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Test: LEGO Harry Potter Collection im Test für die PS4 – Die Rückkehr der magischen Klötzchen


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21575479_LEGO-Harry-Potter-Collection_20161024153457-266x266.jpg.82905cedc98b3e5bdefd47ac91f7592b.jpgDie LEGO Spiele haben eine große Fangemeinde und Harry Potter verfügt über eine noch größere Anhängerschaft. Klar dass es hierbei auch zu einer ansehnlichen Schnittmenge kam und die LEGO Harry Potter Spiele, die zuletzt auf der PlayStation 3 erschienen sind. Dass hierbei jeweils 4 Filme zu einem Spiel zusammengefasst worden sind, hat jedoch kaum einen gestört. Passend zum neuen Film kehren jetzt auch die alten Spiele zurück und kommen in der LEGO Harry Potter Collection auf die PlayStation 4. Ob diese Rückkehr sich gelohnt hat, erfahrt ihr unserem Test.

Harry du bist ein Zauberer

Die Geschichte von Harry Potter ist legendär. Abertausende von Menschen, Groß und Klein, klebten förmlich an den hunderten Seiten der insgesamt sieben Bücher oder aber sie sahen die acht Verfilmungen auf der Leinwand oder in der Flimmerkiste. Ein Junge, dem stets nur schlimmes wiederfahren ist, entdeckt, dass mehr in ihm steckt. Zuerst erhält er zum Geburtstag einen Brief, der ihm den Zugang zu einer Schule für echte Zauberer ermöglicht und danach entdeckt er, dass er eine lebende Legende ist. Natürlich wird von da an das Leben des frisch gebackenen Zauberers komplett auf den Kopf gestellt. Er besucht nicht nur eine ferne Schule in einem Schloss und lernt dabei allerlei Zaubersprüche, er findet auch neue Freunde und Feinde. Besonders gefährlich sind dabei die Anhänger Voldemorts, die noch immer nicht wahrhaben wollen, dass ihr einstiger Meister gefallen sein soll und natürlich haben sie nicht so ganz Unrecht, weshalb sich Harry und seine Freunde allerlei Gefahren stellen. Wer die LEGO Harry Potter Collection jedoch wegen der Story spielt, der hat etwas falsch gemacht. Zum einen, weil sie nicht wirklich detailgetreu und schon gar nicht korrekt wiedergegeben wird und zum anderen, weil man die Anspielungen in den Videosequenzen nur versteht, wenn man mindestens die Filme gesehen hat, denn daran orientiert sich das Spiel größtenteils. Dann weiß man auch die kleinen Details zu schätzen.

 

 

Lang ist es her

Die beiden Spiele kamen einzeln vor fünf beziehungsweise sechs Jahren für die gute alte PlayStation 3 auf den Markt. Die LEGO Spiele hatten damals ihre Hochzeit, vor allem da sie für ihren Witz, Charme und die leichte Platintrophäe bekannt waren. LEGO Harry Potter die Jahre 5-7 unterschied sich allerdings damals kaum von seinem Vorgänger und dadurch passen diese hervorragend gemeinsam in die Collection, da man das Gefühl hat, man spiele ein langes, zusammenhängendes Spiel. Allerdings fällt dadurch auch der Sprung umso mehr auf. Alle Zauber und alle Charaktere sind plötzlich wieder weg, zudem muss man sich erneut durch ein Tutorial schlagen. Hier wird einem wieder vor Augen geführt, dass man es in Wirklichkeit mit zwei Spielen zu tun hat. Im Gegensatz zu anderen HD-Collections gibt es hier aber auch einen Menüpunkt, der den Spieler in den Auswahlbildschirm schickt – feine Sache und leider keine Grundvoraussetzung. In dem Paket findet man aber zusätzlich auch die bereits erschienenen DLCs für den zweiten Teil wieder. Das umfasst auch beispielsweise den Schurken Salazar Slytherin, wodurch der Spieler schon von Beginn an auf einen bösen Zauberer zurückgreifen kann – allerdings nützt er einem nicht sofort. Außerdem fehlen dann immer noch andere Figuren mit bestimmten Fähigkeiten, wie ein Haustier. Dennoch erhält man neben einen kleinen Frühstart eine größere Figurenauswahl und das ist doch auch schon mal was.

