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Test: Plants vs. Zombies Garden Warfare für die PS4 - Return of the Living Plants


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Plants_vs_Zombies_Garden_Warfare_Beitragsbild.jpg.e9dc51698596bda9cd5db56ff6b08fe6.jpgAls der Zombiehype boomte kamen eine Menge Spiele zu diesem Thema heraus. So auch ein kleines, aber feines und vor allem witziges Tower Defense Spiel namens Plants vs Zombies, hierzulande auch unter dem Namen Pflanzen gegen Zombies bekannt. Es erfreute sich so großer Beliebtheit, dass die kleinen Gartenpflanzen auch schon die PlayStation 3 und die PlayStation Vita vor den hungrigen Mäulern der doch eher lustigen lebenden Toten verteidigten. Mit Plants vs Zombies Garden Warfare folgt nun der Sprung in 3D Gefilde auf die aktuelle Konsolengeneration. Wie dieser ausschaut und ob dieser Schritt der richtige war, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Knallgrell und Quietschbunt

In Plants vs Zombies Garden Warfare stehen riesige Pflanzen den Horden von Untoten gegenüber. Was erwartet man da? Richtig: keine hyperrealistische Grafik. So kommt das Spiel in einem überaus passenden Comiclook daher, welcher dem gezeichneten 2D Grafikstil der Tower-Defense Spiele alle Ehre macht. Zum Ausgleich gibt es tatsächlich noch die 2D Charaktersprites in Gesprächen, beispielsweise das Bildnis vom verrückten Deppie Dave. Comiclook ist jedoch nicht gleichzusetzen mit Detailarmut. Die Karten sind vollgestopft mit Gegenständen mit liebevoll herausgearbeiteten Details wo selbst der Rasen einzelne Grashalme besitzt. Hinzu kommen überraschend gute Licht- und Partikelleffekte, die das Gesamtbild abrunden. Ebenso passend sind die Musik und Soundeffekte. Plants vs Zombies Veteranen werden hier vieles wiedererkennen, jedoch sind die Laute, die die Figuren von sich gehen neu – und überaus passend. Von dumpfen Jubelschreien der Erbsenkanonen bis zum schlurfenden Schmatzen einiger Zombies ist alles dabei. Auch die verschiedenen Waffen und Schüsse geben ganz unterdschiedliche Laute von sich, was zum Spielgefühl ordentlich beiträgt und bei blubbernden Delfinkanonen und platzenden Beerengeschossen dazu führt, dass man sich wie mittendrin fühlt.

Alleine Spielen ist doof

Plants vs Zombies Garden Warfare ist rein auf den Multiplayermodus ausgelegt - deshalb gibt es auch keinen Storymodus. Natürlich kann man zwischen verschiedenen Modi wählen und bereits bestehenden Lobbys beitreten oder eine Neue eröffnen. Für Leute, die nicht gern mit Fremden spielen, kann man auch Private Sitzungen anlegen oder im Splitscreen zocken. Dies beschränkt sich allerdings auf den Modus, der dem Prinzip des Tower Defense Spiels am nächsten kommt: Das Gartenkommando. Im Gartenkommando stellen sich die Pflanzen mehreren Wellen von NPC Zombies entgegen, ein Survival Modus, wenn man so will. Der Garten steht hierbei ziemlich mittig auf dem Feld und man muss, im Gegensatz zum altbekanntem Prinzip, alle Richtungen im Auge behalten. Am Anfang scheint dies noch recht unproblematisch, doch später wird man sehr schnell überrannt, weshalb man es doch eher in Betracht ziehen sollte, sich der Herausforderung nicht allein zu stellen. Vorallem in den höheren Schwierigkeitsgraden. Alternativ kann man sich in Teamsieg einem Zombie oder Pflanzen Team anschließen und in typischer Team-Deathmatch Manier darum kämpfen, welches Team zuerst 50 Abschüsse erreicht. Hervorzuheben ist hierbei, dass im Falle einer Wiederbelebung dieser Kill nicht mehr für das Gegnerteam gewertet wird. Er wird von der Punktzahl wieder abgezogen. Oder man tritt in Gärten und Friedhöfe an, wo die Zombies mehrere Gärten in einer bestimmten Zeit einnehmen müssen, während die Pflanzen versuchen, sie zu verteidigen.

