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Test: Tembo The Badass Elephant für PS4 - Wenn Dumbo plötzlich sauer wird


supersushi
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newsbild_tembo_the_badass_elephant.jpg.3652f61a535304f77cc9fa4617a319a8.jpg2D-Platformer hat man zwar mittlerweile schon einige gesehen, das hindert das Team von „Game Freak“ allerdings nicht daran, es auf ihre eigene Weise auch nochmal zu probieren. Ihr Versuch nennt sich „Tembo The Badass Elephant“ und ist, zugegebenermaßen, schon mal ein Spiel mit einem ziemlich coolen Namen. Der Held des Spiels ist mit einem Elefanten jetzt nicht unbedingt das typische Tier, das man erwartet, wenn es um filigrane Sprungaktionen geht. Aber warum nicht? Muss ja nicht immer ein kleiner blauer Igel, eine lila Katze oder ein Klempner sein. Ob man sich allerdings auf Tembo einlassen sollte oder ob man sich lieber einen der Genre-Kollegen holt, erfahrt ihr in unserem Test.

 

SYSTEM: PLAYSTATION 4
VERTRIEB: SEGA
ENTWICKLER: Game Freak
GENRE: 2D-Platform
SPIELER 1
HDD mind. 2GB
AUFLÖSUNG 720p, 1080p
NETZWERKFUNKTIONEN Nein
NETZWERK-SPIELER -

 

Stallone wäre stolz

Tembo The Badass Elephant verzichtet komplett auf eine Sprachausgabe. In die Story wird man durch nacheinander aufleuchtende Bilder eingeführt, die dabei wie ein Comic aufgebaut sind. Das ist zwar in den ersten Sekunden ziemlich gewöhnungsbedürftig und befremdend, wird einem aber dann doch schnell sympathisch. Die sogenannten PHANTOM-Truppen marschieren in einen unschuldigen Inselstaat ein und können vom dort ansässigen Militär nicht aufgehalten werden. Dem Kommandanten ist schnell klar, wer ihre einzige Rettung ist: sein alter Kriegsfreund, Tembo. Jop, ist genau so wie es sich anhört. Er und ein Elefant haben früher Seite an Seite gekämpft. Also wird schnell zum Telefonhörer gegriffen und Tembo angerufen. Dieser hat natürlich mitten im Dschungel ein Telefon im Baum und zögert keine Sekunde. Sofort wird das John-Rambo-Gedächtnis-Bandana angelegt und er macht sich auf den Weg, um seinem alten Freund zu helfen. Das wirkt alles genauso abgedreht, wie es hier jetzt klingt. Es ist allerdings nicht kitschig oder lächerlich, sondern macht auf jeden Fall Lust auf das Spiel und schürt die Vorfreude. Diese Idee der Story ist wirklich gut und auch genauso gut umgesetzt. Gerade in der jetzigen Zeit voller 2D-Platformer ist es wichtig, irgendwie Akzente zu setzen, um nicht im Getümmel verloren zu gehen. 

 

 

Porzellanladen war gestern

Das Spielprinzip ist recht einfach gehalten: Tembo muss von links nach rechts laufen, ohne dabei alle seine Leben zu verlieren. Am Ende wartet eine Statue, die beim Vorbeilaufen zerstört wird. Damit hat man das Level dann geschafft. Bevor man dort ankommt, werden unserem Kampfelefanten allerlei Hindernisse in den Weg gestellt. So gilt es über Abgründe zu gelangen, verwinkelte Bereiche zu überwinden und jede Menge PHANTOM-Soldaten platt zu machen. Tembo The Badass Elephant ist ein 2D-Platformer, heißt es geht nur von links nach rechts und von oben nach unten (oder beides exakt umgekehrt). Hin und wieder kommt zwar mal eine Kanone, die das Schlappohr in eine 2,5D Ebene schleudert, das ist aber eher vergleichbar mit einer Mini-Zwischensequenz. Es bietet keinen spielerischen Anteil und man kann nicht aktiv die Ebene wechseln. Physische Hindernisse gibt es ebenfalls, diese sind aber in der Regel leicht zu überwinden. Mal sind es Tore, mal verschrottete Autos. Da kann man dann gut den Elefanten herauslassen und einfach durch sie hindurch rennen und somit zerstören. Hin und wieder sollte man aber durchaus erst schauen, was einen hinter oder über den Hindernissen erwartet. Wenn man genüsslich alles zerstört, einige Meter weiter läuft und dann sieht, dass man nun eine riesige Erdnuss nicht mehr erreichen kann, ist das schon irgendwie bitter. Da hätte man dann erst von Auto zu Auto springen müssen, um diese zu erreichen. Anschließend kann man dann immer noch alles zerstören.

