denen man insgesamt vier Stück mit in einen Kampf nehmen kann. Diese lassen sich per Knopfdruck aktiveren und können dem Charakter ebenfalls Vorteile verschaffen, Gesundheit wiederherstellen, Kampfkraft steigern, KI aufladen, Gesundheit des gesamten Teams wiederherstellen, usw. Diese Möglichkeit sollte man auch auf jeden Fall nutzen und immer alle vier Auswahlblöcke mit Kampfobjekten gefüllt haben.

Oh Shenlong, bitte mach online machbar

Dragonball Xenoverse bietet im Online-Modus jede Menge Potenzial. Man kann die Parallel-Quests zusammen spielen, das Budokai-Tenkaichi (das große Turnier) spielen, in Endlos-Kämpfen gegeneinander antreten oder einfach nur zusammen den eigenen Charakter aufleveln. Alles zumindest in der Theorie. Seit das Spiel auf den Markt gekommen ist hat es massive Probleme den Andrang der Spieler zu verarbeiten. Sofern die Server denn tatsächlich einmal ganz kurz laufen und man sich mit der Mehrspieler-Lobby verbinden kann ist das nur ein kurzes Glücksgefühl. Kurz danach wird man eh wieder vom Server getrennt und fliegt aus dem Spiel.

Hin und wieder hat man dann aber doch mal die Chance eine bestimmte Zeit lang online zu spielen. Das macht dann auch echt Spaß. Angefangen im Gewusel der vielen Spieler in der Toki-Toki-Stadt bis zu den Kämpfen gegeneinander. Besonders viel Spaß macht es, wenn man mit einem Headset spielt, einen unglaublich guten Move raus haut und dann den Gegner hört, wie er sich ungemein darüber aufregt. Zusammen die Quests spielen macht ebenfalls eine Menge Spaß und vereinfacht sie sogar erheblich. Zusammen ist man weniger allein und so.

Das Problem ist nur, dass man auf den Online-Modus angewiesen ist, wenn man mit mehreren spielen möchte. Die Möglichkeiten im Offline-Modus sind so begrenzt, dass sie komplett ignoriert werden können. Hier kann man nur 1 vs. 1 an einer Konsole spielen und auch nur mit den Charakteren, die man in der Story bereits freigeschaltet hat. Man muss sich also erst durch die komplette Story schlagen, bevor man eben dies mit beispielsweise Broly machen kann. Eine große Auswahl an Kämpfern ist allerdings ein Muss. Die einzelnen Charaktere sind sowas von dermaßen unbalanciert, das ist nicht mehr schön. Klar, Mr. Satan ist in der Anime-Serie absolut kein Maß für Vegeta, allerdings ist das hier ein Videospiel, wo man mit jedem Charakter die gleichen Chancen haben sollte. Das ist hier absolut nicht gegeben. Weniger Energie, weniger Ausdauer, da kann man nicht mithalten. Heißt man spielt ohnehin fast immer Son-Goku gegen Son-Goku.

Über 9000!!!

So viele Stunden wird man gefühlt brauchen, wenn man die Platin-Trophäe erspielen möchte. Hierfür muss man nämlich jede Superattacke und jeden ultimativen Angriff freischalten. Die meisten davon bekommt man als Zufallsgeschenk nach Abschluss der Parallel-Quests. Man kann zwar sehen welche Attacke man wo bekommt und ein Stück weit dafür die Voraussetzungen erfüllen, letztendlich bleibt es aber Zufall, ob man die Attacke hinterher bekommt oder nicht. Die größte Schwierigkeit auf dem Weg zur Platin-Trophäe stellen wohl die späteren Parallel-Quests dar. Da ist die ein oder andere dann doch sauschwer.

 

Persönliches Fazit

Dragonball Xenoverse ist mal wieder ein richtig gutes Dragonball-Spiel. Die Idee einen eigenen Charakter zu erstellen ist klasse. Gepaart mit dem Rollenspiel-Aspekt kommt das auch echt gut rüber. Was mich dabei allerdings ziemlich gestört hat, war, dass die englische Synchronisation kaum mit den deutschen Untertiteln gepasst hat. Teilweise wurde komplett etwas anderes erzählt, als letztendlich unten drunter stand. Auch wirkt es ziemlich lächerlich, dass man mit seinem Helden die Geschichte wieder herstellt und das Universum rettet, ohne einen eigenen Ton zu sagen. Man kann am Anfang eine Stimme auswählen, das dann aber nur für die Laute bei Angriffen? Stumme Hauptcharaktere sind echt nervtötend mittlerweile.

Die Kämpfe an sich funktionieren größtenteils auch sehr gut. In manchen Ecken hat man zwar ziemlich mit der Kamera zu kämpfen, aber Spaß machen sie im Großen und Ganzen schon. Besonders wenn es 3 gegen 3 geht und man volle Kanne Action auf dem Bildschirm hat. Online bietet es jede Menge Potenzial, es muss jetzt nur noch flüssig laufen. In letzter Zeit wurde es zwar schon erheblich besser gegenüber dem Tag der Veröffentlichung, aber einwandfrei ist es noch lange nicht. Aber sei es drum, unterm Strich bleibt ein gutes Dragonball-Spiel, mit dem man schon seinen Spaß haben kann.

7/10

 

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