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EA Sports UFC 2 im Test für PS4 - Das virtuelle Octagon kehrt zurück


supersushi
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ea-sports-ufc-2-266x266.jpeg Wenn man Namen hört wie Ronda Rousey oder Georges St-Pierre denkt man mitlerweile wohl eher an große Filme wie „Fast & Furious 7“ oder „The Return of the First Avenger“. Dass die beiden aber nicht nur in Filmen mitspielen, sondern hauptberuflich im Octagon für Action sorgen, sollte nicht vergessen werden. EA zum Beispiel hat dies nicht und schickt mit EA Sports UFC 2 nun den zweiten Ableger der Reihe in den Kampf. Als EA das Zepter der UFC-Spiele übernommen hat, sollte alles besser werden. Der erste Teil war zwar ganz ok, aber das war es dann auch schon. Nun soll mit Teil 2 alles besser werden und die Kämpfe der Ultimate Fighting Championship in euer Wohnzimmer gebracht werden. Ob sich das lohnt oder ihr doch lieber wieder eine Blu-Ray mit den UFC-Stars einlegt, erfahrt ihr in unserem Test.

Bis an die Spitze

Einer der Standard-Modi in einem jeden Spiel ist der Karrieremodus. Hier hat sich im Prinzip nicht viel im Vergleich zum Vorgänger getan. Aber mal Hand aufs Herz, was soll man bei dieser Sportart auch groß rausholen in einem Karrieremodus? Nicht falsch verstehen, ich bin ein großer Fan der UFC und schaue mir nach Möglichkeit die Großveranstaltungen auch immer im TV an. Aber es ist nun mal auch im realen Leben so, dass diese Kämpfe in großen Abständen stattfinden und zwischendurch trainiert bzw. regeneriert wird. Es ist keine Show-Veranstaltung wie beispielsweise die WWE. Diese teils absurden Fehden und Storylines rund um „Wer hat meinen Lolli geklaut?“, „Wer hat wen geschwängert?“, „Wer hat den größeren... Bizeps?“, das alles gibt es in der UFC nicht. Groß aufblähen kann man den Storymodus also nicht.

Das tägliche Geschäft der UFC wurde gut eingefangen. Man startet in der untersten Liga und muss sich Stück für Stück nach oben arbeiten. Hier gilt es Punkte zu sammeln, um aufzuleveln und stärker zu werden. Zwischen den Kämpfen gibt es Trainingseinheiten, bei denen ihr eure Fertigkeiten verbessern könnt. Der Weg nach ganz oben bis hin zu den Titelkämpfen macht zwar Spaß, lohnt sich aber kein zweites Mal. Wenn ihr den Modus einmal abgeschlossen habt, fehlt die Motivation es noch einmal zu machen. Es würde sich im Vergleich zum vorherigen Durchlauf nichts ändern. Da könnt ihr euch dann lieber einem der anderen Modi zuwenden.

 

 

Immer feste drauf

Einer davon wäre beispielsweise der KO-Modus. Hier ist das einzige Ziel, seinem Gegner so lange einen auf die 12 zu kloppen, bis dieser schließlich ausgeknockt umfällt. Keine großen taktischen Aspekte, keine Submissions oder ähnliches. Nur Kopftreffer helfen, um den Kampf zu gewinnen. Bevor der Kampf startet, habt ihr noch die Möglichkeit auszuwählen, ob es nach dem Prinzip Best-of-Three, -Five oder –Seven gespielt werden soll. Ist eine ganz gute Idee, da man so nicht behaupten kann der Gegner hätte nur pures Glück gehabt, wenn dieser einen Kampf gewinnt. Man hat ja noch die Möglichkeit es in der nächsten Runde dann richtig zu stellen.

Ein weiteres Offline-Highlight stellt der Modus dar, in dem ihr eure eigenen UFC-Shows erstellen könnt. Wählt die Vor- und Hauptkämpfe sowie solche, bei denen es um Titel geht. Alles könnt ihr nach Belieben einstellen und anschließend loslegen. Das verleiht den Kämpfen ein wenig mehr Würze, wenn ihr wisst, dass es eure eigenen Shows sind und dass es auch um etwas geht. Die normalen 1 vs. 1 Kämpfe sind an sich ja nur im lokalen Multiplayer oder online von Dauer fesselnd. Wenn ihr aber gerade in einem Internetloch sitzt und keinen zweiten Controller zur Hand habt, hat EA Sports UFC 2 schon einiges zu bieten, um euch auch so zu beschäftigen.

UFC plus Sammelkarten? Was zum...?

Wie in so ziemlich jedem Kampf-Spiel normal, so gibt es auch in EA Sports UFC 2 einen simplen Online-Modus. Ihr kämpft 1 vs. 1, entweder in normalen Kämpfen oder in Ranglisten-Spielen. Ist jetzt nichts Weltbewegendes, also halten wir uns da nicht lange mit auf. Viel interessanter ist der neu im Spiel enthaltene Ultimate Team Modus. Ja, ihr habt richtig gelesen: Ultimate Team! Ich muss zugeben, als ich im Hauptmenü über diesen Spielmodus gestolpert bin, war ich mehr als skeptisch. Wie soll Ultimate Team bitte bei UFC funktionieren? Man kämpft ja nur 1 vs. 1, ein Team zusammenstellen oder ähnliches wäre da ja eher sinnfrei. Bei FIFA kann ich es ja verstehen, aber hier? Ich war echt der Meinung, dass EA nur versucht irgendwie mehr Geld aus den Spielern zu quetschen und Gott weiß wie diesen Modus auch in UFC einführen musste.

