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Test: Tekken 7 im Test für PS4 – Der Titel als King of the Iron Fist wird wieder vergeben


supersushi
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Tekken 7 ist der mittlerweile neunte Teil, der auf den großen Konsolen veröffentlicht wurde (wenn man die Portable-Ableger hinzu zählt, sind es sogar noch ein paar mehr). Bei so vielen Teilen lässt sich bereits erahnen, dass es recht gute Umsatzzahlen schreibt. Genau genommen ist Tekken sogar die am erfolgreichsten Verkaufte Beat ‘em Up-Reihe der Geschichte. Bereits im März 2015 erschien Tekken 7 als Arcade-Version in Japan. Über zwei Jahre hat es gedauert, bis das Spiel dann endlich als Konsolenversion bei uns in die Läden kam. Ob sich die Wartezeit auch gelohnt hat oder man sie noch gut weitere zwei Jahre hätte verlängern können, erfahrt ihr in unserem Test.

We are family

Auch in Tekken 7 gibt es wieder einen Story-Modus. Wie auch in den bisherigen Teilen, wird der dann einmal durchgespielt (wenn überhaupt), bevor man sich dann den normalen Kämpfen gegen andere Leute widmet. Wie in jedem Teil finden die Entwickler immer einen Weg etwas Neues rund um die Mishimas auszugraben und eine Story um sie herum zu entwickeln. In Tekken 7 geht es im Kern um die Fehde zwischen Heihachi Mishima und seinem Sohn Kazuya. Wie es sich eben bei einem normalen kleinen Streit in der Familie gehört, versuchen sie sich gegenseitig umzubringen und die Führung der jeweiligen anderen Firma zu übernehmen. Und das alles an sich nur, weil Kazuya das sogenannte Teufelsgen in sich trägt.

Erfahrene Tekken-Spieler werden sich hier ziemlich schnell zurechtfinden, da das unterm Strich auch die Story der vorherigen sechs Teile war. Was mir aber dann doch sehr gut am Story-Modus gefallen hat, sind die Rückblenden, die die ersten Teile mit dem aktuellen verbinden. Man bekommt Videosequenzen aus den ersten Teilen zu sehen (auch mit der damaligen Grafik), die aus meiner Sicht gut eingebaut sind. Dazu kann man dann auch mal mit Kazuya als Kind oder Heihachi als jungen Mann kämpfen. Zwar nur kurz, ist aber immerhin Mal was anderes.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln. Einmal aus dem eines Reporters, der die Wahrheit über die Mishimas herausfinden möchte und einmal aus dem der Hauptcharaktere selbst. Kann man mögen, muss man aber nicht. Essentiell wichtig ist in der Story der Untertitel. Da jeder Charakter in seiner Muttersprache spricht hat man viel zu lesen, außer man spricht fließend Japanisch, Englisch, Spanisch und was weiß ich nicht alles. Das ist zwar nur ein kleiner Aspekt bei einem Beat ‘em Up, stört mich aber ungemein im Story-Modus. Wenn sich Heihachi, Nina und Claudio in jeweils einer der drei Sprachen unterhalten und sich bestens verstehen wirkt das extrem sinnfrei.

 

 

Bitte wer?

In Tekken 7 gibt es über 30 spielbare Charaktere. Man sollte meinen, dass das wirklich ausreicht und für jeden etwas dabei ist. Zugegeben, ist es an sich ja auch. Aber ich persönlich finde die Auswahl ziemlich unglücklich. Der Großteil meiner Stammcharaktere aus den vorherigen Teilen sind nicht mehr dabei (Lei, Baek, Anna, Julia, so als Beispiel). Dafür dann aber Kuma UND Panda als eigenständige Charaktere? Früher waren die beiden noch unterschiedliche Kostüme für den gleichen Charakter. Es ist aber wie gesagt Geschmackssache, da das Roster mit über 30 Charakteren ja schon recht groß ist. Nur sollten meine Lieblinge dann in einigen Wochen als teurer DLC erscheinen, wird ganz sicher Tekken 6 stattdessen wieder aus dem Schrank geholt.

