Kratosaurus Geschrieben vor 2 Stunden Geschrieben vor 2 Stunden Bei all der Kritik die ich im Vorfeld gelesen habe bin ich jetzt doch sehr überrascht, wie gut der Titel eigentlich ist. Ab der ersten Kamerafahrt vom Titelbild weg, bis zum komplett bizarren Ende konnte mich das Spiel durchweg fesseln. Die Story find ich gut, nicht zuletzt weil die viel Raum zur Eigeninterpretation lässt, technisch gibt es absolut nichts auszusetzen, Grafik und Akustik sind auf recht hohem Niveau. Die Kämpfe fühlen sich anfangs ein wenig träge an, das stimmt, meiner Meinung aber nur deswegen, weil man die angeht wie man das als geneigter Gamer gewohnt ist, eben frontal und immer feste drauf. Anstatt dessen sollte man versuchen die Gegner auszumanövrieren, das funktioniert in 90% der Fälle wunderbar, wobei das Kampfsystem im Notfall auch mehr als nur Zweckmäßig ist. Finde das passt in der Form auch besser zur Situation bzw. zum Setting und trägt zur beklemmenden Atmosphäre bei, das ist schon okay so. Bisschen vergleichen find ich kann man das Game mit Agony von 2018, welches ebenfalls viel mit u.a. Body-Horror-Elementen jongliert. Mir hat das damals eigentlich gut gefallen, wobei es bei weitem nicht mit Scorn mithalten kann, hauptsächlich die Technik hat dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also wie gesagt, mir haben alle Aspekte des Spiels gut gefallen, nur hätte ich mir von allem etwas mehr gewünscht. Über Demo-Format schaffen es die Entwickler zwar locker hinaus, ein paar mehr Gegner-Typen und etwas mehr Umfang wäre aber schön gewesen. ----------------------------- ----------------------------- Zeitaufwand: Spiel zeigt mir 7 Stunden bis Platin an. Glaube wenn ich das auf der Stelle nochmal platinieren würde, ginge das in weniger als 5 Stunden, ohne Vorkenntnisse ergeben sich aber die paar Stunden mehr. Schwierigkeitsgrad: Den Satz meines Vorredners find ich sehr passend: "Es gibt keine echten Skill-Hürden, sondern eher Orientierungslosigkeit, die künstlich als Schwierigkeit wahrgenommen wird." ...obwohl ich dazu sagen muss, dass diese künstliche Orientierungslosigkeit rein dadurch entsteht, dass einem die Gebiete anfangs immer erschlagend groß vorkommen, nur wenn man ein paar Meter läuft merkt man wie linear die eigentlich sind. Nicht selten führen fünf Gänge aus Räumen heraus, von denen vier nur im Kreis herumführen, also man läuft zwangsläufig immer wieder in die richtige Richtung. Auch die Gegner sind schnell durchschaut und können außerdem in 90% der Fälle locker umgangen, oder im Notfall auch leicht erledigt werden. Somit bleibt das Schwierigste am Spiel die wenigen Rätsel und die würde ich unterm Strich auch nicht höher als mit einer 3 bewerten. Spielspaß: Also ich kann die Kritiken kaum nachvollziehen, mir hat der Titel wirklich gut gefallen - ist mir eine 8 wert. Zitieren
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