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Batman The Telltale Series im Test für PS4 - Erlebt Gotham häppchenweise


supersushi
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batman-telltale-series.thumb.jpeg.9c039caf5b5521a8935f5d6ad303d640.jpegTelltale Games ist eines der bekanntesten Entwicklerstudios, wenn es um Point & Click Episoden-Spiele geht. Da haben sie bereits mit The Walking Dead, The Wolf Among Us, Tales from the Borderlands und einer Adaption von Game of Thrones bewiesen, dass sie dieses Genre beherrschen. Nun haben sie sich mit Warner Bros. Interactive Entertainment zusammengetan und bringen einen der bekanntesten DC Helden in 5 Episoden ebenfalls in solch einem Spiel heraus: Batman. Ob es sich allerdings lohnt auch dieses Abenteuer von Telltale Games zu spielen oder ob man den dunklen Ritter lieber in den Comics hätte lassen sollen, erfahrt ihr in unserem Test.

Episode 1 - "Realm of Shadows"

(Zu den Episoden 2, 3, 4 und 5 kommt ihr weiter unten im Text)

 

Der Mann hinter der Maske

In der ersten Episode von „Batman The Telltale Series“ dreht sich die Geschichte sehr stark um die Privatperson Bruce Wayne und nur die Kampfsequenzen rücken sein alter Ego Batman in den Vordergrund. Ich werde nicht groß die Story spoilern, keine Sorge. Aber durchaus einige Dinge hervorheben, die aufgefallen sind. Das Spiel beginnt beispielsweise damit, dass Bruce Wayne eine Wahlkampfparty für seinen Freund, den Staatsanwalt Harvey Dent, gibt. Auf dieser taucht dann auch der Mafiaboss Carmine Falcone auf. Dies ist einer der mehr oder weniger „normalen“ Gegenspieler Batmans aus den Comics. Hier wird recht schnell deutlich, dass die Geschichte recht bodenständig bleiben wird. In der ersten Episode liegt das Hauptaugenmerk klar auf den politischen Machtspielchen in Gotham.

 

In den Szenen, in denen man dann mit dem Butler Alfred alleine ist und es mehr um das Tagesgeschäft von Batman geht, wird deutlich, dass es ein Batman ist, der schon länger im Geschäft ist. Da er aber im Laufe der Episode viele seiner späteren Feinde und Verbündeten erst kennenlernt, frage ich mich doch, was genau er dann die letzten Jahre gemacht hat. Harvey Dent, Oswald Cobblepot, Selina Kyle, Vicky Vale, sie alle haben noch nicht den Status, den sie in den Comics nach mehreren Jahren Batman schon hatten. Zugegeben, wird wahrscheinlich niemanden außer mir groß stören, aber bei DC leg ich Wert aufs Detail. Man merkt deutlich den Einfluss von Telltale Games, die doch eher für ihre Geschichten als für Action bekannt sind. Da passt das dann doch ganz gut, dass sich vieles um das private Leben von Bruce Wayne und nicht um die Auseinandersetzungen Batmans mit den Bösewichten dreht.

 

 

Die Qual der Wahl

Das Spielprinzip funktioniert auch bei Batman The Telltale Series so, wie bei den bisherigen Veröffentlichungen von Telltale Games auch. So könnt ihr Bruce Wayne bzw. Batman nicht das komplette Spiel über frei bewegen, sondern immer nur in dafür vorgesehenen Abschnitten. Wenn ihr ihn dann bewegen könnt, geht dies nur in einem kleinen Radius und ihr könnt auch nur mit wenigen, vom Spiel vorgegebenen, Gegenständen interagieren. Die restliche Spielzeit wird in Dialogen verbracht. Hier werden euch vom Spiel immer mehrere Antwortmöglichkeiten gegeben und ihr müsst eine davon auswählen.

