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Fuel Overdose im Test für PS3: Die Miniaturautos stürmen die große Konsole!


supersushi
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Fans der Playstation 2 Klassiker Destruction Derby Arenas oder Mashed bekommen nun auch auf der Playstation 3 einen dieser Fun-Racer: Fuel Overdose. Fahrer aus allen Regionen der Welt treffen sich, um mit ihren Wagen im Kreis zu fahren und dabei haufenweise Metallschrott auf der Bahn liegen zu lassen. Fuel Overdose schickt den Spieler in packende Rennen mit den unterschiedlichsten Autos, die bis unter die Motorhaube mit Waffen vollgestopft sind. Der Gebrauch dieser Waffen und die Möglichkeiten zur Abwehr zwingen den Spieler dazu, sich nicht nur auf das reine Rennen zu konzentrieren, sondern auch eine gewisse Taktik zu verfolgen. Ob es sich allerdings lohnt den Spieler nicht einfach nur hinters Steuer zu setzen, sondern das Kombo- und Abwehr-System immer im Kopf zu behalten, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Nicht nur das Gaspedal ist wichtig

Im Prinzip handelt es sich bei Fuel Overdose um einen Fun-Racer. Bis zu acht kleine Autos tummeln sich auf der Rennstrecke und versuchen als erster durchs Ziel zu kommen. Bei der Wahl des richtigen Autos dürfte auch für jeden etwas dabei sein. Die Auswahlmöglichkeiten gehen von Sportwagen und Kleinwagen bis hin zu Pickups und LKWs. Alle ausgerüstet mit Maschinengewehren, Raketen, Minen und Greifhaken. Ein ganz normales Autorennspiel ist Fuel Overdose eben doch nicht.

 

Man sollte jetzt bei der Kombination von LKWs und Raketen nicht an die bekannten Kinderspielfiguren von Hasbro denken. Vor jedem Rennen kann man die Waffen kaufen, die man mit ins Rennen nehmen möchte. So kann sich jeder Spieler selbst überlegen, ob er lieber auf das Maschinengewehr setzt oder doch eher die Minen mitnimmt. Das ist eine gute Idee, die dazu führt, dass der Spieler sich bereits im Vorfeld Gedanken über seine Taktik im Rennen machen muss. Man muss seine Spielweise einschätzen können und sich sein Budget gut aufteilen. So geht man nicht ganz kopflos an die Sache heran, wie das bei anderen Fun-Racern der Fall wäre.

 

 

Was du einmal hast begonnen...

... das unterbreche nicht. So oder so ähnlich werden sich das auch die Macher von Fuel Overdose gedacht haben. Zu Beginn der meisten Spiele steht heutzutage ein Tutorial, das dem Spieler die wichtigsten Grundlagen beibringt, so dass man nicht komplett aufgeschmissen ist am Anfang. Der erste Blick in das Tutorial von Fuel Overdose wirkt auch ganz gut. Es erscheint ein Soldat, der dem Spieler in Textform erklärt, was er in Zukunft so alles anstellen kann. Die Möglichkeiten des Spiels werden hier ganz gut erklärt. Es wird dem Spieler auch zwischendurch angeboten das Tutorial zu verlassen und später fortzufahren.

 

Doch genau das ist der Punkt, den man nicht machen sollte. Wenn man das Tutorial verlässt, auch bei einem dieser angebotenen Stellen, so muss man es beim nächsten Starten komplett von vorne spielen. An sich ja nichts schlimmes, aber warum bekommt man es dann überhaupt angeboten später mit dem Tutorial fortzufahren? Das Gleiche gilt auch für den Story-Modus. Gut, dieser umfasst nur vier Rennen pro Charakter, aber trotzdem ist es nervig immer wieder mit dem ersten Rennen beginnen zu müssen, wenn man den Modus unterbrochen hat. 

