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Test: Tekken Tag Tournament 2 für PS3: Das King of Iron Fist ist wieder da - im Doppelpack!


supersushi
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Das traditionelle King of Iron Fist Tournament wird erneut ausgetragen. Die größten Kämpfer der Erde versammeln sich zu diesem ultimativen Kampfturnier um herauszubekommen, wer von ihnen der stärkste von allen ist. Wie in den Turnieren zuvor geht es für einige aber um weit mehr als nur um diesen Titel. Jin Kazama hat die Ereignisse aus Tekken 6 überlebt, Jun Kazama feiert ihr Comeback, Kazuya Mishima sinnt auf Rache, Heihachi Mishima ist so jung wie nie zuvor und selbst Jinpachi Mishima lässt sich dieses Turnier nicht entgehen.

Vier Generationen der von dem Teufels-Gen geplagten Familie messen sich mit der größten Auswahl an Tekken-Charakteren, die es bisher gegeben hat. Dies allein verspricht großes. Um das alles allerdings noch ein wenig zu steigern gibt es bei Tekken Tag Tournament 2 wieder die Möglichkeit die Kämpfe im Team zu absolvieren. Diese Team-Kämpfe bilden das Herzstück des zweiten Teils der Tag Tournament-Reihe. Ob es sich allerdings lohnt mit diesen legendären Helden der Beat 'em Up-Geschichte im King of Iron Fist anzutreten erfahrt ihr in unserem Test.

 


Ich bin direkt hinter dir!

Tekken Tag Tournament 2 bietet die größte Auswahl an spielbaren Charakteren, die es bisher in einem Tekken Spiel gegeben hat. Da es bei dieser riesigen Anzahl an Kämpfern allerdings schwierig werden würde sich immer nur einen rauszusuchen kommt der Tag-Modus gerade recht. Hierbei stehen sich zu Beginn eines Kampfes zwar immer noch nur jeweils ein Charakter gegenüber, es kann aber fleißig durchgewechselt werden. Der Team-Partner kann ganz simpel per Knopfdruck in den Kampf geschickt werden. Was dabei wirklich gut bedacht wurde, ist, dass ein Tausch auch realistisch sein muss. Wenn der aktive Kämpfer beispielsweise gerade in einer Kombo ordentlich Prügel einsteckt, kann nicht gewechselt werden. Hierfür muss der aktuelle Charakter einen ruhigen Stand haben oder auf dem Boden liegen.

Auch das offensive Agieren mithilfe des Tag-Partners funktioniert wirklich gut. Wenn man weiß, was man drücken muss und welcher Charakter sich wie verhält, können die Tag-Angriffe ungemein effizient sein. Immer unter der Voraussetzung des richtigen Timings klappen Kombos mit dem Tag-Partner wirklich gut. Es sieht flüssig aus und macht wirklich Spaß, da jeder Kämpfer seinen eigenen Kampfstil hat und diesen einfließen lässt. So sehen die Tag-Würfe bei Christie und Hwoarang beispielsweise anders aus, als bei P-Jack und King. Man hat also wirklich die Motivation die unterschiedlichsten Team-Konstellationen zu probieren und herauszufinden, welche Kämpfer am besten zusammen passen. Und für alle, die das doch nicht mögen, man kann auch die klassische Variante 1 vs. 1 spielen.

 

 

Online! Endlich!

Die bisherigen PlayStation 3-Ableger der Tekken-Serie glänzten leider nicht wirklich, wenn es um den Online-Modus ging. Tekken 6 war eine einzige Katastrophe, da konnte man vor lauter Lags und Verbindungsabbrüchen kaum spielen. Tekken Hybrid bot keinerlei Online-Möglichkeiten. Lediglich der Download-Titel Tekken 5: Dark Resurrection bot die Möglichkeit, online zu spielen. Da dies aber auch nur ein Re-Release eines PlayStation 2-Titels war, fehlte ein wenig der Umfang. Das alles hat sich Namco wohl zu Herzen genommen und endlich einen vernünftigen Online-Modus hinbekommen.

Es kann zwar mitunter vorkommen, dass man etwas länger auf einen Gegner warten muss, allerdings laufen die Kämpfe dann flüssig. Die Lags und Verbindungsabbrüche gehören der Vergangenheit an. Außerdem bekommt man nun vor jedem Kampf angezeigt, was für eine Verbindungsstärke der Gegner besitzt und man kann dann entscheiden, ob man gegen ihn antritt oder nicht. Eine nette Zugabe bietet der Ladebildschirm. In diesem kann man gegen einen Mokujin-Dummy kämpfen und sich so die Zeit vertreiben, bis ein passender Gegner gefunden wurde. Man sitzt also nicht gelangweilt vorm TV und schaut einem noch langweiligeren Ladebalken zu.

