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Test: Little Nightmares II (PS4)


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Little Nightmares II – Der Albtraum nimmt kein Ende!

 

Man kann über den ersten Ableger von Little Nightmares sagen was man möchte, aber man muss zugeben, wie außergewöhnlich die düstere Stimmung und wie andersartig das gesamte Spiel umgesetzt wurde. Jetzt geht das kleine Mini-Adventure in die zweite Runde. Inwieweit die Rätsel-Einlagen, die kryptischen Deutungen und die bescheidenen Horror-Momente überzeugen, erfahrt ihr in unserem Test:

 

Zusammen sind wir stark!

 

Mit der Fortsetzung seitens Bandai Namco und den Tarsier Studios wollte man es nochmal wissen. Die düstere Welt von Little Nightmares II steckt voller Fallen, Rätsel und bizarren Monstern und es wird sehr schnell klar: Auch der Nachfolger bleibt seinen Wurzeln treu! Sowohl der erste Ableger konnte Spieler stilistisch als auch vom Gameplay überzeugen. Einige betiteln diese schauerhafte Welt als Rätsel-Plattformer und das nicht zu Unrecht. Um in der Welt von Little Nightmares II weiter voranzukommen, bedarf es an Geschick und Köpfchen. Also erkundet man wieder mit der Hauptprotagonistin Six die Welt von Little Nightmares? Nein, diesmal nicht. Diesmal schlüpft man in die Rolle von Mono. Aufgewacht und verwirrt neben einem Fernseher in einem Wald macht er sich auf den Weg, um aus dem Alptraum herauszukommen. Dabei muss er vielen Gefahren trotzen und auch sein eigenes Mysterium lösen. Was hat es mit den Fernsehgeräten auf sich und in welcher Verbindung stehen diese zu Mono?

 

Relativ schnell findet wir sogar Unterstützung in dieser trostlosen Welt. Ein kleines Mädchen, eingesperrt in einem heruntergekommenen Zimmer, ist scheinbar auch in dieser Welt gefangen. Schnell kommt man zu der Einsicht: nur zusammen kommen wir weiter. Die namenlose Mithelferin sorgt dafür, dass Mono Stellen erreicht, die er alleine niemals schaffen könnte. Ein kleiner, aber feiner ermunternder Gedanke, der einen präsent immer daran erinnert, die Zweisamkeit zu genießen. Aber dann sind noch die überdimensionalen Monster mit von der Partie. Irgendwann heißt es einfach wegrennen, verstecken und überlisten! 

 

Little Nightmares II bedient sich nicht nur an typischen Kinderalbträumen, sondern auch an bestimmten, aus dem Internet bekannten Horror-Geschichten und inspiriert sich auch an Silent Hill oder sogar Horror-Filmen wie Freitag der 13. Was einem diese kleine Horror-Perle alles abverlangt, um weiter zu kommen, wird auch im Gameplay deutlich. Man wird immer wieder an bestimmten Stellen scheitern. Das Trial-&-Error-Phänomen ist aber bewusst so gewählt worden, um die Gnadenlosigkeit der Albtraum-Atmosphäre widerzuspiegeln. Umso mehr muss man in Wirklichkeit nicht frustriert sein, denn die Checkpoints sind in Little Nightmares II sehr gut eingesetzt worden. Die Balance in dem Spiel ist auf jeden Fall sehr ausgewogen.

 

 

 

Stelle dich deinen Ängsten!
 

Auch wenn die Checkpoints fair verteilt worden sind, gibt es aber einige Momente, die das Scheitern im Spiel ungerecht erscheinen lassen. Wenn man mit einer Beil-Axt seinen Gegner nicht trifft oder in den Abgrund fällt, weil Mono zu sehr links gegleitet ist, dann liegt der Fehler in der Steuerung. An einigen Stellen ist diese sehr unpräzise programmiert worden und man wird deswegen schnell genervt werden. Aber manchmal erkennt man den Fehler auch bei sich selbst. Wenn Weglaufen die falsche Option ist, dann ist der Weg der Selbstverteidigung eben doch die bessere Alternative.

