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Test: LEGO Der Hobbit im Test für die PS4: Kleine Männer, großer Drache


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lego-the-hobbit-newsbild.jpg.acc50a22727eeb3d5692e76e6a56b587.jpgDie LEGO Spiele von TT Games sind berühmt und berüchtigt. Alle Jahre wieder nehmen sie sich eine Lizenz vor und verwandeln sie in ein charmantes Abenteuer voller Bauklötzchen. Meist handelt es sich dabei um Lizenzen zu aktuellen Filmen, so auch im Falle von LEGO Der Hobbit. Obwohl sich die Spiele meist nicht großartig unterscheiden, so feiert sie doch ihre enorme Fanbase. Zum Dank entwickeln sich auch die Spiele selbst immer weiter und wie sich in diesem Falle die Hobbit Variante von den anderen unterscheidet, erfahrt ihr dies in unserem Test. 

 

In einem Loch im Boden

.. da lebte ein Hobbit. So, wie auch die Romanvorlage beginnt das Spiel mit einer kleinen Person namens Bilbo Beutlin, der nichts von Abenteuern wissen möchte und lieber bei einer Tasse Tee über seinen Büchern hängt. Nunja, nicht ganz. Das Spiel setzt sogar ein paar Jahre früher an, nämlich dort, wo die Zwerge vom Drachen Smaug aus ihrer Heimat vertrieben werden - genauso wie im Film. Der Rest ist Geschichte. Eines schönen Morgens erscheint LEGO-Gandalf und klopft an die LEGO-Haustür des LEGO-Hobbits und zwingt ihn auf eine gefährliche Reise mit einer Hand voll LEGO-Zwerge, die sich nach der Heimat ihrer Vorfahren sehnen. Das Abenteuer orientiert sich dabei mehr an der Filmvorlage, da diese mit ihren drei Teilen bereits eine gestreckte Variante des Buches ist und deshalb einfach mehr hergibt. Dass dies dennoch nicht ausreicht, beweist das Spiel recht eindrucksvoll mit witzigen Einspielern und Buchinhalten, die im Film fehlten, wie beispielsweise dem mutigen Tom Bombadil. Dennoch sollte spätestens hier eines auffallen: Während der zweite Teil gerade erst auf BluRay erscheint, so ist doch der Dritte noch nicht einmal auf der Leinwand gewesen und so fehlt dieser Teil im Spiel ganz einfach. Ob dieser dann per DLC nachgereicht wird, bleibt abzuwarten.

 

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Alles wie immer

Zunächst einmal eine beruhigende Nachricht an alle Fans der LEGO Serie: alles ist noch immer beim Alten. Die Videosequenzen strotzen vor humoristischen Einlagen und dank der noch immer etwas jungen Sprachunterstützung gibt es auch ein paar Wortwitze für die Ohren. Das bedeutet natürlich auch, dass man im besten Fall die Filme gesehen haben sollte, da Anspielungen und sogar ganze Inhalte auf der Strecke bleiben, da es wie immer keine lückenlose Erzählstruktur gibt. Für diejenigen, die bisher noch nicht das Glück hatten, ein LEGO Spiel in ihren Händen zu halten, hier noch ein kurzer Abriss darüber, was einen erwartet: Man läuft durch eine Reihe von gradlinigen Levels, die man nur mit Hilfe der verschiedenen Figuren und ihrer persönlichen Fähigkeiten bewältigen kann. Zusätzlich sind sie gespickt mit Inhalten, die man nur bewältigen kann, wenn man den Level mit später freigeschalteten Figuren wiederholt. Dabei macht man nicht viel mehr als Schlagen, Springen und hier und dort mal ein paar LEGO Objekte zusammenzubauen. Dafür kann man so ziemlich alles kaputtschlagen, was einem unter die kleinen gelben Finger kommt und mit Geschicklichkeitseinlagen und Minispielen wird der Spieler bei Laune gehalten. Klingt nach einem simplen Grundprinzip, doch gerade das macht die LEGO Spiele aus und vor allem für Jüngere sehr einsteigerfreundlich.

 

Alles neu

Und trotzdem macht LEGO Der Hobbit alles anders. Da es stets themenbezogene Neuerungen gibt, lag es wohl nahe, dem Fantasy Setting ein Rollenspiel Outfit zu geben und so bekommt man es mit einer großen, offenen Welt zu tun in der eine ganze Reihe NPCs darauf warten dem Spieler ein Ohr abzukauen und schließlich mit einer Nebenquest zu beauftragen, oder ihm ihre Schätze anzudrehen. Schätze? Ja, in LEGO Der Hobbit verfügt der Spieler über eine Art Inventar und wer stets fleißig alles kaputtschlägt, der wird mit diversen Materialien belohnt, die man zum Bauen oder Handeln nutzen kann. Das Bauen spielt hierbei eine besondere Rolle, denn endlich bekommt man das Gefühl, vor einer Schachtel samt Bauanleitung zu sitzen. Man hat zwar nur die Aufgabe, hier und da ein passendes Teil rauszusuchen, dennoch vermittelt es das Gefühl vor einem Haufen LEGO Steine zu sitzen und verzweifelt nach dem passenden Teil im Klötzchenhaufen zu suchen. Wer schnell ist, wird mit zusätzlichen Credits belohnt. Das gilt auch für die Bergbauarbeiten, in welchen man mehr seltene Rohstoffe erhält, wenn man im richtigen Moment zuschlägt. Das können aber nur Zwerge, die mit dem richtigen Werkzeug ausgestattet sind und im Falle von LEGO Der Hobbit bedeutet dies die Zwerge, die so programmiert wurden. Viele Figuren verfügen zwar über mehrere Ausrüstungssets zwischen denen man per Knopfdruck wechseln kann, jedoch kann man ihnen selbst keine anderen Waffen und Geräte anlegen.

