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Test: TrackMania Turbo im Test für die PS4: Jede Sekunde zählt!


Souly
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Für Alle Arcade Racing Fans gibt es wieder einen Kracher in den Läden. Nadeo hat ein neues TrackMania entwickelt und Ubisoft bringt den beliebten Racer in die Läden. Die Fans erwarten spannende Auto-Action mit abgefahrenen Strecken und die Jagd nach Medaillen und ob das dem neuen Ableger der Reihe gelungen ist oder sich doch im Smart davongestohlen werden sollte, erfahrt ihr wie immer in unserem Test.

Arcade in Reinkultur

Fünf Jahre ist es nun her, dass der letzte TrackMania Teil, TrackMania 2, in die Läden kam. Solange mussten sich die Fans des beliebten Arcade-Racers, der hauptsächlich durch den Free 2 Play Titel TrackMania Nations Berühmtheit erlangte, gedulden, um einen neuen Teil der Serie in den Händen halten zu dürfen. Doch die Wartezeit hat sich gelohnt. TrackMania Turbo setzt auf Altbewährtes und bringt einige kleinere Neuerungen in die Reihe.

Der Singleplayer bietet mit 200 Strecken auf 4 verschiedenen Karten und Fahrzeugen schon ein umfangreiches Erlebnis. Wirklich interessant ist, dass die vier Regionen aus alten TrackMania-Teilen entnommen sind. So gibt es den Canyon Grand Drift, welcher aus TrackMania Canyon entnommen wurde, Valley Down & Dirty aus TrackMania Valley, das in jedem Teil vorhandene International Stadium und zu guter Letzt die Rollercoaster Lagoon, welche eine Anlehnung aus TrackMania Sunrise darstellt.

Auf jeder Karte gibt es ein anderes Fahrzeug, das es zu meistern gilt. Im Canyon steuert man einen ziemlich dicken Bulliden, welcher ein sehr driftfreudiges Heck besitzt. Im Valley regiert eine Art Buggy – Rallye Mischung, welche sich in Offroadarealen am besten steuern lässt. Wenn man das International Stadium besucht, fährt man einen Formel 1 Wagen, welcher ein sehr starkes Handling hat. Die Rollercoaster Lagoon hat einige besondere Streckenelemente wie Straßen, welche den Wagen mit Magneten an der Bahn hält. Der dazugehörige Wagen ähnelt wieder einem Buggy, dieser hat aber das stärkste Handling und die beste Bodenhaftung im Spiel, weshalb der Spieler hier wirklich sein Können unter Beweis stellen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=KbCrSGVjFCc

Wie in der Spielhalle damals

Beim Game-Design spielt Nadeo sehr stark mit dem Arcade-Thema. So findet man im Spiel immer wieder kleine Anspielungen auf alte Spiele-Automaten wie zum Beispiel einen „Insert-Coin“ Text oder auch direkt einen Arcade- oder HotSeat-Modus. Auch sonst wird in der Reihe nicht viel Wert auf Realismus gesetzt, aber genau das macht Trackmania eben aus. Die Strecken sind mit wilden Sprüngen, Loopings und Turbotstreifen gespickt und man verliert hin und wieder schon einmal die Übersicht über den Streckenverlauf.

Letzten Endes dreht sich auf den Strecken alles um die eine tausendstel Sekunde, um doch noch die Goldmedaille zu bekommen. So kommt es schon mal vor, dass man eine Strecke gefühlte 50 mal neustartet (günstiger weise brauch man dafür nur die Kreis-Taste drücken), um seine Linie in einem neuen Run zu verbessern. Das klingt zwar nach repetitiver Arbeit, macht aber riesigen Spaß. Wer partout keine Bestzeit erfahren kann, der kann auch einen „Joker“ benutzen. Dieser lässt sich einsetzen, wenn man zum Beispiel zweimal eine Silbermedaille erfahren hat. Der Joker macht daraus dann eine eingeschränkte Goldmedaille. Praktisch, wenn man erst einmal alle Strecken freischalten und sich später um die Bestzeiten kümmern möchte.

Ebenfalls Arcadeüblich sind die Ghosts, die einem bei einem Run als Gegenspieler dienen. Entweder man sucht sich einen vorgegeben Ghost nach Edelmetall (Gold, Silber oder Bronze) aus, oder man fährt die Strecke einmal komplett und schlägt dann im nächsten Run sein eigenes ich. Das kann durchaus bei den ersten Streckendurchläufen sehr praktisch sein, um erst einmal eine Ideallinie, oder überhaupt einen Streckenverlauf, zu finden. Des Weiteren spornen einen die halb durchsichtigen Gegner gut an und verleiten auch schon mal zu Fehlern.

