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Test: Sonic the Fighters im Test für PS3: Schluss mit Laufen, ab in den Boxring!


supersushi
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Der allseits beliebte kleine blaue Igel Sonic bekommt scheinbar einfach nicht genug von der PlayStation 3 und startet mit Sonic the Fighters einen neuen Angriff in das heimische Wohnzimmer. Allerdings nicht so, wie man es von ihm gewohnt ist. Wenn man den Namen Sonic hört denkt man automatisch an einen Hochgeschwindigkeitsrausch verbunden mit vielen sammelbaren Ringen und zu erledigenden Feinden. Im aktuellsten Ableger schlägt Sonic allerdings neue Wege ein und versammelt seine Freunde und Feinde in einem klassischen Beat 'em Up und versucht mal etwas anderes, als in vollem Tempo gerade aus zu laufen. Ob es sich allerdings lohnt den auf HD verschönerten Arcade-Klassiker des Sega Model 2 auch auf der PlayStation auszuprobieren, erfahrt ihr in unserem Test.

 

 

Rächer, versammelt euch!

Gut, zugegeben, ganz so dürfte der Ruf von Sonic nicht geklungen haben als er zum Kampf geladen hat. Aber interessant klingt es allemal, wenn man die Begriffe "Sonic" und "Beat 'em Up" in einem Satz hört. Die HD-Umsetzung des Spiels Sonic the Fighters bietet die bekannten Gesichter rund um den blauen Igel in einem Kampfspiel. Hier kann man mit den Charakteren 1 gegen 1 in den Ring steigen und die Fäuste fliegen lassen.

An sich hört sich das ja ganz gut an. Aber das Spiel wirkt leider ziemlich aus der Mode gekommen. Jeder Charakter hat eine Taste für einen Schlagangriff, eine für einen Tritt und eine für einen Schild. Diese können zwar mithilfe der Pfeiltasten ein wenig abgewandelt werden, aber wirklich Spieltiefe kann man nicht erwarten. Kombos, Konter, Würfe, alles nicht vorhanden im Spiel. Eigentlich bleibt nur die Möglichkeit endlich mal nicht nur wie von der Tarantel gestochen durch ein Level zu laufen, sondern mal auf den Putz zu hauen.

 

 

Wiederspielwert? Naja...

Sonic the Fighters erschien ursprünglich für eine Arcade-Konsole, wie man sie aus Spielhallen kennt. Genau das erkennt man auch, wenn man das Spiel startet. Eine große Auswahl an Spielmodi gibt es nicht, um genau zu sein nur drei Stück. Das Herzstück eines Arcade-Klassikers bildet natürlich der Arcade-Modus. Dieser macht zwar auch Spaß, allerdings nicht für mehr als 10-15 Minuten. Und das auch nur, wenn man sich Zeit lässt und hin und wieder besiegt wird. Leider ist er relativ schnell durchgespielt und bietet kaum bis gar keinen Anreiz ihn erneut durchzuspielen. Selbst die Trophäen sind alle innerhalb von 10 Minuten erspielt.

Eine wirkliche Story gibt es nicht. Man muss die Emeralde sammeln, die man aus früheren Sonic-Spielen schon kennt und am Ende wie üblich Dr. Eggman besiegen. Da es sich eben um einen Arcade-Klassiker handelt wäre dann der Punkt gekommen, wo das Spiel beendet ist, man eine neue Münze einwerfen muss und den Modus erneut durchspielen kann bzw. den nächsten Spieler an die Konsole lassen kann. Der einzige wirkliche Anreiz das Spiel erneut durchzuspielen wäre, dass man die verschiedenen Charaktere mal ausprobiert. Hier hat man gut die Möglichkeit sich ein wenig mit den anderen Charakteren des Sonic-Universums vertraut zu machen, da den meisten vermutlich nur Sonic und eventuell noch Tails oder Knuckles ein Begriff sein dürften.

 

Du hübscher Pixel du!