So viel zu tun und so wenig Zeit

Wer schon mal ein LEGO Spiel gespielt hat, der weiß auch wie sich die LEGO Harry Potter Collection spielt. Es gibt eine große, offene Welt mit vielen kleinen Missionslevel, die man jederzeit wiederholen kann. Die Welt ist zu großen Teilen aus Legosteinen gebaut und man kann so ziemlich alles kaputtschlagen, was man sieht. Im Vergleich zu anderen LEGO Spielen hat LEGO Harry Potter allerdings den Vorteil des Zauberns, weshalb man nicht immer erst an alles heranlaufen muss. An vielen Stellen trifft man auf Rätsel, für die man ein wenig den Kopf anstrengen muss, um weiterzukommen. Allerdings bestehen diese meist aus ausprobieren und sind erst offensichtlich, wenn man eh schon rumgespielt hat. Helfen tut es dabei, zwischen den Figuren und Zaubern hin und her zu wechseln. Bei einer großen Menge von Objekten wird man aber anfangs nicht weiter kommen, da man nicht die richtigen Fähigkeiten hat. An die kommt man dann erst im späteren Verlauf heran, wenn man die richtigen Figuren gekauft hat. Durch das Zerstören der Umgebungsobjekte kommt man an Lego Studs, mit denen man Figuren, Zauber und sogar Cheats kaufen kann, sofern man sie vorher gesammelt hat. Sammeln kann man auch Schüler in Gefahr, Goldene Steine und Wappenteile. Für Fans von Collectathons ein wahrer Himmel. Allerdings kann das viele Backtracking auch den fleißigsten Sammler brechen.

Harry -Slapstick-Comedian- Potter

Wie jedes andere LEGO Spiel auch lebt die LEGO Harry Potter Collection von seinem Humor. Das Spiel strotzt vor Slapstick Einlagen und frischt somit das angestaubte Thema etwas auf. Zusätzlich gewinnen die düsteren Szenen somit etwas an Heiterkeit und das ist auch gut so, denn immerhin soll LEGO ja Heiterkeit vermitteln. So kann es passieren, dass Voldemort einmal etwas anderes greift, als er eigentlich geplant hatte oder ein Charakter in einer sonst ernsten Szene stolpert und alles durcheinander bringt. Das spiegelt sich jedoch nicht nur in den Videosequenzen wieder, sondern auch im Gameplay. Der Clou: es hat immer etwas mit LEGO zu tun. So kombiniert man einmal ein Fass und Holzreste zu einer Wespe die herumsurrt oder öffnet sich einen Pfad auf übertrieben komplizierte Art und Weise, in dem Dinge miteinander kombiniert und auf die Art und Weise eine Kette von Ereignissen auslöst, die einem ein Schmunzeln entlocken. Dennoch spiegelt sich hier auch das Alter der Spiele wider. Man könnte behaupten, dass eine Sprachausgabe die einzige Entwicklung gewesen ist, die die LEGO Spiele durchgemacht haben. Und diese fehlt natürlich in der LEGO Harry Potter Collection. Man kann jetzt diskutieren, ob das jetzt gut oder schlecht ist, denn immerhin sind die Comedy Einlagen so wirkungsvoller. Wer allerdings die Gespräche gewöhnt ist, wird hier etwas vermissen.

