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Test: Der Herr der Ringe Der Krieg im Norden


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DerHerrderRingeKriegimNordenUSK16-260x266.jpg.b7316c694338dc1c6b8107cf879db509.jpgVor nunmehr fast 60 Jahren wurde eine Romantrilogie geschaffen, die eine ganze Generation prägen sollte. Als im Jahre 2001 unter der Regie Peter Jacksons der erste Band in die Kinos kam, waren die Fans gespalten, doch Kritiker überzeugt und der Erfolg blieb nicht aus. Eben jener Erfolg war auch ausschlaggebend für die kommerzielle Maschinerie, die daraufhin angekurbelt wurde und auch die Videospielindustrie blieb davon nicht verschont. So entstanden viele Ableger in den unterschiedlichsten Genrearten. 


Der neueste Ableger hört auf den Titel Der Herr der Ringe Der Krieg im Norden™ und behandelt eine Geschichte, die abseits des Romangeschehens stattfindet. Ein Gefolgsmann Saurons aus Númenor, Agandaûr, strebt nach Macht und versucht die freien Völker Mittelerdes zu unterjochen. Drei mutige Recken machen sich auf, ihn zu bekämpfen und den Krieg vom Norden zurück nach Mordor zu treiben. Ob die Entwickler den Spieler auf eine neue, aufregende Reise nach Mittelerde schicken, oder ob man das 3. Zeitalter Mittelerdes lieber ruhen lassen sollte, erfahrt ihr in unserem Test. 

 

 

 

 

 

 

 

DAS MACHT DER HERR DER RINGE DER KRIEG IM NORDEN™ RICHTIG

 

 


 

Der Mix macht's

Die Charakter- und Klassenauswahl ist sehr einfach gehalten. Der Spieler hat die Wahl zwischen einem männlichen Waldläufer, einer weiblichen Elbin und Magierin und einem männlichen Zwerg. Doch so einfach wie die Auswahl ist, so unterschiedlich spielen sich die Figuren. Während der Zwerg in der Offensive besonders stark ist, so ist die Magierin ein eher defensiver und unterstützender Charakter, welcher zudem als einziger Zutaten sammeln kann um daraus Heiltränke herzustellen. Über ein Baum-Skillsystem wird es dem Spieler ermöglicht, verschiedene Fähigkeiten freizuschalten und zu verbessern. Somit kann man für die verschiedenen Situationen passende Strategien anwenden.

 

Keine Alleingänge

In Der Herr der Ringe Der Krieg im Norden™ ist man auf gute Zusammenarbeit angewiesen, denn so stark der Protagonist auch ist, man wird immer wieder mit stärkeren Gegnern konfrontiert, die gern auch in der Überzahl auftreten. Wer da alleine losläuft beißt schneller ins Gras, als ihm lieb ist. Nicht nur, dass die Fähigkeiten der Mitstreiter essentiell für den Sieg sein können, sie können sogar den Spieler wiederbeleben, sollte dieser einmal fallen. Ebenso kann auch der Spieler seine Partner auf Knopfdruck wiederbeleben, sofern ein Gegner ihn nicht davon abhält. Somit ist es oft auch sinnvoll, dass der eine die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, während der Andere sich um den Gefallenen kümmert.

 

Episches Abenteuer in einer epischen Welt

Die Schauplätze in Der Herr der Ringe Der Krieg im Norden™ sind äußerst vielfältig. Vom kleinen Dorf, über dunkle Minen und tiefe Wälder bis hin zum schneebedeckten Berggipfel ist alles vertreten. Die Umgebung ist sehr detailreich gestaltet und lädt zum stehen bleiben und träumen ein. Egal ob man die untergehende Sonne durch die Ruinen einer vergessenen Zivilisation betrachtet, oder schaurige Wesen durch das Unterholz des Düsterwaldes streunen sieht, dem aufmerksamen Spieler wird vieles geboten. Zumal es versteckte Wege und Lager gibt, die nur bestimmte Charaktere finden und freilegen können. Die Grafik mag vielleicht nicht perfekt sein, doch erfüllt sie definitiv ihren Zweck.