 

Story? Na wenn's sein muss

Die auswählbaren Charaktere und der Story-Modus sind eher zweitrangig im Spiel. Hier wurde sich beim Design der Charaktere auf die gängigsten Klischees beschränkt. Die junge Tochter eines Clananführers, ein selbstverliebter Schönling, eine Art Samurai, ein Muskelprotz, ein Kind, das noch gar nicht Auto fahren dürfte, der Standard eben. Da wirkt es eher so als ob der Entwickler kurz vor Fertigstellung des Spiels noch bemerkt hat, dass da unbedingt noch ein Story-Modus rein muss. Aber das ist wie erwähnt auch nicht relevant. Wichtig bei der Wahl des Fahrers sind seine jeweiligen Spezialattacken.

 

So kann man je nach Fahrer beispielsweise Stürme heraufbeschwören, die Feinde in die Luft befördern, oder Eisstrahlen erzeugen. Wesentlicher ist da schon die Wahl des richtigen Fahrzeuges, da die Grundausstattung der Waffen bei jedem Fahrer gleich ist. Man sollte genau darauf achten, ob man eher auf den Grip, die Beschleunigung oder die Robustheit eines Fahrzeuges setzt. Man kann auch beruhigt über den dürftigen Story-Modus hinweg sehen, der pro Fahrer wenige Rennen beinhaltet und keine tiefgreifende Geschichte enthält. Es wird relativ flach versucht eine Story über verschiedene Clans zu schaffen, die aus den unterschiedlichsten Gründen an den Rennen teilnehmen. Es gibt allerdings keine Sprachsynchro und die Story ist nicht sonderlich interessant. Also klick man lieber schnell alles weg, um schnell wieder fahren zu können. Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt eben wirklich auf den Rennen an sich.

 

Fahrspaß pur

Und eben diese sind wirklich gut gelungen. Am Anfang dürfte man sich noch eher auf den hinteren Plätzen wiederfinden, aber sobald man sich an das Spiel gewöhnt hat und die Strecken kennt, macht es wirklich Spaß. Wenn man ein Rennen mit den maximal acht Fahrern startet gibt es nach dem Startschuss zwar ein ziemliches Durcheinander, aber selbst das macht Spaß. Alle fahren so schnell wie möglich los, bauen dabei massenhaft Unfälle und benutzen alle ihre Waffen, um sich gleich einen Vorteil zu verschaffen.

 

Wenn das Rennen dann erstmal angelaufen ist kommt der taktische Teil ins Spiel. Man muss sich gut überlegen, wann man welche seiner Waffen benutzt, da man nur die vor dem Rennen gewählte Menge dabei hat. Unterwegs Munition oder Power-Ups sammeln kann man vergessen. Jeder Spieler hat die Möglichkeit eine gewisse Anzahl an Greifhaken mit ins Rennen zu nehmen. Mit diesen kann man sich an Feinde heften, ihnen Stromschläge verpassen oder durch im Level platzierte Pfeiler besser um die Kurven kommen. Einzig das Kombo-System scheint ein wenig zu viel des Guten. Es gibt zwar einen Zähler an der Bildschirmseite, einen wirklichen Zweck erfüllen tut er allerdings nicht.

 

Es sind aber auch defensive Maßnahmen eingearbeitet worden. Sollte man von einem Greifhaken erfasst worden sein und sich ein Stromschlag auf dem Weg befinden, so kann man durch rechtzeitiges Drücken den Stromschlag einfach zurück an den Absender schicken, der dann selbst seine Wirkung zu spüren bekommt. Außerdem hat jeder Fahrer ein Schild, das nach Belieben aktiviert werden kann. Allerdings muss man dabei seine Leiste für die Spezial-Attacken im Auge behalten. Jeder Gebrauch des Schildes leert diese Anzeige. Hier gilt es also ebenfalls sein Köpfchen anzustrengen und zu überlegen, ob man sein Schild wirklich aktiviert oder doch lieber einen Schlag in Kauf nimmt, um seine überlegenen Angriffe nicht zu verlieren. 