Zusätzlich wurde der Online-Modus um die sogenannte "World Tekken Federation" erweitert. Dies ist eine Art Community, wo man sich seine Statistiken im Detail anschauen kann. Man kann nachschauen, mit welchen Kämpfern man am meisten gespielt hat, wie die letzten Kampfergebnisse waren, sogar Details wie der ausgeteilte und eingesteckte Schaden sind nachlesbar. Des Weiteren bietet es die Möglichkeit sich Bestenlisten anzuschauen und Teams mit Freunden auf der ganzen Welt zu bilden. Wenn man Tekken Tag Tournament 2 also online spielt, sollte man sich auf jeden Fall dort registrieren und mal vorbeischauen.

 

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Innovation? Eher nein...

Das Problem bei Beat 'em Ups ist, dass man nicht viel mehr als 1 vs. 1 machen kann. Tekken Tag Tournament 2 bietet zwar die Möglichkeit der Team-Kämpfe, aber letztendlich ist das auch nur 1 vs. 1. Es gibt zwar Modi wie Arcade, Überleben, Zeitangriff, Geisterkampf, etc., aber wirklich was Neues ist nicht dabei. Das Spiel bietet keine großen Innovationen im Bereich der Abwechslung bei Kampfspielen. Es gibt zwar kleinere Neuerungen für die Tekken-Serie wie den Paar-Modus, der aber im Spielgenre auch nicht neu ist. Zugegeben, Spaß macht es schon mit einem Kumpel zusammen im Team ordentlich auszuteilen, aber es ist eben keine große Neuerung.

Abwechslungsreiche Modi wie der Tekken Bowl Modus aus Tag Tournament 1, der Tekkenball Modus aus Tekken 3 oder selbst der verkorkste Kampagnenmodus aus Tekken 6 sind im aktuellen Ableger der Serie erst gar nicht vorhanden. Einzig neu ist das Kampflabor, das aber unterm Strich auch nur ein verbesserter Trainingsmodus ist, dessen Story praktisch nur von den Kommentaren des "Lehrmeisters" Violet lebt. Er hat nach jahrelangen Forschungen immerhin rausgefunden, dass die Schwachstelle von Jack in seinem Irokesenschnitt liegt...

Der eigentliche Story Modus ist genauso aufgebaut, wie er es seit Jahren bei Tekken ist. Ein paar normale Gegner, dann der Endgegner und ein abschließendes individuelles Video für den jeweiligen Kämpfer. Klar, die Stärken der Tekken-Reihe liegen nicht in einer absolut fantastischen Geschichte wie beispielsweise die aus dem Hause Square Enix, aber ein wenig Abwechslung wäre wirklich mal etwas schönes gewesen.

Hinzu kommt, dass es leider einige Rückschritte gibt. So kann man beispielsweise nicht mehr einfach über die Start-Taste den Kampf sofort wiederholen, sofern man im Arcade-Modus eben diesen verloren hat. Man kommt automatisch zurück ins Charakter-Auswahlmenü und muss sich seine Kämpfer erneut aussuchen. Hierbei darf man sich dann aber auch nicht verklicken, da es keine Taste mehr gibt, um die Auswahl rückgängig zu machen. Das sind zwar nur Kleinigkeiten, stören tun sie aber trotzdem.

 

Kreativität ist durchaus willkommen

Für Spieler, die viel Wert auf Individualismus legen, hat Tekken Tag Tournament 2 eine Menge zu bieten. Es gibt einen umfangreichen Charakter-Editor, der viel Freiraum zur Personalisierung lässt. Das komplette Outfit, die Frisuren und Accessoires der Kämpfer können verändert werden. Sogar so weit, dass man nur noch an der Kampfhaltung erkennen kann, um wen es sich eigentlich handelt. Und wer wollte nicht schon immer mal Kazuya in einen Power Ranger Anzug stecken? Das einzige Manko dabei ist, dass hierbei ziemlich lange Ladezeiten auftreten können. Die Ladezeiten zwischen den Kämpfen wurden durch die Installation zu Spielbeginn zwar so gut wie abgestellt, beim Anpassungsmenü fällt es aber trotzdem auf. Da kann es schon mal vorkommen, dass man länger warten muss, bis beispielsweise eine neue Frisur geladen wurde.

