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Test: Sports Bar VR im Test für die PSVR – Chillen mit den Kumpels


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Sports-Bar-VR-Hangout_20161021192238-266x266.jpg.e6f07c52a2f5fbfb6b26953ca82a8fa2.jpgPool Nation ist eine der großen Pool- und Billard Marken auf dem Videospiele Markt. Bereits auf dem PC erschien mit Pool Nation VR ein Ableger der Tischkugel-Simulation, der für die virtuelle Realität konzipiert wurde. Unter dem Namen Sports Bar VR erscheint er nun auch für die jüngst erschienene PlayStation VR und warum das Spiel noch viel mehr als nur Kugelschubsen zu bieten hat, erfahrt ihr unserem Test.

Gib mir meinen Surrogate

Tischspiele sind spaßig, aber anstrengend. Bars sind ganz cool, aber dafür muss man rausgehen. Mit Freunden abhängen macht Spaß, aber die machen alles dreckig. In Maßen macht Alkohol lustig, aber nen dicken Schädel. Wie schön wäre es also, einfach und bequem von zu Hause aus das richtige Barerlebnis zu bekommen, das dachten sich zumindest die Entwickler von Sports Bar VR, die kurzerhand eine ganze Sportbar auf die heimische Konsole brachten.

Das Erlebnis ist wirklich spitze. In meiner bisher kurzen Karriere als PSVR Besitzer habe ich schon ein paar VR Spiele gespielt, doch keines konnte mir ein so gutes Bild einer virtuellen Realität bieten. Immer wieder vergaß ich, dass es sich nur um ein Spiel handelt und dass der Tisch vor mir gar nicht da ist. Ich weiß gar nicht, wie oft ich versucht habe die Move Controller vor mir abzulegen oder an eine Stelle der Bar gehen wollte und dabei in der echten Welt gegen die Couch oder den Tisch lief.

Leider leidet das Spiel ein wenig unter technischen Schwierigkeiten. Man merkt den Move Controllern an, dass sie schon etwas älter sind und das Spiel schlägt den optimalen Bereich für die Erkennung vor – den sollte man auch definitiv nutzen. Eine weitere Empfehlung meinerseits: Stellt die Kamera in eine erhöhte Position. Seit ich sie auf, statt vor dem Fernseher habe, läuft das Spiel runter und zickt etwas weniger.

 

 

Von Kugeln und Pfeilen

Hauptaugenmerk des Spiels sind eindeutig zwei Spielmodi: Billard und Darts. Naja, eigentlich nur Billard, aber man kommt kaum an den Dartscheiben vorbei. Um Billard zu spielen bedarf es keiner großen Kunst, über eine Taste ruft man einen Queue herbei und startet am nächstgelegenen Tisch eine Partie – entweder Online gegen einen Freund oder die selbst auf niedrigstem Level wirklich gute KI. Dabei gibt es verschiedene populäre Spielmodi – ich denke auf die Regeln müssen wir hier nicht weiter eingehen.

Ähnlich verhält es sich bei Darts, hier kann man verschiedene Modi spielen, bei denen man versuchen muss, eine bestimmte Punktzahl exakt zu erreichen. Auch die Pfeile lassen sich aus dem Nichts rufen und dann mit einer Hand halten, während man mit der anderen Hand wirft. Wirft man die Pfeile einmal auf den Boden, kann man sie auch aufheben, außer man hält sich an meine eingangs erwähnte Empfehlung für die Kameraposition – dann kann es sein, dass am Boden der Controller nicht mehr erfasst wird.

Während sich Billard mit den Move Controllern nach kurzer Eingewöhnungsphase tatsächlich sehr präzise spielen lässt, so hat Darts einige Schwächen. Die Pfeile fliegen manchmal kreuz und quer und oft fallen sie einfach runter – vermutlich weil das Loslassen der T-Taste sehr sensibel ist und man nicht zu spät dran sein muss. Es ist manchmal ganz lustig am Board rumzualbern oder die Pfeile quer durch den Raum zu werfen, aber eine wirklich ernsthafte Partie ist nur schwer möglich.