 

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Ich brauche einen Boost!

Während der Online Partien kann man in Plants vs Zombies Garden Warfare eine Menge Münzen verdienen. Diese braucht man für die vielen verschiedenen Booster-Packs im Stickerladen. Für unterschiedliche Summen kann man sich dann zwischen recht einfachen und den teuren, aber dafür mit seltenen Stickern gespickten Packete entscheiden. So oder so, man erhält wertvollen Krimskram für sein digitales Stickeralbum, welches zusätzlich mit diversen Informationen zu den Aufklebern gespickt ist. Es gibt sehr viele verschiedene Kategorien von Stickern. Zum Einen wären da solche, die Kostüme und Upgrades für die verschiedenen Spielfiguren bieten, zum Anderen gibt es jene, die einen sofortigen Respawn, eine Wiederholung für eine verlorene Gartenkommando Runde oder das Überspringen einer schwierigen Herausforderung sorgen. Oder man schaltet gar komplett neue Figuren frei, die meist zusätzlich zum veränderten Aussehen über ganz eigene Fähigkeiten verfügen. Ein bisschen nostalgisch wird es dann aber mit den (verbrauchbaren) Stickern, die dem Spielerinventar ein paar Setzlinge oder lebende Tote hinzufügen. Diese kann man dann in Blumentöpfen oder respektive Erdklumpen einpflanzen um somit ein paar Geschütze bzw. NPC Kollegen zu beschwören um den Feind einzuheizen. Für Stickermuffel haben die Entwickler übrigens zu jedem Spielmodus ein Äquivalent eingebaut, in welchem ohne Upgrades gespielt wird. Schön für jene, die erst später ins Spiel eingestiegen sind und nicht direkt mit enormem Nachteil starten wollen.

Erbsen, Bohnen, Linsen..

Die Charaktervielfalt in Plants vs Zombies Garden Warfare ist beinahe überwältigend. Jede Fraktion hat vier Grundklassen, die sich komplett unterschiedlich spielen. Auf Seiten der Pflanzen wäre da die Flinke Erbsenkanone, die sich auf Knopfdruck in ein kräftiges MG Geschütz verwandeln kann und mit explosiven Bohnen um sich wirft, die Sonnenblume die sich vor allem durch ihre Heilkünste auszeichnet, der snipende Kaktus, welcher auch gern mal Wal(l)nüsse aufstellt und Knoblauchdrohnen ins Schlachtfeld schickt oder den Schnapper, eine fette Zombie-fressende Pflanze die sich im Erdboden vergraben kann.

Auf Seiten der Zombies hätte man da den einfachen, aber dank seines automatischen Gewehres, einer Giftgasgranate und der Panzerfaust auf seinem Rücken nicht zu unterschätzenden Zombie Trooper, den All-Star der mit seiner Panzerung und seinen Footballkünsten glänzt, dem verrückten Zombie-Wissenschaftler, der mit seiner Schrotflinte (oder auch Delfinkanone) besonders im Nahkampf gefährlich wird und sich zu allem Übel auch noch Teleportieren kann oder den Techniker, der Schnapper ausgräbt und mit elektrischen Granaten die feindliche Flora lähmt. Und dabei handelt es sich erst um die Grundklassen. Mit den richtigen Stickern kann man weitere Figuren freischalten, die sich zwar im Grunde wie ihre Originale spielen, aber über ganz eigene Fähigkeiten verfügen. So verlangsamt die Eiserbsenkanone ihre Gegner während die Beerenkanone mehr Schaden anrichtet. Und wer mal genug vom vielen Schießen hat, der schwingt sich in Zombosses Zeppelin bzw. Daves Wohnwagen und beschießt das Schlachtfeld von oben mit Heilupgrades und Bomben.