Die Accessoires dienen nicht nur der optischen Aufwertung des Kämpfers. So können auch beispielsweise Maschinengewehre während eines Kampfes benutzt werden. Da diese für gewöhnlich aber eine lange "Aufladezeit" haben, sind sie mehr für einen Gag als einen ernsthaften Kampf geeignet. Es macht schon irgendwie Spaß online zu spielen und sich die verschiedenen Kreationen der anderen Spieler anzuschauen. Hinzu kommt, dass man nun auch die Musik ändern kann und eigene aus den Wiedergabelisten der PlayStation 3 in das Spiel integrieren kann. So viele Anpassungsmöglichkeiten hat es bisher in noch keinem Tekken gegeben. Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass man sich auch komplett eigene Charaktere erstellen kann.

 

Die Stars zum Anfassen

Wer Tekken Tag Tournament 2 Prologue aus der Tekken Hybrid Collection gespielt hat, hat garantiert die beeindruckende Grafik bemerkt. Auch in der fertigen Version des Spiels sieht nahezu alles perfekt aus. Die Animationen der Kämpfer und der detailgrad, mit dem sie entworfen wurden, lassen sich durchaus sehen. Wenn man sich die Kämpfer mal genau anschaut, kann man fast jeden Muskel einzeln sehen. An die beeindruckenden Sixpacks der männlichen Charaktere kommen nicht mal die Airbrush-Versionen aus dem Kinofilm "300" ran. Auch die Intro- und Endvideos der jeweiligen Kämpfer sehen wirklich beeindruckend aus. Der einzige Wermutstropfen ist hier, dass einige der Videos nur als Comic-Version zu betrachten sind. Schade, da die Zwischensequenzen ansonsten wirklich gut aussehen.

Ebenfalls lobenswert sind die Leveldesigns. Jedes einzelne Level hat seine Eigenheiten und sieht mehr als gut aus. Überall wurde genaustens darauf geachtet, dass sehr viele Details eingearbeitet wurden und es gut aussieht. Als Spieler muss man sich wirklich mal daneben setzen und bei einem Kampf nur zuschauen, da man als Spieler oft gar nicht mitbekommt, was im Hintergrund alles passiert. Angler werfen ihre Fische in die Arena, leicht bekleidete Damen lassen sich durch Interaktionen in einen Pool werfen, ja selbst die Bremer Stadtmusikanten laufen in einem Level durch den Hintergrund. Also für die Arbeit, die in die einzelnen Level gesteckt wurde gibt es wirklich einen Daumen hoch!

Was man außerdem erwähnen sollte ist die 3D-Technik. Diese funktioniert bei Tekken Tag Tournament 2 wirklich gut. Dadurch, dass man die Tiefe einstellen kann, hat man wirklich das 3D-Erlebnis, das man auch haben möchte. Die Kämpfer heben sich vom Hintergrund ab und man bekommt das Gefühl, sie kämpfen direkt vor einem im Zimmer. Es kann schon mal vorkommen, dass man zusammenzuckt, wenn Bryan Fury im Ladebildschirm ein bisschen Sparring betreibt und einem die Fäuste fast bis ins Gesicht schlägt. Wer also die Möglichkeit hat das Spiel mal in 3D zu erleben sollte das unbedingt tun.

 

Fazit

Tekken Tag Tournament 2 ist eine gelungene Fortsetzung des vor 13 Jahren erschienenen ersten Teils der Tag Tournament-Serie und präsentiert sich optisch mehr als gelungen. Die Grafik ist einfach nur genial, die Leveldesigns sind klasse und die Integration der Team-Charaktere in die 1 vs. 1 Kämpfe funktioniert einwandfrei. Es macht Spaß und die Kämpfe gehen flüssig von der Hand.

Der größte Fehler der bisherigen PlayStation 3 Ableger der Tekken-Serie, der Online-Modus, wurde erheblich verbessert und erweitert. Zu bemängeln ist eigentlich nur die fehlende Innovation und die Gefahr, dass es als "Nicht-Tekken-Fan" irgendwann zu eintönig werden könnte. Durch die verstellbaren Schwierigkeitsgrade kann man sich aber immer wieder selbst fordern und versuchen zu steigern.

Unterm Strich bleibt ein sehr gutes Beat 'em Up mit einer riesigen Auswahl an Kämpfern. Und auch wenn sich einige der Charaktere ähneln mögen (beispielsweise Forest Law und Marshall Law), bleibt immer noch genug Auswahl. Und wenn die Charaktere und das Leveldesign stimmen, was will man bei einem Beat 'em Up mehr?

 

8/10

     

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