Kleinere Herausforderungen

Es gibt aber auch noch andere kleine Spiele, die man in der Sportbar absolvieren kann. Tischhockey zählt dabei sicher zu einem Highlight. Hier versucht der Spieler mit einer kleinen Plastikschale den Puck in das gegnerische Tor zu bekommen, ohne dabei selbst ein Tor zu kassieren. Da das Ganze sich auf einer Ebene abspielt und die Vertikale ignoriert werden kann, ist dies das stabilste Spiel von allen. Aber die KI kann einen ungeübten Spieler schnell frustrieren.

Wenn man möchte kann man auch bei Skeeball Holzkugeln in Löcher werfen. Das klingt einfacher als es tatsächlich ist und erinnert leicht an Darts, da man durch das Werfen ähnliche Schwächen hat, auch wenn hier die Kugel nicht spontan einfach zu Boden fällt. Dafür bleibt sie häufig an irgendwelchen Ecken hängen oder springt wieder hinaus. So viel Realität wollte ich dann doch wieder nicht, ich will doch nicht meine eigene Unfähigkeit vor Augen geführt bekommen.

Eine weitere Herausforderung ist wohl eher unbeabsichtigt, und das ist die Entzifferung der Übersetzung. Wenn die Wörter mal nicht falsch sind, dann liegt es häufig daran, dass sie gar nicht übersetzt worden sind. Und wenn schon einzelne Wörter oder Wortgruppen schlecht übersetzt worden sind, könnt ihr euch sicher denken, wie es sich bei ganzen Sätzen, die ein paar grundlegende Kenntnisse in Grammatik voraussetzen, verhält. Das hätte selbst der Google Translator besser hinbekommen. Wobei Lufthockey schon fast wieder cool klingt.

Einfach mal abhängen

Ich habe euch Bier versprochen, ihr sollt welches bekommen. Wenn man nicht gerade an der Bar stiehlt oder sich von irgendeinem x-beliebigen Tisch bereits angenuckelte Bierflaschen klaut, kann man über das Menü eines direkt vor einem erschaffen. Aber schnell muss man sein, sonst zerschellt sie am Boden. Am besten ist, man spawnt sie direkt auf einer virtuellen Unterlage. Danach kann man alles mit ihr tun, was man will. Aber virtuelles Bier kommt leider nicht heraus.

Aber in der virtuellen Bar gibt es noch mehr außer virtuelle, zerbrechliche und anscheinend leere Glasflaschen. Große rote Styroporhandschuhe helfen euch dabei, eure Favoriten anzufeuern oder eure Kontrahenten aus dem Konzept zu bringen. Dartpfeile lassen sich wunderbar auf die Besucher der Bar werfen (die leider nicht darauf reagieren, obwohl sie im Gegensatz zu anderen Spielern und KI Gegner vollständig modelliert sind, statt nur schwebende VR Headsets zu sein) und auch sonst liegt in der Bar so allerhand herum.

Allerdings gibt es da ein weiteres Problem: Die Bewegung. Es gibt 2 Möglichkeiten in Sports Bar VR sich fortzubewegen: Teleport und Hulk Mode. Am besten kommt man zurecht, wenn man beides nimmt. Der Teleport schaut möglicherweise nicht immer in die gewünschte Richtung und der Hulk Mode ist sehr gewöhnungsbedürftig, da man keinen richtigen Controller hat und sich durch Fuchteln der beiden Moves vorwärtsbewegt und dreht. Wenn man da den Dreh raus hat, geht es aber, auch wenn am Anfang einem schon mal von den schnellen ruckartigen Drehungen schlecht werden kann.

Das ist ja wie Weihnachten

Durch verschiedene Aktionen erhält man in Sports Bar VR auch Erfahrungspunkte. Das kann das Werfen von Dartpfeilen sein oder aber auch das Beenden des Tutorials und natürlich der Sieg am Pooltisch. Erreicht man bestimmte Stufen, so kann man sich einerseits vor anderen damit profilieren, andererseits schaltet man so auch neue Gegenstände frei.