 

Wer den ersten Teil von Little Nightmares noch gut kennt, der wird Neues, vom spielerischen her, erkennen. Eine der wenigen Neuerungen sind die Schlüssel, denn jetzt kann man diese direkt in die Tasche packen und muss sie nicht mehr von A nach B hinter sich herschleifen, was die ganze Sache etwas angenehmer macht. Natürlich müssen Werkzeuge hinterhergeschleift oder getragen werden, aber so wird die Bedeutsamkeit der Machtinstrumente klar abgetrennt. Im Laufe des Spiels werden einige mobile Gegenstände wie z.B. eine Taschenlampe durch Bestätigen der Kreis-Taste neu eingeführt. Diese werden in dem späteren Handlungsverlauf eine immense Relevanz haben.

 

Diese frischen Impulse machen das Spiel abwechslungsreicher. Auch die neuen Schauplätze wie Schulen oder ein Krankenhaus sorgen mit ihren Debut-Auftritt für einzigartige, schaurige Momente. Und immer wieder wird durch die Präsenz der Fernsehgeräte ein neues Mysterium bis zum Ende gut ausgebaut. Die Grafik ist ein Hingucker, der Stil - insbesondere bei den Gefahren und Monstern - wirkt wahnsinnig authentisch und der Soundtrack und die Soundkulisse, die wenig eingesetzt werden, tragen sehr gut zum Makabren bei. Wenn ein Gegenstand runterfällt und so die Aufmerksamkeit des Monsters auf sich lenkt, sorgt das ordentlich für Muffensausen. All die versteckten Hinweise, die die Lore von Little Nightmares ausschmücken, sind für verschiedene Interpretationsmöglichkeiten ausgelegt. So kann man bis zum Ende alles Mögliche spekulieren, was das Abenteuer schlussendlich über die Figuren und die Welt aussagt. Für fünf bis sechs Spielstunden ist man schnell mit dem Spiel durch, aber dafür merkt man, wie viel in diesem „Minispiel“ eigentlich so drinsteckt.


Trophäen? Kleiner Zeitaufwand

 

Rein theoretisch kann man die Platin in diesem Spiel sehr schnell erreichen. Wie oben schon erwähnt, kann mit einem Guide theoretisch alle Trophäen innerhalb von sechs Stunden einsacken. Man muss alle Collectibles einsammeln, d.h. alle Hüte und alle fragmentierten Überreste sammeln. Zusammen mit den storybedingten Trophäen hat man einen Großteil der Trophäenpunkte abgedeckt. Hat man alle fragmentierten Überreste gesammelt, so kann man das Secret Ending am Ende des Spiels begutachten. Die Hüte, die man immer aufsetzen kann, sind für einige Trophäen ebenfalls wichtig, um bestimmte Bedingungen an Nebenaufgaben, wenn man das so nennen möchte, freizuschalten. Man kann einige Trophäen verpassen, aber durch die Kapitelauswahl kann man diese nachholen. Sonst bleibt nicht viel über die Trophäen zu sagen.

 

Fazit

 

Little Nightmares II ist ein faszinierendes Adventure-Spiel in einem außergewöhnlichen Horror-Gewand. Die Rätsel-Einlagen sind gut ausgelegt, der Stil in seiner Bizarrheit verstörend gut umgesetzt und die Atmosphäre passt wieder einmal sehr gut. Fans des ersten Ablegers kommen auf jeden Fall voll auf ihre Kosten. Zwar fällt das Spiel relativ kurz aus und die Gameplay-Passagen haben ihre Fehler, dennoch ist das Spiel in seinen möglichen Bedeutungen und Interpretationen ein einzigartiges Erlebnis. Sollte man nicht verpassen, falls man auf der Suche nach etwas Neuem ist!

 

8.0/10

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Euer

Edited by ItachiSaix
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Ich habe den ersten Teil damals sehr gerne gespielt. Die Atmosphäre war sehr packend und hat dafür gesorgt, dass ich kaum vom Spiel ablassen konnte. 
Deshalb freue ich mich auf den zweiten Teil und werde ihn mir sofort besorgen! 

  • gefällt mir 1
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