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ItachiSaix

Test: Mafia Trilogy (PS4)

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Mafia-Trilogie-Test – Mehr als ein Remake

 

Ein wahrhaft denkwürdiger Klassiker hat sich im Videospielbereich tief im Gedächtnis der Spieler eingeprägt. 2002 hat das Original nicht nur auf inszenatorische sondern auch auf Storyebene gezeigt, wie eine rundum epische Mafia-Geschichte erzählt werden kann. Nun kam September 2020 von Hangar 13 eine Neuinterpretation mit neu aufgelegter Grafik dieses Spiels heraus. Zusammen ist dieses Spiel in einer Trilogie mit Teil 2 und 3 zusätzlich auf dem Markt erschienen. Inwiefern aber insbesondere der erste Teil im Hinblick auf die erweiterten Charaktere und all die anderen neuen Zusätze etwas taugt, erfahrt ihr in unserem Test:

 

Es war einmal…. In Lost Heaven

 

Wer sich nicht nicht mit der Handlung von Mafia auskennt, hier eine kurze Zusammenfassung. In das New York ähnelnde Lost Heaven begegnet der Taxifahrer Tommy Angelo in seiner Zigarettenpause zwei Mafiosi, die sein Leben völlig auf den Kopf werfen. Diese verletzten Gauner befinden sich auf der Flucht vor der feindlichen Mafia-Familie Morello und der mit dem Tode bedrohte Tommy hat keine andere Wahl, als sie in Sicherheit zu fahren. Nach einer hitzigen Verfolgungsjagd konnte der bescheidene Taxifahrer seine Mitbringsel Paulie und Sam zurück zu der Bar bringen, die von der Familie Salieri geführt wird. Als sich der Ärger legt und er seiner Verpflichtung wieder nachgeht, tauchen zwei Mitglieder der Morellos auf, um Tommy für seine Beihilfe bezahlen zu lassen. Hilfesuchend kehrt er wieder zu Salieries Bar zurück und entschließt sich, ein Teil dieser Familie zu werden. Und so steigt Tommy in die kriminelle Organisation ein, die mit vielen Höhen und Tiefen seiner künftigen Karriere in Verbindung steht.

 

Das Besondere an Mafia aus 2002 ist schon immer die Geschichte gewesen, die auch aus einem Martin-Scorsese-Film entspringen könnte. Eine zugrundeliegende Mafia-Handlung, die die krummen Geschäfte thematisiert und welche Konsequenzen diese innehaben, könnte nicht spannender sein. Auch hier bei uns damals bekam das Spiel eine deutsche Sprachausgabe spendiert, die aber heutzutage eher unfreiwillig komisch wirkt. Demgegenüber kommt das Remake, Mafia Definitive Edition aus 2020, aber souveräner rüber und weiß, wie es sich zu präsentieren hat. Einzelne Charaktere wurden selbstverständlich neu überarbeitet, aber auch einzelne Missionen wurden erweitert und neu interpretiert. Und diese Entscheidungen hätten nicht besser ausfallen können.

 

Wenn man das Original mit dem Remake vergleicht, erkennt man sofort, wie unterschiedlich die einzelnen Figuren sind. Tommys Kollege Paulie weist zum Beispiel große Unterschiede auf. Im Original kommt der Mafioso zuvorkommend und etwas trottelig rüber, was auch unter anderem der deutschen Sprachausgabe geschuldet ist. Hingegen ist dieser in der Neuinterpretation auffallend aggressiv und emotional lebendig, was ihn nur noch besser ins Gedächtnis einbrennen lässt. Auch Storysequenzen wurden wie gesagt erweitert und mit neuen Inhalten befüllt. In einer Storymission erzählt zum Beispiel der Buchmacher Frank Tommy eine Anekdote über einen Windhund. Dieser kleine Zusatz kam im Original so nicht vor und generell einige einprägsame Dialoge haben das Potenzial, sehr vielschichtig zu sein. Es ist deshalb umso spannender für die Leute, die das Original noch kennen und so diese Werke miteinander zu vergleichen wissen. Das ist der Mut, die sich Remakes im Allgemeinen mehr trauen müssen!

