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Awesomenauts im Test für die PS3: Das MOBA der Zukunft - schon heute


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Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 3587. Dies sind die Abenteuer der Awesomenauts, die das vom Krieg zerrüttete Universum wieder Einen wollen. Oder so ähnlich. Die Awesomenauts sind lediglich Söldner, die von der roten und der blauen Fraktion angeheuert wurden um den Kampf zu ihren Gunsten zu entscheiden. Riesige Basen, befestigt mit schweren Geschützen und bestückt mit einem unendlichen Nachschub an kleinen suizidgefährdeten Robotern stehen sich ebenbürtig gegenüber und warten nur auf 3 Helden, die das Antlitz des verhassten Rivalen von der Welt tilgen sollen. Unendlich viele, sehr ähnliche Abenteuer warten auf den Spieler und lassen Waffengewalt sprechen. Ob diese für sich sprechen kann oder ob das Spiel noch einen kleinen Stoß in die richtige Richtung braucht, erfahrt ihr in unserem Test.

 


Awesome, Awesome, Awesomnauts!

Sobald man das Spiel startet, wird wird der Spieler als aller erstes in ein kurzes Tutorial geworfen, und dies ist der einzige kleine Happen Story den der Spieler serviert bekommt. Für ein Onlinespiel eigentlich auch genug. Etwas seltsam ist dagegen schon eher, dass das dort verwendete Spielprinzip nie wieder zum Einsatz kommt. Ist aber auch egal, die grundlegende Steuerung wird erklärt und den Rest wird der Spieler in seinen ersten Matches schon lernen.  

Während man im Tutorial noch an den Helden Sherrif Lonestar gebunden ist, kann man in seinem ersten Match sich entscheiden zwischen diesem, dem eben kennengelernten Kollegen und Hip Hopper Froggy G oder dem französischen Nahkämpfer Leon Chamelion. Jeder verfügt über seine ganz eigenen Fähigkeiten mit denen man sich in den ersten Spielen vertraut machen sollte. Während der Sherrif auf geballte Feuerkraft und Explosionen steht kann Leon Gegner mit seiner Zunge zu sich ziehen oder überraschend aus seinem Versteck angreifen.  

Doch das ist noch nicht alles. Kurze Zeit später schaltet man den dicken Roboter Clunk frei, welcher seine Lebensleiste vergrößern kann indem er seine Gegner frisst und kurzerhand sich daran zusätzlich heilt. Oder wie wäre es mit Voltar, dem deutschen Wissenschaftler? Ein perfekter Supporter welcher seine Kollegen heilt und mit seinen verrückten Erfindungen auch nicht ganz wehrlos ist und erst im Spielverlauf immer mächtiger wird. Zu guter Letzt wäre da noch Yuri, ein russisches Äffchen mit mächtigen Laserstrahlen und Jetpack. Vielfalt ist geboten und es ist für Jeden was dabei.

 

Mehr Power!

Aller Anfang ist schwer, so wird der unerfahrene Awesomenautspieler in den ersten Matches so seine Probleme haben hinterherzukommen. Doch auch wenn man verliert steigt man Stufen auf. Und jeder Stufenaufstieg bringt das ein oder andere Upgrade mit sich. Warum nicht dem Gegner mit jedem Schlag etwas Leben absaugen? Oder ein paar Bonusraketen für jeden Kill? Vielleicht auch zusätzliche Dynamitstangen für den gewissen WUMMMS! Es wird geboten, was das Herz begehrt.

Jedoch kann man niemals alle Upgrades mit sich herumschleppen. Vor dem Match muss man sich entscheiden, welche man mitnehmen möchte um seine eigene Taktik durchführen oder sogar verbessern zu können. So kann man aus jeder Kategorie jeweils drei Verbesserungen mitnehmen, so muss man sich genau überlegen, was zu einem passt. Denn nur weil es in einem hohen Level erst freigeschalten wurde heißt es noch lange nicht dass diese auch ideal zum eigenen Spielstil passt.

Und wer glaubt dass er nun mit einem Top ausgerüsteten Awesomenaut durchstarten kann, der hat sich geschnitten. Man startet ganz frisch in das Match und muss sich die Upgrades teuer verdienen, bevor er sie verwenden kann. So ist sichergestellt dass beide Teams mit annähernd gleichem Niveau starten und nur die belohnt werden, die sich gut ins Spiel einbringen.

 

Taktik ist kein Pfefferminz

Doch bringt es etwas Würze ins Spiel und verleiht diesem eine ganz besondere Note. Einfach nur drauf los laufen oder ballern bringt gar nichts, so endet man sehr schnell an einem Turm der den Awesomenaut in Grund und Boden ballert. Geduld heißt die Devise und Zurückhaltung. Gerade in der Anfangszeit ist es wichtig seinen Helden kennenzulernen und auch die Gegner, um nicht in eine Falle zu laufen. Wer stirbt, muss einige Sekunden warten und hinterlässt sein Team im Nachteil. Und es ist keine Schande manchmal die Beine in die Hand zu nehmen und zu fliehen.

 

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An meine Seite!

