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Dragon's Dogma im Test für PS3: Das Zeitalter des Drachen bricht an!


supersushi
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Das Erscheinen des Drachen leitet im Rollenspiel Dragon's Dogma den Untergang der Welt ein. Dieser beginnt seinen Feldzug in einem kleinen Fischerdorf namens Kassardis. Einzig ein mutiger Held stellt sich ihm entgegen. Der Drache scheint irgendetwas besonderes in diesem einfachen Menschen zu sehen und beschließt ihn zu verschonen. Allerdings stiehlt er ihm das Herz und vereint es mit seinem eigenen Körper. Von nun an wird dieser einfache Mensch nur noch als "Der Erweckte" bezeichnet.

An diesem Punkt beginnt eine atemberaubende Reise durch die vielfältige Landschaft von Gran Soren, einer riesiegen Spieltwelt voller Überraschungen. Der Erweckte begibt sich auf ein Abenteuer, begleitet von bis zu drei Gefährten, um sich erneut dem Drachen zu stellen und sein Herz zurück zu erobern. Dabei schließt er neue Freundschaften, begegnet fiesen Bösewichten und unglaublichen Monstern. Es gilt sich gut vorzubereiten, bevor man den finalen Kampf antritt. Dieser Kampf entscheidet nicht nur über das Schicksal des Erweckten, sondern auch über den Fortbestand der Menscheit. Ob es sich allerdings lohnt dieses Abenteuer auf sich zu nehmen und dem Drachen entgegen zu treten, erfahrt ihr in unserem Test.

 


Es gibt viel zu tun

Ein wichtiges Kriterium für ein gutes Rollenspiel ist der Umfang. Hat es nicht viel zu bieten und ist schnell an seine Grenzen gebracht, bleibt es nicht gut in Erinnerung. Das wird sich auch Capcom gedacht haben, als sie Dragon's Dogma entwickelt haben. Die Spielwelt ist riesig und jederzeit frei begehbar. Wenn man von einem Ende der Karte zum anderen laufen möchte vergeht schon einiges an Zeit. Die Monstervielfalt ist allerdings nicht so groß. Es gibt Goblins, Skelette, Banditen und diverse andere Monster. Den größten Hingucker stellen allerdings die Drachen dar. Waffen und Rüstungen gibt es auch in großer Anzahl. Nahezu jeder Händler führt ein unterschiedliches Sortiment.

Auch die Quests sind zu genüge vorhanden. Es gibt zahlreiche Nebenquests von NPCs und "Schwarzen Brettern", die über das Spiel verteilt sind. Dazu kommen wöchentliche Updates über den Online-Server, die heruntergeladen werden können. Käufer einer Neuversion erhalten zudem 100 Bonus Quests. Capcom hat also dafür gesorgt, dass die Spieler nicht so schnell zu einem anderen Spiel wechseln. Als besonderes Extra gibt es den Urdrachen. Dieser ist der mächtigste Gegner im kompletten Spiel und ist erst zum Ende des Spiels anwählbar. Außerdem kann er jederzeit nach Abschluss des Spiels im "Neuen Spiel +" herausgefordert werden. Dieser Urdrache kann online von allen Spieler gleichzeitig bekämpft werden. Jedes Mal, wenn er besiegt wurde, kehrt er noch stärker zurück. Auch wenn er praktisch unbesiegbar scheint, es motiviert ungemein, zu wissen, dass überall auf der Welt andere Erweckte ebenfalls zu diesem Zeitpunkt gegen den Drachen antreten. Erhaltene Gegenstände, erreichte Level, alles kann nach Abschluss der Story in ein "Neues Spiel +" übernommen werden. Der Wiederspielwert ist also hoch, da man alles im ersten Durchlauf erreichte behalten kann und nicht wieder bei null anfängt.

 

 

Du bist nicht allein!

