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Lara Croft und der Tempel des Osiris im Test für PS4 - Frau Croft mal nicht als Tomb Raider unterwegs?


supersushi
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Ende 2010 veröffentlichte Crystal Dynamics eine Art Ableger der legendären Videospiel-Reihe Tomb Raider, das auf den Namen „Lara Croft and the Guardian of Light“ hörte. Die Hauptfigur war zwar weiterhin die beliebte britische Grabräuberin, das Spielprinzip hat sich allerdings geändert. Aus einer leicht schrägen Vogelperspektive heraus musste man Rätsel lösen und bekam dafür sogar einen Koop-Partner an die Seite gestellt. Nun legen Crystal Dynamics und Square Enix nach und bringen den zweiten Teil der erfrischenden Ablegerserie auf den Markt. Ob „Lara Croft und der Temple des Osiris“ allerdings ebenfalls überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Test. 

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Es gibt immer ein nächstes Grab

Lara Croft kehrt zurück auf die PlayStation 4, allerdings nicht so wie man es sich im ersten Moment vielleicht vorstellt. Dieses Mal ist es kein Survival-Action-Spiel mit dem bekannten Namen „Tomb Raider“, sondern ein etwas anderes Spielerlebnis. Deshalb wurde auch nicht der übliche Titel für ein Spiel mit Lara Croft in der Hauptrolle gewählt, sondern sich bewusst für „Lara Croft und...“ entschieden. Es ist zwar die gleiche Protagonisten, allerdings ein komplett anderes Spielerlebnis. Bei diesem Spiel geht es darum aus einer Art Vogelperspektive Lara durch unterschiedliche Gräber zu steuern. Dafür muss sie jede Menge unterschiedliche Rätsel und Puzzle lösen. Die Story ist dabei recht flach gehalten: Lara und ihr Grabräuberkollege Carter Bell gehen ihrem Handwerk nach und betrachten sich einen alten Tempel von innen. Weil es ohne Probleme ja langweilig wäre erwecken sie ausversehen den ägyptischen Gott Seth wieder zum Leben. Der ist der Menschheit gegenüber nicht sehr freundlich gesinnt, daher heißt es ihn wieder zur Strecke zu bringen. Gelingen soll dies durch die Hilfe des Gottes Osiris, dessen einzelne Körperteile in jeder Menge unterschiedlicher Tempel versteckt sind. Das ist dann auch der rote Faden des Spiels: nach und nach die Tempel abschließen und die einzelnen Teile finden. Unterstützt werden Lara und Carter dabei von den beiden Göttern Isis und Horus. Hier gibt’s noch ein wenig ägyptische Mythologie vom Spiel erklärt, für das Spielerlebnis ist das allerdings nicht wirklich wichtig. Rätsel lösen - nicht storytelling genießen - stehen bei Lara Croft und der Tempel des Osiris ganz klar im Vordergrund.

 

 

Hübsch hübsch

Aber auch wenn die Story eher zweitrangig ist lohnt ein Blick auf die Spielwelt. Jeder Tempel ist schick und detailreich gestaltet. Bei jedem hat man das Gefühl, das er nicht nur hingeklatscht wurde, sondern sich Gedanken gemacht wurden. Ich war zwar noch nie einem echten alt-ägyptischen Tempel, aber genau so wie sie im Spiel aussehen stell ich sie mir zumindest vor. Man sollte jetzt keine Grafikbombe á la „Tomb Raider Definitive Edition“ erwarten, es handelt sich hier immerhin um eine ganz andere Art Spiel, aber negatives lässt sich zum Design nichts sagen. Die Lichteffekte und Explosionen wirken auch sehr gut. Sie wirken flüssig und verursachen keinerlei Ruckler oder ähnliches. Kommt ja leider in anderen Spielen durchaus mal vor, dass es leicht abgehakt wirkt, wenn praktisch alles auf dem Bildschirm in die Luft fliegt. Selbst die Feuerwaffen- und Lichtstrahlen-Angriffe sehen zu jederzeit gut aus. Aber nicht nur die Inneneinrichtung der Tempel ist gut anzusehen, auch der Bereich außerhalb, in dem man sich frei bewegen kann, wirkt gut durchdacht. Das muss man Square Enix ja lassen. Wenn ihr Logo auf dem Cover abgedruckt ist, ist der Inhalt stets schön anzuschauen.

Bloß nicht runter schauen! - Innerhalb der Tempel warten jede Menge Fallen auf euch

Wo sind meine Schlüssel??

Die Tempel sind so aufgebaut, dass sie linear in eine Richtung gehen. Hierbei werden Lara jede Menge Steine in den Weg gelegt, die es zu überwinden gilt. Verlaufen kann man sich dabei nicht, die Bewegungsfreiheit ist selten größer als ein paar Schritte. Die Hindernisse bestehen dabei aus verschlossenen Toren, deren Schalter man erst finden, erreichen und drücken muss, Abgründe, über die man nicht ganz so einfach hinweg kommt und unterschiedliche Gegnertypen, die Lara an den Kragen wollen. Zwischendurch kommen noch einige Endbosse dazu, in der Regel stellen diese aber keine große Gefahr da. Die Rätsel und Puzzle fangen zwar recht leicht an, steigern sich aber in einem angemessenen Schwierigkeitsgrad. Und gerade wenn es welche sind, die Zeitdruck voraussetzen, macht es ziemlichen Spaß herauszufinden, wie man sie lösen kann. So muss man beispielsweise an einer Stelle eine Tor öffnen und durchqueren, bevor die Brücke davor zu weit entfernt ist und man sonst sterben würde. Da wird man aller Voraussicht nach einige Versuche brauchen um dahinter zu kommen, wie genau das denn nun funktioniert. Spielspaß ist auf jeden Fall gegeben. Wobei sich dieser wirklich besonders auf die Rätsel bezieht. Gegner, die man erst abschießen muss, kommen zwar oft, sind aber eher nervig. Hier gibt es kaum Abwechslung und erst recht keine Schwierigkeiten, aber trotzdem muss man sich erst auf sie konzentrieren.  