Positiv bei der Charakterauswahl muss ich aber hervorheben, dass es wirklich eine Menge neuer Charaktere gibt. Ansonsten gab es immer maximal eine Hand voll, nun sind es gleich neun (naja, wenn man Jack-7 rausrechnet acht). Der ein oder andere ist zwar ein wenig fragwürdig und seltsam, aber so ist für jeden etwas dabei. Claudio und Katarina zum Beispiel finde ich sehr gelungen (und das nicht nur aufgrund ihrer überzeugenden Argumente). Gigas hingegen fällt eher in die Kategorie fragwürdig. Ich hoffe nicht, dass das ein Schritt der Entwickler in Richtung eines Klassensystems ist. Gigas ist nämlich recht groß, kräftig und schwerfällig. Mir hat bei Tekken immer sehr gut gefallen, dass alle die gleichen Voraussetzungen hatten.

Ein wenig besser kennenlernen kann man alle Charaktere über die Charakterepisoden in der Story. Je weiter man in der Story voranschreitet, desto mehr Episoden schaltet man frei. Diese haben an sich nicht unbedingt mit der Fehde der Mishimas zu tun, sondern erklären eher die Beweggründe, warum man sie überhaupt erst bei Tekken anfindet. Ob es nun der Wunsch nach Rache, Geld oder Ruhm ist, alles dabei. Bei jeder Episode gibt es dann ein wenig Text zum Reinlesen und einen Kampf. Ist jetzt auch nicht das Gelbe vom Ei in Sachen Hintergrundinfos, aber auch hier: besser als gar nichts.

Get ready for the next battle

Das Kampfsystem hat sich nicht verändert, im Vergleich zu den Vorgängern. Ein Spieler links und einer rechts, dann wird sich geprügelt. Jede der vier Symboltasten steht für jeweils einen Arm und ein Bein. Dann gilt es sie so zu timen, dass man dem Gegner möglichst viel Schaden zufügt. Die beste Methode hierfür ist das so genannte „Jugglen“ (=jonglieren). Damit behält man den Gegner in der Luft und fügt ihm Schaden zu, ohne dass er dagegen etwas tun kann. Mit ein wenig (bei mir ein wenig mehr) Übung lässt man dem Gegner kaum eine Chance. Da gab es online durchaus die ein oder andere Rutsche für mich.

Neu hingegen ist das „Rage“-System. Sobald die Lebensanzeige eines Kämpfers unter einen bestimmten Punkt fällt, kann einmalig ein „Rage Drive“ oder „Rage Art“ ausgeführt werden. Das sind dann extrem starke Angriffe, die eine Menge Schaden anrichten, sofern sie nicht geblockt werden. Man hat zu Beginn einen kurzen Moment zum Blocken, danach geht die Kombo dann automatisch weiter. Das sieht zwar ganz nett aus, ich finde das System aber ziemlich bescheiden, um es mal freundlich zu formulieren.

Diese ziehen so viel Energie ab, dass man im Großteil der Kämpfe dann immer noch gewinnt bzw. verliert. Für solche Angriffe ist die Lebensleiste von Tekken 7 einfach zu kurz. Stellenweise wird da die Hälfte abgezogen. Da dominiert man den Kampf und bekommt kurz vor Ende einen Rage Art reingedrückt und alles ist dahin. Man kann sie gut mit den Power Moves aus Injustice 2 vergleichen. Dort ist es allerdings so, dass die Lebensleiste erheblich größer ist. So wie es jetzt in Tekken 7 ist, halte ich es für eine zwar durchaus hübsch anzusehende, aber äußerst nervige Neuerung.

Ein bisschen Abwechslung schadet nie

Ein neuer Spielmodus in Tekken 7 ist der Treasure-Modus. Hier gilt es Runde für Runde Gegner zu besiegen und dadurch Schatztruhen zu gewinnen. Mit diesem schaltet man dann Ausrüstungsgegenstände für die Kämpfer frei. Diese haben zwar nur einen rein optischen Effekt, sind aber eine willkommene Abwechslung. Sie bieten die Möglichkeit die Kämpfer mitunter so zu verändern, dass man sie im ersten Moment kaum noch erkennt. So lassen sich unzählige Kombinationen an Outfits erstellen. Auch wenn ich zugeben muss, dass viele der Gegenstände eher peinlich als modisch sind.