Eines der großen Pluspunkte bei Dragon's Dogma ist definitv das Vasallen-System. Als Vasall wird ein Begleiter bezeichnet, der dem Spieler auf Schritt und Tritt folgt. Zu Beginn des Spiels kann man sich einen Haupt-Vasallen selbst erstellen. Hierbei hat man die gleichen Möglichkeiten und Umfang, den man auch beim Erstellen der Spielfigur hatte. Das Gesicht, die Frisur, der Körperbau, alles ist frei wählbar und kann angepasst werden. Insgesamt kann das Spiel mit einer Gruppe aus vier Personen bestritten werden. Neben dem Erweckten und einem Hauptvasallen können zwei weitere Vasallen angeheuert werden. Spielt man Dragon's Dogma offline bietet das Spiel mehrere hundert unterschiedliche Vasallen, die in Städten oder auf Straßen angeworben werden können. Online hingegen verspricht das Vasallen-System ein großartiges Konzept: Über den sogenannten "Rift" können Haupt-Vasallen aller anderen Spieler angeworben werden, die Dragon's Dogma gespielt haben. Diese Vasallen lernen auf den Reisen, auf die sie mitgenommen werden, die Umgebung, die Monster und Quests kennen. Dieses Wissen nehmen sie mit zu dem ursprünglichen Besitzer des Vasallen und können so von großem Wert für dessen weiteren Spielverlauf sein.

Sie geben nützliche Tipps darüber, wie man das Ziel erreichen kann und welchen Weg man nehmen muss. Darüber hinaus haben sie bereits verbessertes Wissen darüber, wie ein bestimmter Feind bezwungen werden kann. Alles unter der Vorraussetzung, das sie den Feind bereits mit einem anderen Erweckten bezwungen haben oder die Quest bereits abgeschlossen haben. Zusätzlich kann man einem Vasallen Geschenke mitgeben, die er dann dem ursprünglichen Besitzer mitbringt. Dieses System funktioniert fehlerfrei und macht unmengen Spaß. Der Spieler kann beliebig oft die Vasallen wechseln und so immer die aussuchen, die ihm optisch und von der Klasse her zusagen. Zu testen, welche Vasallen am besten in seine Gruppe aufgenommen werden sollten, wird den Spieler gut unterhalten. Gerade die Haupt-Vasallen von PSN-Freunden dabei zu haben ist aufregend, da man genau weiß, dass man dem Freund dann hilft, sobald dieser selbst die Dragon's Dogma Disc wieder einlegt.

Eigentlich klingt dieses Vasallen-System nach einer optimalen Gelegenheit ein großartiges Koop-Erlebnis zu erschaffen. Da dem Erweckten immer mindestens ein Vasall zur Seite gestellt ist, würde es sich dabei doch perfekt anbieten. Leider hat Capcom aber keine Koop-Funktion eingebaut. Diese Möglichkeit hätte das Spiel unter Garantie bei jedem Spieler ungemein beliebt gemacht, da solch ein Koop-Erlebnis ziemlich fesselnd gewesen wäre. Das Spiel bietet die Möglichkeit auf größeren Gegnern herum zu klettern und sie von allen Seiten anzugreifen. Gerade dies würde in einem Koop-Modus besonders spaßig werden. Wirklich schade Capcom!

 

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Zu viel Westen im Spiel?

Die Dragon's Dogma-Macher Capcom sind in der Spielewelt eher bekannt für Spiele wie Devil May Cry, Street Fighter oder Resident Evil. Nun versuchen sie sich mal an einem Rollenspiel. Man merkt deutlich, dass sie bei diesem Genre erst am Anfang stehen. Man findet so ziemlich alles, was man aus dem Rollenspiel-Genre kennt in Dragon's Dogma wieder. Zu Beginn des Spiels wird der Spieler vor die Wahl gestellt, ob er in einer Krieger-, Waldläufer- oder Magier-Rolle seine Reise antreten will. Es kann sogar gewählt werden, ob man als Männlein oder Weiblein spielen möchte. Dem Vasallen, den der Spieler erstellen kann, stehen die gleichen Auswahlmöglichkeiten bereit. Ebenfalls gibt es ein altbekanntes Level-System, die Waffen und Schilde können aufgerüstet werden und die Kleidung kann gewechselt werden.

Herrlich erfrischend an Dragon's Dogma sind aber die Dinge, die Capcom nicht versucht hat, an den westlichen Markt anzupassen. Dies zeigt schon das Hauptmenü: Wenn man im Startbildschirm einen Moment wartet, beginnt ein Soundtrack, der sowas von überhaupt nicht zu einem Rollenspiel mit Drachen passt, dass er schon wieder richtig genial ist! Auch der Verlauf der Story lässt den Einfluss von Capcom deutlich spüren: Ein Drache landet an einem Strand, fängt an zu sprechen und stielt dem Hauptcharakter das Herz. Dies endet in einer unglaublichen Reise, die nach dem finalen Kampf gegen den Drachen noch abgedrehter wird. Mit solch einem Ende hat zu Beginn sicherlich niemand gerechnet. Ein Durchspielen lohnt sich also auf jeden Fall.