TRACK-Mania

Die Singleplayerkampagne ist zwar ganz interessant und fesselt schon ein paar Stunden, das Herzstück von Trackmania ist aber natürlich die Community und der Streckeneditor. Und dieser Editor hat es an Komplexität wirklich in sich. Hier kommt jeder passionierte Streckenbauer voll auf seine Kosten und kann auch mal seinen „Kindheits-Matchbox-Superlooping-Mega-Hyper-Achterbahn-Fantasien“ (© Souly =P) freien Lauf lassen.

Der Editor selbst bietet verschiedene „Schwierigkeitsgrade“. Wer also noch nie mit dem Trackmania-Editor gearbeitet hat, sollte sich im Anfängerbereich zuerst ein wenig einarbeiten. Weiter geht es dann mit dem fortgeschrittenen Programm und zuletzt mit dem sehr komplexen Profi-Tool. Im Editor sucht man sich erst einmal eine der 4 im Spielt enthaltenen Gebiete aus. Je nach Gebiet, gibt es dann ein unterschiedliches Streckenset. Danach fängt man dann an, die Insel zu gestalten und die Strecke Stück für Stück zusammen zu bauen. Je nach Komplexitätssgrad des Editors, kann dies schon die ein oder andere Stunde in Anspruch nehmen.

Wem das zu lange dauert, dem bietet der Editor auch eine ganz neue Funktion an, das automatische Streckenbauen. Hierbei stellt man nur ein paar Rahmenbedingungen ein und der Editor bastelt sich langsam eine Zufallsstrecke zusammen. Da das ganze natürlich zufällig geschieht, kommt dabei entweder was tatsächlich Cooles raus, oder eben totaler Murks. Der Zufallsgenerator baut zum Beispiel sehr gerne einen Turbo, eine Steigung und dann eine 180° Kurve. Das kann man, wenn man gutmütig ist, als eine Schikane interpretieren, ist aber spätestens nach der 3. Strecke nicht mehr so toll. Nichts desto trotz schafft es der Auto-Editor hin und wieder auch wirklich gute Strecken zu basteln und bereichert so auch gerne mal die Community-Seiten.

Ich will der Allerbeste sein, wie keiner vor mir war…

Da sich in Trackmania alles um die Bestzeit dreht, bietet sich natürlich ein ausführlicher Multiplayer-Modus an, oder besser gesagt die Modi. Das heißt man fährt entweder ganz klassisch für sich alleine gegen den Rest der Welt auf einer Strecke um die Bestzeit, oder man versucht in einer festgelegten Zeitspanne (z.B. 5 min) die beste Zeit von 16 Fahrern auf der Strecke zu fahren, oder man fährt mit 3 Kumpels im Splitscreen auf der Couch, oder man fährt ein Rennen oder oder oder. Es müsste eigentlich für jeden Typ Spieler ein Multiplayer-Modus existieren. Viel mehr Möglichkeiten sind mir zumindest nicht eingefallen.

Hervorzuheben wäre da allerdings der neue „Double-Driver“ Modus. In diesem Modus fahren zwei Spieler ein Auto. Das klingt erstmal verrückt… Ja ne, es ist ziemlich verrückt. Das Auto reagiert hierbei auf beide Eingaben der Spieler mit jeweils halber Stärke. Wenn also einer nach Links und der andere nach Rechts lenkt, dann fährt das Auto gerade aus. Wenn beider in eine Richtung lenken, addiert sich die Lenkkraft der beiden Spieler und so weiter. Das bedarf anfangs etwas Übung und insbesondere das leichte korrigieren auf gerader Strecke hat hier oftmals die lustigsten Auswirkungen. Definitiv eine geniale Umsetzung des Couch-Coop.

Wer sich in der Community behaupten kann, der klettert in den Ranglisten weiter nach oben. Es gibt eine Welt-, Landes- und Bundeslandrangliste (Souly ist in Sachsen-Anhalt übrigens in den Top-50 *hust*). Wie die Punkte dort verteilt sind, ist leider nicht aufgeschlüsselt. Ob nun eine Singleplayer-Medaille genauso viel Wert ist, wie eine Multiplayer-Medaille, bleibt also ein Rätsel.