Das sinnvollste, das man in alt-ägyptischen Tempeln machen sollte: Dinge in die Luft jagen

Lara Crofts größte Markenzeichen?

Genau, ihre beiden Pistolen. Und wehe einer von euch hat jetzt an was anderes gedacht. Auch wenn kein „Tomb Raider“ drauf steht, Lara ist trotzdem so ausgerüstet wie man es gewohnt ist: auf jeder Seite eine Pistole. Dazu kann sie mehrere Waffen freischalten, die dann beliebig gewechselt werden können. Granaten gehören ebenfalls zur Ausrüstung, die sowohl für den Kampf verwendet werden können als auch für die Lösung einiger Rätsel notwendig sind. Als wohl ungewöhnlichste Waffe steht Frau Croft ein alter ägyptischer Stab zur Verfügung, der Lichtstrahlen verschießen kann. Auch dieser kann sowohl gegen Feinde als auch als Hilfsmittel bei Rätseln verwendet werden. Das absolut sinnvollste, das eine Grabräuberin immer dabei haben muss, ist? Richtig, Schmuck! Da das in einem Videospiel aber wohl nicht so hinderlich ist wie es im richtigen Leben wäre beschweren wir uns da mal nicht, sondern freuen uns drüber, denn in Lara Croft und der Tempel des Osiris ist er wirklich nützlich. Durch verschiedene Ringe oder Amulette können unterschiedliche Boni oder Boosts aktiviert werden, beispielsweise modifizierte Munition für Laras Waffen. Da sieht man mal, dass es doch was bringt, wenn sie mal etwas behält, das sie auf ihren Raubzügen so findet und nicht einem Museum spendet.

Im Mehrspieler-Koop müsst ihr gut zusammen arbeiten, um die Rätsel lösen zu können...[/caption]

Spaß mal Vier

Bereits bei Lara Croft and the Guardian of Light war einer der spaßigsten Aspekte, dass man das Spiel im Koop zocken konnte. Beim Tempel des Osiris wollte es Crystal Dynamics doppelt so gut machen, also wurde die Spieleranzahl analog dazu auch verdoppelt. Man hat nun die Möglichkeit mit bis zu vier Spielern gleichzeitig durch die Tempel zu stürmen, Feinde zu besiegen und Rätsel zu lösen. Hierbei stehen dann Lara, Carter, Isis und Horus zur Auswahl. Wenn man mit mehreren spielt werden die Fähigkeiten ein wenig aufgeteilt. Lara und Carter haben dann beispielsweise die Schusswaffen, Isis und Horus den Lichtstrahlstab. Wenn man zu viert spielt muss man sich also gut abstimmen, um in den Levels vorankommen zu können. Bei einer improvisierten Klettermöglichkeit können zum Beispiel nur Lara oder Carter helfen, um bestimmte Gegenstände zu aktivieren werden die Fähigkeiten von Isis und Horus benötigt. Wenn man sich also gut mit seinen Koop-Partnern abspricht kann es ziemlich gut laufen. Es kann aber auch das komplette Gegenteil sein: alle rennen wild in der Gegend herum und haben keine Ahnung, was sie eigentlich tun. Hier ist es dann je nach Stimmungslage, ob man das entweder lustig oder nervig findet. Aber das liegt dann am jeweiligen Spieler. Das Spiel an sich funktioniert auch bei vier Spielern wunderbar und bietet jede Menge Möglichkeiten, das man ziemlich viel Spaß haben kann. ... oder es macht einfach jeder was er will

Trophäen-Check

Die größte Herausforderung bei den Trophäen stellen die Herausforderungen dar. Jedes Level bietet unterschiedliche Ziele, die erfüllt werden müssen. Den Tempel in einer bestimmtem Zeit abschließen, eine bestimmte Anzahl Feinde töten, etc. Hierbei ist Ausdauer die wichtigste Grundlage. Je öfter man die Level spielt, desto besser lernt man sie kennen und weiß, wie man sie am schnellsten und besten meistern kann. Die Schwierigkeit für 100% ist also nicht übermäßig hoch, aber doch fordernd. Gesundes Mittelmaß könnte man sagen.

 

Persönliches Fazit Lara Croft und der Tempel des Osiris ist ein Spiel, das sehr wenig falsch macht. Die Rätsel machen Spaß und sind teilweise auch echt knackig. Einfach so durchrennen kann man da nicht wirklich. Dazu kommt, dass es optisch keine Mängel aufweist und flüssig läuft. Das einzige, was man da bemängeln könnte wäre die Kamera. Diese ist manchmal ein wenig hinderlich, da sie nicht immer den besten Winkel erwischt. Die Story ist eher zweitrangig, Spannung kommt da nicht auf und man achtet eh nicht wirklich darauf. Ist halt kein Tomb Raider, sondern ein Ableger, der in eine andere Richtung zielt. Und genau diese andere Richtung macht Spaß. Besonders im Koop, ob nun zu zweit, zu dritt oder zu viert, es macht auf jeden Fall Spaß. Dazu gibt es eine coole Mini-Lara-Figur, wenn man sich die Disc-Version holt. Was will man mehr? 8/10 

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