 

In der ersten Episode bleiben diese aber noch von großen Auswirkungen verschont. Auch ist es noch recht offensichtlich, welche Konsequenzen ihr von welchen Antworten erwarten könnt und welche nicht. Entweder Bruce kriecht jemandem in den Hintern oder er ist äußerst unfreundlich. Dürfte klar sein was wohin führt oder nicht? Die einzige wirklich weitreichende Entscheidung kommt am Ende der ersten Episode. Zumindest bin ich der Meinung, dass es in den weiteren Episoden eine solche werden wird, da es schon das weitere Spielgeschehen beeinflusst. Ein ganz nettes Feature dabei ist, dass ihr eure Freunde online abstimmen lassen könnt, welche Entscheidung ihr treffen sollt. Diesen Modus könnt ihr über das Spiel anwählen und eure Freunde dann zu eurem Spiel einladen. Wirklich überwältigend ist dieses Feature nun aber auch nicht.

 

Der Fledermaus-Ordnungshüter aus Gotham

In den Sequenzen, in denen ihr dann Batman steuert, redet er eher weniger (abgesehen von gelegentlichen Selbstgesprächen oder per Funk mit Alfred), sondern lässt Taten folgen. Das Kampfsystem funktioniert dabei genauso, wie es auch bereits bei den vorherigen Telltale Spielen der Fall war. Also per Quicktime-Event und keine Prügeleien á la Batman Arkham Asylum. Auf dem Bildschirm wird dann eine Taste eingeblendet, die ihr in Sekundenschnelle drücken müsst, ansonsten bekommt Batman einen auf die Nuss. Da hatte ich das Gefühl, dass die Zeit, in der die Tasten gedrückt werden müssen, erheblich schneller vorbeigeht als bei den bisherigen Spielen von Telltale der Fall war.

 

Neu ist die Möglichkeit eines Finishing-Moves. Selbst wenn der nicht gelingen sollte geht das Spiel normal weiter, aber mit ihm wird die letzte Bewegung mehr in Szene gesetzt und sieht einfach besser aus. Zu Beginn eines Kampfes wird unten am Bildschirmrand ein Fledermaussymbol angezeigt. Mit jedem gelungenen Knopfdruck der danach folgenden Quicktime-Events lädt sich dieses Symbol auf. Sollte es bis zum Ende des Kampfes komplett gefüllt sein, so lässt sich ein Finishing-Move durchführen. Einen wirklich spielentscheidenden Einfluss hat dieser zwar nicht, aber er sieht schon recht cool aus. Die Aktion von Batman hat dann den gewissen Wumms.

 

Der Detektiv aus den Detective Comics

Das erste, das einem in den Kopf kommt, wenn man an Batman denkt ist...? Klar, der schwarze Ganzkörperanzug mit den spitzen Ohren. Das zweite ist dann aber auch gleich, dass man ihn als besten Detektiv der Welt angepriesen bekommt. Das haben sich auch die Jungs und Mädels von Telltale Games gedacht und dies auf eine gute Art und Weise mit in das Spiel integriert. An zwei Stellen in der ersten Episode funktioniert dies richtig gut. Bei einer von beiden wird ein Raum voller Menschen mit einer Drohne ausspioniert. Hier müssen dann mehrere bewaffnete Gegner mithilfe der Umgebung ausgeschaltet werden. Ein wenig den Kopf anstrengen muss man dann also doch, anstatt nur die Gespräche weiter zu klicken.

 

Bei der anderen Stelle wird dann das Detektiv-Gen noch ausführlicher benötigt. Hier kommt Batman an einen Tatort und muss untersuchen was genau dort vorgefallen ist. Erst kann man frei in dem kleinen Abschnitt hin und her laufen und muss die Beweise untersuchen. Anschließend muss man diese dann noch richtig miteinander verbinden, so dass eine logische Kette an Ereignissen gebildet wird. Ist jetzt spielerisch keine unmögliche Herausforderung, aber frischt das normale Spielgeschehen auf und macht durchaus Spaß. Ich hoffe wirklich, dass dieses Feature auch in den kommenden Episoden beibehalten wird.

