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LEGO Batman 2: DC Super Heroes im Test: "Batman, magst Du LEGO?" - "Ich glaube, es mag Dich."


supersushi
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batman-3cxugx.jpeg.bec6ade45587667b4f457bc7906e494a.jpegLEGO ist eine feine Sache. Fakt ist: LEGO ist ein dänischer Spielwarenhersteller, gegründet 1932. Jeder von uns ist in seiner Jugend mit dem Plasikstecksystem mal in Kontakt gekommen und verbindet damit bestimmt viele bunte Erinnerungen. Der Begriff "LEGO" (dänisch) bedeutet soviel wie "spiel gut", obwohl böse Zungen behaupten, es käme aus dem Lateinischen: "ich lese, ich sammle". Egal wie, alles passt irgendwie zu dem uns bekannten Videospiel. Es gibt ja auch schon weitere LEGO-Lizenzspiele, wie beispielsweise Indiana Jones, Star Wars oder zuletzt Herr der Ringe. Zurück zu Batman: Im ersten Teil der Reihe kämpften sich Batman und Robin durch Gotham und hielten die Verbrecherbrut davon ab, es in seine Einzelteile zu zerlegen. Und nun? Was zeigt die Fortsetzung? Lässt sie sich wirklich gut spielen oder kann man dem Kauf getrost aus dem Weg gehen? Die Antwort erfahrt Ihr in unserem Test. Los geht´s! Gehen wir eine Runde basteln.

 

 

Studs, überall Studs

Moment mal, erst einmal einen Patch herunter laden - eine Sache, die heutzutage immer häufiger vorkommt und leider kein gutes Bild auf den Entwickler wirft. Im Anschluss lässt sich das Spiel sofort starten, ohne einen Schwierigkeitsgrad auswählen zu müssen. Das wäre zudem unnötig, da LEGO-Spiele eine sehr niedrige Schwierigkeitsstufe besitzen. Sie sind generell mehr auf Sammeln und Rätseln als auf Kämpfe ausgelegt.

 

Batman stürzt sich dieses mal nicht alleine ins Abenteuer. Er bekommt Hilfe, wenn auch nicht ganz freiwillig. Ursprünglich als Einzelkämpfer unterwegs, ist Robin für ihn schon so etwas wie ein Klotz am Bein. Die Geschichte beginnt in Gotham, wo Batman, hier als Bruce Wayne, mal ohne Maskerade, und Lex Luthor, glatzköpfiger Supermilliardär und Gangster aus Metropolis, um die Trophäe "Mann des Jahres" kämpfen. Zumal Luthor nebenbei noch Präsident der Vereinigten Staaten werden möchte und er Bruce nicht leiden kann, passt das Event gut in seinen Terminkalender. Fehl am Platz ist dabei die rüde Unterbrechung durch Joker und seine Kompagnons. Nachdem Joker Lex´ Uhr klaut und ein paar Witze zum Besten gibt, tritt Batman in Erscheinung. Er greift sich den Störenfried und liefert ihn in Arkham ab. Lange sitzt er jedoch nicht ein. Lex befreit ihn mit Hilfe einer neuen Superwaffe und bittet ihn um Unterstützung seiner Pläne. Daraufhin zieht das Duo Infernale los und stiftet reichlich Durcheinander. Batman gelingt es nur mit mäßigem Erfolg die Beiden aufzuhalten, da seine Hightech-Ausrüstung der neuen Waffe nicht besonders gut Stand hält. Erst kommt Superman ins Spiel, dann immer mehr Helden; an Batmans Seite sind sie alle auf der Jagd nach den Übeltätern. Die Story ist dabei schmückendes Beiwerk. Sobald man sie durchgespielt hat, ist sie nicht mehr von Bedeutung.