 

 

 

Ich mache dir ein Angebot, was du nicht abschlagen kannst!

 

Was dieses Spiel zudem noch einprägsamer gemacht hat, ist auch der Umgang der Open World im Vergleich zum Original gewesen. Damals löste es zu dieser Zeit durch NPCs, einem funktionierenden Ampel-System, einer selbstständigen Bahn, in die man immer ein- und aussteigen konnte, etc. eine große Faszination aus. Diese GTA-Konkurrenz beinhaltete aber weder die Funktion, dass man seinen Charakter individuell gestalten kann, noch dass die Open World mit Collectibles ausgestattet ist. Dass diese Funktionen ebenfalls in der Definitive Edition nicht vorhanden sind, ist keine Schande. Mafia definiert sich durch eine lebendige Open World, in der Interaktionen fehlen, aber diese auch einfach nicht braucht. Jedoch ist es bedauerlich, dass im Remake die Bahn - bis auf eine Storymission - nicht nutzbar ist und generell zu wenige Ampeln existieren. Daher fühlt sich die Funktion der aktiven Polizei etwas überflüssig an.

 

Wenn man kleine Delikte, wie das Überfahren einer roten Ampel oder überhöhte Geschwindigkeit in einem bestimmten Bereich, begeht, so konnten die Hüter des Gesetztes, je nachdem wie man ihre Aktivität eingestellt hat, Tommy schnell an den Kragen gehen. Bemerkt man diese schnell, so hat man aber die Option, aus dem Auto auszusteigen und sofort seine Strafe für das Vergehen zu „bezahlen“. So richtig bezahlen tut man nicht wirklich, da es keine Geldwährung gibt, aber es trägt einen Teil zur Authentizität bei. Sollte man allerdings die Fahndung ignorieren, kann es in einer beschwerlichen Hetzjagd münden.

 

Das Gameplay vom Mafia-Remake spielt sich angenehm bis gut. Das Zielen mit der Pistole und anderen Schusswaffen erfüllt seinen Zweck. Man sollte aber immer in Deckung gehen, da die Gesundheit nicht regenerierbar ist. Insbesondere bei den höheren Schwierigkeitsgraden ist es von enormer Bedeutung, Schutz zu suchen. Zuerst fühlt sich das Benutzen von Nahkampf- und Distanzwaffen etwas befremdlich an, da die Ausführung der Aktion gefühlt etwas verzögert kommt. Auch das Betätigen von Finishern bei Schlägereien wirkt etwas unbeholfen, da diese nicht so flüssig animiert sind. Diese kleinen Schwächen sind aber verkraftbar und man entwickelt ein Gefühl für die Steuerung. Als Alternative sind auch Schleichaktionen möglich, was in so einigen Situationen sogar sehr hilfreich ist. Im Allgemeinen fahren sich die Vehikel in Mafia relativ ungelenk und das merkt man auch trotz der Simulations-Einstellung, die man jederzeit umstellen kann.

 

Es leben die 30er!

 

Die Grafik ist ein absoluter Hingucker. Auch aus den neuen Gesichtsanimationen der einzelnen Figuren kann man mehr vernehmen als im Original. Zudem sind neue Details zu betrachten, wie hecktische Passanten bei Regen, der schlechte Radioempfang, wenn man einen Tunnel passiert, oder sichtbare Schäden am Auto, die mithilfe eines Baseballschläger entstehen. Zudem wurden jetzt auch Collectibles in Mafia: Definitive Edition spendiert. Durch den Erkundungsdrang findet man schön gestaltete Comics, Zigarettenbildchen usw.

 

Auch die Sprachausgaben machen so einiges her. Hier sind sowohl die deutsche als auch die englische Sychronisation ziemlich gelungen. Dennoch sollte auf jeden Fall betont werden, dass die englische Sprachausgabe zu empfehlen ist, da durch die schöne Aussprache Akzente deutlicher zum Vorschein kommen. Bedauerlicherweise sind die Durchsagen aus dem Radio nicht auf Deutsch verfügbar.