 

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Zusätzlicher Inhalt für Umme

Die PS4 Version von Plants vs Zombies Garden Warfare kommt mit allen DLC die bereits auf der Xbox One erschienen sind. Und auch der Zomboss Down DLC ist bereits verfügbar, welcher sogar ein paar Trophäen mit sich bringt. Wer jetzt gleich EA und DLC zusammenzählt und auf Abzocke kommt, der hat sich allerdings verrechnet: Die Plants vs Zombies Garden Warfare Zusatzinhalte bieten mehr als nur ein paar Kostüme und was noch viel wichtiger ist: sie sind für den Konsumenten komplett kostenfrei. So bringen diese neue Spielmodi und auch neue Upgrades mit sich. Bei der Gartenzwerg Bombe regnet es geradezu Bomben vom Himmel, mit denen man die drei Ziele des Gegners vernichten muss, während man seine eigenen beschützen muss. Natürlich dürfen auch weitere Karten für die Multiplayermatches nicht fehlen und passend dazu gibt es auch direkt neue Figuren mit denen man das Schlachtfeld unsicher machen kann. Und neue NPC Pflanzen und Zombies, die man während eines laufenden Matches beschwören kann, sind auch mit von der Partie. Den PlayStation Spielern mag dies nicht auffallen, weil die Inhalte bereits zum Release mit inbegriffen sind, doch kann man daraus schlussfolgern, dass das Spiel auch in Zukunft weiter versorgt wird und die Spieler bei Laune gehalten werden. Kann man nur hoffen, dass man hierbei mit der Preispolitik weiterhin so verfährt.

Pflanzen und Pötte

Gute Nachrichten für Trophäenjäger: Plants vs Zombies Garden Warfare verfügt über eine Platintrophäe und sie ist nicht einmal schwer zu erreichen. Schlechte Neuigkeiten für Multiplayer-Muffel: Es handelt sich ausschließlich um Online-Trophäen und sie sind je nach Können mit hohem zeitlichen Aufwand verbunden. Zunächst gibt es da die obligatorische „Erreiche das Maximale Level“-Trophäe die es erfordert, gut zu spielen und bestimmte Herausforderungen in den Matches zu absolvieren. Mit genug Münzen kann man viele aber auch automatisch freischalten. Eine bestimmte Anzahl an Matches im Siegerteam zu sein ist auch eher eine Frage der Zeit. Schwieriger wird es dann eher den Gartenkommando Modus im höchsten Schwierigkeitsgrad zu meistern oder auf Pflanzen-Seite ein Perfekt bei „Gärten und Friedhöfe“ zu erreichen. Mit einem gut eingespielten Team sollte dies aber auch nach ein paar Versuchen klappen. Es gibt aber auch tatsächlich Trophäen, die sich auf die DLC beziehen. Diese erscheinen in einer Extra-Liste und sind nicht zum Erhalt der Platin-Trophäe notwendig – größtenteils aber kein Problem. Eine davon könnte man sogar als die schwerste des ganzen Spiels bezeichnen, aber glücklicherweise ist diese ja nicht für die Platintrophäe erforderlich. Allerdings ärgerlich für Leute, die immer 100% erreichen wollen. Man kann es aber auch als Herausforderung sehen.

 

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Fazit

Plants vs Zombies Garden Warfare ist ein sehr spaßiger Online-Shooter der etwas frischen Wind in die Welt der Ko-op Spiele bringt. Leider gab es auch schon andere, wie beispielsweise Gotham City Impostors, die nach einiger Zeit wieder in der Versenkung verschwanden. Plants vs Zombies Garden Warfare hat allerdings einen gewaltigen Vorteil: die enorme Vielfalt. Neben ein paar seltenen technischen Macken läuft das Spiel sehr sauber. Sollte das Spiel auch in Zukunft weiter von den Entwicklern mit weiteren Inhalten versorgt werden, könnte das dafür sorgen, dass es auch in Zukunft die Server prall gefüllt sind. Der vergleichsweise niedrige Preis und das bisher noch relativ magere Online-Spiele Angebot der PlayStation 4 tun ihr übriges. Es liegt nun also an den Spielern.

8.5/10

Edited by d4b0n3z
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