 

Eine Neuerung im Spiel ist, dass alle LEGO-Figuren sprechen. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Vertonung sorgt für eine Extra-Portion Witz im Spiel, und davon gibt es ja gewohnterweise immer ein bisschen mehr in LEGO-Spielen. Startpunkt der Abenteuer ist stets die Bat-Höhle unter Wayne Manor. Von dort aus geht es mit einem Fahrzeug, Fluggerät oder Boot Deiner Wahl nach Gotham auf Erkundungstour. Man kann sich auch per Schnellreise-Funktion auf den Weg machen. Die große Karte in der Mitte der Höhle hilft dabei. Auch die 15 Kapitel der Geschichte lassen sich dort auswählen. Sind diese erstmal durchgezockt, kann man sie wiederholt anwählen, um erneut sein Glück zu versuchen und Dinge zu erledigen, die vorher noch nicht möglich waren. Es empfiehlt sich, die Story fertig zu spielen, um ein gewisses Maß an Charakteren freizuschalten.

Sammeln macht süchtig

Mit dabei sind wieder die goldenen und roten Steine, ebenso Leute, die aus Gefahrensituationen gerettet werden müssen, entweder aus der Story oder in der Stadt. Als Belohnung gilt es insgesamt 250 Goldsteine zu holen, für das Füllen der Superheldenleiste, Retten der Bürger, Sammeln aller Minikits und für das Beenden der Story. Fehlende muss man in Gotham City einfach einsammeln oder aus etwas komplizierteren Rätseln ergattern. Zusätzlich gibt es goldene Tore, die aus einer bestimmten Anzahl von goldenen Steinen erbaut werden können und Charaktere freigeben. Diese müssen obendrein anschließend gekauft werden. Bezahlt wird natürlich in Steinen, auch Studs genannt. Deshalb ist das Sammeln derselbigen sehr wichtig. Studs sind die Währung in LEGO-Spielen. Sie tauchen in drei verschiedenen Farben auf und sind daher auch in drei verschiedenen Werten verfügbar. Fahrzeuge gibt es insgesamt 55 Stück, inklusive der 15 Minikit-Fahrzeuge. Fahrzeuge und Charaktere sind in der Stadt versteckt und wollen gefunden werden. Im fortgeschrittenen Spiel helfen rote Steine als sogenannte "Fühler" beim Finden goldener und weiterer roter Steine, bei der Suche nach Bürgern in Gefahr sowie beim Vervielfachen von Studs. Der Sammeltrieb ist in den LEGO-Spielen schon immer der Hauptfaktor. Hat man jedoch alles erledigt, gibt es einfach nichts mehr zu tun und die Spielzeit ist nach 30 bis 40 Stunden vorbei.

Helden, vereinigt Euch!

Am Gameplay hat sich nicht viel verändert. Man kämpft sich allein oder zu zweit im Koop-Modus durch die Level und sammelt so viele Steine wie möglich. Pro Level gibt es 10 Minikits, einen Bürger und die Superheldenleiste. Aber das klingt leichter als es ist. Die Minikits sind gut versteckt und die Rätsel bestehen meist aus dem regelmäßigen Wechseln der Figuren. Erst dann gelangt man zum Lösungserfolg. Das kann bei bis zu 50 Charakteren schon zur Herausforderung werden, da jede Figur bestimmte Fähigkeiten aufweist - oft auch in Abhängigkeit mit deren Ausrüstung - die es an passender Stelle zu nutzen gilt. Man-Bat kann fliegen und Glas zerstören. Superman kann goldene LEGO-Objekte mit dem Hitzeblick schmelzen sowie mit Frostatem Wasser gefrieren lassen und vieles mehr. Für Batman und Robin gibt es je drei verschiedene Anzüge, die Talente verleihen. So ist da zum Beispiel der Poweranzug für Batman, der ihn superstark macht und silberne Objekte damit sprengen lässt. Für Robin findet sich u.a. ein magnetischer Anzug. Mit ihm kann er an magnetischen Wänden hochklettern oder Objekte beeinflussen.

