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„Hitman Absolution im Test für PS3: Der kahlköpfige Killer mit der roten Krawatte ist zurück!“ ist gesperrt Hitman Absolution im Test für PS3: Der kahlköpfige Killer mit der roten Krawatte ist zurück!


supersushi
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Der wahrscheinlich beste Auftragskiller aller Zeiten ist zurück. Agent 47 bekommt in Hitman Absolution seinen ersten Auftritt auf der PlayStation 3. Seine ehemalige Kontaktperson innerhalb der Agency, Diana Burnwood, hat die Organisation verraten und ist untergetaucht. Als sie schließlich aufgespürt ist, wird Agent 47 geschickt um sie ein für alle Mal zum Schweigen zu bringen. Kurz vor ihrem Tod gibt sie Informationen preis, die 47 dazu bringen auf eigene Faust zu handeln. Ob und vor allem auf welche Art und Weise der Hitman dabei erfolgreich ist hängt nun vom Spieler ab. Jede Menge Feinde warten darauf von ihm zur Strecke gebracht zu werden, leise und diskret, wie es sich für einen Profi gehört. Ob es sich allerdings lohnt den neusten Teil der Hitman-Reihe überhaupt meistern zu wollen, erfahrt ihr in unserem Test.

Besser als je zuvor

Hitman Absolution bietet eine Geschichte, die wirklich großartig erzählt wird. Diejenigen, die die vorherigen Teile der Hitman-Reihe gespielt haben, werden sich gleich gut zurechtfinden. Für alle anderen gibt Agent 47 eine gute Einleitung. Er fängt bereits im Hauptmenü an, die bisherige Geschichte zu erzählen, also noch bevor man den Storymodus an sich überhaupt startet. Das passt gut zum Aufbau des Menüs und vermittelt direkt einen wirklich guten ersten Eindruck für das Spiel. Der erste Auftrag, den der Hitman ausführt, wird Kennern der Serie direkt zeigen, dass die Story dieses Spiels wirklich eine Menge verspricht.

Dieser gute Eindruck bleibt auch weiterhin bestehen. Hitman Absolution erzählt eine wirklich großartige Geschichte, in der alles zusammen passt. Man möchte den Controller kaum aus der Hand legen. Dazu kommt, dass nicht nur der Inhalt stimmt, sondern auch die Verpackung. Wenn irgendwo "Square Enix" drauf steht erwartet man gleich grafisch umwerfendes. Titel wie die beiden bisherigen Final Fantasy XIII Teile auf der PlayStation 3 bestätigen diese Vorstellung. Hitman Absolution wird diesem Standard absolut gerecht. Es sieht einfach umwerfend aus. Oft merkt man gar nicht, dass eine Zwischensequenz schon zu Ende ist und man spielen kann. Alles geht flüssig ineinander über.

 

Das Spiel der unbegrenzten Möglichkeiten

Wenn man in einem Videospiel eine Figur spielt, die andere Personen umbringen soll, geschieht das für gewöhnlich immer auf die gleiche Art und Weise. Man zückt seine Pistole, Messer oder Klingen und erschießt bzw. ersticht sein Opfer. Dieses Prinzip hat sich zwar bewährt, lässt aber oft nur wenig Spielraum für eigene Ideen. Höchstens ob man sein Opfer jetzt von vorne oder von hinten um die Ecke bringt. Ein bisschen mehr Freiraum für den Spieler wäre schön. Das werden sich auch die Macher von Hitman Absolution gedacht haben.

Hier wird dem Spieler die Möglichkeit gegeben praktisch alles zu tun, was man möchte, um sein Opfer auszuschalten. Agent 47 hat zwar auch eine Pistole dabei, die kann man bei geschickter Spielweise aber getrost unbenutzt lassen. Überall verteilt in den Levels liegen die unterschiedlichsten Gegenstände herum, die man benutzen kann. Ob Ziegelsteine, Wasserpfeifen, Spritzen, praktisch alles kann aufgehoben und verwendet werden. Dabei kann man sich aussuchen, ob man den Gegenstand einfach aus der Entfernung wirft oder sich heranschleicht und ihn dann verwendet. Beides hat seinen Reiz und man bekommt oft genug die Möglichkeit verschiedene Sachen auszuprobieren.

 

Darf es etwas extravagantes sein?