Dummerweise kommen diese in Geschenken und wenn man versucht sie aufzuheben und zu öffnen, startet durchaus auch mal ein neues Spiel, aber keine Bange, die Objekte sind trotzdem im Inventar. Man merkt an dieser Stelle auch die Herkunft des Spiels, denn man schaltet zwar verschiedene Hüte frei, aber ansonsten nur Queues und Tische. Schade, ein paar andere Dartpfeile oder Bälle wären nicht schlecht gewesen.

Auch wäre es schön gewesen mal andere Musik freizuschalten, weil das Bargedudel einem mit der Zeit ziemlich auf den Wecker gehen kann, aber wer dem entgegen wirken kann ohne in den Optionen gleich alles abzuschalten, der kann ja mal die Jukebox anheben. Abschalten kann man auch das Hintergrundgemurmel, allerdings geht so viel vom Bar-Flair verloren. Eine wirklich sinnvolle Option ist allerdings etwas versteckt: Man kann seine Körpergröße verändern, so muss man sich nicht andauernd so weit runterbeugen.

Sports Bar VR Hangout

Ein seltsamer Name, zumal das Spiel ja eigentlich nur Sports Bar VR heißt, aber in der Trophäenliste taucht der Zusatz im Namen mit auf, wie auch im PlayStation Store. Das sollte aber nicht weiter problematisch sein, der geneigte Trophäenjäger ist bereit darüber hinwegzusehen, wenn er im Gegenzug eine Platin-Trophäe erhalten kann. Nur leider wird er in diesem Fall wohl enttäuscht.

Sports Bar VR verzichtet nämlich auf diesen wertvollen Topf und kommt stattdessen mit einer Bronzenen, einer Goldenen und ganzen sechs Silber-Trophäen daher. Wer nun aber denkt mal eben ein paar schnelle Punkte zu machen, hat sich aber getäuscht. Man muss nicht nur 100 Matches spielen, nein, die Gold-Trophäe verlangt es vom Spieler ganze 1000 Matches abzuschließen, sei es Online oder Offline gegen die KI. Wenigstens muss man nur 10 Spiele gewinnen, hierbei handelt es sich allerdings um Online Spiele.

Offline muss man nur eines gewinnen, und zwar gegen eine der schweren KIs. Immerhin nicht die Schwerste. Eine ziemliche Glückstrophäe gibt es leider auch noch, hierbei muss man ein Bullseye bei Darts schaffen. Schummeln geht nicht. In Zukunft soll es wohl noch weitere Sportarten geben, immerhin sieht man auf dem Coverbild einen Tischtennisschläger und auch die angekündigten Shuffle Board, Schach und Dame fehlen. Vielleicht werden dann auch weitere Trophäen kommen.

 

FAZIT

Ich will Sports Bar VR lieben, das will ich wirklich. Die Athmosphäre ist super, die Grafik ist klasse und nirgends hab ich mich so sehr in einer Virtuellen Realität verloren, wie hier. Allerdings gibt es 2 große Haken. Zum einen ist die Bewegung schrecklich. Der Manuelle Modus ist oft ungezielt und sorgt gelegentlich für Schwindel, während der Teleport oft macht, was ihm gefällt. Zum anderen ist es manchmal unmöglich die Spiele zu spielen. Darts ist so ein Kandidat: 50:50 Chance dass es klappt. Bei Pool ist es hingegen wie in der Realität: hat man die Mechaniken raus, so klappt es mit der Zeit immer besser. Kleinere Spiele wie Tischhockey funktionieren hingegen tadellos. Wer also ein großes Wohnzimmer, 2 Move Controller und viel Geduld beim Reinfuchsen hat, der soll sein Glück ruhig mit Sports Bar VR probieren.

 

7 von 10

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