 

Die Level haben jetzt einen enormen Umfang und sind in mehrere Abschnitte unterteilt. Nach jedem Abschnitt kann man manuell speichern und an dieser Stelle weiterspielen. Eine sehr nützliche Neuerung. Auch die Fahrzeugabschnitte sind wieder mit dabei. Allerdings gibt es etwas zu bemängeln: Die Steuerung der fliegenden Figuren bzw. der Fluggeräte funktioniert unheimlich schlecht und das nervt mit der Zeit. Besser steuern sich Fahrzeuge und Boote.

Kreativität wird kleingeschrieben

Warum spielt fast alles nur in Gotham? Wieso hat man die anderen Superheroes nicht öfter zum Einsatz gebracht und ihre Gegenspieler mit eingebunden? Warum lässt Batman den Anderen zeitweise nicht mehr den Vortritt? Irgendwie mangelt es doch ein wenig an Abwechslung. Und das größte Manko: Wieso ist die Hälfte der Geschichte nur auf das Verfolgen von Jokers und Lex´ Riesenroboter ausgelegt? Sicherlich ist die Umsetzung gelungen, aber etwas mehr Einfallsreichtum in dieser Richtung wäre nicht verkehrt gewesen. Auch darf man sich nicht mehr als Leveldesigner betätigen, wie beispielsweise noch bei Indiana Jones: Die neuen Abenteuer. Man kann nur seine eigene Figur erstellen. In der Stadt kann man recht wenig zerstören oder Häuser gar nicht erst betreten, das bremst die Entdeckerfreude. Die Gestaltung der Stadt ist den Tim Burton Filmen Anfang der 90er Jahre entnommen. Riesige Legofiguren und Häuser zieren das Stadtbild. Alles ist recht dunkel und trist gehalten. Die Musik bei Batman stammt ebenfalls aus den beiden Filmen, was positiv zu bewerten ist. Wenn Superman fliegt, ertönt jedes Mal die Musik von John Williams aus den alten Klassikern, auch ein netter Gag. Die Späße zwischen Superman und Batman sind ein Hauptteil der Geschichte und lassen das ganze Spiel humorvoller wirken.

Wo hat sich nur der Multiplayer versteckt?

Einen Online-Modus für mehrere Mitspieler gibt es leider nicht, obwohl sich der im Hinblick auf die große Anzahl von Helden und Schurken bestimmt angeboten hätte. Sehr schade, denn damit wäre im Bereich Langzeitmotivation viel möglich gewesen. Stattdessen gibt es einen Splittscreen im Koop. Das hilft nicht gerade dabei den Überblick zu behalten, da dadurch nur noch die Hälfte des Bildschirms zur Verfügung steht. Spaßig ist es schon zu zweit, da jeder etwas anderes machen kann und sich so mehrere Aufgaben erledigen lassen. Aber wenn ein Spieler die Figur wechselt, wird beim anderen Mitspieler das Spiel ebenfalls unterbrochen. Das ist keine schöne Lösung. Insgesamt macht das Zu-zweit-spielen Sinn, wenn man Sachen einsammelt. Dann teilen sich die Aufgaben und man kommt wesentlich schneller voran. Aber es gibt keinen zwingenden Grund im Koop zu spielen, außer für den Erhalt einer Trophäe. Allein schafft man das Spiel bequem, ist dann aber eben ständig am Tauschen der Figuren.

 

Insgesamt teilt sich das gesamte Stadtgebiet in mehrere verschiedene Gebiete. In jedem befindet sich eine Fahrzeugkonsole, die aktiviert werden muss. Durch die Erstaktivierung wird ein bekannter Schurke aus dem DC-Universum freigeschalten. Dieser muss anschließend besiegt werden und reiht sich nach dem Kauf durch Studs in die Galerie ein. Allerdings sind die Kämpfe sehr kurz und wenig schwierig. Sie dienen wirklich nur dazu, die Figur der Sammlung hinzuzufügen. Die Standardgegner sind nur Kanonenfutter und stellen durch ihre Anzahl gelegentlich Probleme dar. KI bei den Gegnern ist nicht vorhanden. Ein Deckungssystem oder ähnliches sucht man vergebens. Die Spielfigur besitzt 4 Herzen. Sind diese aufgebraucht, stirbt der Charakter, wird jedoch sofort wiederbelebt und setzt kurz vor dem Zeitpunkt des Ablebens erneut ins Spiel ein. Nur einige Studs werden abgezogen. Daraus wird deutlich, dass sich das Spiel an eine jüngere Zielgruppe richtet. An der Konsole, erkennbar an blauen Lichtstrahlen im gesamten Gebiet, kann man sich später ein Fahrzeug aussuchen oder die Karte zur Schnellreise aufrufen. Außerdem dient die Karte dem Markieren nächster Ziele, was der Orientierung zugute kommt. Ausgewählte Punkte sind durch blinkende Strahlen dargestellt und von weit her sichtbar. Das vereinfacht die Suche nach so manchem Objekt enorm.