Wenn man die Ankündigung liest, dass ein Klassiker aus früherer Zeit den Weg auf eine High Definition Konsole findet, denkt man eigentlich, dass sich das Spiel dann auch ein wenig zeitgemäß anpasst. Leider ist das hier nicht der Fall. Die Grafik sieht so aus, als wenn sie 1:1 aus dem Sega Model 2 übernommen wurde und lediglich Trophäen zum Spiel von damals hinzugefügt wurden. In den Texturen erkennt man jeden Pixel einzeln und die Charaktere erkennt man eigentlich nur als solche, da man weiß, dass Sonic eben der Blaue ist und Knuckles der Rote.

Bei den sonstigen älteren Sonic-Spielen, die es bisher auf der PlayStation 3 gibt mag dies ja auch der Fall sein. Allerdings haben diese den Vorteil, dass man das Geschehen von weiter weg betrachtet und Sonic permanent am Sprinten durch die Levels ist. Da erkennt man ohnehin nicht so viel und es ist nicht weiter schlimm. Wenn man aber ein Kampfspiel vor sich hat, wo die Charaktere wirklich oft in der Nahaufnahme zu sehen sind, wäre eine Überarbeitung und Verschönerung schon wünschenswert gewesen.

 

Prügel rund um die Welt

Der interessanteste Modus des Spiels dürfte der Online-Modus sein. Da man den Arcade-Modus innerhalb von einer Kaffeepause durchgespielt hat und man dann nichts weiter machen kann, versucht man die Langzeitmotivation eben online zu finden. Eine gute Idee von Sega AM2 ist dabei das Smiley-System. Jeder Spieler hat neben seiner ID einen Smiley abgebildet, der von einem grünen, grinsenden bis hin zu einem roten, wütenden Smiley geht. Dieser zeigt die Abbruch-Quote des Gegners an, so dass man sofort weiß, ob man es gegen den anderen Spieler wagt oder gleich einsieht, dass dieser kaum Geduld hat und das Spiel wahrscheinlich früh verlassen wird. Dies kann einem durchaus ein leicht ärgerliches Knurren ersparen, wenn man kurz vorm Sieg war, als der Gegenüber beschlossen hat doch lieber das Spiel zu verlassen.

Der Online-Modus ist gut aufgebaut und bietet Ranglisten- sowie privat erstellbare Matches. Das einzige Problem dabei ist, dass das Spiel kaum einer spielt. Wenn man die Geduld dafür aufbringen sollte solange zu warten, bis man einen Gegner gefunden hat, können schon 1-2 Stunden ins Land geflossen sein. Ein Blick auf die Rangliste zeigt, dass aktuell knapp 800 Spieler bisher online gespielt haben, wobei einige so wenige Punkte haben, dass sie nur einen Kampf gemacht haben und es dann sein gelassen haben.

 

Fazit

Sonic the Fighters ist und bleibt ein nettes Spiel für Zwischendurch, das merklich auf die alten Arcade-Automaten ausgelegt ist. Es bietet weder eine wirkliche Story noch einen sonstigen Anreiz sich wirklich langfristig mit dem Spiel zu beschäftigen. Wirklich lohnen tut sich das Spiel eigentlich für die diejenigen, die es schon damals gezockt haben und nun ein wenig Nostalgie verspüren wollen. Es lässt einen schon ein wenig an die guten alten Tage zurückdenken, wenn man mit Sonic einen Angriff startet und das altbekannte Geräusch hört, das er von sich gibt, wenn er zu einem Sprint ansetzt. Schade ist, dass der Online-Modus so wenig genutzt werden kann. Dieser hätte den Spieler schon einige Stunden am Fernseher festhalten können.

Im Einzelspieler kommt leider nicht viel Spaß auf. Da sollte man sich dann lieber einen Kumpel suchen und offline im Versus-Modus ein wenig die Fäuste fliegen lassen. Es ist und bleibt ein Arcade-Klassiker, der in der heutigen Zeit leider nicht wirklich Beachtung bekommen dürfte, da er schlichtweg aus der Mode gekommen ist. Früher war das Spiel bestimmt vielerlei Liebling, aktuell gibt es aber zu viele Beat 'em Ups für Zwischendurch, die dann doch eher gespielt werden als der kleine blaue Igel und seine Freunde. Ob sich das Spiel dann für 4,49€ wirklich lohnt, wenn man leider schnell die Lust verliert, sollte man sich vor dem Kauf genau überlegen.

 

4/10

     

Edited by Tomekk20
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