Ebenfalls neu ist der Turnier-Modus, den ich gerade online richtig klasse finde. Es wird so lange in der Lobby gewartet, bis sich acht Spieler zusammengefunden haben. Dann gibt es 4 Kämpfe und die jeweiligen Sieger kommen weiter. Die jeweiligen Verlierer spielen dann in einer Verliererunde auch weiter. Beim Kampf um Platz 3 und im Finale können dann alle Spieler zuschauen. Unterm Strich bleiben es zwar die 1 vs. 1-Kämpfe, aber so kriegen sie eine gewisse Würze. Hätte ich nicht gedacht, dass ich so leicht zu begeistern bin, aber das hat mit diesem Modus irgendwie geklappt. Sollte man es echt schaffen auch noch zu gewinnen, warten Truhen und eine Menge InGame-Währung auf den Sieger.

The King of Virtual Realitiy

Als ich den Banner auf dem Cover von Tekken 7 gesehen habe, war ich aber mal richtig begeistert. Das Spiel ist nämlich Virtual Reality kompatibel. Also wurde sofort die VR-Brille hervorgeholt und die beiden Modi ausprobiert. Der erste ist einer, bei dem man sich die unterschiedlichen Charaktere in einem Showcase anschauen und sie einige wenige Aktionen ausführen lassen kann. Klingt cool, ist aber echter Mist. Man kann zwar ein wenig heran- oder wegzoomen, aber ansonsten betrachtet man die Charaktere stumpf genau so, wie man sie auch sonst sieht. Wenn man das VR-Feature benutzt und den Kopf dreht, dann starrt man in eine leere Richtung. Also länger als zwei Minuten begeistert das nicht wirklich.

Im zweiten Modus kann man in Virtual Reality kämpfen. Ja, ich war naiv und hatte große Hoffnungen. Auch hier betrachtet man die Kämpfe aus der ganz normalen Sicht, wie es auch ohne Brille der Fall gewesen wäre. Man kann dann auch leider nicht die Arenen auswählen, die man aus dem normalen Kampfmodus kennt. Hier gibt es eine einzige, die komplett leer ist. Heißt, egal in welche Richtung man sich dreht, man hat immer den gleichen leeren Ausblick. Ja ich weiß, Tekken 7 ist kein Spiel, das für die Virtual Reality konzipiert wurde, aber ein wenig Hoffnung hatte ich dann doch. Aber die Brille kann für Tekken 7 ganz sorgenfrei im Karton bleiben.

Trophäen-Check

Viele der Trophäen kommen ganz von alleine im Spielverlauf. Selbst wenn man nicht genau weiß was man im Kampf eigentlich macht, irgendwann ploppen die Trophäen schon auf. Dazu kommen mehrere Trophäen, die man im Verlauf der Story erhält. Hier gibt es keine verpassbaren. Die Online-Trophäen sind ebenfalls gut machbar, da man an sich nur in jedem Modus einen Kampf gewinnen muss. Selbst wenn man als Anfänger an den Online-Modus kommt, irgendwann trifft man sicher einen Gegner, der das Spiel zum ersten Mal spielt. Die einzigen Trophäen, die ein klein wenig Mühe mit sich bringen, sind die, bei denen man die Rage Arts und mehrere 10-Hit-Kombos schaffen muss. Aber unmöglich ist die Platin-Trophäe bei Tekken 7 nicht.

 

FAZIT

 

Ich gebe zu, der Großteil des Test klingt bestimmt recht negativ. Die Auswahl der Charaktere, die Enttäuschung der Virtual Reality und die Einführung der Rage Arts begeistern mich persönlich keineswegs. Wenn man diese Punkte ausklammert ist es aber ein äußerst gutes Beat ’em Up. Die Kämpfe funktionieren gut und machen ziemlich viel Spaß. Nicht nur online, sondern auch offline. Die KI ist fordernd, selbst wenn man sie nicht auf die höchste Stufe stellt. Wenn man mal keinen Spielpartner hat gibt es den Treasure-Modus, den ich sehr motivierend finde. Kämpfe zu gewinnen um Ausrüstungsgegenstände freizuschalten erinnert an die gute alte Zeit ohne InGame-Käufe.

 

70 von 100

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