 

Die große weite Welt von Fuel Overdose

Wenn man den recht dürftigen Story-Modus mal zur Seite nimmt bleiben noch drei andere Spielmodi. Der Meisterschafts-Modus bietet dabei das klassische Grand-Prix-Erlebnis, über das jeder Spieler seit Mario Kart genau Bescheid weiß. Man versucht Rennen für Rennen eine gute Platzierung zu erhalten, um am Ende als Sieger hervorzugehen. Leider greift auch hier wieder das Prinzip von Fuel Overdose: bloß nicht unterbrechen. Das Spiel geht sogar noch einen Schritt weiter. Sollte man eine zu schlechte Platzierung erreichen muss man die Meisterschaft vom ersten Rennen erneut beginnen. Wenn man also kurz vorm Ziel nicht den ersten Platz hat lieber schnell Pause drücken und dort das Rennen neu starten.

 

Eine nette Abwechslung bietet der Herausforderungs-Modus. Hier kann man in allen Möglichen Bereichen seine Fähigkeiten zeigen. Ob es ein normales Rennen ist, Zeitfahren, Driften oder um die reine Zerstörung der Feinde geht, dieser Modus bietet jede Menge Abwechslung. Da die Herausforderungen nach oben hin auch immer schwieriger werden wird der Spieler auch hier gut gefordert und muss sich genau überlegen, mit welchem Wagen er in welchem Rennen antritt.

 

Als letztes wartet noch der Mehrspieler-Modus darauf gespielt zu werden. Das Wort "warten" trifft es dabei wirklich. Online ist so gut wie gar nichts los. Hin und wieder findet man zwar eine Spielsitzung, die dann auch wirklich gut und stabil läuft, aber das ist leider ein seltener Fall. Schade, dass das Spiel hier so wenig Beachtung findet. Immer nur gegen die KI zu fahren könnte irgendwann auch nicht mehr allzu spannend sein. Da leider auch ein 2-Spieler-Modus an einer Konsole fehlt bleibt einem aber wohl leider nichts anderes übrig.

 

Fazit
Fuel Overdose ist ein durchaus gelungener Fun-Racer für zwischendurch. Man muss sich zwar erst an die Strecken und die teilweise doch recht unglückliche Kameraführung gewöhnen, aber wenn man das erstmal hinter sich hat lässt es sich gut spielen. Da sich die Strecken alle recht ähnlich sind und es nicht viele verschiedene Settings gibt, hat man schnell raus, wie und mit welchen Autos man am besten auf ihnen fahren sollte. Der Umgang mit den Waffen macht ebenfalls Spaß. Es kommt schon ein bisschen Vorfreude auf, wenn man sieht wie ein Feind auf eine Bombe zu fährt und man nur darauf wartet sie endlich zünden zu können. Die Spezial-Attacken, die jeder Fahrer besitzt, funktionieren auch gut. Es ist zwar schon ein wenig nervig, dass bei jedem Einsatz der jeweilige Charakter groß auf dem Bildschirm angezeigt wird, selbst wenn dieser Letzter ist und die Attacke gegen den Vorletzten einsetzt und man selbst ganz vorne fährt.

 

Allerdings wird man so daran erinnert, dass die Konkurrenz noch da ist und einen jederzeit einholen kann. Das Spiel hat zwar keinen großen Gummibandeffekt, aber man kann trotzdem relativ gut auch einen großen Vorsprung wieder versemmeln. Schade ist, dass der Story-Modus mehr als mäßig ist. Außerdem findet das Spiel online so gut wie keine Interessenten, was es, aufgrund eines fehlenden Splitscreen-Modus, nach einiger Zeit doch recht eintönig wirken lassen kann. Die CPU ist zwar eine echte Herausforderung und kann durch höhere Schwierigkeitsgrade noch fordernder eingestellt werden, aber ein Fun-Racer macht eben im Multiplayer am meisten Spaß. Es ist dann doch lustiger einem Freund eine Rakete hinterher zu schießen als einem vom Computer gesteuerten Fahrer. Nichtsdestotrotz bleibt Fuel Overdose ein gutes PSN-Spiel, das man sich wirklich mit guten Gewissen herunterladen kann.

 

 

7.0/10  

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