 

Trophäen-Check

Tjoa, da gibt es dieses Mal nicht so wirklich zu sagen. Alle 6 Trophäen kommen automatisch während des normalen Spielverlaufes. Ganz egal für welche Antwortmöglichkeiten ihr euch entscheidet, ihr könnt gar keine Trophäen verpassen. Ich stelle mal die wagemutige Behauptung auf, dass das auch in den kommenden Episoden so sein wird und man die Platin-Trophäe, wie bei den restlichen Telltale Spielen auch, automatisch am Ende der letzten Episode erhält.

 

 


 

Episode 2 - "Children of Arkham"

Kommt jetzt der Nachwuchs?

Die zweite Episode von „Batman The Telltale Series“ war zu Beginn ein wenig nervenaufreibender als die erste. Das lag aber mehr daran, dass sie bei mir ziemliche Startprobleme hatte. Alles ruckelte und hakte, da schlich sich kurzeitig eher der Name "Bugman" in meine Gedanken. Im Verlaufe der Episode wird es zwar besser, aber komplett flüssig lief es leider nie. Aber wie dem auch sei, Batman lässt sich ja bekanntlich von nichts und niemandem aufhalten, also auch nicht von solchen Kleinigkeiten wie Ladeproblemen.

 

Der Kern der Story schwenkt in der zweiten Episode ein wenig um. In der ersten "Realm of Shadows" ging es noch sehr stark um den politischen Machtkampf zwischen dem amtieren Bürgermeister Hill und seinem Herausforderer Harvey Dent. In "Children of Arkham" rückt Bruce Wayne nun mehr in der Vordergrund. Es dreht sich mehr um die Ermordung seiner Eltern und wie es dazu kam. Außerdem erfährt man mehr über die Vergangenheit von Bruce Wayne. Wirklich gut gefallen hat mir dabei die Sequenz in der Crime Alley mit Bruce Wayne und seinem Butler Alfred Pennyworth. Da bekommt man mehr Einblicke in den Charakter von Alfred und seiner Beziehung zum jungen Bruce Wayne.

 

Zusätzlich kommen auch die Bösewichte langsam ein wenig in Schwung. Es wird eine Bedrohung für Gotham offenbart, die man so nicht unbedingt kommen sehen hat. Zumindest nach den Eindrücken der ersten Episode. Die Figuren aus den Batman-Comics rücken generell immer mehr in ihre bekannten Rollen und Beziehungen zu Batman. Er und Catwoman bekommen beispielsweise eine äußerst gelungene Kampfsequenz, die die beiden näher zusammenscheißt. Obwohl ich da schon ein wenig schmunzeln musste. Bruce Wayne sitzt mit Selina Kyle am Tisch und bittet sie um Hilfe, da er die Bedrohung nicht alleine aufhalten kann. Ähm, Bruce? Selina in allen Ehren, aber wenn du schon eingestehst, dass es nicht alleine geht, dann ruf lieber Clark, Barry oder Hal an.

 

Das Kampfsystem hat sich zur ersten Episode nicht verändert. Es gibt die gleichen Abschnitte mit den Quick-Time-Events, dem Finishing-Move und dem Analysieren der Umgebung, um Feinde auszuschalten. Schade finde ich dabei allerdings, dass der Detektiv-Abschnitt aus der ersten Episode nicht auch einen Auftritt in der zweiten bekommen hat. Dieser hatte mir äußerst gut gefallen. In "Children of Arkham" war der beste Moment für mich dann der, bei dem man die Wahl bekommen hat, einen bestimmten Abschnitt als Batman oder als Bruce Wayne zu spielen. Das hat einen größeren Einfluss auf den Spielverlauf als eine recht offensichtlich "gute" oder "böse" Antwort in einem Gespräch.

 

Alles in allem finde ich die zweite Episode ein kleines Stück besser als die erste. Man hat das Gefühl, dass es endlich alles ein wenig in Schwung kommt und es fühlt sich mehr wie Batman an. In der ersten war es mehr wie eine Folge "House of Cards" und nicht wie ein Comic rund um einen Superhelden. Das sind aber die einzigen Änderungen gegenüber der ersten Episode. Spielerisch ist es genau das Gleiche. Sie hat mich aber schon überzeugt, so dass ich nun gespannt auf die dritte Episode "New World Order" bin.
 

