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Test: Psycho-Pass Mandatory Happiness im Test für die PS4 – In der Zukunft auf Ganovenjagd


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PsychoPass-266x266.jpg.e3914ddf0601edbc692af0768b82f197.jpgPsycho-Pass ist eine Anime Serie, die in Japan im Jahre 2012 gelaufen ist und ein paar Mangas und Romane nach sich zog. In der Serie geht es um eine Zukunft, in der die Gewalttaten auf ein Minimum reduziert wurden. Das Sybil bewertet Menschen nach ihrem Gewaltpotential und wer als latenter Krimineller eingestuft wird, wird entweder in psychiatrische Hände übergeben oder eliminiert. Nun ermitteln die Inspektorin Tsunemori und ihre Helfer auch auf der PlayStation und wie das aussieht, erfahrt ihr unserem Test.

Zeig mir deinen Koeffizienten

Es ist das Jahr 2112 und das Sibyl System arbeitet zuverlässig wie eh und je. Die Menschen unterziehen sich regelmäßigen Tests, in denen ihre physische und psychische Verfassung gemessen und beurteilt wird und dieser Wert wird dann im Psycho-Pass der Person vermerkt, sodass die Angestellten des Criminal Investigation Departments des Ministry of Welfare’s Public Safety Bureau ihn jederzeit messen können.

Die ausführenden Kräfte bestehen aus Teams von Inspektoren und Enforcern. Die Enforcer sind latent Kriminelle, die keine Chance auf Rehabilitation haben und deshalb den Inspektoren und somit der Gemeinde von Nutzen sein können. Ihr wichtigstes Werkzeug sind die Dominatoren, die nicht nur die Koeffizienten des Psycho-Pass scannen können, sondern ihre Ziele auch betäuben oder gar töten können, während sie sich bei Unschuldigen automatisch deaktivieren.

Wer das Team von Einheit 1 kennt wird gleich merken, dass das Spiel weder vor noch nach der Serie spielt, stattdessen wurde sie extra mitten innerhalb der Zeitspanne der Serie reingeschrieben. Damit es keine Ungereimtheiten gibt, wurde die Geschichte um neue Personen erweitert und an einen neuen Ort verlegt, an dem ein medizinischer Android aus einem Labor gestohlen wurde und der künftig in mehrere Fälle verwickelt ist.

 

 

Bist du ein Junge oder ein Mädchen?

In Psycho-Pass Mandatory Happiness schlüpft man nicht in die Haut von Inspektor Tsunemori, da extra für das Spiel zwei neue Charaktere ins Spiel gebracht wurden: Inspektorin Nadeshiko Kugatashi und Enforcer Takuma Tsurugi. Ihnen gegenübergestellt ist die mysteriöse Figur Alpha, die sich durch einen Androiden durch die Welt bewegt und aus irgendeinem Grund den Menschen Fröhlichkeit aufzwingen möchte. Doch was eigentlich schön klingt ist in Wahrheit viel verheerender als man glauben mag.

Inspektorin Kugatashi wurde gerade erst in Einheit 1 des MWPSB Criminal Investigation Department verlegt, leider macht sie einen auf Videospieleheld und verliert während eines Unfalls in ihrer Ausbildung ihr Gedächtnis und beweist durch ihre kalte und ruhige Art, dass sie perfekt für die Untersuchung von Schwerverbrechen ist, auch wenn sie ihren Kollegen dabei Angst einjagt. Im Verlauf der Handlung merkt sie jedoch, dass sie mehr mit den Fällen verbindet, als sie ahnt.

Takuma Tsurugi ist ein fröhlicher, herzerwärmender Mensch. Das macht ihn nicht nur zum genauen Gegenteil seiner Vorgesetzten, sondern auch zu einer ungewöhnlichen Person für die Stelle eines Enforcers. Die Gründe liegen darin, dass er auf der Suche nach einem alten Kinderfreund ist und er nach und nach immer mehr verzweifelte, wodurch seine Bewertung sich verschlechterte. Um nicht hinter Gittern zu versauern, trat er der Division bei, in der Hoffnung, so dem Verschwinden seiner Freundin auf die Spur zu kommen.

100% Visual Novel

Visual Novel, das altbekannte, leidige Thema. Ein Genre, das in der westlichen Welt nur wenig Anklang findet. Viel lesen, wenig Spiel und das, obwohl man oft eine enorme Vielzahl an Enden erreichen kann. Danganronpa und die Zero Escape Reihe sind der Grund, dass sie doch etwas an Popularität gewinnen, auch, wenn dort zwischendurch detektivische Handarbeit gefragt ist.

Nicht jedoch bei Psycho-Pass Mandatory Happiness. Hier bekommt man ein Visual Novel in Reinform präsentiert. Abgesehen von gelegentlichen Toneinspielern und Hintergrundbildern sowie ein paar Avatarbildchen gibt es hier keine Ablenkungen. Fast wie in einem Buch, nur dass man hier eben den Controller in den Händen hält und ein paar bedeutende Entscheidungen treffen kann.

Das führt natürlich dazu, dass es eine ganze Vielzahl von verschiedenen Enden gibt. Das resultiert nicht nur daraus, für welchen Charakter man sich zu Beginn entscheidet, sondern eben auch aus den vielen Entscheidungen, mit denen man konfrontiert ist. Ähnlich wie in den Spielen von Quantic Dream weiß man nie so genau, welche davon jetzt große und welche kleine Auswirkungen auf den Verlauf haben.