 

Zumindest die Drachen überzeugen

Die Zwischensequenz zu Beginn, die das Erscheinen des Drachen zeigt, ist mehr als beeindruckend. Die Grafik, die Animationen, die Inszenierung, alles ist auf einem hohen Niveau gestaltet worden. Diese animierten Zwischensequenzen sehen das komplette Spiel über genial aus. Allerdings war es das auch. Die Umgebung in Spielszenen sieht ein wenig lieblos aus. Die Gegner sehen innerhalb ihrer Klassen alle komplett gleich aus. Dies vermittelt den Eindruck, dass die Jungs von Capcom alle Bemühungen auf die Drachen beschränkt haben und kurz vor Fertigstellung des Spiels erst gemerkt haben, dass man auch noch andere Gegnertypen braucht. Aber immerhin, die Drachen sehen unglaublich gut aus. Es gab schon viele Spiele, die sich an Drachen versucht haben, aber Capcom hat es in Dragon's Dogma hinbekommen diese perfekt zu gestalten. Die Animationen sehen flüssig aus und wirken so, als wenn Capcom selbst einen Drachen im Garten gehabt hätte, um diesen zu studieren.

Leider hat das Spiel noch weitere Schwachstellen, die die Stimmung ein wenig nach unten ziehen. Der Wechsel zwischen Tag und Nacht funktionieren sehr gut. Man sollte nachts aber unbedingt eine Laterne dabei haben. Wenn es ein mal dunkel wird, sieht man absolut gar nichts mehr. Sollte man dann noch draußen sein und keine Stadt in der Nähe haben, bleibt eigentlich nur noch den Controller zur Seite zu legen und zu warten, bis es wieder hell wird. Orientierung ist praktisch gar nicht vorhanden. Auch wenn es nachts draußen wirklich dunkel wird, ein wenig mehr Licht wäre schön gewesen.

Grafik wurde analysiert, bleibt noch der Ton: Dragon's Dogma besitzt keine deutsche Tonspur. Das komplette Spiel ist auf Englisch mit deutschen Untertiteln. Die englische Synchronisation fällt recht gut aus. So wurde Madeleine, eine der Hauptpersonen, beispielsweise von Kate Higgins gesprochen, die im englischen auch Sakura von Naruto und seit 2010 Tails von Sonic The Hedgehog ihre Stimmt leiht. Erschreckend auffallend ist aber, dass die Hauptperson, der Erweckte, also der zentrale Punkt der kompletten Story, nicht ein einziges Wort von sich gibt. Jeder Unterhaltung, die mit ihm geführt wird, ist ein Monolog des Gegenübers. Einige wenige Säufzer, mehr wird man von ihm nicht hören. Es ist schon irgendwie unterhaltsam, dass ein Drache mehr spricht als die Hauptperson eines Videospiels.

 

Fazit

Dragon's Dogma ist ein durchaus gelungenes Spiel. Es weist definitiv einen hohen Suchtfaktor auf und macht dabei eine ganze Menge Spaß. Die Drachen sind das Hauptaugenmerk des Spiels und sehen einfach klasse aus. Gegen sie in die Schlacht zu ziehen, immer und immer wieder, dank es Urdrachens und dem "Neuen Spiel +", wird nie langweilig. Besonders Kenner des Films "Dragonheart" werden viele Parallelen erkennen.

Capcom hat wirklich einen klasse Einstand im Rollenspiel-Genre geliefert. Das Kampfsystem mag Neulinge zu Beginn zwar ziemlich fordern, aber nach den ersten paar Spielstunden hat man sich zurecht gefunden und ist fasziniert. Lediglich die doch recht schwache Grafik und der Mangel an Kommunikation beim Erweckten drücken die ganze Euphorie ein wenig. Dragon's Dogma kann durchaus als Geheimtipp angesehen werden und sollte definitiv mindestens ein mal durchgespielt werden.

 

8/10

     

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