Um tatsächlich taktisches Vorgehen zu gewährleisten, ist eine gute Absprache von Nöten. Das Spiel selbst gibt Möglichkeiten wie zum Beispiel Tastendruck für die Befehle Angriff oder Verteidigen. In einem Spiel wo jede Sekunde zählt kann dies aber störend sein, somit ist es besser per Headset miteinander zu kommunizieren. Kurze prägnante wie „top (-lane)“ oder „push“ sollten sich vorher ausgemacht werden, denn ein „komm zu mir“ hilft nicht wirklich weiter. Man hat zwar eine Karte, aber die blauen bzw. roten Punkte geben keine Auskunft darüber, wer welcher Awesomenaut ist.

Noch mehr Spaß macht es natürlich, wenn man mit seinen Freunden auf der Couch sitzt. Sofern man keine tiefe Abneigung gegen Splitscreens verspürt kann ein solcher Abend sehr lustig werden. Vor allem weil man auch mal den Blick auf den Screen des Kumpels werfen kann um die Lage leichter einzuschätzen und nicht zu vergessen dass es kaum Verzögerung gibt, lediglich der Weg vom Ohr zum Hirn kann dort mal im Wege stehen.

 

Mensch gegen Maschine

Für Misanthropen und die die es werden wollen hat der liebe Gott den Singleplayer erfunden. Doch was sollen die mit einem Multiplayerspiel wie Awesomenauts anfangen? Für diesen speziellen Fall und auch für den dass der Teamkollege vor Frust das Match verlässt hat Ronimo Games die Botspiele implementiert. Hier tritt der Spieler an der Seite von 2 Robotern gegen 3 Computergesteuerte Gegner an.

Die Computergegner sind nicht gerade dumm, von wirklicher Intelligenz kann aber auch nicht die Rede sein. Schnell hat der menschliche Spieler an deren vorgehensweise gewöhnt und kann die nächsten Schritte vorhersehen wodurch eine Menge Spielspaß verloren geht. Zudem fehlt es an der Genugtuung die Einen erfüllt, wenn man einen ebenbürtigen Gegner besiegt.

Hilfreich könnten dazu die Privaten Matches sein. In Awesomenauts hat man die Möglichkeit sein eigenes ganz privates Spiel zu starten in welches nur Leute mit Einladung eintreten dürfen. So kann man versichert sein, dass man sich nur mit seinen Freunden messen kann und nicht irgendein nerviger Zufallsgegner dazwischenfunkt.

 

Money makes the world go round

Der Kapitalismus hält sich wacker und auch im Jahre 3587 sind die Awesomenauts auf Geld angewiesen. Solar heißt die Währung der Zukunft welche neben Erfahrungspunkten außerhalb der Matches während des Spiels dafür sorgen, dass die Söldner stets gut ausgerüstet in den Kampf ziehen. So erhält man die ganze Zeit über stetig Solar welches für Waffenupgrades und Fähigkeiten ausgegeben werden will.

Aber nicht nur der Sold ermöglicht ein verbessertes Waffenarsenal, auch das Töten von Feinden, das Zerstören von Türmen oder das Aufsammeln der verstreuten Währung steigern das Einkommen. So gibt ein getöteter feindlicher Awesomenaut seinem Mörder einen Bonus von 50 Solar und dem Rest des Teams jeweils 25. Das sind schnell 100 Solar die ein Team Vorsprung hat, abgesehen davon dass das andere Team für ein paar Sekunden einen Kämpfer weniger hat, wertvolle Sekunden die ebenso schnell zum Verhängnis werden können

Somit beginnen beide Teams mit demselben Niveau und erst im Laufe des Spiels verschiebt es sich zugunsten einer der beiden Parteien. Wer am Anfang zu defensiv ist, verdient keine Solar und vergibt somit die Chance an seine Gegner. Wer zu offensiv ist riskiert aber auch zu sterben und somit ebenfalls wertvolles Solar an den Gegner zu verschenken. Taktisches Vorgehen und Teamarbeit sind das A und O für ein gutes Match und niemals sollte man sich allein einem Gegner stellen, welcher einen deutlich höheren Level hat. Denn das steht dafür, wie viel Geld er bereits angehäuft hat. Und wer viel Geld hat, hat meist auch die besseren technischen Spielereien.

 

Fazit

Ein Awesomenaut hat viele Probleme mit denen er sich rumschlagen muss. Rage-Quitter, Provozierer, und Kamikazekämpfer sind (leider) an der Tagesordnung. Hinzu kommen schwerwiegende Fragen wie „Was zieh ich heute bloß an?“. Sobald man sich auf ein, zwei Awesomenauts eingespielt und sich zudem eine gute Taktik angeeignet hat wird man eine Menge Spaß haben. Und auch wenn die präferierte Figur einmal bereits belegt ist sollte man sich nicht grämen, jede hat seine Vorteile und dann heißt es einfach bei der nächsten Runde schneller sein.

Mit den zur Zeit sechs verfügbaren Awesomenauts und drei abwechslungsreichen Karten kommt zwar schnell Routine ins Spiel, jedoch sind bereits weitere Helden und Maps angekündigt worden die mit DLCs und Patches nachgereicht werden, ebenso wie eine überarbeitete Rangliste und weitere Prestige-Ränge. Hoffentlich werden in dieser Rage-Quitter zukünftig bestraft während abgebrochene Matches aufgrund hoher Latenzzeiten nicht bestraft werden sollten. Man kann also auf eine langfristige Unterstützung gespannt sein und abschließend gibt es eigentlich nur noch zu sagen: Vorsicht Suchtgefahr! Awesomenauts Ende.

 

8/10

     

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