Knallbunter Spaß für die ganze Familie

Die Grafik ist sehr farbenfroh und abwechslungsreich. Das Spiel lebt einfach vom LEGO-Look. Es lässt sich viel von der Umgebung zerstören, allerdings nur in den Geschichtenlevel. Das klingelt auf dem Steinekonto. Die Kameraführung ist auch wesentlich besser als in manchen Vorgängern, aber gerade bei Flugeinlagen lässt sie den Spieler vielmals im Stich. Dort geht die Orientierung sehr schnell verloren und man ist wild am Suchen der richtigen Richtung. Der Sound wurde, wie schon erwähnt, nach der Filmmusik von Danny Elfmann gewählt - ein unvergessener Soundtrack, der zur Grundstimmung im Spiel seinen Beitrag leistet. Das Speichersystem gleicht dem des Vorgängerspiels. Immer, wenn ein Level abgeschlossen oder ein Sammelgegenstand entdeckt ist, wird automatisch gespeichert. Allerdings beginnt das Spiel bei Neustart stets in der Bat-Höhle und nicht am letzten Speicherpunkt. Zum ersten Mal überhaupt wurde synchronisiert, die Originalstimmen aus den Filmen hört man jedoch ncht. Auf jeden Fall kommt der Humor nicht zu kurz. Insgesamt ist die Sprachausgabe für ein jüngeres Publikum gemacht. Es dürfen also keine anspruchsvollen Dialoge oder Sprachsampler erwartet werden. Den Zweck erfüllen sie aber allemal. Für das Spiel gibt es zwei kleine DLC´s, einmal ein Schurken- und ein Heldenfiguren-Paket. Darin enthalten sind je fünf zusätzliche Figuren. Der Kauf sollte gut überlegt sein, denn mit den Figuren im Spiel ist man schon gut ausgestattet.

Fazit

Noch immer gibt es keine großen Änderungen im Spielprinzip. Was sich bewährt hat, bleibt gut. Wer es mag, für den passt alles. Dennoch, ein bisschen Innovation in Zukunft wäre nicht schlecht. Ein paar positive Neuerungen wie die Sprachausgabe, die längeren Level oder das Zwischenspeichern sind nennenswert. Durch unentwegte Unterhaltung bleibt man bei Laune. Der Spielumfang ist ausreichend und die Präsentation sehr gut. Es gibt viel zu entdecken, die vielen Charaktere aus dem DC-Universum im Schlepptau. Insgesamt zeigt sich ein familientaugliches Spiel. Schattenseiten sind die Flugsteuerung und die nicht zu beeinflussende Levelgestaltung. Ebenso negativ zu bewerten ist der fehlende Multiplayerpart, gerade hier hätte er wunderbar hineingepasst. Die vielen Roboterverfolgungen, die beständige Gothamkulisse sowie die "Unterforderung" der anderen Helden zeugen von eingeschränkter Kreativität. Die Schurkenlevel aus dem Vorgängerspiel fehlen. Bugs und Glitches sind vorhanden, gerade in einem LEGO-Spiel ist das weniger schön. Bei eingefleischten LEGO-Fans überzeugt das Spiel trotzdem und ist für Trophäenjäger immer eine willkommene Freizeitbeschäftigung.

 

7/10

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