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Technisch ein V8

Die obligatorische technische Betrachtung fällt durchweg positiv aus. Die Grafik ist für einen Arcade-Racer wahrlich bombastisch. Die Spiegelungen und Streckendetails mit den Leuchtreklamen und Blinklichtern sind hervorragend Umgesetzt. Die Autos wirken authentisch, auch wenn sie natürlich nicht realitätsnah sind. Ein wirkliches Schadensmodell gibt es leider nicht. Lediglich ein Heckspoiler kann man davonfliegen, was ein bisschen Schade ist. Trackmania Turbo kommt grafisch zwar nicht an ein Grand Tourismo heran, gibt sich für sein Genre aber alle Mühe, dem Spieler auch optisch zu gefallen. Insbesondere die Off-Road-Areale sehen mit den Pflanzen und dem Dreck richtig hübsch aus.

Der Sound der Fahrzeuge passt zu dem Genre. Der Soundtrack bietet verschiedene, eher elektrische Musikstücke, welche sich sogar an die Rennsituation anpassen. So wird das Tempo der Musik mit fortschreiten der Strecke oder beim Ablauf der Zeit schneller. Damit passt sie sich wunderbar in das Spielgefühl ein und wirkt auch nicht aufdringlich, sondern wirklich begleitend.

Ich muss dazu sagen, ich habe bisher keinerlei technische Fehler wie Bugs oder Anzeigefehler entdecken können. Da ich natürlich nicht das Maß aller Dinge bin, wird es sicherlich den ein oder anderen Fehler geben aber ich bin hier doch sehr über die Qualität erstaunt.

Meister der Strecke

Okay, eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute zuerst: es gibt eine Platin-Trophäe und für diese muss man keine aufwändigen oder schwierigen Online-Trophäen erledigen. Das waren sogar schon zwei gute Nachrichten. Doch die schlechte Nachricht ist die, dass die Platin-Trophäe von Trackmania Turbo es richtig in sich hat und dass diejenigen, die sie am Ende ihr eigen nennen dürfen, auch sehr stolz darauf sein können.

Doch beginnen wir ersteinmal mit den einfachen Sachen. 400m Drift, 500m Sprung und 500km/h knacken - das sollte alles kein Problem darstellen und deshalb gibt es hierfür auch jeweils nur eine Bronze-Trophäe. Andere erhält man beispielsweise dafür ein Rennen 5x abschließen, ohne den eigenen Rekord zu brechen oder wenn man die jeweiligen Series mit einer beliebigen Medaille abschließt. Hier treten allerdings schon die ersten Hürden auf, denn um eine beliebige Medaille in der Black-Series zu erspielen, muss man zunächst alle anderen Strecken auf Gold abschließen und bei dieser einen kleinen Bronze-Trophäe trennt sich bereits die Spreu vom Weizen.

Wer es abschließend auf die Gold-Trophäe abgesehen hat, mit der man alle Strecken auf Gold abschließen muss, der muss eine Menge Zeit, Geduld und Frustresistenz mit sich bringen, aber dafür wird man auf dem Weg dahin alles ganz von allein bekommen. Naja, abgesehen von den lokalen Multiplayertrophäen und jenen, die mit dem Streckeneditor in Zusammenhang stehen. Aber diese stellen überhaupt gar keine Schwierigkeit dar und wer zwei Controller daheim hat oder einen Freund der seinen mal mit vorbeibringt, der muss sich darum nicht sorgen.

 

FAZIT

Trackmania Turbo führt seine Vorgänger nahtlos fort. Nadeo schafft es erneut, einen gelungenen Arcade-Rennspaß in die Wohnzimmer zu bringen und mit abgefahrenen Strecken und Rennmodi zu begeistern. Wer genauso viel Spaß am Perfektionieren der Linie und am Kampf um die Bestzeit hat wie ich, wird mit Trackmania Turbo sicher nicht enttäuscht.

Technisch ist dieser Teil wirklich einwandfrei umgesetzt. Eine schöne Grafik für die Augen, ein super Soundtrack und eine stimmige Geräuschkulisse sorgen für einen erfreulichen Spielspaß. Einziges Manko: leider kein ausgeprägtes Schadensmodell. Das hätte dem ganzen noch einen schönen Touch mitgegeben. Allerdings wird bei Trackmania schon von Haus aus kein Wert auf Realismus gesetzt und dementsprechend ist die Entscheidung zum fehlenden Schadensmodell nachvollziehbar.

Der Spielmodus Double-Dirver ist eine sehr lustige Idee. Hier kann man sich mit einem Kumpel mal in Sachen Verständigung ausprobieren und schauen, ob man denn auch gemeinsam eine schwere Strecke meistern kann. Ich jedenfalls bin von dem Spiel wirklich überzeugt. Insbesondere der Streckeneditor kann mich durchaus lange fesseln. Wirklich viele Kritikpunkte konnte ich nicht entdecken. Von daher, eine super Leistung Nadeo.

 

9 von 10

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