Neu ist nicht immer besser

Die Entwickler der LEGO Harry Potter Collection haben sich teilweise richtig Mühe beim Port gegeben. Neben dem bereits erwähnten Auswahlmenü und den integrierten DLCs wurde natürlich auch die Grafik verbessert, auch wenn man sagen muss, dass das wenig auffällt, wenn man nicht den direkten Vergleich sieht. Aber zusätzlich gibt der Controller nun Laute von sich. Ein Flimmern, wenn goldene Steine in der Nähe sind und ein Rufen, wenn ein Schüler in Not ist. Klar, das hat man früher schon aus dem Fernseher gehört, aber über den Controller gehend ist es schon ein schönes kleines Detail. Schade nur, dass man sich nicht ebenso viel Mühe bei den Bugs gegeben hat, denn in der LEGO Harry Potter Collection gibt es mehr Bugs als im Vertania Wald. Das beginnt bei kleineren Grafikbugs und Schwächen in der Steuerung, über jene, dass Objekte plötzlich im Boden oder in der Wand verschwinden und man auf ihren Respawn warten muss, bis hin zu Events, die nicht ausgelöst werden können. Das lässt sich entweder durch Level-Neustart beheben oder sorgt dafür, dass man neu anfangen muss. Der Fairness halber muss ich aber sagen, dass letzteres beim Test nicht aufgetreten ist. Wenn man aber nicht gerade Käfersammler Harry heißt, können auch die kleineren Bugs schon recht nervig sein. Es ist keine Entschuldigung zu sagen, dass das bei den LEGO Spielen typisch ist, vielmehr ist es ein Armutszeugnis. Da das Spiel schon älter ist, sind diese Bugs ja auch nicht gänzlich unbekannt und es wäre schön gewesen, wenn zumindest der grobe Teil weg wäre. Da das Spiel ohnehin schon vor Backtracking strotzt, ist jede überflüssige Wiederholung ein weiterer Nagel im Sarg der Zurechnungsfähigkeit des Spielers.

Wahrer Zauberer

Dass LEGO Spiele ein Muss für Trophäenjäger und Komplettisten sind, ist ja allgemein bekannt. Nun geht aber die LEGO Harry Potter Collection einen Schritt weiter und kommt mit gleich zwei einfachen Platin-Trophäen daher. Da diese allerdings sehr zeitaufwändig sind, sollte sich vielleicht jeder noch einmal überlegen, ob er das wirklich will. Levelauswahl bedeutet zwar, dass es keine verpassbaren Trophäen gibt (außer bei den Geisterstuds), aber man muss eben jeden Teil mindestens zwei Mal spielen. Netterweise funktionieren aber immer noch die Codes, mit denen man die Cheats frühzeitig freischalten kann. Die wichtigsten sind wohl die Multiplikatoren, durch die man schneller an Studs kommt und somit nicht nur von Anfang an in jedem Level "Wahrer Zauberer" erhält, sondern auch eher Charaktere und Zauber kaufen kann. Wer geduldig ist und das Spiel zuerst beendet, ist jedoch auch nicht auf die Codes angewiesen, es kann aber passieren, dass er dann manche Level mehr als 2x spielen muss. Ansonsten muss man sich wie gesagt nur auf sehr viel Sammelei einstellen, dann steht der Platin nichts mehr im Wege - oder besser gesagt, beiden Platins. Die beste Empfehlung, die man hier geben kann, ist, dass man sich vorher erkundigt, wie man Charaktere mit allen Fähigkeiten am schnellsten erhält, umso die Wiederholungen zu minimieren. Lediglich die Bonuswelt, die man ohne Cheats spielen muss, kann nochmal ein wenig nervig werden, wenn man hier irgendwo ein paar Studs übersieht.

 

FAZIT

LEGO Harry Potter halte ich bis heute noch für die besten LEGO Spiele überhaupt und dem-entsprechend empfinde ich auch die LEGO Harry Potter Collection als eine angemessene Neuauflage. Nichtsdestotrotz ist es eine Frechheit, dass sich bezüglich der Bugs nichts getan hat und die Entwickler von Travellers Tale damit immer wieder durchkommen. Wer zwei einfache Platin-Trophäen für einen unschlagbaren Preis will, der kann hier bedenkenlos zu-schlagen. Wer LEGO Spiele mag, der kommt sowieso nicht drum herum.

 

7 von 10

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