 

 

 

DAS MACHT DER HERR DER RINGE DER KRIEG IM NORDEN FALSCH

 


 

Mein Schatz

Wie in den meisten Rollenspielen ist auch in diesem Spiel der Inventarplatz begrenzt. Unnütze Gegenstände kann man an gelegentlich verteilten Punkten verkaufen, doch allzu oft ist das Inventar überfüllt und man ist sich nicht sicher, ob ein Gegenstand der am Boden liegt besser, oder schlechter ist als im eigenen Inventar. Man kann Gegenstände auch an seine Mitstreiter geben, aber Achtung: spielt man mit der KI, so ist der Gegenstand verloren. Man hat keinerlei Einsicht in das Inventar der KI. Auch legen diese jeden Gegenstand ohne Vergleich direkt an. Und da der Spieler keine Einsicht in die Ausrüstung hat, weiß man nie ob es Sinn macht oder nicht. Wechselt man selbst die Figur, so übernimmt man auch nicht dessen Inventar, sondern sein eigenes.

 

Bloß nicht zuviel Neues

Scheinbar trauen sich die Entwickler nicht, etwas Neues zu probieren, oder zumindest nur Schrittweise. Die Aufträge die man erhält, bekommt man von aus den Filmen bekannten Figuren wie Aragorn und Elrond. Selbst der Erzähler der Geschichte ist Gandalf. Aber nicht nur bekannte Gesichter erzeugen den eben geschilderten Eindruck, auch neue Figuren tun ihr übriges. Bestes Beispiel ist ein grauer Zauberereremit, welcher die kompletten Charakterzüge und sogar Sprüche von Gandalf spendiert bekommen hat. Und dann wäre da noch der Standardspruche, welchen Rollenspieler und Herr der Ringe Fans nur schon allzu oft gehört haben: „Ein Mensch, ein Zwerg und ein Elb? Welch ungewöhnliche Gefährten.“

 

Die RPG-Checkliste  

 

Was ist alles typisch für ein Rollenspiel. Ausrüstungen? Check! Skillsystem? Check! Sidequests? Ähhh… Check? Freie Spielwelt? … Der Herr der Ringe Der Krieg im Norden™ beginnt sehr Rollenspieltypisch. Es gibt direkt 2 Sidequests die erledigt werden können und an der Bar sitzt ein NPC, der um Geld ein Rätselspiel spielen möchte. Doch im Verlauf des Spiels lässt dies stark nach. Sidequests die man am Ende noch erledigen kann trägt man fast von Beginn an durch das ganze Spiel und NPCs die mehr außer Gespräche ermöglichen gibt es keine mehr. Dies ist sehr schade und durch den sehr linearen Aufbau verliert das Spiel sehr viel von seinem anfänglichen Rollenspielcharme.

 

 BESONDERHEITEN

 

+

 
 

+ Actionreiches Kampfsystem

+ Große Gegnervariation

+ Ausgefeiltes Waffen und Rüstungssystem

 
 
 
 
 

-

 
 

- Keine Originalsprecher

- Fehlerhafte Synchronisation

- Äußerst dumme KI

 

 

FAZIT

 
8.0 von 10

Der Herr der Ringe Der Krieg im Norden™ ist keineswegs schlecht. Im Gegenteil, es macht sogar Spaß und ist durchaus fordernd. Gerade Online oder im Splitscreen mit Freunden kann man durch verschiedene taktische Möglichkeiten seinen Kämpferdrang befriedigen.

Etwas Schade ist allerdings, dass die Entwickler keine neuen Wege gehen. Für die Zukunft wäre es wünschenswert sich von der Verbissenheit in die Vorlagen zu lösen und ein ganz eigenes Abenteuer in Mittelerde zu schaffen. Der Grundstein dazu ist jedenfalls gelegt.

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