Aufmerksame Leser haben es erkannt, ich habe in der Vergangenheit geschrieben. Ich bin nämlich wirklich positiv überrascht: der Modus ist echt klasse! Zu Beginn muss man sich einen eigenen Kämpfer erstellen. Allein damit kann man sich schon ewig beschäftigen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind mehr als ausreichend. Also schön hübsch machen euren Charakter, die ganze Welt wird ihn danach sehen! Also zumindest die, gegen die ihr kämpft. Ihr könnt unterm Strich auch mehr als nur einen Charakter erstellen – unterschiedliche Gewichtsklassen, Männlein oder Weiblein, alles möglich. Es muss also nicht gleich der erste für die Ewigkeit sein.

Ab dann kann der eigentliche Ultimate Team Modus losgehen. Die Karten, die ihr aus den Packs erhaltet, stehen dann für Schläge, Tritte, Griffe, Boosts oder Regenerationen. Zu Beginn kann euer Kämpfer praktisch gar nichts (Karpador und sein Platscher lassen grüßen) und ihr müsst ihn/sie mit entsprechenden Karten ausrüsten, um stärker zu werden. Das Prinzip dahinter ist an sich recht simpel, macht aber extrem viel Spaß. Man muss sich vorher genau überlegen für welche Kartenpacks man seine Punkte ausgibt und dann die Daumen drücken, dass die ein oder andere hilfreiche Karte dabei rauskommt. Am Anfang habe ich den Ultimate Team Modus belächelt und als überflüssig empfunden, mittlerweile spiele ich keinen anderen mehr.

Hinein ins Octagon

EA Sports UFC 2 bietet eine riesige Anzahl an Kämpferinnen und Kämpfern. Bis man da alle einmal ausprobiert hat, vergehen schon einige Kämpfe. Stört aber nicht, denn die Fights funktionieren einwandfrei und sehen dazu auch noch echt gut aus. Die Grafik und die Spielphysik sind äußerst gut gelungen. Die Bewegungen der Kämpfer sehen realistisch aus und sind nicht übertrieben dargestellt. Bei manchen Schlägen und Tritten kann man sogar fast mitfühlen, so realitätsgetreu sind sie eingefangen. Und sie bleiben auch weiterhin sichtbar. Wenn sich ein Cut bildet, ein Auge anschwillt oder sich der Kämpfer auf sonst eine Art und Weise verletzt, dann sieht man das auch. Von mir gibt es da ein ziemlich großes Lob was die Optik betrifft.

Da Aussehen aber ja bekanntlich nicht alles ist, schauen wir uns auch einmal den eigentlichen Inhalt der Kämpfe an. Wie schon erwähnt, wirken die Schläge und Tritte äußerst realistisch. Bei den Griffen und Würfen ist es ebenfalls so. Wild rumfuchteln mit dem Stick wird euch da nicht helfen. Man muss schon genau die Richtung angeben, damit auch wirklich etwas Sinnvolles passiert. Man wird also online auf keinen Eddy Gordo treffen, keine Sorge. Wenn euch jemand überlegen ist, dann weiß er auch genau was er da tut. Das einzige Manko im aktiven Kampf sehe ich im Submission-System. Das ist wieder der gleiche Mist wie beim Vorgänger. Hier muss man den Stick schneller in eine andere Richtung drücken, als der Gegner. Das wirkt mehr wie ein nerviges Quick-Time-Event und passt nicht in die ansonsten vollkommen gelungenen Kämpfe.

Trophäen-Check

Im Vergleich zu den vorherigen UFC-Spielen bekommt man die Platin-Trophäe hierbei fast geschenkt. Wirklich schwierige Trophäen gibt es nicht. Viele bekommt man beim normalen Spielen zwischendurch oder kann sie auf der leichtesten Stufe im Karrieremodus erspielen. Einzig der Ultimate Team Modus wird ein wenig Zeit fressen, da man hier sein komplettes Team auf das maximale Level bringen muss. Außerdem muss man ein wenig Glück haben mit den täglichen Aufgaben, die man dort erfüllen muss. Aber falls die aktuellen zu schwer sind, wartet man einfach einen Tag und probiert es dann nochmal.

 

Persönliches Fazit

Ich kann aus voller Überzeugung sagen: EA Sports UFC 2 ist das beste Mixed-Martial-Arts Videospiel, das ich je gespielt habe. Der Wechsel von THQ zu EA hat dem Genre merklich gutgetan. EA hat zudem aus den Mängeln des Vorgängers gelernt und es im zweiten Teil in vielen Bereichen erheblich besser gemacht. Gut, nicht unbedingt bei den Submissions, aber das kann auch einfach nur persönliches Empfinden sein. Mir sagt dies gar nicht zu. Da war die simplere Steuerung bei den damaligen THQ-Ablegern besser.

Der für die Serie neue Ultimate Team Modus macht großen Spaß. Ich hatte meine Bedenken, aber nach dem Ausprobieren wollte ich den Modus gar nicht mehr verlassen. Auch Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, dass man seine eigene Einlaufmusik auswählen und sogar die Intro-Bewegungen im Ring für selbst erstellte Kämpfer wählen kann, die gute Musik aus dem Hauptmenü sowie die guten englischen und halbwegs vernünftigen deutschen Kommentatoren (da lernt EA ja mittlerweile dazu – lieben Gruß an Wolff-Christoph Fuss an dieser Stelle), haben mich überzeugt. Es wirkt einfach wie ein komplettes Spiel, bei dem die Entwickler jeden Bereich bedacht haben. Da wirkt nichts dahingeklatscht oder übereilt.

8.5/10

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