 

Das Besondere war zu Zeiten des Originals die Musikauswahl. Das Flair und die Abwechslung haben sehr zum Spielspaß beigetragen. Im Remake sind neue Musikstücke dazu gekommen, die die Atmosphäre der 30er gut einfangen, die aber an einigen Stellen doch leider zu ähnlich klingen. Dennoch überzeugen einige Soundtracks sehr, insbesondere in impulsiven und spannenden Momenten. Generell ist das Sounddesign sehr gelungen.

 

Und wie machen sich die Nachfolger?

 

Im Hinblick auf die Trilogie gibt es einen kurzen Rückblick auf Teil 2 und 3. Die Fortsetzungen der Mafia-Saga brillieren nicht ganz im Vergleich zum Erstlingswerk. Das liegt unter anderem am Cast, sprich an den Figuren, die nicht allzu viel Sympathie austrahlen, und deswegen eine Identifikation mit den Charakteren eher ausfällt. In Teil 2 ist die Hauptfigur, Vito Scaletta, nur auf sich selbst bezogen und in Teil 3 stumpft man mit seiner Beziehung zur Figur ab, da man vergebens nach Höhepunkten in der Story sucht, die aber nur am Anfang und Ende überzeugen. Die überarbeiteten Definitive Editions haben deutliche Schwächen, wenn es um die Erzählung und Umsetzung geht.

 

Auf technischer Ebene möchte man meinen, dass Teil 2 eine deutliche Entwicklung von PS3 zur PS4 geleistet hat, aber das stimmt auch nur bedingt. Die Definitive Edition weist an einigen Stellen keine konstant flüssige Framrate auf und hin und wieder tauchen sogar Tonfehler auf. Dennoch muss man zugeben, dass die neuen Effekte und Texturen sehr stimmig wirken. In Teil 3 sind noch die üblichen Bugs und Grafikfehler zu entdecken, aber die Produktion in Sachen Synchronisation und Lokalisierung lässt sich auf jeden Fall sehen.

 

Die Trophäen sind das einzig Wichtigste im Leben!

 

Mit den neu dazugekommen Trophäen gibt es einiges an Arbeit, für die man ca. 30 bis 40 Stunden aufbringen muss, wenn man die Platin in Mafia: Definitive Edition ergattern möchte. Im ersten Durchgang bis zum Abschluss der Story gelangt man automatisch an ca. 40% der Trophäen, die an die Story und an einige Collectibles gebunden sind. Man sollte sich später in der freien Open World und in Wiederholungen von Storymissionen um die Sammelsachen kümmern.

 

Am Ende sollte man sich an die letzte Trophäe durchs Durchspielen im höchsten Schwierigkeitsgrad wagen. Das Frustrierende wird hier eine bestimmte Renn-Mission werden, da man sich an die Schwierigkeit der Steuerung gewöhnen muss und auch das nötige Glück braucht. Natürlich kann man die Trophäe direkt schon am Anfang in Angriff nehmen, es sei aber zuerst zu empfehlen die Story zu genießen, um auch selbst einen Überblick zu bekommen, was einen erwartet. Die Schwierigkeit, um an die Trophäe zu gelangen, fällt mittelschwer aus.

 

Fazit

 

Mafia: Definitive Edition hat sich als Remaster bewiesen und es ist für mich überraschend gut ausgefallen. Die Story, Figuren, Inszenierung, Dialoge etc. sind so herausragend, dass ich mit fast jedem mitgefiebert habe und ich kaum abwarten konnte, wie es weiter geht. Das Spiel hat einige technische Aussetzer, dennoch störte es mich kaum. Diese glaubhafte Welt mit ihren neuen Erweiterungen hat mich nämlich so in den Bann gezogen. Auch finde ich es mutig, dass u.a. die Open World nicht mit Nebenmissionen zugekleistert wurde, was in den heutigen Zeiten keine Selbstverständlichkeit ist.

 

8.0/10

 

Euer

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