Hitman Absolution bietet allerdings auch das gewisse Etwas. Verschiedene Gegenstände benutzen ist zwar gut, hat man aber auch schon in anderen Spielen gesehen. Der Wow-Effekt bleibt dabei nach einiger Zeit auch aus. Hierfür haben sich die Entwickler etwas wirklich Feines überlegt. Das Spiel bietet die Möglichkeit Attentate auszuführen, die es wirklich in sich haben. Hierzu wurde der sogenannte Instinkt eingeführt, der es Agent 47 ermöglicht Gegenstände zu erkennen, mit denen er interagieren kann.

Wenn man seine Umgebung damit genau betrachtet kann man eine Vielzahl an Möglichkeiten erkennen, wie man seine Ziele auf spektakuläre Weise erledigen kann. Das erfordert zwar ein bisschen Planung und Geschick, lohnt sich aber definitiv. Für die etwas ruhigeren Spieler gibt es leise Möglichkeiten wie eine Überdosis Schlaftabletten, die heimlich in den Kaffee getan werden müssen oder man vergiftet einfach ganz klassisch eine Suppe.

Wirklich genial sind aber die Kills, die ein wenig mehr Bums bieten. So ist es beispielsweise möglich eine Zapfsäule so zu manipulieren, dass Benzin ausläuft. Jetzt muss man nur noch warten bis sein Opfer zu Ende geraucht hat und den Stummel unachtsam auf den Boden wirft. Agent 47 betrachtet dann in aller Ruhe aus der Entfernung wie alles explodiert und in Flammen aufgeht. Der Spieler kann seiner Fantasie wirklich freien Lauf lassen. Wenn man kreativ genug ist kann man seinem Opfer beispielsweise dabei zu sehen, wie es gegen einen manipulierten Stromkasten pinkelt und sich dann selbst grillt.

 

Der Agent im Schatten

Diese äußerst eindrucksvollen Aktionen eignen sich aber nicht nur zum Töten, sondern auch ausgezeichnet zum Untertauchen. Die relativ geringe Lebensenergie zwingt den Spieler dazu, ein wenig mit Bedacht vorzugehen und nach Möglichkeit offene Feuergefechte zu vermeiden. Agent 47 verfügt zwar über das äußerst hilfreiche „In die Ecke stellen und von alleine regenerieren“ Talent, allerdings langsamer als man das aus anderen Spielen kennt. Man sollte also doch die medizinischen Hilfsmittel einsammeln, die man hin und wieder im Spiel findet.

Wenn man sich dazu entscheidet es mit dem Schleichen und im verborgenen Agieren zu versuchen wird man auf Ablenkungen nicht verzichten können. Dabei reicht es oft schon, wenn man ganz simpel einen Stein in die Ecke wirft um die Aufmerksamkeit der Wache dort hin zu lenken und sich geschmeidig an ihr vorbei zu schleichen. Für diejenigen, die es lieber ein wenig größer mögen, bietet Hitman Absolution auch allerhand Möglichkeiten. So kann man beispielsweise einen ganzen Stapel Feuerwerkskörper in die Luft jagen um eine große Gruppe Personen abzulenken und sich aus dem Staub machen zu können.

Das Ablenken funktioniert im Spiel wunderbar und kann auch gut nachvollzogen werden. Was hingegen ein wenig seltsam wirkt ist, dass wenn man trotzdem mal mit einer Waffe gesehen wurde, man sich einfach hinter der nächsten Ecke in einem Schrank verstecken und warten kann, bis die Wache dann doch das Interesse verliert. Ein wenig unlogisch ist das schon, dass ein Auftragskiller in einem Privathaus mit einer Waffe gesehen wurde und es nach 5 Minuten scheinbar keinen mehr interessiert. Dabei müsste doch gerade das dem Security Personal komisch vorkommen, wenn der Attentäter auf einmal nicht mehr aufzufinden ist.

 

Den kenn ich doch irgendwo her...

Ein wirklich spaßiges Feature bei Hitman Absolution ist das Verkleiden. Agent 47 kann sich von jedem der Standard-Personengruppen die Kleidung besorgen und anziehen. Diese Personengruppen sind beispielsweise Gärtner, Köche, Polizisten oder private Sicherheitsleute. Klar, der schicke Anzug von Agent 47 hat schon was und die rote Krawatte ist mittlerweile Kult, aber Verkleidungen gehören bei einem echten Profi nun mal dazu. Wenn man sich ein Ziel gesucht hat dessen Kleidung man lieber selbst tragen möchte, muss es entweder unschädlich gemacht oder getötet werden. Anschließend reicht ein simpler Tastendruck um sich umzuziehen.