Spielbarer Anime

Wie man das von Visual Novel so gewohnt ist, gibt es natürlich auch in Psycho-Pass Mandatory Happiness verschiedene Funktionen. Es wird zwar nicht erklärt, aber man kann auf Tastendruck den Text automatisch laufen lassen oder im Schnelldurchlauf bereits bekannte Texte überspringen. Da es verschiedene Enden gibt ist besonders die Skip Funktion irgendwann äußerst nützlich, es sei denn man steht auf Déjà Vus.

Untermalt wird das Ganze dabei von einer Soundkulisse. Hier und da starten passende Soundeffekte. Da es jedoch kein bewegtes Bildmaterial gibt, bleibt vieles der Fantasie überlassen. Dennoch bekommt man schön gezeichnete Hintergründe und Avatare präsentiert, die optisch direkt so aus der Vorlage stammen könnten. Gott sei Dank hat man hier auf 3D Modelle verzichtet.

Zusätzlich kommt man in den Genuss der originalen japanischen Synchronsprecher. Klar, hier und da gibt es viele Passagen, die gar nicht synchronisiert sind, aber dennoch wird man viele japanische Wörter auf die Ohren bekommen. Und um das Fremdsprachenbild komplett zu machen sind auch die Texte komplett auf Englisch gehalten. Von deutscher Lokalisierung kann man zwar halten was man will, dennoch geht dieses Spiel für Spieler ohne Englischkenntnisse verloren, da die Handlung fast ausschließlich über Texte erzählt wird.

 

Wenn man nicht immer nur lesen will

Dann ist man bei Psycho-Pass Mandatory Happiness eindeutig an der falschen Adresse. Trotzdem bietet das Hauptmenü des Spiels abseits des neuen Spiels und der Speicherauswahl noch ein paar andere Optionen. So kann man in Tipps die komplette Enzyklopädie der Welt von Psycho-Pass durchlesen – wenn man sie denn freigeschaltet hat. Immer wenn im Spiel etwas Neues auftaucht, wird es hier nämlich alphabetisch sortiert hinzugefügt.

Naja, das war ja wieder nur Lesen, also vielleicht mögt ihr das Spiel 2048? Hier muss man zufällig erscheinende Kästchen in eine der vier Richtungen bewegen und wenn dabei gleiche Zahlen aufeinandertreffen, addieren sie sich. Klingt einfacher gesagt als getan, dennoch gibt es freischaltbare Level und einen Freien Modus, in dem man sich dem Minispiel widmen kann.

Etwas Anreiz wird dadurch geschaffen, dass man dabei Punkte freispielt, mit denen man dann in der Galerie Stimmen und Grafiken freischalten kann. Man kann auch Szenen des Spiels freischalten, dafür braucht man jedoch keine Punkte, da diese mit der Zeit im Verlauf der Story von Psycho-Pass Mandatory Happiness freigespielt werden.

Trophy Complete

Psycho-Pass Mandatory Happiness ist ein Visual Novel und damit gleich aus mehreren Gründen für PlayStation Spieler interessant. Einerseits, weil es sich dabei um ein sehr wenig bedientes Genre handelt und Genre-Fans auf jedes Spiel warten, was im Westen erscheint. Zum Zweiten ist dies ein Spiel zu einem beliebten Anime, weshalb die Fans der Serie sich darauf freuen. Zum letzten wäre da natürlich auch noch der Trophäen-Jäger Faktor, da Visual Novels in der Regel mit einer einfachen Platin-Trophäe daher kommen.

Das gilt auch für Psycho-Pass Mandatory Happiness. Mit dem Skip Feature, was man in den Optionen erzwingen kann, und einer Komplettlösung, ist der Löwenanteil der Trophäen in wenigen Stunden erledigt. Es sei natürlich gesagt, dass dies natürlich dafür sorgt, dass das Spiel all seinen Reiz verliert und von der Story bekommt man auch nicht viel mit. Und wer glaubt, dass er damit durch ist, der irrt.

Man muss am Ende nämlich auch alles vervollständigt haben und auch wenn die Tipps und die Szenen durch das reine Durchspielen komplettiert werden, so muss man am Ende dennoch alle Stimmen und Bilder kaufen. Und ich hoffe ihr mögt das Spiel 2048, denn das kann gut und gern mal 15h dauern. Ein wenig Zeit kann man aber durch gutes Hantieren mit den Spielständen gewinnen, da man nicht beides gleichzeitig vollständig haben muss.

 

FAZIT

Psycho-Pass Mandatory Happiness ist ein sehr gutes Visual Novel. Endlich einmal bekommt man das reine Lesevergnügen präsentiert, welches nicht durch Minispiele oder Rätsel unterbrochen wird. Die Story ist interessant und für Serienfans spannend, auch wenn sie nicht allzu überraschend ist und man mit keinen großen Einschnitten rechnen kann, da man sich hier für eine Zeitspanne während des Animes entschieden hat. Wie üblich bei solchen Spielen sind gute englischkenntnisse Pflicht und wer keine Lust zu lesen hat, sollte dem Spiel fern bleiben. Genrefans hingegen werden voll auf ihre Kosten kommen.

 

8,5 von 10

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