Super-Tembo

Tembo wäre kein richtiger „Badass-Elephant“, wenn er nicht auch ein paar coole Kunststückchen könnte. So kann er beispielsweise nach einem Sprung noch eine Zeit lang in der Luft gleiten, wenn man die Sprungtaste gedrückt hält. Ist jetzt zwar nicht unbedingt Realismus pur, hilft aber in vielen Passagen weiter. Dadurch kann er große Abgründe überqueren oder Geschossen von PHANTOM-Gegnern ausweichen. Außerdem hat er die Fähigkeit sich selbst in einen Rammbock zu verwandeln und alles zu zerstören, was ihm in den Weg kommt. Diese Fähigkeit lässt sich auch für einen Stampfangriff nutzen. Da er dabei allerdings nicht unverwundbar wird, muss man trotzdem auf Angriffe der Feinde achten. Eine äußerst wichtige Fähigkeit von Tembo ist, dass er mit seinem Rüssel Wasser verschießen kann. Hier würde sich jetzt ein erstklassiger präpubertärer Vergleich anbieten, verkneif ich mir aber. Unter der Lebensanzeige hat man eine Übersicht darüber, wie viel Wasser er noch gespeichert hat. An bestimmten Abschnitten in den Levels kann er diesen Vorrat dann wieder auffüllen. Das Wasser wird benötigt um brennende Hindernisse zu löschen, damit Tembo an ihnen vorbeigelangen kann. Da einige dieser Hindernisse nur temporär gelöscht werden, anschließend wieder Feuer fangen und man nur begrenzt Wasser zur Verfügung hat, bietet dies durchaus einen spielerischen Anreiz. Hier muss man genau planen, wie man das Wasser einsetzt.

Wenn man für alle eine Oper bauen würde...

Das Leben schwer gemacht bekommt man durch die PHANTOM-Gegner. Dies sind die Invasoren, die es zu besiegen gilt. Sie sind in mehrere Klassen aufgeteilt. Zum einen gäbe es da die Fußsoldaten. Einige von ihnen stehen einfach nur in der Gegend rum und sehen hübsch aus, viele haben aber auch Waffen. Entweder normale Gewehre, Bomben oder sogar Flammenwerfer. Bei jedem einzelnen muss man vorher schauen, wie man ihn am besten besiegt. Ob man einfach als Rammbock durch sie hindurchlaufen kann oder man warten muss, bis sie nachladen oder gerade woanders hinschauen. Grundsätzlich voll auf Angriff setzen geht da nicht. Ist aber auch gut so, da wird man selbst gefordert sich auf neue Situationen einzustellen. Die nächste Gegnerklasse wird von Fahrzeugen repräsentiert. Die PHANTOM-Soldaten können nämlich auch Panzer fahren. Diese müssen mehrmals von Tembos Attacken getroffen werden, damit sie zerstört werden oder man schmeißt sie auf den Rücken und startet eine Stampfattacke. Je nachdem was das aktuelle Kampfgeschehen gerade so her gibt. Als letzte Klasse gibt es dann noch die Endbosse. Hier kann man nicht pauschal sagen wie sie zu besiegen sind, da muss man sich dann immer seine jeweilige Taktik überlegen. Unterm Strich gibt es also jede Menge Abwechslung bei den Feinden. Dafür, dass es „nur“ ein 2D-Platformer ist, ist das schon nicht schlecht. Da jeder Gegner auch andere Eigenschaften hat und nicht nur optisch abweicht, macht es schon ziemlichen Spaß.

Trophäen-Check

Das Spiel hat an sich nur drei unterschiedliche Trophäen-Arten: Kapitel abschließen, Gegenstände sammeln und eine bestimmte Anzahl Leben sammeln. Man muss nur darauf achten, dass man in jedem Level alle Zivilisten rettet und alle PHANTOM-Gegner besiegt, dann hat man keinerlei Probleme mit den 100 %. Einzig die Trophäe, bei der man 99 Leben auf einmal haben muss, kann alles ein wenig in die Länge ziehen. Hier braucht man pro Leben 300 Erdnüsse, heißt einiges an Sammelarbeit. Am besten hierzu immer wieder das erste Level wiederholen, da man dort am wahrscheinlichsten durchkommt, ohne zwischendurch wieder ein Leben zu verlieren.

 

Persönliches Fazit
Tembo The Badass Elephant hält wirklich was der Name verspricht. Einen ziemlich abgefahrenen Titelhelden, der ordentlich austeilen kann. Das Spiel hat eine Menge Spaßpotenzial. Tembo wird einem sofort sympathisch, das Leveldesign wirkt gut durchdacht, die unterschiedlichen Gegnervarianten sind ansprechend und die gelegentlichen Rätsel auch spaßig.Man muss sehr oft selbst überlegen, wie man an bestimmte Stellen am besten heran geht. Stumpf von links nach rechts durchrennen, wie bei anderen 2D-Platformern, geht hier nicht. Das macht Tembo The Badass Elephant durchaus zu einem der besseren Spiele in diesem Genre. Negativ kann man hingegen den Spielumfang hervorheben. Es ist recht schnell durchgespielt und einen wirklichen Wiederspielwert bietet es nach der Story nicht, sofern man mal die Trophäen außen vor lässt. Es ist ein Spiel, das ein kurzes, aber dafür äußerst gutes Spielerlebnis bietet. Man sollte dem Spiel auf jeden Fall mehr Beachtung schenken.

8.5/10

Edited by d4b0n3z
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