 

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Auf die Augen, auf die Ohren, auf die Mütze!

Was gleich erst einmal positiv auffällt ist die originalgetreue Musik und die gute deutsche Synchronisation der Figuren. Während manche Rollenspiele heute noch immer auf eine Stimme bei unwichtigen NPCs verzichten, kommt LEGO Der Hobbit mit einem unglaublichen Repertoire an Vertonung daher. Hier erhält selbst der kleinste Händler oder der dümmste Ork noch einen Spruch, den er zum Besten geben kann.

Die Grafik hingegen hat durchaus ein wenig gelitten. In einem LEGO Spiel gibt es gezwungenermaßen eine Menge harter Kanten und da ist es schade, wenn selbst die PlayStation 4 Version noch unter flimmernden Kanten und dem Treppeneffekt zu leiden hat. Hoffen wir mal, dabei handelt es sich um ein Relikt aus den LastGen Konsolen, welches in zukünftigen Spielen nicht mehr auftritt. Denn ansonsten gibt es wenig am einfachen Design auszusetzen. Die meiste Zeit geht sowieso so viel auf dem Bildschirm ab, dass man sich wenig an den Details aufhalten kann. Dennoch gibt es LEGO-typische Bugs die das Spiel „bereichern“, die von Clipping-Fehlern, über nicht-auslösende Events bis hin zu KI-Aussetzern reichen. Schade, dass man vieles aus den alten Spielen wiedererkennt und von denen man dachte, dass sie mit der Zeit behoben werden würden.

 

 

 

Zusammen auf die Nase hauen

 

LEGO Der Hobbit kann man übrigens wie gewohnt im Splitscreen zusammen spielen. Dieser ist dynamisch und verändert sich in Relation zum Charakterstandort und verschwindet sogar ganz, wenn man auf demselben Bildschirm ist. Das hat den Vorteil, dass man schon mal alleine weiterlaufen kann oder sich aufteilt, um die Levelinhalte parallel auseinander zu nehmen. Natürlich kann das Ganze schnell in Frust enden, wenn man sich in den Minispielen gegenseitig beharkt, oder einer der beiden Mitspieler eine Figur verwendet, die woanders gebraucht wird oder nicht weiß, wie er damit umgehen soll. Da ist friedlicher Umgang und Absprache gefragt, dann macht es auch so Spaß. Und im Notfall haut man sich virtuell den Schädel ein oder schubst den unliebsamen Mitspieler von der Klippe. Das Zusammenspiel hat nämlich den Vorteil, die überaus dumme KI durch einen nicht mehr ganz so dummen Begleiter zu ersetzen, dem man seine Vorhaben erläutern kann und der deshalb nicht einfach irgendwo runterspringt, auch mal auf Schaltern stehen bleibt oder bei Rätseln mithilft. Bleiben lediglich die verflixten Teamattacken, wo die eine Hand nicht weiß, was die andere macht.

 

Gib’s auch Mithril Trophäen?

Für LEGO-Veteranen beinhaltet die Trophäenliste von LEGO Der Hobbit keinerlei Überraschungen. Lobenswert ist wie immer, dass es durch das Freie Spiel und die Kapitelauswahl keine verpassbaren Trophäen gibt und man mit den roten Cheat Steinen eine ganze Menge Such- und Sammelzeit einsparen kann. Unter Trophäensammlern ist die Spielreihe ja bereits berüchtigt und somit ist es nicht verwunderlich, dass auch hier wieder Unmengen an Sammelobjekten die Spielzeit in die Länge ziehen und wer auf die Platin-Trophäe aus ist, sollte das Spiel erst einmal beenden und sich dann daran machen, die richtigen Charaktere freizuschalten um dann im Freien Spiel die ganzen charakterspezifischen Rätsel anzugehen, die meist nur den Einsatz einer Fähigkeit erfordern.

 

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Fazit

LEGO Der Hobbit ist ein recht typisches LEGO Spiel und bietet dennoch mehr Neuerungen, als die letzten LEGO Teile zusammen. Gäbe es ein Level- und Ausrüstungssystem, könnte es glatt anderen Rollenspielen die Stirn bieten. Das betrifft leider auch immer wiederkehrende Bugs und grafische Schwächen, die den Spielspaß trüben können. Auch die Witze zünden nicht mehr ganz so gut, man merkt, dass langsam der Ideenreichtum ausgeschöpft ist. Dennoch kann LEGO Der Hobbit wieder überzeugen und wer mit den anderen Titeln Spaß hatte, der wird auch mit diesem Spiel keinen Fehler machen. Besonders durch die vielen Nebenmissionen erhält man hier einiges mehr an Spielzeit als gewohnt. Für Trophyhunter ist es sowieso ein Muss und Freunde von Tolkiens Universum und LEGO Bauklötzchen sollten ebenfalls einen zweiten Blick riskieren.

8.0/10

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