 



Episode 3 - "New World Order"

Zeit der Veränderung

Die dritte Episode von „Batman The Telltale Series“ trägt den Namen „New World Order“ und verspricht dadurch inhaltlich einiges. Kurz von mir vorab, ich setze jetzt einfach mal voraus, dass ihr die ersten beiden Episoden gespielt habt. Andernfalls könnte es sein, dass ihr zu diesen gespoilert werdet. Bei der dritten werde ich es aber Spoiler frei halten in Bezug auf die Story. Sie setzt genau da an, wo die zweite Episode aufgehört hat. Welch ein Wunder.

 

Nach den Ereignissen des TV-Duells aus der zweiten Episode liegt Harvey Dent im Krankenhaus und wurde zum Bürgermeister gewählt. Mir gefällt dabei, dass mal eine andere Entstehungsgeschichte von „Two-Face“ gewählt wurde. Die ganze Episode über sieht man immer wieder, wie sich Harvey nach und nach seinem Schicksal ergeben muss. Bis hin zum großen Finale am Ende, das keinen Zweifel mehr an seiner Zukunft lässt. Außerdem wird deutlich welchen Plan die „Children of Arkham“ aus der zweiten Episode verfolgen. Langsam entwickelt sich dieses Spiel zu einem richtigen Batman-Spiel. Mit der ersten Episode hatte ich da zugegeben noch so meine Bedenken.

 

Spielerisch bietet die dritte Episode genau das, was die vorherigen beiden auch schon beinhalteten. Es gibt viele Unterhaltungen, bei denen ihr die Entscheidungen treffen müsst. Wobei ich persönlich das Gefühl hatte, dass es schon extremere Entscheidungen waren als noch bei den ersten beiden. Also nicht die normalen Gesprächsoptionen, sondern die wichtigen entweder-oder-Fragen. Hier musste ich stellenweise wirklich zwei Mal drüber nachdenken welche Entscheidung ich nehme.

 

Was mich sehr gefreut hat, war, dass es auch wieder eine Detektiv-Sequenz gab. Diese war bereits in der ersten Episode enthalten, in der zweiten aber leider nicht mehr. Hier muss man wieder erst die Hinweise untersuchen und anschließend miteinander verbinden. Aber so, dass es auch Sinn ergibt. Unterm Strich kann man zwar auch alles ohne groß nachzudenken schaffen, da Batman euch schon sagt wann es falsch ist, Spaß macht es aber trotzdem.

 

Auch sehr gut fand ich, dass es jetzt einen richtigen Bosskampf gab. Batman tritt einem Feind gegenüber, der ihm mehr als gewachsen ist. Das ist ein wirklich gut inszenierter und für Telltale-Verhältnisse auch sehr langer Kampf. Dieser ist genau so wie ich mir einen vernünftigen Kampf mit Batman vorstelle. Endlich mal etwas Anderes als nur Handlanger in einer Bar zu vermöbeln. Erwartet jetzt keine große Veränderung zu den restlichen Quicktime-Kämpfen, aber er fühlt sich einfach besser und größer an.

 

Allerdings habe ich nicht nur Lob für die dritte Episode übrig. Fangen wir mal mit der winzigen Kleinigkeit an, dass stellenweise der Untertitel auf Englisch geblieben ist. Stört jetzt nicht groß, aber fällt schon auf. Was mir aber tierisch auf den Geist gegangen ist, ist, dass das die dritte Episode bei mir Abstürze der Konsole verursacht hat. Mal aus dem Spiel fliegen kann ja mal passieren. Aber dass das dann noch ein zweites Mal passiert und die PlayStation komplett einfriert, sodass man den Stromstecker ziehen muss, das geht echt nicht.

 

Alles in allem fand ich die dritte Episode von „Batman The Telltale Series“ aber wirklich gut. Besonders das Finale und der Cliffhanger für die vierte Episode machen mich echt neugierig. Wieder einmal kann ich es kaum erwarten bis endlich die Wartezeit für den nächsten Abschnitt vorbei ist und es mit „Guardian of Gotham“ weitergehen kann.
 