Gut dabei ist, dass wenn man beim Verkleiden gesehen wird, die Wachen die Verkleidung dann direkt durchschauen. Man muss dabei also auch unbeobachtet bleiben. Die Verkleidungen sind ein äußerst nützliches Hilfsmittel um unentdeckt durch die Level zu kommen. Andere Personen erkennen den Hitman dann nicht mehr und man kann sich frei bewegen, sofern man nicht in gesperrte Bereiche marschiert. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Personengruppen sich untereinander erkennen. Das bedeutet, wenn man sich als Gärtner verkleidet, wird man den anderen Gärtnern auffallen sollte man ihnen zu Nahe kommen. Hierbei hilft dann ebenfalls der Instinkt. Er ist in solchen Situationen zwar ganz nützlich, lässt den Spieler aber erheblich an der Intelligenz der KI zweifeln. Agent 47 versucht sich dann irgendwie unkenntlich zu machen, um an ihnen vorbei zu kommen. Meistens hält er dann einfach seine Hand leicht vor das Gesicht. Im Spiel zwar ganz hilfreich, sollte den anderen Gärtnern dann aber eigentlich trotzdem auffallen.

 

Es kann nur einen geben

Ein ganz großer Pluspunkt ist definitiv der geniale Multiplayer. Auch wenn der Hitman ein Killer ist, der absolut keine Probleme damit hat sein durchaus ansehnliches Waffenarsenal zu benutzen, bietet der Multiplayer nicht das, was man erwarten würde. Das merkt man schon daran, dass der Modus keinen Titel á la "Mehrspieler" trägt, sondern "Aufträge"-Modus heißt. In diesem Modus spielt man zwar gegen seine Freunde aus dem Playstation Network, aber man trifft sich nie. Man spielt hier nicht gegeneinander, sondern nacheinander.

Ein Spieler fängt an und spielt einen Auftrag. Er kann sich dabei aussuchen welchen Schauplatz er wählt und welches Ziel er eliminiert. Ebenfalls die Wahl des Attentates, sprich ob es ein direkter Angriff ist oder aussehen soll wie ein Unfall, und der anschließende Fluchtweg ist frei wählbar. Wenn man den Auftrag abgeschlossen hat kann man noch bestimmte Extrabedingungen hinzufügen wie die Anzahl der Verkleidungen. Hat man seinen Auftrag beendet und entsprechend bearbeitet kann man ihn online stellen oder direkt einem Freund schicken. Dieser muss dann versuchen den Auftrag so getreu wie möglich nachzuspielen und dabei die Punktzahl zu schlagen.

Dieses Prinzip funktioniert wirklich gut. Es ist ziemlich erfrischend mal einen etwas anderen Multiplayer zu spielen und sich nicht immer nur gegenseitig erschießen zu müssen. Es treibt den Spieler durchaus an den erstellten Auftrag eines Freundes zu meistern. Dazu kommt der Ehrgeiz seine Punkte zu schlagen. Es gibt kaum etwas Schöneres als dem Kumpel unter die Nase zu reiben, dass man ihn in seinem eigenen Spiel geschlagen hat. Zum "Aufträge"-Modus kann man Io-Interactive ohne zu zögern gratulieren.

 

Fazit

Hitman Absolution ist ohne Frage ein sehr gutes PlayStation 3-Spiel. Es bietet ein gelungenes Gesamtpaket: die Story ist packend, die Grafik ist weit mehr als sehenswert und die Spielphysik passt. Auch wenn das Spiel oft waghalsige Aktionen bietet, nichts davon wirkt unrealistisch oder übertrieben. Im Gegenteil, es macht wirklich Spaß zu spielen. Das einzige was man negativ auslegen kann ist die doch hin und wieder leicht begriffsstutzig wirkende KI. Wenn man jemanden tötet, sich dann 5 Minuten im Schrank versteckt und eine andere Jacke anzieht ist man plötzlich ein total Fremder. Aber das gehört nun mal zum Stealth-System des Spiels.

Dadurch, dass es wirklich zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten gibt um die Feinde auszuschalten, kann man das Spiel auch mehrmals durchspielen, ohne dass es langweilig wird. Selbst wenn man mal stirbt und den Checkpoint neu lädt kann alles ganz anders ablaufen, als im Versuch zuvor. Abgerundet wird Hitman Absolution durch den Multiplayer-Modus. Er bietet eine neue Erfahrung sich mit seinen Freunden zu messen, da man sie mal ausnahmsweise direkt erledigen muss, wie man es aus anderen Spielen mit Killern als Hauptdarstellern kennt. Unterm Strich ist dieses Spiel absolut zu empfehlen und sollte sich dringend zugelegt werden, falls man es noch nicht zu Hause hat.

 

9/10

     

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