 



Episode 4 - "Guardian of Gotham"

Eine Stadt dem Abgrung nahe

Auch hier setze ich wieder voraus, dass die Story der ersten drei Episoden bekannt ist und werde so gut es geht Inhalte der vierten Episode fernhalten. Nachdem Bruce Wayne in einem überraschenden Finale der letzten Episode von „Lady Arkham“ unter Drogen gesetzt wurde griff er Oswald Coblepott vor laufenden Kameras an und schlug ihn fast bewusstlos. Er wird in das Arkham Asylum geschickt und soll dort behandelt werden. Dort angekommen lernt er Personen kennen, die in seinem späteren Leben mal wichtig werden. So zum Beispiel Victor Szasz oder den nicht erst seit Heath Ledger bekannten Joker.

 

Richtig gelesen, der Joker bekommt endlich seinen Auftritt in Batmans Telltale-Abenteuer. Die englische Synchronisation finde ich auch sehr gut. Klar, Mark Hamill hat hier Maßstäbe gesetzt, die so schnell wohl nicht erreicht werden. Aber man hat nach der Telltale-Episode wirklich nicht das Gefühl, dass es hier nun komplett daneben war. Hier wurde schon ein äußerst guter Sprecher gefunden. Zusätzlich hat mir sehr gut gefallen, dass Telltale dem Joker keinen Namen gegeben hat, sondern er von allen nur „John Doe“ genannt wird, sogar so mit Anführungszeichen. Mir als kleinen peniblen DC-Fanatiker sind sie damit also nicht auf den Schlips getreten.

 

Ansonsten hat die vierte Episode mehr den Fokus die Story weiter auszubauen. Spielerisch gibt es keine Neuerungen im Vergleich zu den vorherigen Episoden. Das von mir mehrfach gelobte Detektiv-System kommt aber trotzdem wieder zur Anwendung. Wenn auch so simpel wie noch nie. Aber es übermittelt trotzdem ein „Ich bin Batman“ Gefühl. Mit tiefer Stimme gesprochen versteht sich. Wirklich viel mehr an spielerischen Aspekten gibt es aber storybedingt auch nicht. Es kam mir beim Spielen auch so vor, als wenn weniger Kämpfe als in den drei vorherigen Episoden dabei waren. Dafür aber einer am Ende, der es durchaus in sich hat.

 

Kommen wir jetzt wieder zu dem Punkt, an dem gemeckert wird. Was in der dritten Episode nur ein Sandkorn im Auge war ist mittlerweile zu einem ganzen Strand herangewachsen. Es ist so unglaublich viel Englisch mit im Untertitel enthalten, dass man diesen an sich getrost vergessen kann. Wenn ich schätzen müsste würde ich sagen 40% sind noch auf Englisch und nicht ins Deutsche übersetzt worden. Sogar wenn man Multiple Choice Antworten hat sind einige davon auf Deutsch und einige auf Englisch. Wenn man schon einen deutschen Untertitel einbaut, dann bitte auch richtig.

 

Alles in allem ist es aber eine sehr gute Episode. Sie bringt die Story gut voran und führt mit dem Joker einen unfassbar spannenden Charakteren ein. Dazu nähert sich die Geschichte rund um Two-Face oder dem Pinguin langsam dem Höhepunkt. Je nachdem wie ihr euch im Verlauf der Geschichte so entscheidet. Episode 4 hat es definitiv wieder geschafft mich mit voller Vorfreude auf die nächste zurück zu lassen. Ich bin äußerst gespannt auf die im nächsten Monat erscheinende Episode 5 "City of Light".

 

 

 


Episode 5 - "City of Light"

Gotham sucht seine Erleuchtung

Die Telltale Geschichte rund um Batman findet nun ihren Abschluss. Mit der fünften Episode "City of Light" erscheint das Finale eines bisher durchaus überzeugenden Episoden-Titels. Batman hat einen seiner Gegenspieler in der letzten Episode besiegt und muss nun noch die Children of Arkham bezwingen. Dabei gerät nicht nur er ins Kreuzfeuer, sondern auch sein treuer Butler Alfred Pennyworth.

 

Spielerisch packt die fünfte Episode nochmal alles aus, was auch in denen davor schon vorhanden war. Es gibt dieses Mal mehrere Detektiv-Modus-Abschnitte, wenn auch dafür viel einfacher als bei den vorherigen. Ein wenig merkwürdig ist dabei aber, dass sogar als Bruce Wayne dieser Modus aktiviert wird. Es wird zwar keine DNA oder Ähnliches analysiert, streng genommen bräuchte er seinen Batman-Helm also auch nicht, aber trotzdem. Wenn es in den vorherigen Episoden als Batman-Feature angepriesen wird, dann sollte es auch eines bleiben.

 

Zusätzlich gibt es wieder einen Kampf-Abschnitt, bei dem man Auswahlmöglichkeiten hat wie die Gegner ausgeschaltet werden sollen. Auch hier ist es spielerisch keine Herausforderung, aber sieht auf jeden Fall richtig gut aus und macht echt Spaß. So oder so wird man den Abschnitt erfolgreich abschließen, aber es locker das normale Quicktime-Event Geschehen ein wenig auf.

 

Äußerst gelungen fand ich den Kampf gegen den Endboss. Dieser war außerordentlich gut inszeniert (für ein Telltale-Spiel) und wirklich spannend. Dazu auch ziemlich lang. Da muss man sich eine ganze Zeit lang konzentrieren, um keine falsche Taste zu drücken und somit ordentlich Prügel einzustecken. Er findet dann zwar ein recht plumpes Ende, aber unterm Strich hat er mir richtig gut gefallen.

 

Was mir an der fünften Episode aber wieder tierisch gegen den Strich gegangen ist, ist, dass sie meine Konsole wieder zum Abstürzen gebracht hat. Das hat mich in der dritten Episode schon ziemlich aufgeregt und kommt hier tatsächlich wieder vor. Dazu kann sich das Spiel wieder nicht entscheiden, ob es nun auf Deutsch oder auf Englisch sein möchte. Mal so mal so mit den Untertiteln. Richtig nervig. Da dann lieber ein, zwei Wochen mehr Zeit nehmen beim Programmieren und nicht auf Teufel komm raus noch vor 2017 veröffentlichen wollen.

 

Jetzt, wo alle fünf Episoden durchgespielt sind, kann ich auch ein Fazit ziehen: es lohnt sich. Wenn ihr von mir eine Empfehlung wollt, dann holt euch die Batman-Telltale-Reihe. Sie hat eine Menge Spannung und gehörig Action zu bieten. Dazu eine Geschichte rund um den Dunklen Ritter, die es in sich hat. Behaltet aber im Hinterkopf, dass sie ihre Macken hat. Abstürze, Sprachprobleme, Ruckler, alles mit dabei.

 

 

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit dem Anfang von Batman The Telltale Series. Die Story ist bis jetzt recht bodenständig gehalten und passt zum Aufbau der Episodenspiele von Telltale. Ein Einblick in die Machtspielchen in der Politik und der Mafia von Gotham ergibt hier durchaus mehr Sinn als beispielsweise Auseinandersetzungen mit Gegenspielern wie Bane. Point & Click Abenteuer sind ja bekanntlich nicht auf Kampfsequenzen ausgelegt. Gerade wenn man die DC Comics kennt und weiß, in welche Richtung sich die Beziehungen von Bruce Wayne zu Harvey Dent und Oswald Cobblepot noch entwickeln, wartet man mit Spannung auf die nächsten Episoden.


Allerdings ist das Thema „Batman“ auch die einzige wirkliche Neuerung im Vergleich zu den bisherigen Episodenspielen. Ansonsten ist es die gleiche Spielweise und der gleiche Aufbau. Irgendwie schafft es Telltale Games aber trotzdem, dass man nicht die Lust an den Spielen verliert, obwohl es vom Prinzip her immer wieder das Gleiche ist. Mir hat auch der Detektivmodus sehr gut gefallen. Da musste man dann doch ein kleinwenig nachdenken, um voran zu kommen. Alles in allem bin ich jetzt sehr gespannt auf Episode 2.

 

7.0/10

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